| OCR Text |
Show - S O Littenheimerbach - Lixheim. g a n z e Dorf L. zum B i s t h u m S t r a s s b u r g (Amt Kochersberg . - Ein sehr umfangreiches Gültgut zu L. und dem benachbarten Lupstein besassen die Grafen von Hanau- Lichtenberg. - Das Dorf hatte eigenes Schultheissenamt. - Kirchlich gehörte L. zum Landkapitel Zabern. Kirche schon 1178 erwähnt; sie gehörte schon damals sammt dem | Zehnten der Abtei Neuweiler (Bestätig, durch Papst Alexander III. i, welche auch das Patronatsrecht besass. Alte Pfarrei. Kapelle St. Thomas 1335 bis ins 17. Jhdt. erwähnt. Eine Kapelle St. Nikolaus schon im 17. Jhdt. als verfallen bezeichnet. - Frühgothischer Kirchthurm. Littenheimerbach s. Zorn 3b. Litterbach s. Lutterbach, Wlf. Litzelberg bei Haspelscheid s. Lützelberg. L i t z e n w e i h e r im Illgebiet, 0,8 k m südl. Rüderbach - 1 ha. Fischerei. Wird alle b-10 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfls. zum G r o s s w e i h e r (Rüderbach). Liverselle Lief er s eher 1441), auch Oberdorf genannt, alte Bezeichnung eines Theiles von Markirch, der zur Hälfte (wie auch die Hälfte der Weiler Fortelbach und Klein- Leberau) Lehen der Abtei Murbach, 1507 von den Rappoltstein aufgetragen, zur anderen Hälfte aber (mit den Hälften der vorgenannten Weiler, lothringisch war. L i x h a u s e n , Df. (Ka. Hochfelden [1790-1801 Ka. Buchsweiler], Ldkr. Strassburg. U.-E.). 328 E. b3 Hsr. 110 GRe. - 170 m. - A G . Hochfelden (5,2); HSt. Alteckendorf (4,4). - L i n t o 1 t e s h u s a 855; L u t o l s h u s e n 1251; ma. L i x h ü s e. - StEBez. Hochfelden I. Armr. .Gründungs-jahr unbekannt . - Filiale der kath. Pfarrei Bossendorf. Schutzheiliger St. Nabor 12 Juni). 855 zuerst erwähnt; die Abtei Weissenburg war damals daselbst begütert. L. war R e i c h s d o r f der Landvogtei Hagenau (s. d.) mit eigenem Schultheissenamt. Güter zu L. besassen die Herren von Hochfelden, die sich daher zuweilen auch von -Lutolshusen» nannten. U m 1300 schenkten sie dieselben dem Hospital zu Hagenau. Die Abtei Sturzelbronn besass einen Hof zu L. - Kirchlich gehörte L. zum Landkapitel Ober-Hagenau; war im 15. Jhdt. eigene Pfarrei, später .im 17. und 18. Jhdt ) Filiale der Pfarrei Bossendorf. Die eine Hälfte des Zehnten besass Hanau-Lichtenberg, die andere der Bischof von Speier. L i x h e i m , Df. (Ka. Pfalzburg [1790-1802 KHO.J, Kr. Saarburg, L. . 651 E. ls" ILr. (12 G R e i - 280 m. - AG. Pfalzburg (9,1 ; Bhf. Rieding 6,6 . - P. F. Ortseinn. StEBez. Pfalzburg. Kantonalarzt. Sparkass, - 1887). Oeff. Vorschusse s « s. 1888). Schlacbths. (s. 1879). Wasserltg. s. 1860). Fw. is. 1SS2, 2 Spritzen). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Pfalzburg (s. 1802 . Kirche des hl. Antonius von Padua (13. Juni). Reformirte Pfarrei (s. 1805. vorher Filiale von Rauweiler) des Konsistoriums Metz. Sprengel: L., Bärenthal, Schalbach. Contirmandenhaus des Gustav- Adolf - Vereins is. Okt. 1899). - Kalksteinbrüche; kleine Ziegelei mit Kalkbrennerei; kleine Brauerei. Hauptsitz der Hausindustrie für die Handschuhnäherei, auch die Weissstickerei ist vertreten ; dieselbe wurde 1825 durch die Familie Volmar eingeführt, welche sich 1899 von dem blühenden Geschäft zurückzog. L'm diesen Erwerbszweig für 80-100 Arbeiterinnen nicht untergehen zu lassen, gründete der Pfarrer des Ortes die jetzige Industrieschule .z. Zt. 44 Schülerinnen). Weinhandel. Hausirhandel mit Obst, allem Eisen und Lumpen. Ueber die ältere Geschichte s.u. Lixheim,ehemaliges Priorat. - Die «Stadt- L. wurde 1608 durch den Kurfürsten Friedrich von der Pfalz in der Nähe des Dorfes Altlixheim (s. d.) al- Zufluchtsort für Reformirte aus den Nachbargebieten gegründet (Urk. v. 22. Febr. Ib08), denen die alte Stiftskirche überlassen wurde. Der Ort wurde dann befestigt und sollte einen Ersatz für das von Pfalz-Veldenz verkaufte Pfalzburg bilden. Den zuziehenden Einwohnern wurde für zwanzig Jahre Freiheit von Steuern und