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Show 196 Dagsburg - Dahn. worden. Nach dem Frieden von Luneville (1881) und dem Reichsdi-putationshauptsch'.ussi 1803) sind durch «Arrete» vom 11. Alai 1804 Art. 1 alle Güter, Domänen, Eigenthum und Rechte von Leiningen in der ehemaligen Grafschaft Dagsburg mit dem Nationalgute vereinigt worden. - Bei der Bildung des Departements 1790 ist die ehemalige Grafschaft Dagsburg mit Ausnahme von Engenthal, welches (wie auch die Exklaven Hohengöft und AA'ev ersheim) dem Departement Bas-Rhin zugewiesen wurde, dem Aleurthe-Departement zugetheilt worden. - Die Unterthanen der Grafschaft hatten seit alten Zeiten ausgedehnte Rechte in den herrschaftlichen AValdungen. Dieselben sind nur für Alberschweiler und AVeiher im Wege der Kantonirung durch kaiserliche Dekrete vom 2. Juli 1864 abgelöst worden. Besondere Rechte bestehen noch für o Sägemühlen in den Gemeinden Dagsburg und AValscheid. S. Dagsburger Forst. Alexandre, C. A., Etüde historique et juridique sur l'ancien comt6 de Dabo, ses usages forestiers, et les döerets de cantonnement des IL' avril 1854 et 19 mai 1857. Xancv 1858. Benoit, Le Schneeberg et le comte de Dabo en 177s. (Rev. d'Als. 1878, 295-333.) [Auch bes.] Str. 1878. Bn-ss-lau, H., Die im Anfang des 19. Jhdts. gefälschte Dagsburger AValdordnung vom 27. Juni 1613. (Jb. d. Ges. f. lothr. Gesch. X.1898, S. 236-295.) Brinkmeier, E., Geneal. Geschichte des Hauses Leiningen und Leiningen-AW-sterhurg 2 Bde. Braunschwcig 1890-91. Chatrian, J. B., Le chäteau et le comte de Dagsbourg. i Passc-ti-mps II, S. 212-215.) D u - gas de Bcaulieu, Gertrude de Dagsbourg. iRev. d'Als. 9, 1858, S 335-393, Ders., Recherches archcologiques et historiques sur le comt' de Daehsbourg, aujourd'hui Dabo (Ancienne province d'Alsace). Paris ]<:;', '_-. Aufl. 1858. 'Esser, Die AValdberechligungen in der ehem. Grafschaft Dagsburg 1. IL Strassburg 1894. 1895. Euting, J.,Archaeol. Ausflug ins Dagsburgische. (Bull, de la Soc. p. la cons. d. mon. hist. d'Als. He ser. Xle Vol. [1879-80], 2e Partie, S. 206-210.) Ganier, H., Lc pays de Dabo. (Bull, de la S oc d. geogr. de l'Est 1889, S. 1-21, 257-277.) M U h l m a n n, Chrn., Carte von der Grafschaft Dachsburg, Hochgräfl. Leiningen Falckenbergisches Antheil . . . [O. O.] 1760. Pf ister, Chr., Rapport sur le titre forestier du 27 juin 1613. Metz 1901. Auch deutsch ersch.: Gutachten über die Echtheit der W'aldv ei'ordiHing vom 27. Juni lol3 erstattet auf Ersuchen der Gemeinden Engenthal und Dagsburg. Strassburg 1901, R u e h l , Recherches historiques et gänäalogiques sur la maison de Lcnangc. Dabo. Strasb. 1759, Die AVald-berechtigungsfrage in D. Erläuterungen und Belehrungen zu dem Gesuche der Waldberechtigten an den Landesausschuss als Antwort auf eine Denkschrift vom 30. Dez. 1898. [Die Denkschrift dabei gleichfalls abgedruckt.] [Strassb. 1899.] fol. Vgl. auch A'erhdl. des Landes-Ausschusses, X X V . Session, IL Theil, 1899, 2. Bd. Sitzber. S. 1693 D a g s b u r g , Ruine (Gde. Egisheim, Ka. Winzenheim, Kr. Colmar, O.-E.). Las nördlichste, im Banne von Egisheim gelegene, und bedeutendste der .". Hc.isheim.er Schlösser. Siehe I loh-Egisheim D a g s b u r g e r Forst, Staatswald (Gden. Dagsburg, Alberschweiler. Walscheid, Haarberg, Kr. Saarburg, I. . 10079 ha in den Oberförstereien D. (3932 ha, Forsthänser Spitzberg, Rosskopf, Hölsberg, Jägerhof, Schäferhof), Al-berschweiler (5982 ha, Forsthäuser Hengst, Nollenburg, Hirschthal. Dunkelbach, Karlsthal, Walscheid, Romelstein und Hommert i und St. Quirin 1165 ha i, (Tanne, Buche, Kiefer, Fichte, Eiche, Birke, \horn, Hainbuche, Rüster, Erle, F Aspe, Lärche Vogesi nsandstein. Ehemals D o m ä n e derGi afen von Dagsburg s. Grafschaft Dagsburg). Ueber die Waldberechtigungen s. Esser, die Waldberechtigungen in der ehemaligen Graf Schaft Dagsburg; Strassburg 1894-95, 2 Bde. S. auch Engenthal. 1705 vom Staate eingezogen. 