| OCR Text |
Show r-io Baracke Isabella übergehen sollte, die Vermählung beider Kinder verabredete (A'ertrag von Fouv 20. Alärz 1419), wozu die Stände von Bar und der Adel von Lothringen ihre Zustimmung gaben. Der Kardinal regierte zunächst Bar als A'ormtmd weiter. Rene übernahm die Regierung von Bar 1424; der Kardinal starb 1430. Rene v. Anjou, Titularkönig von Neapel, Sizilien und Arragonien, überliess 115! nach dem Tode -einer Gattin Isabella von Lothringen seinem Sohne lohann von Calabrien, seit 1445 Markgraf von Pont ä Alousson (Marquis du Pont), das Herzogthum Lothringen, behielt ab.r Bar für sich, so dass beide Länder wieder gelrennt wurden. Rene, der seinen Sohn Johann <t 14711 und seinen Enkel Nikolaus f 147:1) überlebte, starb 14S0, nachdem er 1471 Bar seinem Enkel Ren6 IL, Sohn seiner mit Friedrich von A'audemonl vermählten Tochter Jolantha zugesichert hatte. I >a Rene 1173 Herzog von Lothringen geworden war, wurden 1380 beide Länder wieder vereinigt mit Ausnahme der 1473 dem Bastarden von Calabrien, Renes I. natürlichem Sohne, überlassnen Markgrafschaft Pont ä Mousson, die erst 1536 wieder mit Bar vereinigt wurde; Anjou und Provence aber hinterliess König Rene- seinem Bruderssohn, dem Grafen Kar! von Alaine. König Ludw ig XL von Frankreich hatte 1476 das Land links der Maas besetzt und den Konig Rene vergeblich zu bestimmen gesucht, seine letzt-willige Bestimmung wegen Bar zu Gunsten Frankreichs zu ändern, doch gelang es ihm noch 1479 König Ren6 zu bestimmen, ihm Stadt und Amt Bar zu verpachten. Herzog Rene IL tf 1508) hatte in seinem Testamente vom 25. Alai die Erbfolge des Mannsstammes eingeführt und bestimmt, das-, die Herzogthümer Lothringen und Bar untrennbar vereinigt bleiben sollten. Da die vereinigten Stände beider Länder 13. Februar 1509 diesem Testamente zustimmten, wurde es seitdem bei verschiedenen Anlässen als Staats-grundgesetz angerufen. Frankreich erneuerte seine Angriffe aul Bar i rst 1633. Während damals auf Grund dieses Testamentes darüber verhandelt wurde, ob Herzog Karl IV. (aus der Linie A'audemonti der 1621 seine Base Nikoläa von der Hauptlinie Lothringen nach dem älteren Hausgesetze zur Erbfolge berufen) geheirathet hatte, den Lehenseid w.geti des Barrois mouvant Namens der Herzogin oder in eigenem Namen leisten solle, urtheilte das Parlament von Paris tun 20. luli 1633, dass das Barrois mouvant wegen L'nterlassung des Lehenseides erledigt und der Krone Frankreich heimgefallen sei. 1634 wurde das ganze Herzogthum Bar und kurz darauf auch Lothringen von Frankreich besetzt; im Pyrenäischen Friedensschlüsse 1659 (Art. 63) wurde Frankreich das Herzogthum Bar rechts und links der Alaas zugesprochen; im A'ertrage von A'incennes zwischen Lothringen und Frankreich vom 28. Februar 1661 Art. 4 und 17) verzichtete Frankreich auf Bar unter Aufrechthaltung des Lehensverbandes für das Land links der Alaas. Die Besetzung von Bar und Lothringen wurde Ib70 erneuert, in einer Reihe von Beschlüssen der Reunionskammer von ALtz wurden die Domänen und Lehen von Bar einzeln Frankreich zugesprochen (1680-83); im Friedensschlüsse von Rysswyk mus-,te aber Frankreich beide Herzogthümer restituiren. Im A'ollzug der Wiener A'ertrage und der Convention vom 28. August 1736 wurde das Herzogthum Bar, getrennt von Lothringen, an König Stanislaus und eventuell an Frankreich abgetreten (13. Dezember 1736), worauf erst 13. Februar 1737 die Cession von Lothringen beurkundet wurde. Für Bar erfolgte di.