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Show Ol Kl Ludwigsgraben - Lüttingen. Ludwigsgraben s. Selzbach 23. Ludwigshof (Gde. Birkenwald, Ka. Maursmünster, Kr. Zabern U.-E.). S. Allmelk (Ludwigshof , AO. ders. Gde. Ludwigsmühle, Sgm. (Gde. Walscheid, Ka. u. Kr. Saarburg, L.i. 1697 errichtet, nur Betriebsstätte. Ludwigsweiher im Saargebiet, 244,2 über dem Meere, 2,8 km westl. St. Johann von Basscl - 13,10 ha. Karpfen- Fischerei. Wird alle 4 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Zu- und Abfls s. Saar 14. Lue, Schi, und Hf. (Gde. Haiss, Ka. Vigy, Kr. Metz, L.). 11 E. 3 Hsr. - Leue 1404; ma. Lüi. - War Df. des Pays Messin (Haut-Chemin) und, wie es scheint, zuerst Bestandtheil der Herrschaft Haiss (s. d.). aber schon sehr früh davon getrennt. Es war 1290 im Besitze der de Laistre, kam 1332 durch Kauf an die Le Hungre, war 1404 im Besitze der Baudoche, dann der Bouchatte, 1517 der Roucel, und ist 1594 als Lehen von Rollingen an die de Goz, 1681 die Le Duchat, 1683 die Grandjambe, 1701 die de Rissan, 1749 an die de Jobal gelangt. - Annexe der Pfarrei Haiss mit einer Schlosskapelle zum hl. Ludwig. Couet de Lorry, Notice sur Haye, Lue et Marivaux. (Mem. Soc. arch. Mos. 13, 1874, S. 144.. Lüchelengut, verschw. Hf. (Gde. Walschbronn, Ka. Wolmünster, Kr. Saargemünd, L.i. War Lehen der Herrschaft Bitsch 1464 erwähnt, in der Nähe des Weilers Dorst, und damals dem Philipp von Saarburg zu Lehen gegeben. Lückersberg, 410 m, nördl. über Niedersteinbach, Ka. Weissenburg. Lüdelingen, Wir. (Gde. Tressingen, Ka. Fentsch, Kr. Diedenhofen-West, L,). 87 E. 22 Hsr. - Ludelingen 1169; Ludelanges 1278. - Gehörte zu der Herrschaft Bettstein (s. d.i und war Bestandtheil der Dorfschaft Tressingen (s. d.). In Lüdelingen hatten die Abteien Villers- Bettnach und Justemonl Grundbesitz und Grundrechte. Ortswald (Oberförsterei Diedenhofen) 42,1 ha. Lügenfeld, Name einer Ebene zwischen Strassburg und Basel, in welcher Kaiser Ludwig der Fromme mit seinen Söhnen Lothar und Ludwig, letzterer begleitet vom Papste Gregor IV., 833 zu friedlichen Verhandlungen zusammentraf. Wegen des Verrathes, den die Söhne des Kaisers an diesem damals ausübten, indem sie den Vater gefangen nahmen, soll, wie aus jener Zeit berichtet wird, der Ort der That den Namen Lügenfeld, campus mendacii, c. mentitus, erhalten haben. - Ueber die Lage des Lügenfeldes bestehen verschiedene Ansichten. Während Schöpflin es auf das Ochsenfeld (s. d.) am Ausgang des St. Amarin-thales, Grandidier nach Sigolsheim verlegt, weil nach dem Berichte Nithards Ludwigs Söhne 'juxta Sigwaldi montem» ihr Lager aufgeschlagen hatten, sucht Laguille es in Rufach, da in den Annales Bertiniani als Ort der Zusammenkunft «Rothfeld id est rubens campus juxta Columbarium, qui deineeps campus mentitus vocatur»,genannt wird (vgl. Roth-fcld), und versetzt Schilter es, aus demselben Grunde, nach dem Walde Rothläuble bei Hausen oder nach dem unbestimmbaren Orte Rodenkamp, welcher in einer Schenkungsurkunde der Grätin Mathilde von Dagsburg für das Kloster Heilig-Kreuz vom Jahre 1090 erwähnt wird. Der Rath H. Boyer endlich vom Appellhofe in Colmar (1860) hält für das L. den zum Banne von Colmar gehörigen Theil von Logelbach, das alte Dürrenlogelnheim. Schöpflin, L'Alsace ill.. trad. de Ravenez III, p.3'20-323. Lühberg, IL, 3 13,7 m TP., südl. Durstel, Ka. Drulingen, Kr. Zabern. Lümschweiler, Df. (Ka. [s. 1790] u. Kr. Altkirch, O.-E. . 