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Show Albingweiher - Algringen. A l b l n g w e i h e r im Selllegebiet, 3 k m südw. Freiburg und 1,2 k m nordö, Azoudange. 2 ha. Fischerei. Wird alle 3 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Zu- und Abfls. s. L i n d e r s e e 1 Albreohtshäuserhof, Wir., s. Lausberg(Albrechts-häu- erhof. Albrechtsthal s. Weilerthal. Albweiler, verschw. Df. (Gde. Willerwald, Ka. Saaralben, Kr. Forbach, L.i. - Wilre 1240; 1 e b an d e V ue i le r 1551. - A. war Dorf der Herrschaft Saaralben (s.d.) Es wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jhdts. zerstört. Ritter von Wilre und Viller genannt. - Auf dem alten Dorfbann wurde 1018 Willerwald (s. d.) gegründet. A l d e n b e r g , Vorhügel, 198 m, nördl. Monsweiler bei Zabern. A l e m o n t , Df. (Gde. St. Jure [s. 1813], Ka. Verny, Kr. Metz, L.i. 9o E. 3s Hsr. - A l a n i m o n t e . A I a m o n t 1194; ma. A l ö m o n t . - Vor 1813 slbstdg. u. s. 1790 z. Ka. Goin, s. 1802 z. Ka. Verny geh. - Kath. Hilfspf. des Archipr. Pournoy-la-Grasse (s. 1820, vorh. seit 1804 Fil. v. Vigny), die Gem. St. Jure umfassend. Kirche des hl. Hubertus (3. Nov.). A. war Df. des P a y s Messin (Saulnois) und Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit und Vogtei. Diese Herrschaft, welche altes Lehen des Bisthums Metz war, hatte, mit Kirchensatz und Zehnten, die Abtei St. Clemens bei Metz 113^ im Besitze. Sie behielt sie auch bis zur Revolution. Die Vogtei, welche im 13. Jh. in Händen desjacquemin Wauchier war, hatten die Baudoche im Jahre 144.5 inne und besassen sie noch im 16. Jhdt. Diesen folgten die Burtemin und die Fouquet de la Route, 1773 die Georges. - A. war bis 1804 selbständige Pfarrei des Metzer Archipr. Nomeny, zu welchen Pagny bei Goin und Vigny gehörten. Die Kirche war früher dem hl. Briccius (13. Nov.), noch früher dem hl. Projectus (25. Jan.) geweiht. Alepre, Hf. (Gde.und Ka. Saales, Kr. Molsheim, U.-E.). 7 E. 1 Hs. - Entstehungs/eit unbek. Bestand schon z. Z. d. frz. Revolution. Alfeld, Hf. (Gde. Sewen, Ka. Masmünster, Kr. Thann, O.-E.). 9 E. 1 Hs. - Soll wenigstens 300 J. alt sein. Met. St. IL O. u. Regenstat. (620 m.> Alfeldbach s. Doller 5; Stauseen l. Alfeldsee, Wärterhs. (Gde. Sewen, Ka. Masmünster Kr. Thann, O.-E). 9 E. 1 Hs. - Seit 1887 bewohnt. Alfeldsee s. Stauseen 1. Algier, IL. (Gde. Moulins b. Metz, Ka. und Kr. Metz, L.). 3 E. 1 Hs. - Gegen 1846 erbaut. Algier, W . (ide. Chesny, Ka. Verny, Kr. Metz, L.). 6 E. 1 Hs. - Besteht seit 1832. Algolsheim, Df. (Ka. Neubreisach [s. 1790], Kr. Colmar, O.-E.). 323 E. 78 Hsr. (10 GRe.) - 191 m. - AG. Neu-breisach (3,0); Bhf. N. (2,4) - Altolvesheim Anf. d. 12. Jhdts.; Altolvis-herde 119o; Altolzheim ist v.l 4.-17. Jhdt. die gewöhnl. Form; ma. Alglse. Die Gde. umf. d.HO. A. (303 E. 74 Hsr.) und die Aussenorte: A m Mühlbach und Horbermühle. - StEBez. Neubreisach 1. F w . (s. 1840, 1 Spr.). Wohlthätigkeitsvcrein: Protest. Kirchenfabrik. - Fil. der kathol. Hilfspf. Obersaasheim. Schutzhl. Petrus und Paulus (290). Protest. Pfarrei des Kons. Andolsheim. Insp. Colmar. Fil. : Neubreisach, Volgelsheim, Wolfganzen, ausserdem werden von A. aus pastorirt die prot. Diasportigemeinden der Kantone- Neubreisach und Ensisheim mit Centralort Hirzfelden. Die Archive der prot. Pfarrei reichen zurück bis 1830 bezw. is.;i Die heut. prot. Kirche ist 1862 erbaut worden. - Kleine Getreidemühle mit Wasserkraft A. gehörte zur Herrschaft H o r b u r g und kam mit dieser durch Kauf 1324 an da- Haus Württemberg. Graf Ulrich v. Württemberg verpfändete seine- Einkünfte zu A. 1329 an Johanne- von Rappoltstein. sein Sohn Eberhard IL gab den Ort 1365 den Gebrüdern von Rathsamhausen zu Lehen, und 1400 belehnte Graf Eberhard IIP damit Smass- : mann von Rappoltstein. 