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Show Mark - Markirch. t>23 der Abtei Maursmünster. 2. N o v . 17S9 z u m Staatseigenthum erklärt. 9. Jan. 1882 zur Grenzregulirung 177 h a an die Oberförsterei Lützelburg abgetreten und 127 h a zurückerhalten. 3. Juni 1884 ein Steinbruch (3 ha) abgetreten. F ü r Berechtigungen an die G d e . T h a l 84 ha, für Berechtigungen an die Gde. Hägen 77 ha überwiesen. Im Bärenbach, Mossel-thal und Birkenthal Forellenteiche. Burgruinen Gross- und Klein-Geroldseck. Brotschfelsen, Krappcnfelsen, Hexentisch, Schönfelsen. Eisenbahn Strassburg-Paris. M a r k s. auch Gemeinmark. M a r k b a c h s. Lauter 5; Sauer 6; Zorn 22. M a r k f e l s e n H o h b a r r , der südliche der Felsklötze der Ruine Hohbarr bei Zabern, eine Grenzmarke der Abtei Maursmünster. Vergl. Gedeckter Markstein und Sattelfelsen. M a r k i r c h , St. i Ka. gleichen Namens [s. 1790], Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). U5s4 E. Sterbt. 23, leb. Geb. 31,9 auf 1000.) 1232 Hsr. (27 GRe.) Den Gden. mit 25000und mehr Einwohnern gleichgestellt (vgl. Th.I.S. 217). Serv.-Kl. IL - A n d e r Leber. 375 m. - KrHO. Rappoltsweiler (18,6), Bhf. M (1,0). - Zusancte Merien Kirche 1317; Ste. M a r i e - a u x - mincs 1860. - Die Gde. umfasst den H O . M. (8725 E. 881 Hsr.1 und die AO. AdcLpaeh, Backofen, Bleigruben, Blumenthal, Bödele (Mongoutte). Burgund, Eckerich, Eckericher Hohe (früher Cötei, Eckericher Schulberg, Fenarupt, Fischthal, Fortelbach, Fouchelle, Gottesacker, Graine (Grange-Johe; Grande-Plaine, Gretschy. Hai'cot, Haut-de- Faite, Hergauchamps, Hochbruck, Katzenacker (früher Champ de la Chatte), Kleine-Höhe, Klein-Leberau, Langthal, Pfaffenloch, Pflanzschule (früher Haute de Faite), Puche, Rauenthal, St. Blasien, St. Blasienrain. St. Philipp, Schafhaus, Schirlv, Sermonette, Sitten, Wüstenloch, Zillhart (St. Pierre-sur-1'Häte); Essely (HL), das früher als besonderer A O . betrachtet wurde, gehört jetzt zum AO. Bödele; Brifosse und Sur-le-Pre" (dgl.) gehören zum HO.; ferner lag im Gebiet von M. der verschw. O. Eckerich (Kloster). - P. I. Kl. T. Stadtfernsprecheinrichtung. Bhf. (s. 1864). AG., umfassend den Ka. M. Notar, Gerichtsvollzieher. Kantonal-Polizeikommissar für den Ka. M. Gendarmeriestation. Oberförsterei (Forstaufsichtsbezirk Colmar-Nord). Regenstation Kleine Höhe. Obergrenzktr. Nebenzollamt I und IL VerkehrsStA. StEBez. für die Gden.: Altweier, Deutsch-Rumbach, Leberau, Markirch, St. Kreuz im Leberthal. Gewerbegericht. Oktroi (s. 3. Juni 1884, durch Kais. Verordnung vom 28. April 1884). RSch. mit Vorsch., eröffnet 10. Okt. 1871, Kollegium bis 13. Febr. 1874, Rprogymn. bis 4. Aug. 1889; 6 Kl. [Ende 1898 163 Schüler]. Stadt, höhere Mädchenschule (s. 1873). Handwcrkerfortbildungsschule (s. 1890). Stadt. Zeichen- (Industrie-) Schule. Elementarschule der Rappoltsweiler Schulschwestern. 5 Aerzte darunter ein Kantonalarzt. 3 Apotheken. Spital Chenal <gegr. 1829 durch den ehemaligen Fabrikanten und Bürgermeister Abr. Chenal, 24 Betten für prot. Kranke und Sieche ; 1899 umgebaut und vergrössert; Grdbes. 7,71 ha.) Gde.- Spital (s. 1838, 126 Betten für Kranke und Sieche). Spital Ste. Madelaine (Privatanstalt, s. 1732, hiess zuerst nach seinem Gründer Hospice Narbey; der heutige Namen s. 1804; lässt jetzt die ihm zufallenden Kranken im Gde.-Spital unterbringen und gegen Zahlung behandeln; Grdbes. 6,46 ha i. Prot. Waisenanstalt (s. 1866). Niederlassung der Niederbronner Krankenschwestern. Armr. (s. 1802; Grdbes. 9,09 ha. darunter 1,36 ha. Wald). Sparkasse (s. 1S36). Schlachths (s. 1857 . Wasserltg. (s. 1894). Verbds.