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Show 294 Fischerberg - Flanville. und Fischerei. Besitzer Baron von Dietrich. Abfl. s. Windstein e r b a c h 9. Fischerberg, B., 430,1 m, TP., sw. Obersteinbach, Ka. Weissenburg. Fisohereibach s. Deutsche Nied 4. Fischerhof, Wir. (Gde. Bärcnthal, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). 50 E. 8 Hsr. - Fischerhof 1798.- Soll schon Anfang des 17. Jhdts. entstanden sein, gehörte zum Schultheissenamt Bärenthal (s. d.). Fisoherhofweiher im Alodergebiet, 1 km nw. Bärenthal - 0,16 ha. Fischerei. AVird nicht abgelassen. Privatbesitz. Abfl. zur Zinsel. Fischerschanze bei der Hohkönigsburg, s. Schänzel. Fischhütt, AVlr. (Gde. Alollkirch, Ka. Rosheim, Kr. Alolsheim, U.-E.). 22 E. 3 Hsr. Soll erst zu Anfang des 19. Jhdts. entstanden sein. Fischthal, AVlr. (Gde. u. Ka. Alarkirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 36 E. 7 Hsr. Buscherengott oder Fischerthal 1568; la goutte des chouettes nomez fisch-tal 1636. Fischthalbach s. Leber 10. Fischt-Scheier (= A'ordere Scheuer), verschw. Hf. (Gde. Sentzich, Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). Lag an der Strasse von Kattenhofen nach Usselskirch, in der Nähe des Waldes. Die Zeit des Abganges lässt sich nicht mehr bestimmen; der Platz trägt jetzt noch denselben Namen, und noch in den 30er Jahren des 19. Jhdts. wurden Bausteine dort ausgegraben. Fislis, Df. Ka. Pfirt [s. 1790], Kr. Altkirch, O.-E.). 321 E. 70 Hsr. ilo GRe.) - 385 in. - AG. Pfirt (6,2); Hp. Buchsweiler (3,3c - A'isilis 1243; ma. Feslis. -Die Gde. umfasst den HO. F. (312 E. 69 Hsr.', den AO. Willerhof und den verschw. O. Cicseng. - StEBez. Pfirt IL AVasserltg (s. 1894i.- Kath.Hilfspfarrei des Dekanats Pfirt is. 1802). Schutzheiliger St. Leodegar (7. Okt.). Die Lutheraner gehören zum Vikariat Alülhausen, die Reformirten zur Pfarrei Altkirch. - 2 Alühlen, eine mit Wasserkraft, die andere mit Wasserkraft und Petroleummotor. F. gehörte zum Aleierthum Buchsweiler der Herrschaft Pfirt. Begütert Lützel, das 1285 von Agnes und Mathilde von Lutter Güter erwarb; ferner St. Leonhard in Basel, von dem Humbert von Knöringen seine Güter in F. in Erbpacht nahm; dann Bellelay, der 1405 seinen Besitz an St. Alban in Basel überliess. - Im 13. Jhdt. milites de Visilis. - F. gehörte früher zur Pfarrei Lulliskirch (St. Blasien, s. Bettlach). Gemeinde wald (Oberförsterei Pfirt) 297,3 ha. (Buchen, Eichen, etwas Tannen [im Berge]). Im Besitz der Gde. seit 1760, durch Theilung, bestätigt 1836 und 1861. Früher gemeinsames Eigenthum von 17 Gden. (s. Alt-Pfirt). Fittefelsberg, H., 315 m, w. A'arsberg, Ka. u. Kr. Bolchen. Fixem, Df. (Ka. Kattenhofen [s. 1790], Kr. Diedenhofen- Ost, L.). 338 E. 75 Hsr. (10 GRe.) - 155 m. - AG. Diedenhofen (13,9); Hp. Mallingen (4,2). - Fukinsheim 781; Fuxeim 144S; Fix heim 1634. - Im Gebiete der Gde. lagen die verschw. O. Kriechingerhof. Lohnkuherhof, Luffingen u. Römerhof. - P. F. StEBez. Rodemachern. Fw. (s. 1891, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Kattenhofen is. 1838, vorher zur Hilfspfarrei Berg gehörig!, die auch die AO. Faulbach und Simmingen der Gde. Rodemachern umfasst. Kirche des hl. Sebastian (20. Jan.), 1881 restaurirt. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Diedenhofen. - Kleine Getreidemühle. Getreidehandel. Das Dorf war ehemals Sitz einer Aleierei der Herrschaft Rodemachern (s. d.). Die Kriechingen, Erben der Rollingen (früher Sierck-Aloncler), hatten dort einen Hof ohne- Gerichtsbarkeit. Der Inhaber des Hofes war verpflichtet, den Herren von Rodemachern jährlich 6 AVochcn und 3 Tage Kriegsdienst zu leisten mit zwei Pferden und Knechten, wenn aueh der Krieg 10 Jahre dauern sollte. 