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Show os- Mittelberg - Mittel-Gratzen. Mittelberg, ca. 335 m, nördl. über der Ratzweiler-ode- r Schul-Mühle im Spielersbachthal, Gde. Ratzweiler, Ka. Saarunion. Mittelberg, Gross- 396 in, Klein- 358 m, westl. Wir. Moderfeld, Ka. Lützelstein. Mittelbergbach s. Mossig 12. Mittelbergheim, Df. (Ka. Barr [s. 1790], Kr. Schlettstadt, U.-E.). 800 E. 205 Hsr. (12 GRe.) - 220 m. - AG. Barr (2,1); Bhf. Barr (2,3). - Bergheim 880; Bercheim 1050; ma. Barghe. - Die Gde. umfasst den HO. M. (781 E. 202 Hsr.); den AO. Entensee und den unbew. 0. Ru. Krax. - Ortseinn. StEBez. Barr. Armr. (s. 1845). Fw. (s. 1876, 3 Spritzen . Wasserltg. is. 1894). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Barr (s. 1802). Schutzheiliger hl. Stephanus (3. Aug.). Früher Filiale Gertweiler (s. 1863 selbständig). - Prot. Pfarrei Augsb. Konf., s. 1840 zum Kons. Barr der Insp. St. Thomä zu Strassburg gehörig. Zur Pfarrei gehören auch die Protestanten in Andlau, Bernhardsweiler, Blienschweiler, Dambach, ELhhofen, Epfig, Ittersweiler, Nothalten, Reichsfeld, St. Peter, Stotzheim. - Lohgerberei mit Lohmühle von Haas. Ursprünglich nur Bergheim genannt. 880 zuerst erwähnt; die Abtei Andlau erhielt damals Anwartschaft auf Güter daselbst durch Kaiser Karl den Dicken und dessen Gemahlin Richardis. 1050 war auch die Abtei Hohenburg in M. begütert, 1185 Kloster Truttenhausen. M. gehörte wohl ursprünglich zum Besitz der Abtei Andlau und kam dann an die Hohenstaufen als Hochvögte von Andlau. Friedrich IL verlieh dem Bischof von Strassburg ein Drittel von M., das (nach vorübergehender Verpfändung [1255-67] an die And- 'au) bis zur Revolution im Besitz des Bisthums blieb und zum Amte Benfeld gehörte. Ein zweites Drittel war als Reichslehen im Besitz der aus M. stammenden Herren von Bergheim, wurde jedoch 13so den Herren von Andlau verliehen, die es von da ab bis zur Revolution besassen. Das letzte Drittel, das Schultheissenlehen, gleichfalls ein Reichslehen, mit administrativen und polizeilichen Hoheitsrechten, blieb zunächst im Besitz der Bergheim, wurde jedoch 1603 und 1613 von diesen an die Stadt Strassburg verkauft. So hatte also M. im 17. und 18. Jhdt. 3 Herren: das Bisthum, die Herren von Andlau und die Stadt Strassburg. - A m 1. Dez. 1514 verlieh Kaiser Maximilian dem Bisthum strassburg und den Herren von Andlau das Recht, die Juden aus M. auszutreiben und nicht weiter zu dulden. Juden, die bei Tage dort handeln wollten, hatten einen gelben Ring am Oberkleide zu tragen. - M. war Stammsitz des alten und begüterten, zum unterelsässischen Reichsadel gehörigen Geschlechts der Herren von Bergheim (Berkheim), das 1197 zuerst erwähnt und noch heute in Baden und Frankreich blüht. Die Bergheim waren gleichen Stammes und Wappens mit den Andlau und besassen die Dörfer Innenheim, Krautergersheim und Jebsheim und ein Schloss zu Bischofsheim bei Rosheim. Alle diese Besitzungen gehörten zum Territorium der unterelsässischen Reichsritterschaft. Ein Cuno von B. war 1293 kaiserlicher Vogt. - Kirchlich gehörte M. vor der Reformation zum Landkapitel Andlau. Im 15. Jhdt. Plebanat, Primissariat und Kaplanei. 1545 wurde die Reformation eingeführt. Seitdem prot. Pfarrsitz; das Patronatsrecht besass die Stadt Strassburg. Die Kirchenbücher gehen bis 1600 zurück. 1688 Dez. Einführung des Simultaneunis und Gründung einer neuen kath königl. Pfarrei mit Filiale Gertweiler. Das Simultaneum bestand bis 1894. - M. liegt am ehem. Keltenwege von Scherweilcr nach Barr. Drei Stockwerke hoher Kirchthurm aus dem 12. Jhdt. mit Spuren von Wandmalereien. Kustodia aus dem 1.5. Jhdt. nebst altem Lavabo. Westgiebel aus dem 14.