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Show Leberkanal - Lederweiden. 565 sind. Fabrikbesitzer Dietsch in L. besitzt schöne Skulptur-und Architekturreste des alten Klosters aus dem 12. Jhdt., sowie andere mittelalterliche Antiquitäten. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Markirch) 490,5 ha. (Hochwald: Tanne, Kiefer und Buche; Niederwald: Eiche [in Ueberführung zu Hochwald] und Kastanie.) 1. Forstorte Spiemont (Spitzenberg), Mollenbach und Bois l'abbesse, Schenkung Karls des Grossen an das Kloster in L. und ungetheilt bis 1436. Definitive Theilung und Abmachung gegen St. Pilt, Bergheim und Orschweiler 1791. 2. Forstort Chälemont (Charlemont, Karlsberg), ursprünglich Kronbesitz resp. Staatswald, kam durch Kantonnirung 1823 an L. 3. Forstort Kalbling, früheres Weidland, 14i>'» durch Schenkung vom Hause Lothringen erworben, 1829 durch Urtheil gegen St. Pilt bestätigt. 4. Rest des Waldes seit undenklichen Zeiten im Besitz des Klosters und nachher der Gde., aus früherem Oede- und Weideland bestehend. D eger m a n n , J., L a Donation de Charlemagne au Pri-eurt: de Liepvre. (Mitth. d. Ges. z. Erh. der gesch. D k m . im Eis. 2. Folge 15, 1892, S. 301-327.) Ders., Etat du tem-porel de quelques paroisses situöes en Alsace et autrefois dependantes du duche de Lorraine. < Bull. d. 1. Soc. p. 1. conserv. des monum. hist. d'Alsace. 2. F. 18, S. 1SL'-202.) Grandidier, Lievre. (Rev. d'Als. 1867, S. 273-283.) [Ingold, A. M. P.] Le prieure' de Liepvre: Correspondance entre D o m de la Forcade, D o m Germain, Poirier et Grandidier. (Rev. cath. d'Als. N. S. 16, 1897, S. 1-13.) [Vgl. auch: Les Correspondants de Grandidier. T. IX. Paris et Colmar 1897.] Kroeber, Aug., Diplome de Lothaire, roi de Lorraine, pour le prieur^ de Liepvre. (Rev. d'Als. 1868, S. 527 bis 528.) Ders., Charte de Fulrad, abbe de St.-D6nis, 777 (relat. au monastire de Liepvre). Paris (o. J.). Risler, D. Environs de Ste. Marie-aux-Mines ... IL Liepvre. Leberau . . . Ste. Marie-aux-Mines 1845. Vgl. auch die Litt, zu Leberthal. Leberkanal s. 111 53. Leberthal (Val de Lii-pvre), Benennung des ehemalig Lothringischen Gebietes im Leberthale, umfassend die Gden. D eu ts c h - R u m bach, L e b e r a u , M ark irch (zur Hälfte, getheilt mit Rappoltstein i und St. K r e u z im Leberthale. Der Sitz des Amtes war Markirch s. Markirch (Probstei). Bourgeois, J., Travailleurs fournis par le val de Liepvre lorrain pour la d£molition et la reconstruction des fortincations de Nancy, lb61 k lb79. (Journ. de la Soc. d'arch. lorr. et du Musee hist. lorr. 48, 1899, S. 99-104.) Cousturne du val de Liepvre. Nancy 1781. G r a n d i d i e r , Histoire de la vallee de Lievre. Ste. Marie a. M. 1807. Auch Deutsch, Mariakirch 1808. Risler, Daniel, Histoire de l'industrie dans la vallee de Liepvre. Markirch 1848. Derselbe, Histoire de la vallee de Ste. Marie aux Mines, anciennement vallee de Liepvre. Markirch 1873. Die T a g e des vier- und sechsund-zwanzigstenFebruar 1844 im Leberthal.Schlettstadt lS44.[dPr.] Leberthal, Bergbaugebiet. Die B e r g w e r k e im Leberthale (Mines du Val de Lii-pvre), in den Bannen | von St. Kreuz und von Leberau gelegen, stossen unmittelbar an die im Banne von Markirch gelegenen sogenannten Markircher Bergwerke an (s. iL), wurden aber, da sie bis 1766 unter lothringischer Hoheit standen, gesondert betrieben und daher auch von den Markircher Werken gesondert benannt. Sie sollen ebenso alten Ursprungs sein, wie die Werke von Markirch. - Dieser Theil des oberen Leberthaies soll ursprünglich Besitz der Abtei Moyenmoutier gewesen sein; doch hatte dort auch Abt Fulrad von St. Denis auf seinem Hausgute das der Abtei Saint- Denis gehörige Priorat L e b e r a u im 8. Jhdt. gegründet. Die Vogtei über den Besitz beider Abteien stand den Herzogen von Lothringen zu, welche im 13. Jhdt. die Burg Eekerich erbaut haben sollen. Eine Hälfte der Burg l und des Gerichtes