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Show Birlenbach - Bischdorf. mühle; den verschw. 0. Katharinenburg (Bg.) - Ortseinn. StEBez. Sulz u. AVald. Armr.(Gründungsj. unbek.) AA'asserltg. (s. 1894) - Filiale der kath. Pfarrei in Keffenach. Schutzheiliger hl. Alauritius 122. Sept.). Prot. Pfarrei Augsb. Konf., s. 1*5:' zum Konsistorium Sulz u. W . (vorher Hatten) der Inspektion AVeissenburg gehörig. Zur Pfarrei gehören auch die Protestanten in Drachenbronn und Keffenach. Filiale der reformirten Pfarrei Kleeburg. Simultankirche für Lutheraner, Katholiken und Reformirte. Z u m Rabbinat AVeissenburg. Jüdischer Friedhof ebenda. Getreidemühle. B. war Allod der Herren von Rappoltstein. Von diesen trugen es die Herren von Than(n) bereits im 13. Jhdt. zu Lehen. Nach deren Aussterben (1612) verkaufte Eberhard von Rappoltstein B. an Johann IL von Zweibrücken, der es lölSan seinen Bruder Johann Kasimir v eräusserte. Seitdem gehörte es zum p f alz - z w e i br ü ck i s c h e n Amte K1 e e b u r g (s. d.)(AnfangsAmt Katharinenburg [s. d. ] \VogteiBergzabern.) - Schon vor 1554 wurde die Reformtition in B. eingeführt. Prot. Pfarrei seit 1554 mit den Filialen Schünenburg (1554- 1893) und Drachenbronn (s. 1751). Simultaneum für Lutheraner und Katholiken seit 1685, für Lutheraner und Reformirte seit 1724. Bis 1729 bildeten Birlenbach und Keffenach eine reformirte Pfarrei, dann kamen beide zu Kleeburg. Das Patronatsrecht gehörte der Herrschaft. Die Kirchenbücher gehen bis 1614 zurück, die von Drachenbronn bis 1751. Die Katholiken waren nach Keffenach eingepfarrt. G e m e i n d e w a l d 56,7 ha (Oberförsterei Weissenburg). B i r l e n b a c h s. Hausanbach ö. Birlingen, abgeg. Ort, zwischen Sennheim und Stein-bach (Ka. Sennheim, Kr. Thann, O.-E.). Burtlingen 1295; Birlingen 1330. Zur Vogtei S e n n h e im gehörig. Begütert war daselbst das Kloster Lützel, das ein Priorat errichtete. Kirchensatz und Zehnten gehörten dem Bischöfe von Basel, der 16(16 eine Kirche einweihte, zu der AVallfahrten unternommen wurden. Die Höfe bestanden bis zur Revolution, und die Kapelle zu U. L. Frau von Birling wurde erst 1803 abgebrochen. Auf den Resten der Grundmauern steht seit 1896 wieder eine kleine Kapelle. H[ans], E., Birlingen prope Sennheim, vicus destruc-tus. (Archivalische Beilage zum Ecclesiasticum Arg. XI, S. 69-70.) - H[ans], E., Ordo processionis ad capellam B. AI. V. in Burlingen, 1669. (Archivalische Beilage zum Eccle-iasticum Arg. XI, S. 7n-7'_'. i B i r n b a u m b e r g , H o h e r , s. Hoher Birnbaumberg. B i r n e n h e i m , verschw. Df. 'Ka. Alarkolsheim, Kr. Schlettstadt, L'.-E.). Birnheim 1452. - B. lag vermuthlich bei Saasenheim und Linkenheim, nach andern bei Artolsheim. Rappoltsteinisches Lehen der Herren von Schönau, auf welches 1437 die von Ramstein die Anwartschaft erhielten. B i r s b a c h (Birschbach), verschw. Ortschaft (Gden. Hütten u. Ratzweiler, Ka. Saarunion, Kr. Zabern, U.-E.). 1457 noch genannt; war schon 1513 verödet und ist damals von den Rheingrafen von Salm zu Diemeringen an Saarwerden abgetreten worden. Der Bann wurde aufgetheilt zwischen den Gsmeinden Bütten und Ratzweiler. Die verfallene Dorfkapelle (AVallfahrtsort), schon 1575 als «alt zerfallen Gehäu- bezeichnet, steht noch und wird 'Heidenkirche genannt. Fischer, Dag., Note sur l'ancien village de Dirsch-bach [so! statt Birschbach|. (Journ. de la Soc. d'arch. lorr. 25, 1876, S. 38 f.) Birschberg,amtliche Bezeichnung für Brezouard (s.d.). B i r s e c k s. Birsig. Birsig oder Birseck, Der, auch Bor se-oder Bors-g raben (aqua Bc-rsih 1004, Bersihe 1040, Birsicus 1103, Pirsicus 1146, Lirsich 1265, Birsickh 1519, Birseck b r u n n 1494) entspr. südöstl. Wolschweiler, tritt nördl. Bicderthal auf Schweizer, w. Leimen (1 Sgm., 1 AI.) auf Deutsches, bei Weisskirch wieder auf Schweizer LJebiet - mündet in Basel in den Rhein (link.Uf.), 3,5 k m , 2 Brücken und 5,5 km, 5 Brücken; von der Quelle bis AVeisskirch 10,5 km. Hauptrichtung SAV-NO. Zuflüsse: 1. Dorfbach (recht. Uf.) mündet nördl. Biederthal (AL), tritt südl. der Bahn auf Deutsches Gebiet - 2,4 km, 4 Brücken. 