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Show 342 Giessen - Gindringen. springt am S.-Hang des LTngersberges - 1,1 km, 3 Brücken. 14. Diefenbach, recht. UL, entspringt südl. Diefenbach - 3 km, 1 Brücke. 15. Estergotbach oder Kühlbronnen, link. LT., mündet südl. Thannweiler, entspringt am S.-Hang des Ungersberges - Hohwarth, St. Petersholz - 5,2 km, 5 Brücken iZufl.: Salzbronnen in St. Petersholz, entspringt am S.-Hang des Ungersberges - 4,4 km, 3 Brücken [Zufl.: Kleinerbach - 1,1 km mit Ro t hen ba c h - 0,8 km]). 16. Obersägmühlenbach, Alühlkan., mündet westl. Gereuth - Kestenholz iSgm.i - 1 km. 17. Brischbach, link. LT., mündet westl Scherweiler, entspringt am O.-Hang der Hagelsteinfelsen-3 km, 1 Brücke. 18. Die Leber s.d. Giessen, A m , Hs. (Gde., Ka. u. Kr. Schlettstadt, U.-E.i. 2 E. 1 Hs. Soll Anfang des 19. Jhdts. erbaut worden sein. Giessenbach s. Fecht 4. Giessertbach s. Saar 26. Giesshübel, 44o,l m, TP., westl. über Erlenbach bei Weiler, Kr. Schlettstadt. Gievresing, verschw. Df. (Gde. Türkstein (?), Ka. : Lörchingen, Kr. Saarburg, L.). Ehemaliges Dorf der Lehensherrschaft Türkstein i s. d.), 1346 erwähnt. Genaue Lage unbekannt. Gigersburg, Hf. (Gde. AVeier im Thal, Ka. Alünster, Kr. Colmar, O.-E.). 0 E. 1 Hs. 1894 errichtet in der Nähe eines früheren Hofes gl. N., der schon 1536 vorhanden war, aber 1820 abgebrochen wurde, nachdem 1818 der Pächter von seiner Frau und seinem Sohne ermordet worden war. Der Name stammt von der alten Burg G. (s. d.i. Gigersburg, Burgruine Gde. Weier i. Thal, Ka. Alünster, Kr. Colmar, O.-E.). 6 E. 1 Hs. Girsperc 1185; Gi-renberc 1198. Die Burg, bereits 1185 vorhanden, war wahrscheinlich ursprünglich Sitz der Familie von Gir (Gyrei, die sich seit dem Ende des 12. Jhdts. danach von Giersberg (ausgestorben um 1450) nannte. 1284 durch Werner von Hattstadt genommen und zerstört, wurde das Schloss, kaum wiederhergestellt, 1290 von den Colmarern wiederum niedergelegt. Nach dem AViederaufbau, den der Bischof von Strassburg unterstützte, veranlassten Uneinigkeiten in der Familie 1302 die Giersberg, ihr Schloss zunächst an den Bischof von Strassburg und 1304 an die Rappoltstein zu übergeben, von welchen sie dafür das Schloss <der Stein» erhielten. Die Rappoltstein trugen G. 1507 nebst den dazu gehörigen Gütern der Abtei Alurbach zu Alannlehen auf. Die Burg selbst war um diese Zeit schon zerfallen. An ihrer Stelle hatte sich der AA'eiler G. gebildet, dessen Bann in der LTkunde vom 7. Alärz 1464 von dem Sulzbacher Banne geschieden wurde. S. a. G.. Hof. Gigersburg, ehem. AVlr., s. Gigersburg, Burgruine. Gigerspflug, verschw. Fsths. (Gde. Lautenbach-Zell, Ka. u. Kr. (iebweiler, O.-E.). 187<> auf Abbruch versteigert. Giirunz s. Thur. Gildheim, abgeg. Ort, bei Hochstatt (Ka. u. Kr. Altkirch, O.-E.i. Zerstört im 15. Jhdt. - Erhalten der Flurnamen Gildheimerthal. Gildweiler, Df. (Ka. Dammerkirch [s. 1790], Kr. Altkirch, O.-E. . 273 E. 59 Hsr. (10 GRe.) - 295 m. - AG. Dammerkirch (10.5): HSt. Burnhaupt (7,9). - G y 1 dul f oviler 728; ma. G il d will er, franz. früher Haute-Eglise. - Die Gde. umfasst den HO. G. (223 E. 50 Hsr.) und den AO. Gild-weiler auf dem Berg. - StEBez. Obertraubach. - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Dammerkirch (s. 1802) mit den Pfarrannexen Falkweiler und Hecken. Kirchenfest 6. Jan. (Epiphanias i. Die Kirche liegt im AO. G. auf dem Berg (s. d.). Die Lutheraner gehören zum A^ikariat Alülhausen, die Reformirten zur Pfarrei Altkirch. G. gehörte zum oberen Gericht Burnhaupt, Herrschaft Thann. Begütert: Alurbach 728 durch Schenkung Graf Eberhards vom Elsass. Hier befand sich ein Dinghof des Klusters Alasmünster. Der halbe Dinghof zu G. war schon im 14. Jhdt. österreichisches Lehen der Herren vom Hus. Lehenbrief 