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Show 1(0 Bitscher Fort - Bitzelberg. als Forstorte in diesem Waldcomplexe genannt: «Turnewald, Wusenberg, Mühleck, Felsberg. Soucht, Com-mersberg, Nilberstruw, Frohnmüller, Waldt, Mutterhausen. Waldeck, Schomberg, Birkenweiler und Gendersberg. Im engeren Sinne werden auch als Bitseher-Forst bezeichnet: l Der im Gemeindebanne von B. gelegene Staatswald von 716 ha Fläche (s. oben) und 2. diejenigen Staatswaldungen ,n Jen Oberförstereien B.-Nord und B.-Süd, welche durch Gi si i/ \"iu 7. Jan. 1901 an den Reichsmilitärfiskus zur Anlegung eines Truppenübungsplatzes um den Preis von 5500 Mark verkauft worden sind. Diese letzteren AA'al-dungen, welche eine Gesammtfiäche von 2501,102 ha umfassen, liegen in den Gemarkungen von Bitsch, Haspelscheid, Roppweiler und Schorbach. Es sind dies die Forste: G ö n d e r s - berg 'Gentersberg) mit dem Hauersberg, Lützelberg und dem Wüstweilerberg (373,825 ha.. Haspelscheid (1733,389 ha. und W a l d e c k (davon 393,8*8 ha), zusammen 2501,102 ha, wovon 2 107,514 ha auf die Oberförsterei B.-Nord und 393,588 ha auf die Oberförsterei B.-Süd entfallen. A'on dieser Fläche sind 2460 ha zur Holzzucht benutzt; der Rest besteht au- Wegeland, Wiesen, Weiden, Sümpfen u. s. w. Die Holz-bodenfläche ist bestanden mit Kiefern (1205 ha), Eichen (803 hai, Buchen (290 hat, Fichten (68 ha) u. s. w. Die Ab-holzung ist auf einen Zeitraum von 10 Jahren ausgedehnt. Der Kaufpreis ist zur Wiederergänzung des Staatsforstbesitzes bestimmt. [dPr.] Bitscher Fort, Fort (Gde. u. Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd. L. . Früher AO., jetzt Theil der Gde. B. Bitscher Köpfel, 11 , 286 m, zwischen Eisenbahn und einem bei AVeiler Papiermühle, Gde. Egelshardt, Ka. Bitsch, mündenden Thälehen. Bitscherthal, Kap. südw. von Haspelscheid (Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). D e m Erzengel Alichael, dem hl. Sebastian und der schmerzhaften Alutter Gottc- gi - weiht. Soll schon im 17. Jhdt. bestanden haben. Bitscherthalerweiher im Modergebiet 1,2 k m nw. Alutterhausen - 0,42ha; Forellenfischerei. Privatbesitz. Zu-und Abfluss s. Zinsel 1. Bitschhofen, Df. (Ka. Niederbronn [s. 1790], Kr. Ha-genau, U.-E.). 301 E. 71 Hsr. '10 GRe.) - 195m. - A G . Niederbronn (12,7); Bhf. Pfaffenhofen (2,5). - Bitzhofen 1350; B u z h o v e n 1364. - Hatte bis 1847 Walk nachher selbständig) als A O . - StEBez. AA'alk. Armr. (s. 1836). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Niederbronn (s. 1802 Schutzheiliger St. Alauritius (22 Sept.; Filialen: Engweiler und Alietesheim. B. war Reichsdorf (s. 1648 königlich französisches Dorf) der Landvogtei Hagenau, zum Schultheissenamte Kindweiler gehörig. Der Dinghof zu B. war 1350 als Lehen der Landgrafen im Besitz der Edlen von Arnsberg-AIietes-heim, nach deren Aussterben (1364) in den Händen der Herren vonAVickersheim ; vor 1474 wurde er von den Erben der Herren von Lützelstein. den Grafen de la Palu, dem Wyrich von Berstett zu Lehen gegeben. Das Forstrecht zu B. war seit 1350 den Herren von Lichtenberg verpfändet. Ferner war in B. 1577 die Deutschordenskomthurei Dahn begütert. - Kirchlich gehörte B. zum Landkapitel Ober-Hagenau. Pfarrei mit Primissariat (Anfang des 16. Jhdts. jedoch Filiale von Pfaffenhofen). Das Patronatsrecht und 2/3 des Zehnten besass die Abtei Walburg, resp. später das Strassburger Seminar 1763 erseheint jedoch der Bischof von Spcier als Patronatsherr. Damals hatte die Pfarrei 2 A'ikare; als Filialen gehörten zu ihr: Kindweiler, Ueberach, EngWeiler und Alietesheim. Bitschweiler, Df. (Ka. [s. 1790] u. Kr. Thann, O.-E.). 2141 F.. iSterbf. L'4,5, leb. Geb. 32,1 auf K . L'o4 ILr. (18 GRe.) - 360 m. - An der Thur. - ALL. Thann (2,6); Bhf. B. (0,4c- Butzswilre 1250; B e u t z s c h w e y H e r cit. 1342; Bitsch wilr 1506; Bitsch will er 1868; ma. ebenso. - Die Gde. umfasst den HO. B. '2056 E. 253 Hsr. und die AO.: Allenburn, Rütemsthal, Thanner Hübel, Vorderhabthal und Ziegelschc-uer; die verschw. O. Bärenthal und Wickenbächle. - P. III. Kl. T. Oeffentl. Fernsprechstelle. Bhf. (s. 1863 . Ortseinn. StEBez. Thann I. Spital für Arbeiter der Firma Scheurer, Laulh u. Cie. in Thann (s. 1898). Armr. (s. I 1* Dez. 1850.) F w . (s. 1876. 