9. Febr. 1S01 im Frieden zu Luneville definitiv an Frankreich abgi - treten. Alan unterschied früher das östliche oder vordere Gebirge mit der Flösserei in der Zorn und «das westliche oder hintere Gebirg» mit der Flösserei in der Saar. A'on 1S77-18K4 zum Theile zur Ablösung von Holz- und Sägmühlrechten abgetreten 228,6 ha, erworben 133,9 ha. Früher schon waren die Holzrechte der Gemeinden Alberschweiler und Weiher durch Kantonirung abgelöst worden, wobei Alberschweiler 550,4 ha, Weiher 168,4 ha erhielt (Kaiserlich. Dekret vom 2. Juli 1864). Die Ablösung der Rechte aller Gemeinden ist durch Dekret vom 12. April 1854 angeordnet worden ; wegen AValscheid erging am 6. Juli 1870 . in rechtskräftiges Erkenntniss. Der Forst ist belastet seit 1613 mit allgemeinen und Bürgerholzrechten der Gemeinden und mit Sägemühlrechten. Sägemühlen: lTntcrkühbergmühIe, Herrenmühle Falkcnburg, Herrenmühle Hartenburg, Georgenmühle, Friedrichsmühle, Schleifmühle, Hüttenbach- ; mühle, Pierronsmühle, Ludw igsmühle, Kaltenbachmühle. Waldbahn Zweibach-Nollcnburg, Dunkelbach-Noll und Sol- I datenlhal-Zornthal. - Litter.: S. Dagsburg (Grafschaft i. Dagsburger Heidenschlössel s. Hcidinschloss-felsen bi i I »agsburg. D a g s b u r g e r Rigi s. Haarberger Köpfel. Dagsburger Schlossberg s. Schlossberg. D a h l e n h e i m , Df. Ka. Wasselnheim [1790-1802 Ka. Alolslu-im!. Kr. Molsheim, L'.-E... 636 E. 124 Hsr. (12 GRe.) - 220 m. - AG. Wasselnheim (9,2); HSt. Scharrachbergheim (2,3). - D a l a h e i m 884; Tal heim 1229; Thal- ! heim 1399; ma. Dohle. - C)rtseinn. StEBez. AVesthofen. Armr. (s. 1875.) - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Wasselnheim (s. 1802). Schutzheiliger hl. Blasius (3. Febr.) Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Scharrachbergheim. - Steinbruch. 884 erscheint die Abtei Honau zu D. als begütert. Besitz: daselbst halten ferner: 11.35 Abtei Hugshofen, 1148 Strassburger Domstift, 1174 Kloster Neuburg, 117s Stift St. Gorgon, 1221 Kloster Haslach, 1229 Stift St. Thomas zu Strassburg. D. war alter Besitz des B i s t h u m s Strassburg; es ist wahrscheinlich schon im 13. Jhdt. im Lehnsbesitz der Herren von Finstingen gewesen. L'nterlehner derselben für die Hälfte des Dorfes waren im 14. Jhdt. die von Hohenstein. Seit 1387 bc-sassen sie diese Hälfte jedoch als direktes bischöfliches Lehen. Nach dem Tode des Alarschalls Johann von Finstingen (14I>7I ist dessen Antheil an D. an den Schwiegersohn Graf Nikolaus von Alörs-Saarwerden, Herrn von Finstingen, im Erbgange gekommen. Die Hohensteinsche Hälfte kam 1480 an Daniel von Alüllenheim, den Schwiegersohn Jakobs von Llohe-nstein. Doch entstand daraus ein Prozess zwischen den Alüllenheim und den Hohenstein um D.'und AVolxheim, s. d.), von 1504-1519, der zu Gunsten der Hohenstein entschieden wurde. Als diese dann bald nachher ausstarben, ist I i. wahrscheinlich als erledigtes Lehen vom Bisthum eingezogen worden. AVenigstens erscheint es später im direkten Besitz desselben und gehörte zum Amte Dachstein. - Der Dinghof zu D. gehörte zur Herrschaft Gerolds* i k. Ein Gültgut sammt Llof in D., früher der Abtei Neuburg gehörig, wurde 1558 v o m Bi.schof den Rechburger verliehen, in deren Besitz es sich noch 1627 befand. Später kam es in den Lehensbe-itz der \A7angcn. Ein adeliges Geschlecht von D. 1263-64 erwähnt. - 1610 Treffen bei D. zwischen badischen und bischöflich strassburgischen Truppen. 1622 das Dorf durch Alansfeld eingeäschert. 1635 die Kaiserlichen von den Schweden bei D. geschlagen. - Kirchlich gehörte D. zum Landkapitel Alolsheim. 1464 Rektorat. Plebanat, Primissariat. Das Patronatsrecht besass das Stift Haslach (schon 1221). Bis 1827 hatte es Scharrachbergheim, das dann an Odratzheim kam, als Filiale. - Weisthum des lo. Jhdts. D a h l e r g r a b e n s. Alutterbach 3. D a h n (Than), abgeg. Ort, zw-ischen Offwcilcr und Zinsweiler Ka. Niederbronn, Kr. Hagenau, U.-E.). Haus ; und Hof, othringisches Lehen, 1245 von Eberhard von |