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Show <.:s Markolsheim - Marienheini. Domkapitel mit der mensa episcopalis» vereinigt wurde. Daneben im 15. Jhdt. beständiges Vikariat mit Frühmesserei und Muttergotteskaplanei. Das Patronatsrecht war 1294 von den Habsburgern dem Bischof von Strassburg verkauft worden, Das Hospital 147:' von Bischof Ruprecht gestiftet. M ist Geburtsort des franz. Generals Baron Freitag, geb. 22. Sept 1749 t ^u Strassburg 2. Febr. 1817, kämpfte 1768- 1770 in Corsika, 1782-84 in Indien und Amerika, war 1814 Gouverneur von Nancy. G e m e i n d c w a l d Oberförsterei Schlettstadt) 1133,8ha. iso m über dem Meere. Alluvium. (Eiche, Hainbuche, Rothrüster, Kirsche, Ahorn. Massholder, Esche, Espe, Birke, Hasel, Dornen, Rotherle, Pappel, Linde, Kiefer, Fichte, Sehwarzkiefer, Weide). Gesetzliche Verpflichtung zur Lie- I. rung von Faschinen zu den Rheindammbauten. Der Wald gehörte schon 1492 der Gde. Urkunden über den Ursprung sind nicht vorhanden. M a r k o l s h e i m , Bischöfl. Strassb. Amt, ursprünglich wie das Amt Benfeld ein Theil der Vogtei Bernstein is d. , seit dem 16. Jhdt. selbständiges Amt, umfasste die Stadt Markolsheim und die Dörfer Arzenheim, Balzenheim, Elsenheim, Hessenheim, Mackenheim z. Th , Richtolsheim, Schwobsheim und Urschenheim. Ueber die Erwerbung des Amtes itirs Bisthum s. bei den einzelnen Ortschaften. M a r k o l s h e i m , Kanton (Kr. Schlettstadt, U.-E.). I mfasst die Gden. Artolsheim, Baldenheim, Bindernheim, Bösenbiesen, Boozheim, Diebolsheim. Elsenheim, Heidolsheim, Hessenheim, Hilsenheim, Mackenheim, Markolsheim, Müttersholz, Mussig, Ohnenheim, Richtolsheim, Saasenheim, Seh'nau, Schwobsheim, Sundhausen, Wittisheim und enthält auf 219,4839 qkm 3498 bewohnte Häuser etc. mit 18081 Einwohnern. - Der Ka M., 1T'»-»- *»~. zum Distr. Benfeld, s. 1800 zum Arrondissement Barr, 1806-70 zum Arrondissement Schlettstadt gehörig, besass s. 1790 ausser den heutigen (.ihn noch Illhäusern, welches dann in den Ka. Reichen-w' ii r. Departement Oberrhein, überging. Seitdem hat der Gmdestd. des Ka.'s keine Veränderung mehr erfahren. M a r k o l s h e i m , ehem. Landkapitel des Bisthums Strassburg, umfasste folgende Pfarreien: Arzenheim, Boozheim, Elsenheim, < irussenheim, Hessenheini, Lautenbach, Mackenheim, Markolsheim, Munzenheim, Ohnenheim, Kloster St. Markus 'bei Geberschweier), Widensolen. Markolsheimerstrasse, Zgl. (Gde. Mackenheim, Ka Markolsheim, Kr. Schlettstadt, U.-E, . 11 E. 1 Hs. Um 1S81 erbaut. Markstein, Sennh. (Gde Ranspach, Ka. St. Amarin, Kr Thann. O.-E.). 1 Hs. Die Weide gehörte dem Kloster Murbach und war den Bewohnern von Ranspach gegen eine jährliche Abgabe von 15 Pfund Stäbler zu Lehen gegeben Lehensbrief von 1711. Die Sennhütte besteht s. 1810. Markstein, Der gedeckte s. Gedeckte Markstein. Der. M a r k s t e i n k o p f , 1240 m, TP., in dem vom Rheinkopf (Grenzkamm) südöstl. zum Grossen Belchen ziehenden Seitenkamm, nördl. St. Amarin, Kr. Thann. M a r i e b e r g (Marlenheimer Berg), H. 368,3 m TP., nördl. über Marlenheim, Ka. Wasselnheim; am Südhang gute Weinlage. M a r l e n h e i m , Df Ka. Wasselnheim [s 1790], Kr. Molsheim. U.-E.). 1422 E. 365 Hsr. (12 G R e - 195 m. - A G. Wasselnheim (4,1); Bhf. M. 0,4). - Mari legi u m 6. Jhdt.; Marlegia 866; Marie} 1261; ma. Marie. - Die Gde. umfasst den HO. M. n.v_' E. 349 Hsr.) und die AO. Bern-h n Ismühle, Goldbuch (Wackenthai), Kirchheimer-Mühle 'früher Rathmannsmühle), Kronthal, Thomannsmühle, Win-nesmühle. - P. III. Kl. T. Oeffentl. Fernsprechstelle. Bhf. j - 1864 Hst. Wangen s. 1864). Notar. Ortseinn. StEBez. VV sselnheim. Apoth. Hospital s. 1867, 21 Betten, davon für Kranke und Sieche ls. für Pensionäre 3; Grundbesitz 29,70 ha Vrmr s. 1856), Wasserltg, s. 1864). Fw. Gründungs. jähr unbekannt, 4 Spritzen.) Wohllhätigkeitsvereine: a) Frauenverein «Der Barmherzige , b) Männer- und Frauenverein Die Wohlthätige . - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Wasselnheim (s. 1802). Schutzheilige hl. Richardis (18. Sept.). Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Wangen. - Steinbruch. Gipsfabrik. Talgbrennerei. Hanfreibemühlc. 4 Müllereien. Sägemühle. Handel: Wein. Mitte April Messe, 8 Tage darauf Nachmesse. Alter merowingischer Königssitz; eine Königspfalz (pa-latium) zu M. bereits im o. Jhdt. von Childebert II. erwähnt. Nach Gregor von Tours befand sich auch ein königliches Gut daselbst. Die Pfalz hat sich bis in die Karolingerzeit erhalten. M. war Mittelpunkt eines Reichsgutkomplexes. der anfangs wohl sehr ausgedehnt gewesen ist, später jedoch ausser M. nur noch die Dörfer Kirchheim, Nordheim, Dann, Romansweiler und Kossweiler umfasste. Mit dieser späteren Herrschaft M. 's. d.i kam auch das Dorf M. nach mannigfachen Verpfändungen etc. schliesslich an die Stadt Strassburg, in deren Besitz es bis zur Revolution blieb. - Begütert zu M. war 742 die Abtei Weissenburg, ca. 1120 die Abtei Maursmünster, 1221 Kloster Steigen. Die reichsten Güter und Rechte zu M. hatte die Abtei Andlau, und zwar z. Th. durch Schenkung ihrer Gründerin, der Kaiserin Richardis (ca. 886;. Die Abtei besass in dem Dorfe den Stadclhof, mit dem das Gericht verbunden war, und ernannte den Schultheissen. Weisthum von 1338. 1510 verpfändete die Abtei den Stadelhof für 5000 Gulden an die Stadt Strassburg, die seitdem im Besitz desselben blieb, obgleich die Aebtissin 1573-81 ihn wieder einzulösen versuchte. - 1444 M. von den Armagnaken besetzt, a m 17. Dez. von den Strassburgcrn wieder genommen und verbrannt. Im Okt: 1674 lagerte Turenne bei M. - Ein adliges Geschlecht von M. wird 12(0 zuerst erwähnt. Ein Otto von M. 1269 Vizthum von Strassburg. - Kirchlich gehörte M. zum Land-kapitel Molsheim. 1464 Primissariat. Im 16. Jhdt. (oder Anlang des 17.?) die Reformation eingeführt; seit 1681 wieder katholisch und durch den im Dorfe residirenden Vikar von Kirchheini pastorirt. Seit 1756 selbständige Pfarrei, deren Patronatsrecht dem Stift Haslach zustand. Auf dem Berge nördl. von M. wurde im 14. Jhdt. eine Kapelle zu Ehren der 14 Nothhelfer und der schmerzhaften Mutter Gottes erbaut. Sie bestand noch 1604, verschwand aber später gänzlich. 1683 wurde eine neue Kapelle erbaut, die noch steht. Hauptfeste sind Kreuzerlindung und Kreuzerhöhung. 1772 erneuert. - M. liegt an der Kreuzung von zwei Keltenwegcn, der eine von Barr nach Reichshofen, der andere von Strassburg nach Saarburg. Römische Funde. G e m e i n de wald (Hohhardt) (Oberförsterei Wasselnheim) 143,1 ha. (Tannen und Kiefern.i Im Besitz der Gde. seit 1785, durch Ablösung von Rechten im Strassburger Oedenwald. A[lbers], J. H., M. und Kirchheim. (In: «Haus und Welt , Feuilleton der Gde-Ztg. f. Els.-L. 8. u. 15. Apr. 1883.) Delsor, N., Marlenheim. Dicouverte de tombes antiques. (Bull, de la soc. pour la cons. des mon. hist. d'Als. 2e s^rie 17 (1895), S. 12*-16*.) X., Les cercueils en pierre trouves ä M. (Rev. cath. d'Als. N. S. 3, 1*84/85, S. 584-586.) M a r l e n h e i m , Herrschaft. Rest eines alten Reichsgutskomplexes, der zur merowingischen Königspfalz M. gehörte, und ausser M. die Dörfer Kirchheim, Nordheim, Romansweiler, Kossweiler, Dann, und die Burg Kronenburg umfasste. Ueber die Schicksale dieses Gebiets vom 10. Jhdt. bis zum Interregnum ist uns nichts überliefert. Erst zur Zeit des Interregnums wissen wir, dass die Hälfte desselben (Marlenheim, Kirchheim, Kronenburg [?], Nordheim) dem Unis, Veldenz, die andere Hälfte (Romansweiler, Dann, Kossweiler i den Ochsenstein verpfändet war 1287 verlieh K'.mig Rudolf von Habsburg dem Otto von Ochsenstein das Recht, den Veldenzschen Theil einzulösen, so dass nun das ganze Gebiet in den Besitz der Ochsenstein gelangte. Aber |