Frohndiensten zugesichert, Bauplätze und Ackerland zugetheilt, Bau- und Brennholz gegeben. Da zuerst «Welsche» in der Mehrheit zugezogen waren, wurde bestimmt, dass Bürgermeister und Schöffen aus diesen, später auch aus Deutschen gewählt wurden. Vor Gericht waren beide Sprachen zugelassen. Der Ort wurde 1623 von Lothringen erworben (vgl. L., Reichsfürstenthurm, den Bürgern jedoch freie Ausübung der reformirten Religion gewährleistet. Die Befestigungen wurden am 29. Dez. 1634 auf Befehl Richelieus geschleift. - L. war seit seiner Gründung Sitz einer reformirten Pfarrei. Als dieselbe 1685 aufgehoben wurde, wurde der Ort Filiale der reformirten Pfarrei Rauweiler und blieb es bis 1805, w o wieder eine reformirte Pfarrei in L. errichtet wurde. 1795 kauften die Reformirten das als Nationalgut versteigerte Kloster und verwandten es als Kirche, Pfarrhaus und Schule für die noch übrigen Glaubensgenossen. Die reformirten Kirchenbücher gehen, mit L'nterbrechung in den ersten 20 Jahren, bis 1806 zurück. Eine kathol. Pfarrei scheint in L. bald nach der Besitzergreifung durch Lothringen errichtet worden zu seiu. Ib57 klösterliche Niederlassung der Tiercelins. L. gehörte ursprünglich zu keinem Bisthum, durch ßreve vom 21. Mai 1711 wurde ein apostolischer Vikar dort bestellt. Die Vereinigung mit dem Bisthum Metz erfolgte erst 1738 durch einseitige Verfügung des Herzogs von Lothringen. Die Pfarrei wurde dem Archipr. Saarburg zugewiesen. Den Kirchensatz hatten die Herren von L. als Gründer. - Römerweg. A m «Grafenort» Grundmauern, Steinsäulentrümmer, Capitäle, Steinsärge, wahrscheinlich Reste des im 12. Jhdt. erwähnten Schlosses der Grafen von Luneville-Metz. G e m e i n d e w a 1 d . Oberförsterei Pfalzburg) 87,9 ha. Benoit, A., Sur la famille naneeienne d'Aflinicourt ä L. (Journ. de la Soc. d'arch. lorr. 44, 1895, S. 252-254.) Ders., Le duc de Lorraine Leopold et les reforme's de L. (Rev. nouv. d'Als.-Lorr. VIII, 1887|88, S. 361-370, 419-431.1 [Auch bes.:] Strasb., Nancy et Metz 1888. Ders., La ville de L. pendant la guerre dite de Turenne. (Journ. de laSoc. d'arch. lorr. 12, 1863, S. 37-40.) Notice historique sur l'eglise protestante de L. Strasb. 1865. L i x h e i m , Bailliage. Das lothringische Bailliage L.. das 1751 an die Stelle der 1707 errichteten Probstei (Prevöte) gl. N. trat, umfasste die Gden. Altlixheim, Arzweiler, Biberkirch, Bickenholz, Dannelburg, Dolvingen, Fleisheim, Gosselmingen, Gunzweiler, Harzweiler, Helleringen, Heringen, Hermelingen, Hochwalsch, Kirchberg a m Wald, Lixheim, Mombronn bei Bitsch, Nitting, Oberstinzel (mit Schi. Saareck , St. Louis, Saaraltdorf, Schneckenbusch, Weckersweiler. Davon waren Biberkiroh. Gunzweiler, Hochwalsch und Schneckenbusch früher zum lothringischen Amte Saarburg gehörig und 1707 der herzoglichen Probstei L. zugewiesen worden, nachdem das A m t Saarburg durch die Abtretung der Stadt Saarburg und der nächst gelegenen Orte an Frankreich (Vertrag vom 28. Febr. 16611 aufgelöst worden war. Durch Edikt vom Juni 1772 wurde das Bailliage L. dem Siege Presidial in Dieuze als Berufungsgericht unterstellt. [dPr.] L i x h e i m , Kanton. Der Ka. L. (179U-1S02), 1790-95 zum Distrikt, 1800-1802 zum Arrondissement Saarburg gehörig, umfasste die Gden. Alt-Lixheim, Bickenholz, Br.iu-weiler, Burscheid, Fleisheim, Helleringen, Heringen, Hilbe-s-heim, Lixheim, Mettingen, Oberstinzel, Saaraltdorf, Schalbach, Weckersweiler. Ausserdem wird 1790 noch Saareck erwähnt, später nicht mehr: es war wohl schon damals nur AO. von Oberstinzel. 1802 kamen Brauweiler, Burscheid, Heringen, Lixheim und Mettingen zum Ka. Pfalzburg, die übrigen zum Ka. Finstingen. L i x h e i m , ehemaliges Priorat. Im Jahre 1106 stiftete Graf Volmar von Luneville-Metz (f 1111) auf der Stelle seines früheren Castrums Lückesheim ein Priorat, welches er mit eigenen Gütern in und um Lixheim und in Saaralben ausstattete. Er überliess dann diese neue Nieder- |