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Show Frescaty - Fridolinskapelle. 315 Hofes Fristot (s. d.) durch Bischof du Cambout de Coislin angelegt. Der Bau, welcher länger als drei Jahre eine grosse Anzahl von Arbeitern beschäftigte, war ein dem Geschmacke der Zeit entsprechendes, prächtiges Schloss mit Terrassen, ausgedehntem Parke mit breiten Baumreihen, Lustwäldchen, \Y,isserbecken, Bildsäulen etc., von welchen Ansichten aus dem Jahre 1750 noch erhalten sind. Gegen Ende des lS.Jhdts. verkaufte Bischof de Alontmorency das Schloss dem Ritter de Boursault. Derselbe trat es gegen 1790 einem Alaurer-meistcr ab, welcher gleich darauf Kapelle und Orangerie niederriss und den Alarmorschmuck der Treppen und Wände abnehmen liess, um ihn feil zu bieten. Ein im Januar 1793 entstandener Brand führte den völligen Untergang des Baues herbei. Nach 1793 befand sich dort ein Alilitärhospital; 1810-1824 war der Platz im Besitze des Kommissionärs Lavallee in Aletz. 1835 liess die Familie Bouchotte den bescheidenen Neubau, welcher heute als Schloss Frescaty bekannt ist, aufführen. Er ist seit 1879 im Besitze des Militärfiskus. - In Fristot waren 1552 die Schlüssel der Stadt Aletz vom Alaitrc Eehevin, Jacques de Gournay, dem Con-netable de Alontmorency, dem Anführer der Armee Heinrichs IL von Frankreich, übergeben worden. In Frescaty wurde am 27. Okt. 1870 die Kapitulation der Festung Aletz abgeschlossen und unterzeichnet. - F. war bis zur Revolution Annexe der Pfarrei St. Privat. Gegenwärtig gehört F. zur Pfarrei Aloulins. Frescaty, ehem. Hf. (Gde. Aloulins. Ka. u. Kr. Aletz, L.). Seit Erwerbung des Gutes und Schlosses Frescatj durch den Alilitärfiskus (1879) sind die Hofgebäude verlassen und dienen nur zu Alilitärübungen. Fresenbach s. Heltenbach 2. Fresillon, B., s. Rheinskopf. Fresne, Hs. (Gde. Pommerieux, Ka. Verny, Kr. Aletz, L. . Früher AO., jetzt Theil des Dorfes P. Fresnes-en-Saulnois, Df. (Ka. [s. 1790] tt. Kr. Chäteau-Salins, L.). 418 E. 141 Hsr. (10 GRe.) - 260 m. - AG. u. Bhf. Chäteau-Salins (7,1). - Fraines 1128; Fraxino 1152; Fraine 1339; ma. Fröne. - Im Gebiet der Gde. lag der verschw. Hof Psicourt. - StEBez. Chäteau-Salins. Armr. (s. 1828). Wasserleitung (s. 1394). Fw. (s. 1836, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Chäteau-Salins (s. 1802). Kirche des hl. Dionysius (9. Okt.). - Geschäftssprache franz. - 2 kleine Ziegeleien. Kalkbrennerei. F. war Dorf und Kirchengut mit ganzer Gerichtsbarkeit in der Kastellanei Amance und alter Besitz der Metzer Kirche. 1061 an Frankreich abgetreten. - Schon 1128 wird F. dem Domkapitel bestätigt; 1152 wurde der Abtei Senones ein Lehen Fresnes mit dem Kirchensatz durch päpstliche Bulle zugesichert. AVas jedem Stifte gehörte, ist nicht genau bekannt. 1470 erwarb das Domkapitel die dortigen Güter der Abtei Salival (eine Alühle mit Weiher); 1578 durch Tausch mit der Herrschaft Viviers gegen Faxe den Besitz der letzteren, welcher wohl früher der Abtei Senones zustand. Die Ansprüche auf die Sou-verainetät über Fresnes, welche Lothringen geltend machte, wurden durch den Vertrag vom 16. April 1586 in der Weise geregelt, dass dem Herzog von da an die Souve-rainetät und das Gnadenrecht zustehen, die ganze Gerichtsbarkeit und alle anderen Rechte aber dem Domkapitel verbleiben sollten. Die Berufungen sollten in Nancy entschieden werden. - F. war vor 1802 Pfarrei des Archipr. Dehne. Den Kirchensatz hatte das Domkapitel von Aletz. - Bei der «Piece des Romains» Spuren der alten Römerstrasse Metz-Strassburg. Im Gewann Aux Noircs Tcrres» Reste einer römischen Villa. - Auf der Gemarkung wurden ferner neolithische Pfeilspitzen wie auch drei gallische Münzen gefunden. Gern ei nde wald (Oberförsterei Chäteau-Salins) 81,2ha. Freudenberg, Hf. (Gde. u. Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, Le. 21 E. 2 Hsr. - Freidenberg 1779; Cense de Rossholl du Freydemberg 1751. - Schon 1750 mit einer Ziegelei erwähnt. (Gehörte zur Herrschaft Bitsch. Freudenberg, H., 397 m, östl. AVeiler Alolvingen, Gde. Escheringen, Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L. Freudenberger H ö h e bei Bitsch s. Rössel. Freudeneck, AVlr. (Gde. Belmont, Ka. Schirmeck), s. Bambois. Freudeneck, Wir. (< '.de. AVangenburg, Ka. Wasselnheim, Kr. Alolsheim, U.-E.). 50 E. 9 Hsr. - AVasserltg. (S. 1887). - Entstanden durch Ansiedelung am Fusse der Burg F., deren Namen der AVlr. erhielt, und deren Schicksale er theilte. Seit 1091 in unmittelbarem Besitz der Abtei Andlau. Freudeneck, Burgruine (Gde. AA'angcnburg, Ka. AVasselnheim, Kr. Alolsheim, U.-E.). Erbaut vermuthlich Ende des 13. oder Anfang des 14. Jhdts. durch die Abtei Andlau, bezw. deren Schirmvogt Heinrich von der Dicke. 1373 empfing Berthold Alünch von AVilsberg von Walthcr von der Dicke einen diesem von Härtung von A\7angen und dessen Sohn Ehrhardt zurückgegebenen Antheil an F. 1408 besassen Johann von AVilsberg und Georg Haffner von Wasselnheim die Burg gemeinsam ; nach des letzteren Tode verbündete sich AVilsberg mit dem Alarkgrafen von Baden gegen Strassburg, worauf die Strassburger F. 140* nahmen und verbrannten. 14*5 gelangte die Hälfte der zerstörten Burg an Friedrich von AVilsberg; die andere Hälfte war 1514 in Händen von Kornelius von Hanau, A'ormund der Kinder Georg Haffner's; 1539 verkauften die Wilsberg und die Haffner F. an die Bock von Erlenburg. 1614 erhielt die schweizerische Familie von Breiten-Landenberg die Burg, welche die Abtei Andlau 1091 wieder an sich nahm. Fischer, Dag., AVangenburg, Freudeneck u. s. w. Zabern 1875. Freudeneckerbach s. Mossig 6. Freundstein, Sennh. (Gde. Weiler, Ka. u. Kr. Thann, O.-E.). 1 Hs. - Gehörte den AValdner als Besitzern der Burg Freundstein und wird als Scheune bereits 1341 und 1400 in den Burgfriedensverträgen genannt. Freundstein, Burgruine (Gde. Goldbach, Ka. St. Amarin, Kr. Thann, O.-E.). Fr un stein 1250. - 928 m. - 1259 durch Auftragung an die Strassburger Kirche zur Hälfte Lehen der Jungholz ; die andere Hälfte Alurbachisches Lehen. In der 2. Hälfte des 13. Jhdts. erscheinen die Waldner als Inhaber, die sich seit 1545 nach der Burg nannten. 135o durch Erdbeben beschädigt. 1441 durch die Bürger von Alülhausen, 1490 durch die Bürger von Sulz belagert und genommen; 1525 durch die Bauern verheert. 1529 wurde die Burg wieder hergestellt. 1562 durch Blitzschlag vollends zerstört und als AA'ohnsitz aufgegeben. Die AA'aldner von Freundstem, 1748 von Ludwig XY. in den Grafenstand erhoben, sind noch heute in Baden und im Elsass ansässig und im Besitze der Ruine. Knoll aine, Ch., Le chäteau de Freundstein et la fa-mille des AA'aldner. (Rev. d'Als. AUL 1857, S. 402-413.) ! Gasser, Aug., La chasse dans la foret de Freundstein au XATe siecle. (Mitth. der uaturh. Ges. in Colmar. X. F. II, Jahre 1891-94, S. 79-83.) Freundsteinkopf, 928 m, mit Ruine gl. N. in dem Bergrücken zwischen Alolkenrain (südl.), Sudelkopf n. , ö. j Goldbach, Ka. St. Amarin, Kr. Thann. L'eber die Sage vom Freier auf Fr. s. Stöb?r, Elsäss. Sagen. Neue Ausg. ). S. 4* und 130. Freundsteinrunz s. Thur 27. Frey, Sgm. (Gde. u. Ka. Sulz, Kr. Gebweiler, O.-E.). 9 E. 1 Hs. Besteht seit 1858. Wird durch AA'asser- und Dampfkraft getrieben. Friches, verschw. Hf. (Gde. Langd, Ka. u. Kr. Saarburg, L.i. 1889 abgebrannt; die Trümmer 1*95 verkauft und I niedergerissen. Fridolinsbach s. Wunach. Fridolinskapelle, Ru. nordöstl. von Haselhurg |