781 war in Fukinsheim in pago Alosiince super fluvioGandra «die j Abtei« Echternach, 1760 noch die Abtei St. Alatthias bei Trier begütert. Die Alühle war die herrschaftliche Banr.mühle für die Orte F., Gauwies, Berg, Simmingen und Faulbach, 1634 hatte sie der Alarkgraf von Baden dem .Alexander von Sibricht von Diesdorf, Herrn von Burg-Rüttgen, und seiner Ehefrau Claudine Faust von Stromberg verkauft. - Ein Hof in F. war Besitz der Karthause Retlei. Gemeinde wald (Oberförsterei Diedenhofen) 28,3 ha. Fixenmühle, M. iGde. AValdhambaoh, Ka Drulingen, Kr. Zabern, U.-E.). 12 E. 2 Hsr. Soll gleichen Alters mit AA'aldhambach sein. Flachenmühle, AL (Gde. AVanzenau, Ka. Brumath, Ldkr. Strassburg, U.-E). Frühere Nebenbezeichnung des AO. AV anzenaue r-Alüh le (s. d.) derselben Gde. Flachslanden, Df. (Ka. Alülhausen-Süd, Kr. Alülhausen, O.-E.i. (1790 Ka. Brunstatt, 1795-1802 Ka. Lutterbach, 1802-1879 Ka. Landser.) 693 E. 134 Hsr. (12 GRe.) - 270 m. - A.-, L.- u. Schw. G. Mülhausen (7,3); Hp. Zillis-heim (1.5). - In m a r c a Flachlantisse 792 (Copie); F 1 a s e 1 a n t 1232; F l a c h s l a n d i n 1233. - Zw ischen F. und Brubach (Ka. Landser) lag das verschw. Df. AVal-poltsweiler. - StEBez. Landser. - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Landser (s. 1802). Schutzheiliger hl. Sebastian (20. Jan.). Die Lutheraner gehören zum Vikariat Alülhausen. - Steinbruch. Ziegelei und Kalksteinbrennerei. Altes Dorf; schon 792 erwähnt. L'rsprünglich habsburgisches Lehen der nach ihm benannten Herren von F., 136^ den Herren von Alasmünster verliehen. Nach deren Aussterben (1578) kam das Dorf an die von Oesterreich zu Lehen gehende Herrschaft Bollweiler 's. d.i. Begütert war die Deutschordenskomthurei Alülhausen. - Das nach F. benannte Adelsgeschlecht, eines der vornehmsten im Oberelsäss, 1185 zuerst erwähnt, besass im Oberelsäss Dürmenach, später im Unterelsass Theile von Alackenheim und Schaffhausen (Ka Hochfelden) und (s. dem 18. Jhdt.) Düppighcim. Stützheimund Tränheim zur Hälfte. Das Geschlecht erlosch 1825. - F. war vor 1802 Pfarrei des Landkapitels Inter Colles des Bisthums Basel. 1441 ATkariat. - Neolithische Funde und Hallstatt-La Tene Tumulus. Frühgothischer Kirchthurm aus dem 13. -11. Jhdt. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Alülhausen) 46 ha. Flafels, Felsen, 940 m, auf dem vom grossen Belchen gegen Süden ausstrahlenden Bergrücken, nw. Altenbach, Ka. St. Amarin, Kr. Thann. Flanville, AVlr. (Gde. Montoy, Ka. Pange, Kr. Metz, L.). 79 E. 21 Hsr. - Flau ville 1404; ma. Fiovelle. - Bis 1812 selbstdge. Gde.; 1790 KHO., 1795-1802 Ka. Ars Laquenexy, dann Ka. Pange. - Wasserltg. (s. 1893). Fl. war Dorf des Pays Alessin. Haut-Chemin, und Herrschaft mit befestigten. Schloss und ganzer Gerichtsbarkeit. Der Ort war wie Alontoy zuerst Besitz der Familie von Vry, welche ihn in der zweiten Hälfte des 14. Jhdts. verkaufte. Durch Heirath an die Aloretel gelangt, war Fl. schon 1404 in Händen der Groignat und Gournay, 1439 der Cha-verson, 1485 der de Heu, 1560-1623 der de Villarnoud, 16S1 der Jager, 1718-1767 der de Monsure de Cany, 1745 der de Baignault, 1789 der Grafen de Fouquet. - A m 31. Aug. 1870 (Schlacht bei Noisseville) wurde Fl. auf Befehl des Generals von Alemertv Abends 10 Uhr von der Besatzung 2 Comp. Rgts. 44 unter Hauptmann von Lukowitz) geräumt, nachdem diese sämmtliche Angriffe von Theilen der D.v'sion Fauvart-Bastoul abgeschlagen hatte. A m 1. Sept. wurde es jedoch auf Befehl des Generalmajors von Pritzehvitz unter Führung des Hauptmanns May mit zwei Comp. Rgts. 44 nach vorhergegangener Artillerie-Beschiessung wieder genommen. - Fl. war stets Annexe der Pfarrei St. Agnan. | Die Zehnten waren zwischen der Abtei Neumünster (wegen St. Agnan, s. d.) und Kapitel St. Theobald in Aletz getheilt. |