2. L i e b e n z w e i 1 e r b a c h oder D o r f b a c h , i.o.Lf. Hinterg r o s s m o o s (link. IT.), mündet südw. Leimen, entspr. nw. Liebenzweiler - 2,7 km, 1 Brücke. (Zufl. Vordergross-m o o s - mündet nw. Liebenzweiler - 0,9 k m ; L a n g m o o s, mündet nw. Liebenzweiler - 0,5 km.) 3. AV a c h 11 e n g r a b e n (link. LT.) mündet nördl. Leimen - 1,5 km, 3 Brücken. 4. Eich w a l d g r a b e n (link. Uf.) mündet nördl. Leimen - 1,4 km, 1 Brücke. 5. M ü h l g r a b e n Arm des Birsig östl. Leimen (AI.) - 0,9 km, 1 Brücke. - A'ielfach wird die schon 1103 erwähnte Brücke über den Birsig bei Basel, wie überhaupt «der Birsig» oder «der Byrse» als Südgrenze der Landgrafschaft im Oberelsäss oder des Elsass überhaupt genannt, so 1303 und 1400. (Vgl. auch Th. I, S. 256). Litt.: Die Geschichte des Birsecks. In chronologischen Notizen. (Vom Jura zum Schwarzwald, Geschichte, Sage, Land und Leute, herausgegeben von F. A. Stocker IV, S. 130-25*.i Birsen, abgeg. Ort im Banne von Biesheim (Ka. Neu- ] breisach, Kr. Colmar, O.-E.). Das Jahr der Zerstörung ist j unbekannt; vermuthlich war Hochwasser des Rheins die Ursache derselben. Noch im 18. Jhdt. waren Ueberreste der Kirche vorhanden. A n der Stelle des abgeg. Dorfes liess Ludwig XIV. nach dem westfälischen Frieden die «Strohstatt », A'ille Neuve de Brisac, erbauen. B i r y h o f w e i h e r im Illgebiet, 2 k m sw. Roppenzweiler. - 2,(io ha. Fischerei. AVird alle 6 Jahre abgelassen und bebaut Privatbesitz. Abfluss s. 111 14. B i s a c k e r b a c h s. Falkensteinerbach 11; AVindsteiner- | bach 12. B i s b a c h s. Bickenalb 2. B i s c h b e r g , H. nördl. Dettweiler, Ka. Zabern. Bischdorf, Df. i Ka. Grosstänchen [1790-1802 KaHO.], Kr. Forbach, L.c 428 E 96 Hsr. (10 GRe.) - 25.5 m. - AG. Grosstänchen (3,0); Bhf. Alörchingen (11,7). - Bistorf 1235; Bystorfl3ö0; B e itr of f 16*2 ; ma. u. franz. Bistroff. - Die Gde. umfasst den H O . B. (33S E. 85 Hsr.) und die AO. Alte Kapelle, Belgrad, Bischwald, Langheck, Neue Kapelle, Neu-Max, St. Johann, St, Louis, Tattenwald; die verschw. Orte Alt-Belgrad, Alt-AIax, Alax. - StEBez. Grosstänchen. AVasserltg. (s. 1891). - Kath Hilfspfarrei des Archipr. Alörchingen (s. 1804). Kirche des hl. Alauritius (22. Sept.). B. war Dorf der bischöflichen Lehensherrschaft Hingsingen und Sitz einer Aleierei derselben (s. Bischdorf, Aleierei i. Bischdorf oder Biedesdorf scheint ursprünglich ein selbständiges Lehen gewesen zu sein; die «curtis de Bistroff» wird 1235 als Lehen der Kirche von Verdun in den Händen der Grafen von Bliescastel erwähnt, wohl als Besitz des Stiftes Dieulouard, welches dort den Kirchensatz hatte. 1252, 1260 und noch 1356 werden Edle dieses Namens genannt. Ein kleines Lehen war 1486-1494 Besitz der von Kerpen, ging dann an die von Esch und 1596 an die von Landsberg über, welche es an die von Helmstatt zu Hingsingen verkauft haben. - B. war schon früher Pfarrei des Archipr. Alörchingen und hatte vor 1717 Bermeringen als Pfarrannexe. Den Kirchensatz hatte seit 1002 die Primatial- Kirche von Nancy, früher das Collegiatstift von Dieulouard. - In B. wurden ein bronzenes Beil, römische Reste, und Spuren der alten Römerstrasse gefunden. Bischdorf, Kanton. Der Ka. B. (1790-1802), 1790-95 zum Distrikt Alörchingen, 1800-1802 zum Arrondissement Saargemünd gehörig, umfasste s. 1790 die Gden. Bertringen, Bischdorf, Buschdorf, Gesslingen, Grosstänchen, Linsdorf, und AAreiler. Dazu kamen 1795 Berg und Obrick aus dem Ka. Alörchingen und Ersdorf aus dem Ka. Hellingen. 1802 gingen sämmtliche Gden. in den Ka. Grosstänchen über. |