| OCR Text |
Show 602 Lützel - Lützelburg. Jhdt. Unter den Aebten ist zu nennen Konrad Holzacker, der die Akten des Konzils von Konstanz redigirte, t 1443, Bernhard Buchinger, der Verfasser der Epitome fastorum Lucellensium, im 17. Jhdt. s u. I.- Die zahlreichen Gräber der Klosterkirche, besonders der Familie von Mörsberg, sind gänzlich zerstört. Auf dem Klosterbrunnen vor der Abteikirche stand bis Ende des 18. Jhdts. ein Marienbild. Dies befindet sich seit 1801 in der Kapelle Mariahilf (s. d.i bei Oberlarg.- Die Grenze zwischen dem Elsass und dem Bisthum Basel ging früher durch die Küche der Abtei L. 1785 j ist durch Vertrag zwischen dem Bisthum Basel und Frkr. der Bach Lützel als Grenze angenommen worden. B u c h i n g e r , Bern , Summarischer und wahrh. Bericht, von L'rsprung, Stifitung und Auffnahme dess Gottes- j Hauses L. Brunntraut 1663. Ders., Epitome fastorum Lucellensium. qua monasterii S. Mariae de Luciscella origo, fundatio, progressus breviter explicantur. Bruntruti 1667. C o s t e, A.. L'abbaye de Lucelle. Fragment d'histoire litteraire. (Rev. d'Als. VI, 1855, S. 193-201.) Quiquerez, A., Lucelle et Veldbach. .Rev. d'Als. VIII, 1857, S. 167-172.) 0 u i q u e r e z, A., Histoire de l'Abbaye de Lucelle. (Revue d'ANace 1864, S. 257-272; 321-333; 337-344; 385-402; 444- 449.) S e h w a r t z, F. X., Geschichte der berühmten Cister-zienser Abtei L. Rixheim 1871. V a u tr e y, L., Lucelle memoire adresse ä l'Ass. nat. en 1791). .Rev. cath. d'Als. IV, 1862, S. 12-20; 160-166.) Ders., Lucelle. Description de l'abbaye. Rev. cath. d'Als. IX, W o , S. 18-31 ) D., L P., Les derniers abbes de Lucelle. Hrsg. v. P. Mury.] Rev. cath d'Als. I. 1859, S. 137-14", 102-191. Lützel, D i e Lützel LI1«', Lüzel 1567), entspringt in. der Schweiz, und bildet von Lützel Sgm. bis Klösterle östl. Kiliis (2 M.) die Grenze zwischen Elsass und Schweiz - St. Peter - mündet bei Laufen in die Birs - 12 km, 8 Brücken. Hauptrichtung W . - O . Zuflüsse auf deutschem Gebiet: 1. H o r n i s b r u n n e n mündet westl. Kiffis - 0,9 km, 1 Brücke. 2. T h a l wasser oder Klösterle, mündet östl. Kiflis - 0,9 km, 1 Brücke. Lützelbach, Fsths Gde., Ka. u. Kr. Rappoltsweiler, O.-E.. 6 E. 1 Hs. Bach- bezw. Flurname: Luzzelenbach, Lvzzelnbach, Luzzenbach 1306; Lützelnbach 1317; Lützelbach 1468, auch 1688 hier Bezeichnung eines der Herrschaft Rappoltstein gehörenden Waldes.. - Das Forsthaus wurde 1850 errichtet. Lützelbach s. Focht 34, Heltenbach 5, Rohrbach (Zorn. 10. Lützelberg, Staatswald in der Gde. Haspelscheid s. Göndersberg Staatswald . Lützelberg, 267,6 m, östl. Ausläufer des Hohhart (s. d.), in dem Strassenzuge Romansweiler-Obersteigen, westl. Romansweiler, Ka. Wasselnheim. Lützelberg auf MB. Litzelberg), 375,5 m TP., südl. Haspelscheid, Ka. Bitsch. Lützelburg, Df. (Ka. Pfalzburg [s. 1790], Kr. Saarburg, L. . 738 E. 143 Hsr. 12 GRe.i - 215 m. - AG. Pfalzburg (4,9); Bhf. L. (0,6;. - Im Gebiet der Gde. liegt die Schlossruine Lützelburg. ferner lag hier vielleicht auch der verschw. O. Woppenberg. - P. III. Kl. T. Bhf. s. 1851 . Gendarmeriestation. Ortseinn. StEBez. Pfalzburg. Regenstation (211 m.) - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Pfalzburg (s. 1802 ; Kirche des hl. Michael 29. Sept.i. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Pfalzburg. - L. ist der Hauptstapelplatz der in den umliegenden Sandsteinbrüchen hergestellten Schleifsteine.Kunstlederfabrik von Ackermann (59 Arbeiten, 1891 eröffnet; eine zweite derartige Fabrik, 1898 eröffnet, ist 1901 eingegangen. 