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Show Ladhof - Lagarde. 547 Steinlager; gehört jetzt zum AO. A m Kanal derselben Gemeinde. L a d h o f , W . (Gde., Ka. u. Kr. Colmar, O.-E.). 8 E. 1 Hs. - A n d e m L a d e h o f e ze T e i n h e i m 1338; by theinen kilch j m ladhof 1542. - 1715 wurde das Gebäude, das damals Waarenhaus war, durch den Greffier am Conseil souverain d'Alsace, Letebure, an die Stadt verkauft, 1729 durch eine Feuersbrunst zerstört, aber wiederhergestellt. Anfang des 19. Jhdts. ging der Ladhof in Privatbesitz über und ist seitdem Wirthshaus. L a d o n c h a m p s , Schi. (Gde. Woippy [s. 1810], Ka. u. Kr. Metz, L.i. 15 E. 3 Hsr. - L a n d o n i s c a m p u m 1206; L a i d o n c h a m p s 1392. - Vor 1810 selbständig und seit 1790 zum Ka. Maizieres, s. 1792 zum Ka. Lorry bei Metz, seit 1802 zum Ka. Metz I gehörig. W a r befestigtes Schloss des P a y s Messin (Val de Metz) und Sitz einer Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit, zu welcher ein Sechstel der Petites Tappes und ein Achtel der Herrschaft Ste. Agathe und St. R e m y gehörten (s. d.). - L. scheint alter Besitz der Metzer Kirche gewesen zu sein, der schon sehr früh zu Lehen vergeben worden ist. 1206 erhielt die Abtei St. Eloy dort einige Güter. Besitzer waren 1310-1325 die Xavain, 1325-1353 die W'ithier (?), 1404 die Baudoche, 1404-1520 die de Rineck ; diese scheinen das Schloss unter luxemburgische Schirmherrschaft gestellt zu haben; es stand thatsächlich 1492 unter derselben und wird 1527 sogar als Lehen von Rodemachern erwähnt. 1533 wird aber schon an Lothringen gehuldigt und zwar von den de Raigecourt, 1552-1599 von den de Gournay, lbbo den d'A-premont, welche die Herrschaft 1670 einem Herrn Lefevre verkauften, der sich später von L. benannte. - Ehemalige Annexe der Pfarrei St. Livier in Metz, später der Pf. St. Simon, seit 1S02 zur Hilfspfarrei W o i p p y gehörig, mit einer 1729 gestifteten Kapelle. - Das ehemalige Schloss, welches 1552 auf Befehl des Herzogs von Guise abgebrochen wurde, scheint gleich darauf wieder aufgebaut worden zu sein. Aus dieser Zeit stammen einige Theile der noch erhaltenen Mauern und einige Thürme, welche mit dem modernen Bau verbunden worden sind. Hier hat Kaiser Karl V. vor seinem ersten Einzug in Metz, 10. Jan. 1541, die Huldigung der Stadt entgegengenommen. - A m 7. Okt. 1870 k a m bei dem Ausfallgefechte von Bellevue (Gde. Norroy-le-Veneuri das deutscherseits nur von Vorposten besetzte L. vorübergehend in die Hände der französischen Truppen, wurde aber noch am selben Tage von den Deutschen wieder genommen. Läger, Hf. (Gde. Niederbruck, Ka. Masmünster, Kr, Thann, O.-E.). 5 E. 1 Hs. Soll seit 1730 bestehen. Lagert, G. (Gde. Heiligenstein, Ka. Barr, Kr. Schlettstadt, U.-E.). Wurde 1793 als Viehweide unter die Gemeinde bezw. die Familien vertheilt nach Verhältniss der Seelenzahl. L ä n d e r l e n b e r g s. Landelenberg. L ä n g e n b a c h , Hf. (Gde. Sondernach, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.). 4 E. 2 Hsr. Soll seit 300 Jahren bestehen. Längenfeld, Sennh. (Gde. Sondernach, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.). 1 Hs. Eetstehungszeit unbekannt; soll über 100 Jahre alt sein. Längster matt, verschw. Gipsm. .Gde. Lauterlingen, Ka. Albesdorf, Kr. Chäteau-Salins, L.i. 1SQ4 erbaut, 1898 abgebrochen. L ä t s c h m ü h l e s. Tränheimer Mühle. Lätschmühle (Bruderthalmühle), M. (Gde. Rothbach, Ka. Niederbronn, Kr. Hagenau, U.-E.). 3 E. 1 Hs. Hiess vor 1888 O e l m ü h l e .B ru de r th al mühle.. Soll 1770 erbaut worden sein. Lafaine, B., s. Bucheckerich. LafFe s. Hintere-Laffe. L a - F o l i e w e i h e r im Saargebiet, 0,7 k m nördl. St. Georg - 4 ha. Karpfenfischerei. Wird alle 2 Jahre abge- | lassen, aber nicht bebaut. Besitzer Graf von Vilatte. Abll. s. Saar 4. Lafrimbolle s. Laseemborn. L a g a r d e , Df. i Ka. Vic [1790-1802 Ka. BourdonnayeJ, Kr. Chäteau-Salins L . 