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Show 634 Martincourl Masmünster. Türkstein, in das Weisse Saarthal mündenden Bassc-de-la- Verrerie. Martincourt, Schi. u. Hf. .Gde. Lagarde. Ka. Vic, Kr. Chäteau-Salins, L.). 14 E. 2 Hsr. - Martincourt 1696. - Ehemaliges Lehen mit ganzer Gerichtsbarkeit in der Kastellanei Lagarde. A m 5. Juni 1602 durch den Metzer Bischof Karl von Lothringen zu Gunsten von Claude Martin, Kastellan in Lagarde, errichtet und nach demselben genannt. Lehensträger waren 1680 Franz Maguin, 1732 die Familie Le Vasseur. Martinet s. Neuhammer 'Gde. Mutterhausen). M a r t i n m ü h l e Gde. Gommersdorf) s. Diethausermühle (Martinmühle). Martinsburg, Schloss bei Wettolsheim. s. St. Martinsburg. Martinskopf, franz. Tete-St. Martin, bewaldeter Kort. II 0 m, nordwestl. Villers-Bettnach, Ka. Vigy, Kr. Metz. Martinstein s. Gedeckte Markstein, Der. M a r x b a c h s. Bickenalb 1. M a r x b e r g , H . östl. über Satirburg mit ausgedehnten Kasernenbauten; Fundstätte zahlreicher römischer Al-terthümer (ebenso wie der benachbarte Grosse Rebenberg s. d . Früher stand dort eine Kapelle des hl. Markus (s. St. Markus , Ueber die Ausgrabungen auf dem M. s. Jahrb. der Gesellsch. f. lothr. Gesch u. Alterthumsk. 3,1891, S. 118 f. M a r x e n h a u s e n , Vorst. (Gde., Ka. u. Kr. Hagenau, U.-E. . 456 E. 69 Hsr. Ursprünglich H u n d s h a u s genannt. 1514 erwähnt. Ende des 17. und Anfang des 18. Jhdts. im Besitze von Marx Bauer (daher auch M a r x b a u e r n h o f ); unter diesem dehnte sich der Name auf die umliegenden Häuser aus. Durch Ministerialerlass vom 29 Dez. 1900 ist ferner auch der frühere A O . Sachsenhausen mit Marxenhausen vereinigt worden. M a r x h o f , verschw. Hof in Niederhaslach (Ka. u. Kr. Molsheim, U.-E.). Lag im Norden von Niederhaslach, wo ein hart an das Dorf anschliessendes Gewann heute noch seinen Namen trägt. Er gehörte den Edcln von Eckwersheim, die Lehensleute der Bischöfe von Strassburg waren. 1262 sagten sie sich jedoch von diesen los und verbanden sich mit der Stadt Strassburg; einer von ihnen, Markus, gehörte zu den Führern der strassburgischen Truppen in der Schlacht bei Hausbergen und drang zuerst in das bischöfliche Heer ein. Nach ihm nannte sich das Geschlecht dann Marx von Eckwersheim. Zur Vergeltung für den Abfall zerstörten die Bischöflichen den M. und das denselben Besitzern gehörige Gut Marxweiler (s. d.). Von ersterem hat sich die Kapelle erhallen (s. Marxkapelle und Niederhaslach). Das Geschlecht der Marx starb 1596 mit Meinlach Marx von Eckwersheim aus. M a r x k a p e l l e , Kap. in Niederhaslach (s. d.) (Ka. u. Kr. Molsheim, U.-E. . M a r x v i n n i n g e n , ehemaliger Hof der Herrschaft Flörchingen; 1686 aufgeführt. M a r x w e i l e r , ehem. Gut 'Gde. Niederhaslach, Ka. u. Kr. Molsheim, U.-E.). Gehörte den Marx von Eckwersheim vgl. Marxhof) und lag etwa 2 k m südsüdöstl. von Niederhaslach, wo ein Gewann jetzt noch seinen Namen trägt Mi sstischblatt: Mark weiler i. Es wurde im 13. Jhdt. anlässlich des Kampfes der Strassburger gegen ihren Bischof Walther von Geroldseck von den Bischöflichen zerstört. M a s m ü n s t e r , St. (Ka. gl. N. [s. 1790], Kr. Thann, O.-E... 3603 E. (Sterbt. 30,2 leb. Geb. 37,8 auf 1000 , 471 Hsr. (24 GRe.) Serv.-Kl. IV. - An der Doller. 405 m. - KrHO. Thann (18,1); Bhf. M. (0.6). - C o e n o b i u m Masunvilare 780 ; M aso n i s m o n a s t er i u m 870; M a s e n m ün st er 1250; neulat. Masopolis, franz. M a s(s e vaux. - Die Gde. umfasst den H O . M. (3110 E. 396 Hsr.), die A O . Eichburg, Galgenburg, Huppach. Klcin-Eichburg, Mittlere Grambächle, Neuberg, Niedere Grambächle, Obere Grambächle, Obere Schirm, Obere Simmerstöckel, Rieth, Rossberg, Schimmel, Schimmeleck, Schmelze, Stöcken, Untere Schirm, Untere Simmerstöckel, den unbew. O. Heilig-Kreuz (der frühere AO. Schlossberg zählt jetzt zu HO.) und die verschw. O. Hülsen, Ringelstein und Waldmalte. - P. III. Kl. T. (seit 6. Okt. 1899) mit öffentlicher Fe-rnspreehstcile. Stadtfern-sprecheinrichtung. Ehf. (s. 1884). AG., umfassend den Ka. M. Notar. Gerichtsvollz. Gendarmeriestat. Oberförsterei iForst-aufsichtsbez. Colmar-Mülhausen). Regenstat. Obergrenzkir. Nebenzollamt IL VcrkehrsStA. Ortseinn. StEBez. für die Gden. Aue, Dollern. Kirchberg. Masmünster, Morzweiler, Niederbruck, Oberbruck, Oberburbach, Obersulzbach, Rimbach, Sentheim. Sewen, Sickert, Wegscheid. Gde.