2 kleine Getreidemühlen. (1891-98 bestand hier eine Oelfabrik, die grösste Lothringens.) -Weinhandel. - Zeitung: Das Volkswohl. Kath. Familien-Blatt, einmal wöchentlich. - In den alten Lehensbriefen des Bisthums Metz wird ein Dorf Lützelburg nicht erwähnt, wohl aber (z. B. 1405) ein Dorf Wyler, das noch 114'' aufgeführt wird. Dies scheint das spätere Dorf Lützelburg zu sein. - L. war seit dem 15 Jhdt. Pfarrei des Landkapitels Betbur, Bisthum Strassburg, zu der auch Hültenhausen (bis 1839) gehörte. Den Kirchensatz hatte im 18. Jhdt. der König von Frkr. wegen Pfalzburg. (Vgl. Lützelburg, Burgruine, und Lützelburg, Herrschaft.) Lützelburg, Burgruine iGde. Lützelburg, Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L.). L u c e 1 e n b u r c h 1142; Lutzen-burg 1200; L ü t z e l b u r g 141o. - Die alte Burg soll auf der Stelle eines römischen Castells erbaut worden sein. Sie stand auf dem Schlossberge, einem 322 m hohen Felsen vorSprung, welcher das Zornthai beherrscht. Die Ruinen sind noch erhalten. (Gesch. Dkm.) Die Anlage der Burg stellt ein fünfspeichiges Rad dar. dessen Mittelpunkt ein pe-nta-gonaler Thurm war moch z. Th. erhalten, vermuthlich der alte Donjon). V o n diesem Thurm gingen die völlig von einander getrennten und unabhängigen Gebäulichkeiten aus, welche alle fünf an ihrem Ausgange mit einem viereckigen Thurm abgeschlossen waren. Einer derselben steht noch, unmittelbar über dem Eingange des Eisenbahntunnels. Bei Ausgrabungen wurden verschiedene mittelalterliche Waffen gefunden. Zwischen Lützelburg und Garburg linden sich noch Spuren von alten Befestigungen. - (Vgl. Lützelburg, Herrschaft.) F i s c h e r , D., Lützelbourg, le chäteau et le village. (Mem. Soc. arch. Lorr. X X I , 159.) [Auch bes.] Nancy 1871. Ders., Schloss und Dorf L. bei Zabern. Topographisch und historisch dargestellt. Zabern 1S79. Lützelburg, Burgruine .Gde. Ottrott, Ka. Rosheim, Kr. Molsheim, U.-E.). 500 m. Eins der sogen. «Ottrotter Schlösser», die früher beide L. (Vorder- und Hinter-L.i genannt wurden, wahrscheinlich von den schon im 12. Jhdt. erwähnten Herren von L. erbaut; das hintere Schloss heisst heute Rathsamhausen (s. d.). 1392 erscheint die damals bereits als zerstört genannte Burg als Reichslehen im Besitz der Herren von Andlau. Aber schon 1393 wurde sie sammt dem dazu gehörigen Theil von Nieder-Ottrott von König Wenzel den Herren von Rathsamhausen zu Ehen-w ev er verliehen, die sie seitdem bis zur Revolution besassen. Litt er.: L. und Rathsamhausen. (Der Wanderer im Elsass VII, 1894/95, S. 99, 105.) L e v r a u l t , L., Les chäteaux de L.-R. (Bull, de la Soc. p. la cons. des. mon. hist. d'Als. I, 1856/57, S. 91-99.) Lützelburg, Herrschaft .Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L.i. Burg L. war Sitz einer Kastellanei, später einer Ganerbschaft des Bisthums Metz. - Ursprünglich scheint die Herrschaft L. eine bedeutende Ausdehnung gehabt zu haben; allmählich ist der Besitz dann stückweise verliehen oder verpfändet worden. Zur Zeit der Besitzergreifung durch die Kurpfalz, 1.523, dürfte der Umfang folgender gewesen sein: 1. Brauweiler (z, Th.i, 2. Burscheid (z. Th., nur einige LTnterthanen), 3. Gunzweiler, 4. Heinrichsdorf, 5. Lützelburg. - Das Gebiet der Herrschaft L. soll zuerst Besitz der Abtei Maursmünster gewesen, und von dieser um 1050 siegen St. Quirin tauschweise den Grafen von L. aus dem Hause Bar-Mömpelgard überlassen worden sein. Nach deren Aussterben gegen 1130 setzte sich der Metzer Bischof, Stephan von Bar, als ihr Verwandter und Erbe in Besitz der Burg und schenkte sie mit der Herrschaft seiner Kirche. A N bischöfliches Lehen scheint das Schloss zuerst den Grafen von Metz-Luneville verliehen worden zu sein; gegen Anfang des 13. Jhdts. aber wurde es vom Bisthum selbst verwaltet, nachdem Bischof Stephan mit Hilfe des Kaisers Friedrich Barbarossa es dem Herzog Mathaeus von Lothringen, welcher sich seiner bemächtigt, entrissen hatte. 1235 nahmen es die Herren von Geroldseck ein. Der Graf von Saarbrücken (aus dem Hause Apremont) gewann es gleich darauf für das Bisthum wieder zurück. Die Burg wurde 1260 in den Fehden mit Lothringen durch den Herzog Friedrich III. zerstört, vom Bisthum aber wieder auf- |