Eckerich war u m die Mitte des 13. Jhdts. I | Besitz der Herren von Rappoltstein, als Nachfolger der Blämont, während der andere Theil lothringisch blieb. W a n n die schon im 15. Jhdt. bestehende Abgrenzung beider Gebiete erfolgte, wobei der Leberbach auf der Strecke zwischen Markirch und St. Kreuz die Grenze bildete, ist nicht bekannt. Die lothringischen Bergwerke im Leberthale wurden 1486, nachdem sie, wie es scheint, im 13. Jhdt. verlassen worden waren, wieder in Betrieb gesetzt. Die ergiebigsten Gruben waren die von St. A n n a in Musloch (Misloch, Meusloch) und St. G e o r g bei Gross-Rumbach; in ersterer wurde Silber und Blei, in letzterer Kupfer gewonnen. Im Laufe des lo. Jhdts. wurde eine erhebliche Zahl von Stollen eröffnet, von welchen gegen Ende des Ib. Jhdts., Anfangs des 17. Jhdts. noch 13 im Betriebe waren, worunter ausser den zwei vorgenannten nur St. Claudius beim Hofe Goutte-Martin (Kupfer und Blei), die Bleigruben St. J o h a n n bei Thimbach (Lattenbach) und die unbedeutende Silbergrube N o u v e l - A n ergiebig waren, während die • Silber- und Bleiwerke St. B a r b a r a und St. M a r t i n oberhalb Musloch und St. B a r b a r a bei Steinbach (Stimbach, | N a m e eines Ortstheilesvon St. Kreuz), St. J o h a n n a m Petersberge (St. Jean de St. Pierremont) und St. P a u l beim Hofe Holzapfelthal (Kupfer; als erschöpft oder abgebaut galten, und die jüngsten Gänge St. Paul am Burhach-rain (rain de Bourbache), St. A n t o n beim Weiler Klein- Rumbach, St. P a u l und St. J o h a n n bei Steinbach (St. Jean ä la Garde) noch keinen Ertrag lieferten. Eine noch im 18. Jhdt. bebaute Grube St. J a k o b im lothringischen Orts-theile von Markirch, u m 1500 eröffnet, lieferte zwanzig Jahre hindurch Silbererz, ging aber dann ein, ein im 16. Jhdt. unterhalb dieses Werkes gebauter Stollen lieferte Silber, Blei und Kupfer, wurde aber bald verschüttet. Lothringen überliess seit 1530 die Gruben an Gewerkschaften oder Pächter, welche gewisse Abgaben und Gewinnantheile entrichteten ; diese betrugen von 153b bis 1543 noch durchschnittlich 7000 Frk. jährlich ; 1600 fielen diese Einnahmen ganz aus ; die Arbeiten scheinen lb33 ganz eingestellt worden zu sein; erst nach dem Ryswyker Frieden, u m 1700, wurden sie wieder aufgenommen. Anfang des 18. Jhdts. waren zwei Gewerkschaften, «St. Kreuz und «Misloch» th.iti^ ; die 1724 a m linken Ufer der kleinen Leber (Lii-pvrette) concessionirte Compagnie Säur trat bald in Vereinigung mit anderen Gesellschaften (St. Kreuz, Misloch, Say-gerhütten, T r a u g o t t im Philippsthaie und St. D o r o thea). 1754 wurde die Gesellschaft B r u g g c r u. Gen. con-cessionirt, 1785 (für St. Kreuz) P. Leclerc aus Strassburg auf 50 Jahre; letztere Concession wurde 1M17 mit den Markircher Werken vereinigt. 1785 war der Betrieb ganz eingestellt und wurde seitdem nicht wieder aufgenommen. In St. Kreuz und bei Hingrie (Gde. Deutsch-Rumbach. wurde 1770 auch nach Kohlen ohne namhaften Erfolg gegraben. Im Sommer 1899 sind indessen die Gruben St. Anna, St. Johann, St. Barbara, Herrschaft und Rumbach-Stollen wieder geöffnet worden. Liebenau, Th. v., Der Streit um das Leberthaler Silber. Ein Beitrag zur Münzgeschichte des 16. Jhdts. (Rev. suisse de numism. 9, 1S97, S. 205-281.) (Ersch. auch als Sonderdruck:) Genf 1899. [ R o n n e r , E.,] Die Kupfer-, Eisen-, Zink-, Nickel-, Silber-, Antimon-, Arsenik- und Schwefel- Bergwerke von Markirch und St. Kreuz. Colmar 1894. [dPr.| Lebküchleinhütte, Hf. (Gde. Largitzen, Ka. Hirsingen, Kr. Altkirch, O.-E.). Anderer Name für den AO. Barthlihütte ders. Gde. L e c h t e r w a n d , Sennh. (Gde. Sondernach, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.). 1 Hs. Entstehungszeit unbekannt; soll schon über 100 Jahre bestehen. L e c k b e r g , H., 267 m, nordwestl. Wolschheim, Ka. Zabern. L e d e r w e i d e n , flachgewölbtes, bewaldetes Plateau, 311,b m, nördl. Mattstall, Ka. Wörth. |