3 Spritzcnc - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Thann (s. 1838, vorher Filiale von AA'eiler, Kr. Thann). Schutzheiliger hl. Alphons (2. Aug.). -Steinbruch. -Maschinenfabrik der Firma ^Alcchanische Werkstätten von Bitschweiler» mit AVasser- und Dampfkraft, ca. 600 Arbeiter. Die Fabrik ist u m das Jahr 1830 von den Schweizern Stehelin & Huber gegründet, seit 1*72 besteht die jetzige Firma. Baumwollweberei der Firma Isaac Koechlin Söhne in Weiler, gebaut 1822, 246 AVebstühle, 1">0 Arbeiter, 75 Pferde« kräfte. B. gehörte zum m u r b a c h i s c h e n Amte St. A m a r i n, zum Meierthume des unteren Thaies. Die Bewohner zinsun an den Dinghof zu St. Amarin. Begütert daselbst war die Abtei Alurbach. Nach der Thanner Chronik hatte Abt Bcr-thold von Alurbach 1279 den Baarfüssern Haus und Kapelle eingeräumt. 1376 wurde B. durch die Engländer verbrannt. 155ii zählte es 23 Herdstätten, 16.50, nachdem es im 30jähr-ige- n Kriege zerstört worden war, nur noch 4 Bürger und 11 Kinder. - 1479 verlieh Abt Achatius von Alurbach dem Sennheimer Bürger Peter Schultheiss das Recht, im Bitschweiler Banne gegen Abgabe des zehnten Kübels Eisen- und Erzbergwerke anzulegen, und legte so den Grund zu der bis 1830 ergiebigen (500 000 kg) Eisenförderung in den 7 Gruben: Elberfeld, Karschbrunn, Durstthal, Molkenrain, Wäkc-nhüchel, Elzbach und AVirschgrund. Die 1737-39 eingerichtete Schmelze und Schmiede brachte dem Abt von ! Alurbach 1781 noch 30000 1. Pacht. 1789 wurde der Gde. der 1773 den Thanner Chorherren zuerkannte AA'ald als Eigenthum zugesprochen. - Die St. Nikolaus-Kapelle, später zur hl. Dreifaltigkeit, 1279 zuerst erwähnt, wurde 1398 erweitert, mit 3 Altären versehen und neu geweiht. 1177 Stiftung einer Kaplaneipfründe. Im 30jährigen Kriege zerstört, wurde die Kapelle 1655-70 wieder aufgebaut. Nachdem 1839-40 die jetzige Pfarrkirche erbaut worden war, wurde die Kapelle 1841 verkauft und in ein AVohn-haus umgewandelt. A m 24. Sept. 1899 wurde der neue Kirchthurm eingeweiht und die 4 neuen Glocken getauft. Als Filiale von AVeiler gehörte B. bis 1801 zum Landkapitel Alasmünster des Bisthums Basel. G e m e i n d e w a l d 'Oberförsterei Thann) 809,4 ha. Zu beiden Seiten der Thur bis 1100 m über dem Aleere. Por-phyr, Grauwacke. (Tanne, Buche, Eiche, Lärche.) Die Abtei Alurbach scheint die an den Waldungen von tüten Zeiten her berechtigten Gden. des Thaies in ihren Rechten dadurch beeinträchtigt zu haben, dass sie die Berghöhen nach und nach in Besitz nahm und durch Alisstockungen besonders 1 günstig gelegene Orte zu AVeideflächen umwandelte; man unterschied darnach Herrenwaldungen (auf der Berghöhe und Bürgerwaldungen, letztere auch Allmenden oder Gemeindewaldungen genannt. Die A'erhältnisse gestalteten sich allmählig so, dass in der Alitte des 18. Jhdts. die Gden. in den Herrenwaldungen gar kein Recht mehr hatten, Holz zu nutzen und ihnen in den Gemeindewaldungen, deren Eigenthum die Alönche sich auch angeeignet hatten, nur das Nutzungsrecht noch verblieb. Hiermit war die Abtei aber noch nicht zufrieden, sie behauptete nun auch noch ein Alit-benutzungsrecht in den Gemeindcwaldungen zu haben und liess im Jahre 1769 im Bann von Thann Holz hauen. Dies führte zu langen Prozessen, welche durch die Auflösung der Abtei unterbrochen wurden. Alit dem Staate, der die geistlichen Güter als Nationalgut einzog, gerieth die Gde. neuerdings in Rechtsstreit, der durch Urtheil vom 30. Alessidor 1802 dahin entschieden wurde, dass die Gden. im St. Amarinthal Eigenthümer der AATaldungen auf ihren Bannen wurden. Bitzelberg, Nordhang gegen den Aloselbach, nördl, Waldolwisheim, Ka. Zabern. |