552 E. 127 Hsr. (12 GRe.) - 230 m. - AG. Vic .20,0); HSt. Moussev <>;.',). - G a r d ia seu D o m - nus Martinus 1188; L a G a r d e 1377; zu der G e r d en 1482; ma. L ä g ä r d e . - Die Gde. umfasst den HO. L. (503 E. 120 Hsr.i, die A O . Gue-de-Laxat,Jambrot, Malgre-Xousse, Martincourt und die verschw. O. Gresson, Lombard, Mesnil. - P. F. Nebenzollamt I. StEBez. Bourdonnaye. Regenstat. Wasserltg. (s. 1876 Fw. (s. 1847, 1 Spritze.. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Vic (s. 1802.. Kirche des hl. Johannes des Täufers (24. Juni). Die Reformirten sind nach Deutsch-Avricourt verpfarrt. - Geschäftssprache franz. - Kleine Getreidemühle. Brennholz- und Getreidehandel. - Neutral (hinsichtlich des Zollverkehrs; erklärter Grenzweg zwischen Grenzstein 1458 und 1463, Länge 1150 m. Angrenzende franz. Gemeinde ist Vaucourt. Die eine Hälfte der Wegelänge hat Frankreich, die andere die Landesverwaltung von Elsass-Lothringen zu unterhalten. W a r Sitz einer bischöflichen Kastellanei (s. u). L. ist Anfang des 13. Jhdts. als Schloss auf dem Grund der Abtei Salival durch das Bisthum Metz angelegt worden. 1234 hat der Bischof Johann von Apremont mit der Abtei Salival sich dahin verständigt, dass die Ansiedler, die sich auf dem Boden des der Abtei gehörigen allodialen Hofes Menil (s. d.) niederlassen würden, w o der Bischof eine neue Ortschaft gegründet hatte, der Ahtei zinspflichtig sein sollten; der Abtei sollten überdies der Zehnt, der Bannofen und die Bannmühle zustehen, während der Bischof die Gerichtsbarkeit sich vorbehielt. Diese neue Ansiedlung wurde 1252 auch nov:i villa de D o m n o Martine genannt (s. D o m martin), Die Burg wurde durch Bischof Adhemar von Monthil (1327-1361) neu befestigt. Bald darauf i schon 1344) war sie den Grafen von Zweibrücken-Bitsch verpfändet. D a aber die damaligen Inhaber, wahrscheinlich Zweibrü-cken'sche Lehensleute, sich an Räubereien betheiligt hatten, wurde die Burg Lagarde durch die Metzer im Bunde mit Lothringen genommen und zerstört. Die Pfändung, welche an Zweibrücken gemacht worden war, wurde denselben 1365 durch Bischof Johann von Vienne bestätigt. Sie ging dann mit der Kastellanei an Leiningen über und wurde erst 1380 durch Bischof Dietrich eingelöst. 1390 war L. wieder veräussert, und zwar an Blämont. Graf Thiebaut liess die Burg erneuern und überliess zwei Drittel derselben an Lothringen als Unterpfand. Bischof Conrad von Metz löste das Ganze wieder ein. - Das Schloss wurde 17. Nov. Ib38 von den Franzosen angegriffen und 5 Tage lang beschossen. Die aus Quadersteinen hergestellten Mauern von 12 Fuss Dicke, mit tiefen Wassergräben umgeben, widerstanden bis zum 23. Nov., w o die lothringische Besatzung sich ergab. 1743 fanden a m Schloss noch Ausbesserungen statt. - L. war vor 1.802 Pfarrei des Archipr. Marsal, zu welcher auch Lombard und Xures gehörten. Den Kirchensatz hatte Salival. - Merowingischer Grabfund. Aus späterer Zeit wurden in einem irdenen Gefäss zwei silberne Ketten nebst lothringischen und burgundischen Münzen entdeckt. Spuren der alten bischöflichen Burg. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Dieuze) 78,9 ha. L a g a r d e , Kastellanei des Bisthums Metz, welche umfasste: 1. Azoudange z. Th. (das 1575 errichtete Lehen Toupet; das Dorf Azoudange mit dem Banne gehörten zur Kastellanei Freiburg). 2. Bourdonnaye z. Th. (die Burg in Bourdonnaye, 148b Bordenach. mit einem seit dem 14. Jhdt. zu Lehen vergebenen Freihofe; die Burg Morsberg und der übrige Theil von B. gehörten zur Herrschaft Rixingen- Morsberg der Grafen von Leiningen als Lehen von Metz). 3. Gisselfingen z. Th. (das Lehen Videlange mit dem Hofe St. Clement; das 16bl erworbene Dorf Gisselfingen mit den |