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Show 82 Bcruptbaeh - Berweiler. Strassburg >s. Route» von Frankreich beansprucht und erst lo'»s a n Lothringen zurückgegeben; 1751 und 1779 wird B. als Theil des Bailliage Chäteau-Salins, früher zu Ponl-ä-AIousson gehörig, aufgeführt. - Berupt war, wie es scheint, Anfangs des 13. Jhdts. allodialer Besitz der Abtei Salival. Die Familien von Bacourt und von Volmeringcn vermehrten 1215 und 1234 die dortigen Abtei-Güter. Bischof Bertram von Aletz, 1180 - 1212, bestätigte der Abtei die Hälfte einer Alühle bei Alan-houe, welche ihr Facate von Secourt bei Gelegenheit der Weihe einer Kapelle bei Berupt geschenkt hatte. Die Abtt i überliess dagegen der Facate auf Lebenszeit die Nutz-nicssung des Ortes Berupt. 1488, 29. April erkannte Nemery Renguillon, Herr von Secourt, an, dass die Herrschaft und die Kapelle Berupt Eigenthum der Abtei Salival sei. Die ehemalige, zuletzt spätgothische Prioratskapelle ist jetzt umgebaut. Das alte Chor dient noch als Oratorium; darin zwei spätgothische Steinstatuen, fast in Lebensgrösse. B e r u p t b a c h s. Seille 21. B e r u s , Kanton. Der Ka. B , 1790-95 zum Distrikt Saarlouis gehörig, umfasste von heule reichsländischen Gemeinden Berweiler, Bisten im Loch, Dalem, Diesen (seit 1811 z. Gde. Porcelette gehörig) Falk, H a m unter Varsberg, Hargarten Kreuzwald, Merten, Oberdorf, Porcelette, Reimeringen, Tromborn, Varsberg, Willingen. (Die übrigen Gden. des ehem. Kantons, wie der Hauptort desselben, liegen in der heutigen Rheinprovinz ) 1795 gingen obige Gden. sämmtlich in den Ka. Bisten (s. d.) über. B e r u s (Lothr. Kastellanei und Lehensherrschaft). Der Sitz (Burg Berus, Beris, Berain, Beirain, Beaurain) und ein Theil des gleichnamigen Bezirkes ist auf Grund des zweiten Pariser Friedensvertrages vom 20. November 1815 durch den Grenzrezess vom 23. Oktober 1829 an Preussen überlassen worden. Zur Lothringischen Kastellanei (von 1543 bis 1705 Lehensherrschaft) Berus gehörten folgende im Reichslande gelegene Gemeinden: 1. A 1 zingen z. Th. (die Herrschaft Berus hatte dort die sogenannte Niedvogtei und das früher der dort ebenfalls begüterten Abtei Busendorf gehörige Hochgericht). 2. Anzelingen z. Th. (Dorf Edlingen gemeinschaftlich mit dem Erzbisthum Trier, s. Freisdorf). 3. Berweiler. 4. Brettnach. 5. Busendorf (z. Th.; ohne Hecklingen). 6. Gerstiingen mit dem Dorfe Niedwellingen. 7. Heiningen mit dem Weiler Leid in g e n und Dorf Schrecklingen (1815 an Preussen, 1829 an Frankreich wieder abgetreten). 8. Alerten mit Biblingen (1829 an Frankreich wieder abgetreten; Alerten war 1581 von Lothringen durch Arertrag mit Nassau-Saarbriicken erworben und mit der Herrschaft Berus vereinigt worden). 9. Oberdorf mit Oberhofen. 10. Reimeringen. 11. Rothendorf (Lehen von Berus, 1718 mit dem Hochgerichte ausgestattet). 12. T r o m born. 13. AVal lerche n. 14. AV il li n g e n mit Gauweisdorf (1829 von Preussen an Frankreich abgetreten; Berus hatte * 3, Bolchen 2/3 des Hochgerichtes). 15. AVoe 1 f lin gen. Zu Berus gehörten ausserdem die in Preussen liegenden Ortschaften: Bedesdorf, Berus, Bisten, Düren, Differten, Etersdorf, Ihm. Kerling und Leymen. In mehreren dieser Dörfer hatte Berus nur das Hochgericht. Die Dörfer an dei Nied bildeten die sogenannte Niedvogtei, die übrigen die L.i nd v og t ei. Berus scheint zum tüten Hausbesitze der Herzoge von Lothringen aus dem Hause Elsass gehört zu haben, welche mit Güterndieser Gegend die 1033 durch Graf Adalbert von Elsass gegründete Abtei St. Kreuz in Busendorf ausgestattet haben. Berus scheint der Sitz der Hochvogtei über die Abteigüter von Busendorf gewesen zu sein; die Burg Berus hatte im 12. Jhdt. eigene Burgleulc (119c> Gerhard de BeYain); 1 loa erscheint Joh von Alben, genannt von Berris. Herzog.Matthieu von Lothringen hat 1248 seiner Gemahlin Katharina von Limburg-Luxemburg die Kastellaneien Berus und Dal-hem im Tausche gegen deren Erbgut Saargemünd überlassen. Nach dem Tode der Herzogin Katharina wurde Berus als Domäne verwaltet; 1303 hat Herzog Friedrich III. I seinem Enkel Alatthieu von Lothringen die Herrschaft Dal- 1 hem mit Theilen von Berus und Einkünften aus dem Amte Berus als Apanage überlassen, nach dessen Tode (um 132(1) aber wieder eingezogen. 