613 E. 151 Hsr. (12 GRe.) - 315 m. - AG. Altkirch (6.2); HSt. Tagolsheim .'2,2. - Lumeswilre 1218; ma. Luem sCh wille r. - Im Gebiet der Gde. liegt die Kapelle Maria-im-Schnee. - StEBez. Altkirch II. - Seit 1802 kath. Hilfspfarrei des Ka. Altkirch, zu der bis ls4;; Tagolsheim | gehörte, welches dann selbständige Pfarrei wurde. Schutzheiliger hl. Christophorus (25. Juli). Die Lutheraner gehören zum Vikariat Mülhausen, die Reformirten zur Pfarrei Altkirch. L. war Lehen der Herrschaft Altkirch, im Besitz der Reinach im 17. Jhdt. Begütert Kloster Lieu-Croissant seit 1275; im 13 Jhdt. auch die von Walheim. Die Kirche gehörte 1441 zum decanatus Suntgaudiae, den Kirchensatz hatten durch Schenkung des Ortsadels (122b?) die Deutschordensritter zu Basel, später der Komthur von Rixheim. Dem Deutschorden standen auch drei Viertel des Fruchtzehnten, drei Achtel des Wein- und Hanfzehnten (der andere Bruchtheil dem Domkapitel in Basel zuständig), Unterhaltung des Kirchthurmes, des Chores, der Sakristei, des Pfarrhofes, der Zehntscheuer zu. - L. war bis gegen 1750 Filiale von Obermorschweiler. Seit 1802 Hilfspfarrei des Dek. Altkirch, zu der bis 1843 Tagolsheim gehörte. Siehe ; auch Oberlümschweiler. - Neolithische Funde. Kirchthurm aus dem 13. Jhdt., diente früher als Kirchenchor; darinnen eine Custodia von 14b2; Reste eines Flügelaltares, einer mit-telmässigen Arbeit des 15. Jhdts. mit Marienstatue und Basreliefs sowie Malereien auf den Rückseiten und dem Fusse. Gemeindewald (Oberförsterei Altkirch) 8b,4 ha. Goutz willer, Ch.. Le retable de L. (Rev. alsac. IX, 1886.) Lüspel- oder Luspelköpfle (auf MB. Luspi eile opf), 4.83 m, Ausläufer des Rehbrunnenkopfes (s. d.), westl. über Gebweiler. Der Name, aus lussbühl entstanden, wohl von lüz = Loos, Lussen sind Allinendtheile, die ursprünglich nach dem Loose an die Genossen vertheilt wurden. (Bück, Oberdeutsches Flurnamenbuch S. 157 f.i [an dem Iudes bühel 1250; an den l usz b ühel 1394; a m Lti s zbühel 18. Jhdt.J Auf dem L. sollen sich ähnliche verglaste porphy-ritische Steine vorfinden, wie auf dem Hartmannsweilerkopf (s. iL), hier von Johannisfeuern hervorgerufen. S. Bleicher et Faudel, Materiaux IV, 172. Luette, Hsr. (Gde. Marly, Ka. Verny, Kr. Metz, L.). 9 E. 2 Hsr. 2 kleine Gärtnerhäuschen, sollen aus dem 18. Jhdt. stammen«?). Zur kath. Hilfspfarrei Montigny bei Metz gehörig (s. 1828, vorher zu Marly). Lüttenbach s. Giessen 11. Lüttenbächel s. Andlau 10, Giessen 11. Lüttingen, Df. (Ka. Metzerwiese [1790-1802 KHO.], Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 435 E. 14b Hsr. (10 GRe.) -275 m. - AG. Diedenhofen (17,0); Bhf. Kedingen (5,1). - Lutia-cum 912; Lutange 9b0; Lustingen 1130; Luchtingen 1425; Luttange 18b9. - Die Gde. umfasst den HO. L. (365 E. 129 Hsr.), die AO. Kirsch bei L. (s. 1810, vorher selbständig) und St. Eugenie und die verschw. O. Eichenmühle, Gavingen, Merla, Rexingen (z. Th., vgl. Bettsdorf). - P. F. StEBez. Metzerwiese. Fw. (s. 1858, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Metzerwiese (s. 1802). Kirche des hl. Petrus (29. Juni), 1882 umgebaut. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Diedenhofen. - Getreidehandel. War Sitz der Herrschaft Lüttingen (s. d.i. - Alte Pfarrei i schon 1181), bis 1802 zum Archipr. Kedingen gehörig, welche bis 1804 auch Weinsberg und Schell umfasste. Der Kirchensatz ist 1182 durch Gerhard von L. der Abtei St. Vincenz geschenkt worden, bei welcher er bis zur Revolution verblieb. - Das Schloss der Herren von L. war eine ziemlich umfangreiche von vier Rundthürmen flankirte ! Anlage, zu welcher eine überdeckte Poterne Einlass gewährte. Die alte 1723 erbaute Kirche besass einen, allem Anscheine nach dem 13. Jhdt. entstammenden Thurm. - Nicolas de Luttange, Celestiner-Mönch aus dem Kloster Metz, Verfasser der Metzer Celestiner-Chronik. Gerne in de wald (Oberförsterei Kedingen) 228,0 ha. Hammerstein, Frhr. H. v., Bruchstück eines Weis-thums aus L. (Jb. d. Ges. f. lothr. Gesch. 17, 1894, S. 287. Lüttingen, Herrschaft. Luxemburgisches Lehen; um- |