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Show 3(14 Forstheimerstrasse - Fort Alortier. Nieder-Elsass (Nordgau). 1369 w a r es als lothringisches Lehen im Besitz der Herren von Ettendorf; 1392 erscheinen neben diesen die Herren von Lichtenberg als Lehnsinhaber; sie haben nach d e m Aussterben der Ettendorf (1409) F. wahrscheinlich ganz besessen, und zwar als bischöflich strassburgisches Lehen laut lothringischer Cession von 1399. Trotzdem wurde F. im 16. Jhdt. der Landvogtei Hagenau einverleibt und wurde Reichsdorf, war Lokalgericht für Eschbach und Hegeney, seit der französischen Herrschaft 1648 königliches Dorf. Doch beanspruchte Lothringen immer noch gewisse Rechte in F., auf die es erst 1606 zu Gunsten von Hanau-Lichtenberg verzichtete, welches (seit 1736 Hessen-Darmstadt) seitdem gewisse Gefälle zu F. erhob. F. hatte ein eigenes Schultheissengericht. 1577 war die Deutschordenskomthurei Dahn in F. begütert. - Kirchlich gehörte F. zum Landkapitel Ober-Hagenau und war ursprünglich Filiale der Pfarrei Alorsbronn, dann der Pfarrei Eschbach. Der grosse Zehnten war im Besitz von Hanau- Lichtenberg (seit 1736 Hessen-Darmstadt), der kleine gehörte dem Pfarrer von Eschbach. Forstheimerstrasse, Hsr. (Gde., Ka.u. Kr. Hagenau, U.-E.). Früher besonderer AO. der Gde. Hagenau, seit 1885 mit dem AO. Ju n ke rf e 1 d derselben Gde. unter dem gemeinsamen Namen AIünchackcr,Forstheimerstrasse und Jun ker f el d ) vereinigt. Forstlach s. 111 54. Forst-Rhein s. 111 87. Forstschule, B., 376 m, nö. Sturzelbronn, Ka. Bitsch. Forstwaldbach s. Saar 23. Forstwaldrunz s. Thur 21. Forstweiher, 3 AVeiher im Illgebiet, nw. Hirsingen - 1,41 bezw. 1,44 und 1,37 ha. Fischerei. Privatbesitz. Abfl. zur 111 n. Hirsingen. Fort (Altes-Schleusenwerk), Hs. (Gde. u. Ka. Dieuze, Kr. Chäteau-Salins, L.). 4 E. 1 Hs. 1859 zur Stauung der Seille erbaut, seit 1870 nicht mehr benutzt. Fort Alvensleben (Gde. Plappeville, Ka. u. Kr. Aletz, L.i. - 1868 angelegt, seitdem erweitert. Es hiess zuerst Fort de Plappeville. Fort Bellecroix (Gde., Ka. u. Stdtkr. Aletz, L.), 1733-34 durch Cormontaigne erbaut. Nach 1870 wurde es in die Umwallung von Aletz einbezogen und Fort Steinmetz genannt. Fort des Bordes s. Fort Zastrow (Gde. Borny, Ka. u. Kr. Aletz, L.). Fort Fransecky (Gde. Strassburg, Ka. Nord [extra muros], Stdtkr. Strassburg, U.-E.). In einer Krümmung der 111, etwas oberhalb AVanzenau gelegen, 1875 erbaut. Fort Fürst Bismarck (Gde. AVolfisheim, Ka. Schiltigheim, Ldkr. Strassburg, L'.-E.). 1872 erbaut. Fort Goeben. Liegt in den Gden. Borny, Plantieres (Ka. Aletz) und Magny (Ka. Verny), Kr. Aletz, L. Alit dem Baue wurde 1867 begonnen. Es hiess damals Fort Queuleu. 1873-90 wurde es erweitert. Unter dem Schutze desselben fanden die Ausfälle Bazaine's aus Aletz am 31. Aug. und 1. Sept. sowie am 22. und 23. und am 27. Sept. 1870 statt. Fort Graf Häseler (Gde. Augny, Ka. u. Kr. Aletz, L.). Auf dem Berge St. Blaise (s. d.). Der Grundstein ist am 9. Alai 1899 im Beisein S. AI. des Kaisers gelegt worden. Fort Grossherzog von Baden (Gde. Oberhausbergen, Ka. Schiltigheim, Ldkr. Strassturg U.-E.). 1872-74 erbaut. Fort Hindersin iGde. AVoippy, Ka. u. Kr. Aletz, L.). Früher >bis 18791 Fort St. Eloy genannt, 1867 angelegt. Fort des lies, ehem. Fort (Gde. Strassburg, Ka. Ost extra-muros, Stdtkr. Strassburg, U.-E.). Lag auf einer Insel auf der linken Seite des Rheins (heute Sporeninsel s. d.i, nördl. vom Fort de la Pille (s. d.), und war Anfang des 18. Jhdts. bereits geschleift. Fort K a m e k e (Gde. AVoippy, Ka. u. Kr. Metz, L.). Früher, bis 1879, Fort de AAroippy genannt, 18b7 angelegt. Fort Kronprinz von Sachsen (Gde. Lingolsheim Ka. Geispolsheim, Kr. Erstein, U.