-15. Jhdt. Die Mauern des Schiffs aus dem U'. Jhdt. Gemeindewald (Oberförsterei Barr) 92 ha, ausserdem vgl. Barr. Mittelbronn, Df. (Ka. Pfalzburg [s. 1790], Kr. Saarburg, L. ).6O0 E. 163 Hsr. (12 GRe.) - 300 m. - AG. Pfalzburg (2,6); Bhf. Pfalzburg (2,5). - Mittelbronn 1527.- Die Gde. umfasst den HO. M. (690 E. 162 Hsr.) und den AO. Schnackenhof. - P. F. StEBez. Pfalzburg. Armr. (s. 1858). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Pfalzburg (s. 1802), zu der auch Zillingen gehört. Kirche des hl. Martin (11. Nov.). Die Protestanten gehören zur Pfarrei, die Juden zum Rabbinat Pfalzburg. - Sandsteinbruch (28 Arbeiter). Viehhandcl. M. gehörte zu dem Reichsfürstenthum Pfalzburg (s. d.). Es scheint ehem. Metzer Lehen der elsässischen Herren von Landsberg und Münch von Wilsberg gewesen zu sein; dann wohl mit dem Lützelsteinischen Amt Einarzhausen vereinigt. 1527 vertauschte Georg von Landsberg seinen Antheil an den Dörfern Mittelbronn und Steinbrück (s. d.) an die Münch von Wilsberg gegen andere Güter. Der Ort kam erst 1523 an Lützelstein. 1661 wurde er auf Grund des Vertrages vom 28. Februar 1661 (s. Route) von Frankreich besetzt, blieb aber bis 1718 mit Lothringen streitig. - M. war Pfarrei de- Landkapitels Betbur, Bisthum Strassburg, zu dem bis 1725 auch Weschheim (s. d.) gehörte. Den Kirchensatz hatten die Münch von Wilsberg, später die ! Herren von Pfalzburg (s. d.). Die Reformation wurde gegen 1560 eingeführt. - Römerstrasse Metz-Strassburg. Römische Reste. Substruktionen, Münzen. Merowingisches Grabfeld (Va km vom Df.): Scramasaxen, Messerklinge, emaillirte Spange. Gemein de wald (Oberförsterei Pfalzburg^ 91,6 ha. [Barbier,] Anciennes sepultures decouvertes k M. et ä Romelfing en mars 1867. (Journ. de la Soc. d'arch. lorr. 16, 1867, S. 109-114). Mittelbühl, Hfe. (Gde. Sulzern, Ka. Münster, Kr. ; Colmar, O.-E.). 10 E. 2 Hsr. Matten im Mittebühel 1553; Scheuer daselbst 1579. Mittelbühl, B., 640,2 m, zwischen den in die Hasel link. Uf.) mündenden Bächen Schieferbach und Luttenbach, nordwestl. Oberhaslach, Ka. Molsheim. Mittelburg, ehem. Burg (Gde. Geberschweier, Ka. Rufaeh, Kr. Gebweiler, O.-E.). 1437 von den Grat von Angrät an einen Bürger von Gebweiler verkauft. Als die Armagnaken 1444 Geberschweier heimsuchten, soll dieM. durch die Weiber des genannten Dorfes vertheidigt und gehalten worden sein. - Eine Stätte, etwa 200 m. ausserhalb von Geberschweier, trägt den Flurnamen Schlossmatt, doch beziehen andere diesen Namen auf die Burg Hertenberg (s. d.) und erklären ein grosses, erst am 24. Aug. 1899 abgebranntes G ebäu d e im DorfG., ortsüblich der «Storchen» genannt, für die alte Mittelburg. Hertzog, A., Die Mittelburg von Geberschweier. (Vog.- Blatt der Strassb. Post 1899, Nr. 18 . Mittelburg (Wahlenburg), Burgru., das mittlere, auf dem Banne von Häusern gelegene der 3 Egisheimer Schlösser. S. Hoh-Egisheim. Mitteleck, Südhang gegen das Rothbachthal, östl. Wir. Fuchsthal, Gde. Reipertsweiler, Ka. Lützelstein. Mittelenzen, abg. Ort zwischen Oberenzen und Nic-derenzen (Ka. Ensisheim, Kr. Gebweiler, O.-E.). In medio E y s h e i m 1441. Pfarrei (1441) des Landkapitels Citra Colles Ottonis. Das Dorf scheint 1441 bedeutender gewesen zu I sein als die beiden Nebenorte. Der Dorfbann, noch 1772 als i gemeines Feld bezeichnet, ist erst 1812 bei Anfertigung des Katasters vertheill worden. Mittelfirst, 470 m, östl. vom Holdereck, einem Joche ; am oberen Ende des in die (nördliche) Zinsel mündenden Linsenthaies. Mittelgraben s. Vogelbach 4. Mittel-Gratzen, Sennh. (Gde. Oberbruck, Ka. Masmünster, Kr. Thann, O.-E.'. 1 Hs. Soll seit dem 13. oder 14. - Jhdt. bestehen. |