1650 musste Württemberg A. und Volgelsheim zum Bau von Aussenforts der Festung Breisach an Frankreich abtreten und erhielt dafür Holzweicr mit Wickerschweier; der Tausch wurde aber 1656 wieder rückgängig gemacht, und Frankreich erwarb lo99 die für die Festung Neubreisach nöthigen Baustückc durch Kauf. lioo belehnte der Abt von Murbach das Stift Marbach mit 9 Hufen zu A., welche bis dahin Cuno von Horburg zu Lehen und Hesso von Volgelsheim von diesem zu Afterlehen I getragen hatte. - Seit Einführung der Reformation 1535 I besteht in A. eine protestantische Pfarrei mit den Filialen Neubreisach, Volgelsheim und Wolfganzen, deren Collatoren die Herzöge von Württemberg waren. - Paläolithische-, Hallstatt-, La-Tene- und römische Funde; auch Spuren von Pfahlbauten (Leiche in hockender Stellung). Mehrere Tumuli der Hallstatt-Zeit. An Algolsheim zieht die spätrömische Consularstrasse von Basel nach Strassburg vorbei. G e m e i n d e w a l d : 10,5 ha (Oberf. Colmar-Ost). W i n k l e r , C.Ausgrabungen eines Tumulus bei Algolsheim. (Mittheilungen der Gesellschaft für Erhaltung der geschichtlichen Denkmäler im Elsass XVI, S. 3*-5*.) Algringen, Df. (Ka. Hayingen, Kr. Diedenhofen-West, L.). (1790 Ka. Flörchingen, 1795 Ka. Oetringen, 1802-41 Ka. Kattenhofen, 1841-1901 Ka. Diedenhofen). - 2382 E. Srerbf. 19,6, leb. Geh. 47,3 auf 1000). 180 Hsr. (18 GRe.) - 260 m. - A G . Hayingen (4,7); Bhf. A. (0,7). - Alkerengis 875; Alkiringes 1139; A l g e r a n g e 1200. - 1811-1833 AO. v. Arsweiler, Die Gde. umfasst den H O . A. (1495 E. 125 Hsr.) und die A O . Algringer-Mühle, Batzenthal, Burbach, Friede, Grube Oetringen, Röchling, Scharrenhof, Stumm; die früher i besonders aufgeführte Robertmühle zählt jetzt zum AO. I Friede. - P. III. Kl. T. Bhf. fs. ÜS92; vgl. aber Th. I, S. 158 u. 159). Ortseinn. Gendarmeriestation. StEBez. Fentsch. , Bergvorschule (s. 1899). 2 Aerzte, darunter 1 Kantonalarzt. 2 Krankenstuben, mit je 2 Betten. (Privateinr.), für Arbeiter. Sparkasse (s. 1S94'. Verbds.-Fw. (s. 1892. 1 Spr.). Krgv. (s. 1. Juli 83).- Kath. Hilfspf. des Archipr. Diedenhofen (s. 1851, vorh. zur Pf. Fentsch geh.). Kirche des hl. Joh. des Täufers (24. Juni i, 1892 erbaut. Fil. der ref. Pf. Hayingen (s. 1877), Kirche 1891 erbaut. - Steinbruch (5 Arb.). 6 Eisenerzbergwerke: «Gewerkschaft Röchling» (1874 eröffnet), «Luxemburger Bergwerks» und «Saarbrüeker Eisenhütten-Aktien- Gesellschaft zu Burbach» (1875), «Rud. Böcking & Co. zu Hallbergerhütte» (1880), «Gebr. Stumm» (1888), ^Gewerkschaft Rutzweiler» (lo90), ^Rheinische Stahlwerke» (1896) mit zus. 1618 Arbeitern und einer Erzförderung von 1275319 l. In dem Eisenerztagebau der Luxemburger Bergwerks- und Saarbrücker Eisenhütten-Aktien-Gesellschaft waren 1899 7 Arbeiter beschäftigt, welche 4972 t Eisenerz förderten. Ferner die 1898 in Betrieb gesetzte Friedenshütte der Aktiengesellschaft «Lothringer Hüttenverein Aumetz-Friede» mit gegenwärtig 3 Hochöfen, einer Eisen- und Stahlgiesserei, einem Martinofen, einem Thomasstahlwerk mit 3 Konvertern, einem Walzwerk mit 5 Walzenstrassen einer Schlacken-steinfabrik, und einer Thomasschlackenmühle. 1070 Arbeiter. 1899 wurden S40 445 t Roheisen hergestellt. Algringen gehörte zum Theil zur Landmeierei Oetringen, zum Theil zur Probsteiherrschaft Volkringen, zum Theil zur Herrschaft Flörchingen. Es.scheint ursprünglich Probsteidorf v. Diedenhofen gewesen, dann zum Theil an die Probsteiherrschaft Volkringen und 1625 zum anderen Theile an die Herrschaft Flörchingen übergegangen zu sein. Drei Vogteien (Haushaltungen) gehörten ausserdem zum Schultheissenamte Oetringen. In Algringen war schon sehr früh die Abtei St. Vanne in Verdun begütert, Vögte der Abtei waren die Grafen von Luxemburg. Auch die Abteien Villers Bettnach (1304), St. Peter in Metz (12. Jhdt.) und Justberg hatten dort Grundbesitz und Renten. Im 18. Jhdt. war A. Sitz einer Herrschaft mit voller Gerichtsbarkeit , (1743 - 1789). Damalige Lehensträger waren die v. Bock, die |