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Show Derriere - Dettweiler. 2o5 Derriere. Alle mit Derriere zusammengesetzten Namen sind unter dem Haupttheil des Namens zu suchen, z. B. D erri ere l'Eglise s. Eglisc, Derriere V. D e s c e n d u e , AVlr. (Gde. Urbach, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 15 E. 4 Hsr. - La D e s c e n d ue 1700, herrschaftlicher rappoltsteinischer Wald; A la De-cendue 1762, 4 Häuser, mit Ackerland und Alatten. Deutsch: H a n g . Herrschaft Rappoltstein. D e s - N o y e r s s. Basse-des-Noyers. Des Pucelles s. Mosel. D e s s e l i n g s. Disselingen (Ka. Rixingen, Kr. Saarburg, L.i. D e s s e n h e i m , DL (Ka. Neubreisach [s. 1790], Kr. Colmar, O.-E.i. 1018 E. 223 Hsr. (12 GRe.) - 200 m. - AG. Neubreisach (7,0); Hp. Neubreisach-Stadt (7,3). - Tessin-heim 759; ma. Dassene. - Die Gde. umfasst den H O . D. (995 E. 220 Hsr.) und den A O . Kanalmühle. - P. F. StEBez. Neubreisach IL Fw. (s. 1858, 1 Spritze.) - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Neubreisach (s. 1802). Schutzheiliger hl. Leodegar (7. Okt.). Ursprünglich im Besitze der Abtei Alurbach, von welcher es die Habsburger noch 1259 zu Lehen trugen, gehörte D. nach dem Urbar von 1303 zur österreichischen Herrschaft Landser, A m t Nieder-Landscr. Nur der Dinghof war 1394 noch in den Händen der Abtei, welche damit die Grafen von AVürttemberg belehnte. Ausser Alurbach war Kloster Alünster seit 759 bis ins 18. Jhdt. zu D. begütert. - Die Pfarrei zu St. Leodegar gehörte zum Landkapitel citra Rhenum des Bisthums Basel; den Kirchensatz hatte der Abt von Murbach. - Ein nach dem Orte benanntes Geschlecht ist im 14. und 15. Jhdt. nachweisbar. - D. liegt an einer Römerstrasse, wohl einem ehemaligen Keltenwege, von Burnhaupt nach Altbreisach. In der Nähe, im Dessen-heimer AValde, viele Tumuli der Hallstatt-La Tene Zeit. Auch römische Funde. G e m e i n d e w a l d (Oberwald und Niederwald) (Oberförsterei Colmar-Ost) 447,2 ha. (Eichen. LIainbuchen, Kiefern.) Ring, M. de, Fouilles ex£cut£es dans les tombelles celtiques de la foret communale de D. (Bull, de la Soc. p. la cons. des mon. hist. d'Als. 2. ser. I, 2, S. 192-197.) D e s s o u s la P a s s e e , Hfe. s. Passe'e, Dessous la. Destrich, Df. (Ka. Grosstänchen [1790-1802 Ka. Alörchingen], Kr. Forbach, L.). 344 E. 95 Hsr. (10 GRe.) - 253 m. - AG. Grosstänchen (15,4); HSt. Brülingen (3,8). - Des-trago 777; Dexteriaca 957; D ext rix 1195; Destry 1869. - Die Gde. umfasst den HO. D. (335 E. 93 Hsr.) und den A O . Rothemühle. (Der frühere A O . Talpetmühle hängt mit dem HO. zusammen.) Ferner lag im Geb. der Gde. der verschw/. O. Gansbach (M.) - StEBez. Mörchingen. -Kath. Hilfspfarrei (s. 1804) des Archipr. Alörchingen. Kirche z. E. Alariä Geburt (8. Sept.). - Kleine Gipsmühle. D. war Dorf der Herrschaft Alörchingen (s. d ). In Destrago war die Abtei St. Denis wegen des Priorats Salonnes schon im S. Jhdt. begütert. 957 wurde in einem 'Plenum mallum (Gaugerichte) in villa Dexteriaca» eine Urkunde zu Gunsten der Abtei Gorze ausgefertigt. 966 und später ist die Rede von einer Grafschaft («Comitatus Dest-roch »). die jedoch nicht lange bestanden zu haben scheint. D. war später im Besitze der Metzer Kirche und ist als Vogtei-Lehen vom Bischof Renaud von Bar 1315 an Johann von Langstein (Pierre PercCe), aus dem Hause Salm mit Gütern in Thil vergeben worden. D. scheint später an die Grafen von Salm zu Alörchingen verpfändet und nicht wieder ausgelöst worden zu sein. Die Herrschaft Mörchingen ist im Besitz geblieben, obwohl das Bisthum seine Obcrlehensherrlichkeit noch 1635 Lothringen gegenüber geltend gemacht hatte. 