-E.). 1879 erbaut. Fort Louis, Df. (Ka. Bischweiler [1790-1802 KHO.], Kr. Hagenau, U.-E.i. 256 E. 60 Hsr. (10 GRe.) - 119 m. - AG.' Bischweiler (22,4); Bhf. Röschwoog (4,8). - 1793-1814 amtlich Fort Vauban genannt. - Die Gde. umfasst den HO. F.-L. (236 E. 56 Hsr.) und die AO. Sury'scher-Oberwörth, Sury'scher Unterwörth. 2 in der Nähe der Gde. liegende früher bewaldete Rheininseln, 4 und 27 ha gross, genannt ile du Rhin und la queue de l'ile Grund, hat der Staat 1841 und 1855 verkauft. - StEBez. Röschwoog. Gemcindespital (s. 1779- die Betten müssen die Kranken und Pfleglinge selbst stellen; Grundbesitz 1 ha.). Armr. (s. 1821). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Bischweiler (s. 1808, vorher eine Pfarrei mit Röschwoog). Schutzheiliger hl. Ludwig (25. Aug.). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Roppenheim. - Fischerei. 1688 von Ludwig XIA7. durch A'auban in Gestalt eines starken Forts mit den Steinen der alten Kaiser-Pfalz zu Hagenau auf einer zu Röschwoog gehörigen Rheininsel erbaut. Infolge ausgedehnter Privilegien für diejenigen, die sich dort niederliessen, erwuchs sehr rasch eine kleine Stadt um das Fort, die 1698 180, 1750 320, 1781 200 Haushaltungen zählte und eine aus einem Prevöt, einem Bürgermeister und 4 Räihen gebildete Obrigkeit besass. 1706-1707 von Ludwig von Baden blokirt, im Frühling 1707 von Villars befreit. 1793 von den Oesterreichern belagert, und durch Bombardement fast ganz eingeäschert, kapi-tulirte F.-L. am 14. Nov., wurde jedoch schon 2 Monate später von den Franzosen unter General Hoche wiederbesetzt. 1*14 von den Russen oecupirt und wieder in Stand gesetzt. 1818 wurden die Befestigungen völlig rasirt und seitdem nicht wieder hergestellt. Der Ort selbst sank zu einem kleinen Dorfe herunter. - Kirchlich gehörte F.-L. zum Landkapitel Unter-Hagenau. Es besass 1763 eine Pfarrkirche des hl. Ludwig, deren Patronatsrecht der Alagistrat besass, ein Kapuzinerkloster mit Kirche und eine Kapelle St. Ludwig in der Festung, deren Patronatsrecht dem Könige zustand. Ausserdem eine Kapelle im Alilitärho^pital. 1802-1808 war F.-L. mit der Pfarrei Röschwoog vereinigt. - In F.-L. ist geboren: Charpentier, Germain, franz. Oberst, geb. den 9. April 1771, gest. zu Strassburg den 11. Dez. 1861, zeichnete sich in der Schlacht bei Friedland aus und ward in Folge dessen zum Baron de l'Empire erhoben. Co ste, Fort-Louis du Rhin. (Rev. d'Als. 1862, S. 431- 435.) Fort-Louis mitt der Gegend auff 6 Stunden. [Karte]. [O. O. ] G. Bodenehr [IS. Jhdt.]. Fort-Louis, Kanton. Der Ka. F.-L. (1790-1802, amtlich Fort Vauban genannt), 1790-95 zum Distrikt Hagenau, 1800-1802 zum Arrondissement Strassburg gehörig, umfasste die Gden. Auenheim, Dalhunden, Forstfeld, Fort-Louis, Kauffenheim, Leutenheim, Neuhäusel, Röschwoog, Roppenheim, Runzenheim, Schirrhofen, Sesenheim, Stattmatten, Sufflenheim, welche 1802 sämmtlich in den Ka. Bischweiler übergingen. Fort Manstein (Gde. Scy, Ka. u. Kr. Aletz, L.). Auf dem Berge St. Quentin (s. d.) 1874 erbaut. Fort Manteuffel (Gde. St. Julien b. Aletz, Ka. u. Kr. Aletz, L.). Früher Fort St. Julien genannt. 1868 angelegt, seitdem vergrössert. Fort Moltke (Gde. Reichste«, Ka. Schiltigheim, Ldkr. Strassburg, U.-E.). 1872-75 erbaut. Fort Mortier (Gde. A'olgelsheim, Ka. Neubreisach, Kr. Colmar, O.-E.). 1 Hs. - AVurde 1668 als ein Aussen-werk von Alt-Breisach erbaut. Nach der Rückgabe Breisachs an Oesterreich 1698 wurde es gegen Breisach zu geschlossen und ein Fort von Neubreisach. 1700 wurde hier eine Kadettenschule errichtet. Auf der sogenannten |