- Besitzergreifung 8. Februar, für Lothringen 21. .März 1737. - Das Herzogthum Bar hat auch nach seiner Vereinigung mit Lothringen seine eigenen ' o - tze-und Einrichrunsrn beibehalten. Die Herzoge m n Lothringen, welche ohne Zustimmung der Stände in Lothringen Steuern nicht erheben konnten und durch die Gerichtsbarkeit der adeligen Assisen in ihrer Alacht eingeschränkt waren (s. Deutsch-Lothringen, Bailliage d'Allemagne) hüteten sich, diese Einrichtungen auch in der neuen - Baraques. I Provinz einzuführen, in welcher sie in der Besteuerung die Stände nicht beschränkt waren; erst Herzog Anton hat 1508 von den Ständen von Bar die Zustimmung zur Erhebung von Steuern verlangt und unnöthiger Weise eine lettre de non prejudice ausgestellt. A'on den Untergerichten ging die Berufung im Barrois mouvant an das Parlament in Paris, im Barrois non mouvant an den Gerichtshof in Saint- Mihiel iCour des grands jours), der sich unregelmässig versammelte und durch Ordonnanz vom 1. November 1497 eine geregelte Prozessordnung erhielt. Die Unabhängigkeit vom Reichskammergerichte (mit Ausnahme in Sachen des Landfriedens) erhielten Bar und Lothringen durch den Nürnberger Reichsahschied 1.542. Die Stände wurden seit 1029 in beiden Herzogtümern nicht wieder eingerufen Das durch Herzog Karl I\'. (Edikt vom 16. Alai 1641) eingesetzte gemeinschaftliche Obergericht für beide Herzogthümer (Cour I Souveraine de Lorraine et Barrois) wurde während der | Besetzung des Landes durch Frankreich nicht anerkannt und erst 109s wieder hergestellt: s. Lothringen (Provinz), dann Bisthümer i Provinz der drei). - AVegen der politischen Eintheilung des Herzogthums Bar s. Lothringen (politische Eintheilung. de Maillet, Alemoires alphabetiques pour servir k l'histoire, au pouilie et ä la description du Barrois. Nancy 1749 und 1773. Derselbe, Essai chronologique sur l'histoire du Barrois. Paris 1757. |Godefroy,] Genealogie des Comtes ' et Ducs de Bar jusqu'ä Henry duc de Lorraine et Bar 160b. Paris 1627. Servais, Annales historiques du Barrois de 13.52 ä 1411 ou hist. pol., civ., milit. et ecciesiastique sous le regne de Robert duc de Bar. Bar-le-Duc 1865-07. 2 vol. Germain, L'erection du Ducht- de Bar. Nancy 1885. [Aus dem Journal de la Soc. d'Archeol. Lorraine.] Darbois de Jubain ville, Notes sur les deux Barrois. (Bibl. de l'ecole des chartes vol. 10). Paris 185s. Bonvalot, Hist. du droit et des institutions de la Lorraine et des Trois eveches I. Bd. Lorraine et Barrois). Paris 1895. Alaxe-Werly, Etüde sur les pagi du Barrois. le Pagus Barrensis (Mem. de la Soc. des lettres, sciences et arts de Bar le Duc, le. serie, tome AT, 1*77, p. 151 - 180.) D e Rosieres, Stemmatum Lotharingiae ac Barri dueum tomi septem. Paris 1580. Blondel, Barnim Francisco-Campanum. Amstelodami 1651. Chifflet, Commentarius lotbariensis, quo praesertim barrensis ducatus im-perio asseritur. Paris 1o42. Servais, Recherches historiques et gCographiques sur les chätelains de Bar. (Mem. de la Soc. des lettres de Bar le duc. le. ser. t. ATI, 1878.) Parisot, R., De prima domo quae Superioris Lotharingiae ducatum quasi haereditario jure tenuit (959-1033). Nancv 1898. De L'lsle, Histoire de la celebre et ancienne abbaye de St. Alihiel. Nancy 1757. Jaillot, Le Toulois . . . le duche de Barrois ou balliage Bar-le-Duc et partie du Bassigny, du Barrois ducal .. . [Karte] [Paris, o. J.] De Sailly, Le Barrois Mosellan. (Mem. Soc. d'arch. AIos. 10, 18ö7, S. lbl; i 11, 180.8, S. 99.) Vgl. auch die Litteratur bei dem Artikel Alümpelgard. |dPr.] Baracke, Df. (Gde., Ka. u. Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 3 E. 1 Hs. Angeblich zu Anfang des 18. Jhdts. entstanden. Auf Antrag des Fuhrmanns Jean Sipp, wohnhaft in der Ferme Baraque, genehmigte der Präfeet des Oberrheins die Erbauung einer Bretterhütte 1869. Barackenbaeh s. Zorn lo. Barados -oder Parathos Hof, verschw. Hf. auf dem Alohnenberge bei Lembach (Ka. u. Kr. AVeissenburg, U.-E). Bestand noch Anfang des 19. Jhdts. Baranson (Gehägebach) s. Leber 24. Baraque, Ahdeck. iGde. Ober-Jeut7, Ka. Diedenhofen. Kr Diedenhofen-Ost, L.). 8 E. 1 Hs. Besteht etwa seit Mitte ; des 19. Jhdts. Baraques-du-Bas, AVlr Gde. Leberau, Ka. Alarkirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 99 E. 22 Hsr. Entstehungszeit unbekannt. |