-Fw. (s. 1880, 15 Spritzen). Krgv. (s. 30. Nov. 1878). Sektion des Vogesenklubs, gegr. 1872, wieder aufgelöst 1875 und neu begründet 1879. Kath. Pfarrei I. Kl. zur hl. Magdalena (s. 1802), Kirchen-fest 22. Juli. Zur Pfarrei gehört auch der A O . Halles der Gde. St. Kreuz im Leberthal. Kath. Pfarrei II. Kl. zum hl. Ludwig <s. 1829, vorher s. 1802 Hilfspfarrei). Kirchenfest 25. Aug. - Pfarrei St. Ludwig pastorirt auch die AO. von Markirch. Dekanat, umfassend die beiden Pfarreien in M. und die I Hilfspfarreien Altweier, Dcutsch-Rumbach, Leberau, St. Kreuz im Leberthal. Kapelle des hl. Matthäus ; Magdalenenkapelle auf dem alten nicht mehr benutzten Magdalcnen-friedhof. Prot. Pfarrei Augsb. Konf., s. 1852 Sitz des K o n sistoriums ivorher Konsistorium Reichenweier) für die Pfarreien Altweier, Eckerich und Markirch (lnspektion Colmar). Filiale Leberau und St. Kreuz im Leberthal. Ref. Pfarrei und seit 1830 Sitz des Konsistoriums (vorher Konsistorium Mülhausen). Filialen: Eckerich, St. Kreuz im Leberthale und Leberau. Ausserdem gehören zur Pfarrei die Rtformirtc-n des ganzen Kreises Rappoltsweiler und des Ka. Andolsheim. Die Israeliten gehörer. zum Rabbinat Rap- | poltsweiler. Ueber den B e r g b a u vgl den Artikel Markircher B e r g w e r k e . - W e b e r e i e n für Damenkleiderstoffe. Die Stoffe werden zum grossen Theil auf Handwebestühlen der Hausindustrie hergestellt, in der Gde. selber sind aussei dem Versand und den Arbeitern, die damit zusammenhängen, meistentheils nur kleine Theile des Betriebes vorhanden. Hauptsächlich sind zu nennen: Gebrüder Blech & Cie., Weberei verbunden mit Färberei. Die Fabrik ist hervorgegangen aus der Baumwollweberei von J. G. Reber, welcher 17öö v on Mülhausen nach Markirch gezogen war und hier diese Industrie einführte. 1790 wurde die Färberei eingerichtet. Im Anfang des 19. Jhdts. übernahm Johann Blech, Schwiegersohn von J. G. Reber, diese Fabrik. Die Ueber-führung in Wollweberei erfolgte nach und nach. Zur Zeit besitzt die Firma im Ort 180 mechanische und 225 Handwebstühle und beschäftigt 700 Arbeiter, ausserdem sind auswärts ca. 700 Arbeiter für die Firma thätig. Weberei Koenig & Cie.; die Weberei ist 1832 als Baumwollweberei von Nap. Körnig gegründet, die Wollweberei ist ebenfalls nach und nach eingeführt worden. Die Firma beschäftigt im Oberelsäss ca. 600 Arbeiter und besitzt 400 Handweb- | stuhle in eigenen Werkstätten, im Unterelsass beschäftigt sie 800 Handweber, theils in eigenen Werkstätten, theils in der Hausindustrie. Fernere Webereien: Simon & Cie., 120 Arbeiter; Goetz & Bihli, 40 Arbeiter; Fischer & Hinz, s. 18S4, im Ort 40 Handwebstühle, auswärts 300; Feime" & Miche-lang, s. 188.3, 50 Handwebstühle in eigener Werkstätte und in der Hausindustrie je nach Bedarf; Weberei J. Urner & Cie., gegründet 1835 von J. D. Urner jr.. ca. 50 Handweb-stühlc in eigener Werkstätte, auswärtige Handweber je nach Bedarf; A. Rouve & Cie., im Ort 42 Arbeiter; Josef Lang; Ludwig Lang; Jos. Schwab; C. Spyr; Caquelin Vogel und Kirmse seit 1896, im Ort ca. 25 Arbeiter; Kayser, Lutz & Meyer, seit 1894, beschäftigen ca. 120 Arbeiter, davon 70 im Ort, 50 auswärts; E. Rouve & Cie., Färberei, Zettlerei und Weberei, als Färberei gegründet; Anfang der neunziger Jahre wurde die Zettlerei und mechanische Weberei hinzugefügt, 131 Arbeiter. Bleichereien, Färbereien und Appreturen von J. B. Lacour & Cie., 1812 a N Färberei gegründet, Bleicherei und Appretur in den 80er Jahren des 19. Jhdts. hinzugefügt, 2lo Arbeiter. Berret, Hermann ec Wehrle", besteht seit ca. 40 Jahren, vorher E. Saar, ca. 50 Arbeiter. A. Baumgartncr & Cie. 1822 von Ellmer freres als Baumwollbleicherei gegründet, 1825 von A. Schlumberger und 185'. von Leon Baumgartncr übernommen und Färberei sowie Appretur eingerichtet, 144 Arbeiter. Ausserdem 4 Färbereien, 3 Blattmachereien, 4 Sägemühlen, 4 Holzdrehereien, 1 Getreidemühle, 2 Wollabfallsortierereien. Zwischen Eckerich und Markirch Färberei und Appretur Diehl & Cie. 90 Arbeiter, lö Wasser- und 60 Dampfpferdekräfte (1799 von der Berg-werksverwaltung an J. G. Reber verkauft, seit 1835 Baum- ' wolldruckerei und Wäscherei von Reber und Sohn, Anfang | 1870 durch die Gesellschaft W w e . P. Weber 6c Cie in Wollen- | appretur umgewandelt und seit 1881 von Goguel, Diehl & Cie., seit 1897 von Diehl iv. Cie. fortgeführt. Hausindustrie: Garnspulerei, sowie Stückputzerei und Handweberei wollener i Damenkleiderstoffe. Die Arbeit geschieht auf Rechnung von |