1412 für Härtung vom Haus, der 1418 seinen Eidam Walther von Andlau in die Lebensgemeinschaft aufnahm Im August 1474 wurde die Kirche von G. von den Burgundern unter Stefan von Hagenbach geplündert und 100PfundPfennig,die zum Kirchenbau gehörten, geraubt. A m 4. Sept. sammelte hier der Landvogt Oswald von Thierstein sein Heer zum Rachezuge gegen dieselben. - Die Pfarrei gehörte 1441 zum Landkapitel des Sundgaus, dann zu dem von Alasmünster (bis 1801). Bis zur Revolution gehörten dazu Heidweilcr, Falkweiler (noch jetzt dazu gehörig), Hecken (dgl.), Diefmatten und Sternenberg. Den Kirchensatz hatte die Abtei Alasmünster. - Ein Theil des Gde.-Archivs wurde 1840 durch Feuersbrunst zerstört. - G. liegt an einem Keltenwege von Pruntrut über Delle und Dammerkirch nach Burnhaupt. Der Kirchthurm stammt aus dem 13. Jhdt. und hat eine spätgothische Kustodia. Gemeindewald (Oberförsterei Altkirch) 59,8 ha. Gildweiler auf d e m Berg, Wir. (Gde. Gildweiler, Ka. Dammerkirch, Kr. Altkirch, O.-E.). 50 E. 9 Hsr. Die Entstehungszeit des AVlrs. ist unbekannt, doch ist er wohl sehr alt. Darin die Pfarrkirche der Gde. Gildweiler. Sie wurde 1832 erbaut. An ihrer Stelle stand zuerst ein Gotteshaus, welches 1376 durch die Engländer zerstört und 1469 wieder erbaut wurde. Von diesem behielt man 1832 den Thurm und eine kleine Kapelle der Jungfrau Alariä bei. Letztere ist AA'allfahrtsort angeblich seit der Zeit des hl. Morand (7 Schmerzen Alariä), Gottesdienst jeden Freitag. Nicht weit davon das St. Alorandsbrünnlein (s. d.). Ohi, L., Gildweiler. Gc-ch. Notiz des Gnadenortes. Strassburg 1898. Gilliere, Hs. (Gde. Norroy-le-Veneur, Ka. u. Kr. Aletz, L.). 4 E. 1 Hs. U m 1820 erbaut. Gilsberg, H., 270,1 m, südl. Eschenzweiler, Ka. Habsheim, Kr. Alülhausen [im gulsperg 15. Jhdt.; jmGöls-perg 1575; jm Gilsperg . . . Güllspurg 1631]. Gimbel, Hf. (Gde. Lembach, Ka. u. Kr. AVeissenburg, U.-E.). 7 E. 1 Hs. Station des Landkolonievereins für schwächliche Arbeiterinnen in Strassburg. Der Hof wird schon um die Mitte des 18. Jhdts. erwähnt. Früher grösser als jetzt. Vor dem 30jährigen Kriege soll sich in der Nähe die verschwundene Ortschaft Röhrenthal (s.d.) befunden haben. Der Flurname Röhrenthal erinnert noch daran. Gimbrett, Df. (Ka. Truchtersheim [s. 1790], Ldkr. Strassburg, U.-E.). 318 E. 64 Hsr. (10 GRe.) - 200 m. - AG. Truchtersheim (4,0); Strbst. Truchtersheim (4,3). - Gins-breton um 1120; Ginebreten 1243; Gynebrette 1295; ma. J imbrat t. - Ortseinn. StEBez. Truchtersheim. Armr. (s. 1866). - Filiale der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Reitweiler. Die Katholiken gehören zur Pfarrei Rumersheim. 929 zuerst erwähnt, wo sich die Kirche von Trier ihres Besitzes zu G. durch Tausch begab. Ca. 1120 erscheint Kloster Sindeisberg daselbst begütert. Das Dorf gehörte zur Herrschaft Lichtenberg (Amt Buchsweiler), kam 1480 mit dieser an Hanau-Lichtenberg, 1736 an Hessen- Darmstadt. - Ein Alinisterialcngeschlecht von G. 1235 (miles de Ginebreth) erwähnt. - Aror der Reformation hatte G. eine Pfarrei. Seit Einführung der Reformation (1545) war es Filiale von Reitweiler. Die Katholiken waren nach Rumersheim eingepfarrt. - Romanischer Kirchthurm des 11. Jhdts. Gindringen, verschw. AVlr. <Gde. Kriechingen, Ka. Falkenberg, Kr. Bolchen, L.). Gunderinga 1121. - AVar | Weiler, später Alühle, auf dem linken Ufer der Nied. 1121 wurde vom Bischof Stefan von Aletz der Abtei Longeville die Hälfte der Zehnten in G. bestätigt, um 1137 das Allod an Villers-Bettnach geschenkt. Die Alühle von G. war 1643 noch Besitz der Abtei AHllers-ßettnach; 1802 als Stampfmühle bezeichnet (Guennering). Heute nur noch ein Steinhaufen. Der AVeiler wurde 1632, als das gräfliche Schloss i zu Kriechingen verbrannt wurde, zerstört. c |