1543 hatte Herzog Anton von Lothringen den Grafen Anton und A'alentin von lsenburg die Aemter Berus und AVallerfangcn im Tausche gegen die den lsenburg 1.132 von der AVittwe Elisabeth, Gräfin von Neufchatel, geschenkten Herrschaften Chätel-sur-AIoselle und Bainville-au-AIiroir überlassen. A'alentin's Tochter, Anna von lsenburg, erhielt Bertis als Mitgift bei ihrer A'crmählung mit dem Grafen Franz von Alanderscheid-Blankenheim und wurde beerbt von ihrer Tochter Elisabeth von Alanderscheid, vermählt mit dem Freiherrrn Florenz von Pallant, seit 1555 Graf von Culemburg, nach dessen Tod (1598) die Tochter Elisabeth von Pallant Berus und Felsberg erbte. Diese war dreimal vermählt, und zwar 1584 mit dem Alarkgrafen Jakob von Baden-Hochbcrg, Pfandherr von Bitsch (f 1590), dann mit dem Grafen Karl von Hohenzollcrn-Sigmaringen (f 160b) und mit dem Freiherrn Johann Ludwig von Hohensaxen (t 1625). Die Tochter aus erster Ehe, Anna von Baden, vermählt mit Graf Vollrad von AValdeck-AVildungen, blieb mit dem Freiherrn von Hohensaxen in gemeinschaftlichem Besitze von B. D a letzterer kinderlos starb, entstand ein Erbst 1 cit zwischen seinen Erben und Graf Philipp Dietrich von Waldeck. Die Herrschaft B. kam dann als Pfandschaft an die Grafen von Sötern, die noch 1683 reversirten, dann (1697) an die Herren von Aspremont-Linden, die 1699 noch im Besitze waren und bald darauf B. an Herrn Joachim de Haen, Herrn von B u r g e s c h und Schwerdorf, verkauften, von welchem Herzog Leopold 1705 die Pfandschaft auslöste. B. wurde darauf mit der Privöti Busendorf vereinigt und mit dieser 1751 dem Bailliage Busendorf unterstellt. Die Reunions- | kammer von Aletz hat durch Beschluss vom 10. Sept. 1683 die Herrschaft B. reunirt, 1697 aber nach dem Friedensschlüsse von Ryssvvv k wieder frei gegeben. [dPr.] B e r u s (Herzogl. Lothr. Pr6vöte5 wurde 1698 nach Einlösung der Lehensherrschaft Berus (s. d.) aus den Dörfern dieser Herrschaft und aus einigen 1815 an Preussen abgetretenen Dörfern der ehemaligen Probstei Wallerfangen gebildet, bald darauf aber, durch Edikt v o m 15. Dezember 1705, wieder aufgelöst und der Prevöte Busendorf zugetheilt, mit der auch die Prevöte Freisdorf damals vereinigt wurde; aus diesen drei Gerichten wurde durch Edikt vom Juni 1751 das Bailliage Busendorf gebildet (s. AArallerfangen). IdPr.l Berviller. verschw. Ort (Gde. Hessen, Ka. u. Kr. : Saarburg, L.c 1519 schenkte Herzog Anton von Lothringen dem Kloster Hessen die Hälfte des Bannes von Berviller, [ durch die Kriege zerstört, «an ihrem Kloster anstossend». Ob identisch mit Ober-Barville? B e r v i q u e , C h e z , Hf. (Gde.Diedolshausen,Ka. Schnier-lach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E ). 9 E. 1 Hs. - Das Gelände war 1762 AYeideland, und trug damals andere Namen. - Herrschaft Rappoltstein. B e r w e i l e r , Df. (Ka. Busendorf [1790 Ka.B<5rus, 1795- 1802 Ka. Bisten], Kr. Bolchen, L.). 396 E. 110 Hsr. (10 GRe.) - 260 m. - AG. Busendorf (10,7); Bhf. Hargarten (7,6). - Berviller 1.544. - Die Gde. umfasst den HO. B. (390 E. los Hsr. und die A O . Felschlinger-Alühlc, Weisbacher-Mühle. - StEBez. Busendorf I. AA'asserltg, (s. 1864). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Busendorf (s. 1804). Kirche des hl. Fiacrius (30. Aug.). Etwaige Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in St. Avold. - Steinkohlenfundc 1 '-' Kalksteinbrüche und 2 kleine Getreidemühlen. B. war Dorf der Herrschaft Berus mit ganzer Gerichtsbarkeit (Land-A'ogtei), später der Probstei Busendorf. 1291 |