1191 in einer Urkunde der Abtei Salival erscheint ein Dominus Adulfus de Dextrix. - Das Dorf, das nach dem 30jährigen Kriege zeitweise verlassen worden war, wurde erst gegen 1660 wieder besiedelt. - A'on Alters her Pfarrei des Archipr. Alörchingen. Kirche 1744 erbaut. Den Kirchensatz hatte der Abt von Domevre. - Die lokalen Ueberlieferungen sprechen von zwei königlichen Schlössern in D., deren eines im Dorfe selbst,, das andere auf einer benachbarten Höhe, 3 k m von Destrich entfernt, gestanden hätte. 1743 beim Bau der Kirche wurden mehrere Steinsärge gefunden. G e m e i n d e w a l d 16,8 ha (Oberförsterei Falkenberg). D e s t r y s. Destrich. Dettweiler, Df. (Ka. [s. 1790] u. Kr. Zabern, U.-E.). 2093 E. (Sterbf. 25,3, leb. Geb. 36,5 auf 1C00). 406 Hsr. (18 GRe.) - An der Zorn. 170 m. - A.- u. L G . Zabern (8,21; Bhf. D. (0,4). - Dendunuuillare 784 (Trad. Wiz.); Ded-denuuillre 11 Jhdt.; Detenwilre um 1120; ma. Dett-willer. - Die Gde. umfasst den HO. D. (1797 E. 349 Hsr., und die A O . Immenmühle, Im Teuch, Kieinmühle (früher Neumühle), Rosenweiler. - P. III. KL T. Bhf. (s. 1851). Notar. j Ortseinn. StEBez. für die Gden. Altenheim, Dettweiler,. | Furchhausen, Gottesheim, Hattmatt. Littenheim, Lupstein, Prinzheim, Steinhurg, Waldolwisheim. Kantonalarzt. Apoth. Armr. (s. 1839). Sparkasse (s. 1887). Wasserltg. (Anlegung*' jähr unbekannte Krgv. is. 5. Febr. 1888). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Zabern <s. 1802). Schutzheiliger hl. Jakobus der ältere (25. Juli). Filiale Rosenweiler (AO). Prot. Pfarrei Augsb. Konf. (s. 1892, vorher Filiale von Dossenheim), seit 1852 Sitz eines Konsistoriums (vor 1852 zum Konsistorium Ingenheim gehörig1 der Inspektion Buchsweiler,umfassend die Pfarreien Dettweiler, Dossenheim, Ernolsheim. Alonsweiler, Neuweiler, Zabern. Filialen Alelsheim, Scherlenheim, AVilwis-heim. Die Israeliten gehören zum Rabbinat Zabern. - Kalkbrennerei. Oelmühle. Lederwerk. Drei Schuhfabriken (Georg A^ogel, Alois Roth, Gebrüder Levy). Getreide-Alühle. Elektrizitätswerk. Handel: Steinkohlen, Backsteine, Holz, Getreide. Messe: Jeden letzten Sonntag des Monats August, 2 Tage. - Markttage: Jeden Alittwoch. Schon Ende des 8. Jhdts. erscheint die Abtei AVeissenburg in D. begütert. Besitz daselbst hatte ca. 1120 auch Kloster Alaursmünster. D. gehörte zur Herrschaft Herrenstein (s. d.), welche Lehen des Bisthums Metz war und nach mehrfacher Zersplitterung im Theilbesitz der Geroldseck, Lichtenberg und Zweibrücken-Bitsch schliesslich (Ende des 15. Jhdts.) ganz an die Stadt Strassburg kam, von dieser jedoch 1651 an die von Rosen verkauft wurde (General Reinhold von Rosen baute sich hier ein Schloss in dem er 1667 starb) und endlich u m 1780 zu kurzem Besitz an die Herzoge von Broglie kam. D. wurde 1252 vom Bischof von Metz den Geroldseck verpfändet, kam jedoch dann wieder an Herrenstein. 1325 wiederum den Gcroldseck verpfändet, ging das Dorf 1372 zur Hälfte aus dem Lehensbesitz der Wilsperg an die Lichtenberg über. - Der Dinghof, gleichfalls Aletzer Lehen, kam 1364 von den Ge-roldscck an die Lichtenberg und von diesen 1480 an Hanau- Lichtenberg; AVeisthum von 1380. - In den Religionskriegen des 16. und 17. Jhdts. hat D. stark gelitten. 1674 hatte Tu-renne vom 19. Okt. bis 20. Nov. bei D. sein Lager. - 1525 wurde durch die Stadt Strassburg die Reformation in D. eingeführt. Das Dorf war Filiale der prot. Pfarrei Dossenheim wurde aber 1795 eigene Pfarrei mit Alelsheim, Scherlenheim, AA^ilwisheim und Zabern (bis 1857) als Filialen. Die Kirchenbücher gehen bis 1681 zurück. Simultaneum 1687 eingeführt; seitdem auch kath. (königliche) Pfarrei mit Filiale Rosenweiler (Landkapitel Zabern). - D. liegt an den Keltcnwegen von AVasselnheim nach Niederbronn und von Brumath nach Zabern. Neolithische Funde. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Buchsweiler) 308,3 ha. (Tanne und Buche.) Seit 16. Aug. 1801 (Urtheil v o m 29. Ther-midor des Jahres IX) im alleinigen Besitze der Stadt Dettweiler. Bis dahin mit dem jetzigen Zaberner Stadtwalde im ungetheilten Besitze beider Gemeinden. A n dieselben war |