-Fassaich-ungsamt. 2 Kantonalärzte. 2 Apotheken. Bürgerspital (s. 1750, 48 Betten, davon für Kranke und Sieche 44, für Kinder 4; Grundbesitz 17,97 ha. darunter 2,90 ha Wald). Armr. is. 1817 Frauenunterstützungsverein. Sparkasse (s. 1887). Schlachths. (s. 189L. Verbds.-P"w. is. 1843, 6 Spritzen). Krgv. (s. 10. Mai lss; _ Bau und Unterhaltung der Brücke über den Hahnenbach zwischen Grenzstein 3618 und 3619, im Strassenzuge Leval-M., liegt der Landesverwaltung von E.-L ob. Die Kosten werden von Frankreich und E.-L. gemeinsam getragen. - Kath. Pfarrei IL KL, Sitz des D e k a n a t e s s 1802); letzteres umfasst die Pfarrei M. und die Hilfspfarreien Aue, Dollern, Kirchberg, Nicdersulzbach, Oberbruck. Obersulzbach, Rimbach, Sentheim, Sewen. Schutzheiliger der Pfarrei der hl. Martin (11. Nov.); Filialen: Niederbruck (St. Wendelin) und Sickert; bis 1808 auch Aue, das dann Filiale von Sentheim wurde (s. 1839 selbständige Hilfspfarrei). Im Spital Kapelle des hl. Vinzenz von Paula, 1827 erbaut. Prot. Pfarrei Augsb. Konf. s. 1846, vorher Filiale der Pfarrei Thann. 'Seit 1872 Konsistorium Reichenweier, Inspektion Colmar.) Sprengel: Die Gden. des Ka. M. ausser Oberburbach, und ausserdem Niederburbach und Gewenheim aus dem Ka. Thann. Prot. Kirche erbaut 1£6 I. Stifter und Donatoren : Herzog von Broglie, Fritz Hartmann- Metzger, J. W . Oswald, Napoleon Köchlin, Gebr. Wrarnod. Kirchenbücher zurück bis 1850. - Sektion des Vog.-Club (s. 18831. Baumwollspinnerei und -weberei Nap. Koechlin, Anfang 1800durch Waldnerbegründet, 14600 Spindeln, 200 Webstühle, 230 Arbeiter, ca. 500 Wasser- und Dampfpferdekräfte. Baumwollweberei Isid. Andre. Auguste \ Geoffroi Andre wandelten 1842 die frühere Stadtmühle in eine Eisengiesserei und Maschinenfabrik um. 1845 wurde unter der Firma Andre pere et fils eine mechan. Weberei hinzugefügt, welche mit os Webstühlen ausschliesslich für die Firma Dollfuss-Mieg & Cie. in Mülhausen arbeitete. Nach einem Brande im Jahre 1857 wurde die Giesserei nicht wieder aufgebaut. Die jetzige Firma besteht seit 1876. Zur Zeit werden beschäftigt an -lim Webstühle, an 285 Arbeiter ; zur Verfügung stehen 30 Wasser-und 200 Dampfpferdekräfte. Baumwollvveberei Andr6 Vater & Sohn, Inhaber Alph. Andre; gegründet Anfang der 6 er Jahre des lo. Jhdts., 160 Stühle, 115 Arbeiter, ca. 100 Dampfpferdekräfte. Eisengiesserei der Firma Vogt & Cie. in Niederbruck; gegründet Anfangs der 60er Jahre des 19. Jhdts., ca. 200 Arbeiter, 75 Dampfpferdekräfte. Gerberei Karl Braun, gegründet u m 1560 von Joh. Jakob Braun ; die Gerberei wurde 1896 in eine Lederfabrik mit Dampfbetrieb umgebaut. Wöchentlich werden 80-100 Häute verarbeitet; ca. 70 Arbeiter, 6 Wasser- und 40 Dampfpferdekräfte. Gerberei Chague Vater & Sohn, unter Leitung von Martin Chague; gegründet 1798 von Jos. Chague. Jährlich werden 12-1500 Rinderhäute und etwa 6000 Kalbfelle verarbeitet. Ausser der Herstellung von Leder wird seit 1893 auch Leder zu Riemen und zu anderen technischen Zwecken verarbeitet. 1836 wurde die Gerberei durch Ankauf des sogen. Unteren Schlosshofes von dem Herzog von Broglie vergrössert. Beschäftigt werden ca. 70 Arbeiter ; Dampfmaschinen von etwa 40 Pferdekräften. Dampfziegelei Viktor Bock, u m 1860 errichtet. 5 Arbeiter, jährlich etwa 100000 Backsteine. Kleine Baumwoll- |