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Show Gingett - Girbadenerbach. 343 Gingett, AVlr. (Gde. Haselburg, Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L.i. 25 E. 7 Hsr. Soll um die Alitte des lS.Jhdts. entstanden sein. Gingsheim, Df. (Ka Hochfelden [s. 1790], Ldkr. Strassburg, U.-E.). 404 E. 76 Hsr. (10 GRe.) - 195 m. - AG. Hochfelden (7,0); Bhf. Hochfelden (7,4). - Gin nanhaim 771 iTrad. Fuld.); G und esheim 1120; Gundoltzheim Alitte des 14. Jhdts.; ma. Gense, Gingse. - Die Gde. umfasst den HO. G. (398 E. 75 Hsr.) und den AO. Gingsheimer-Mühle. - StEBez. Hochfelden II. Armr. (s. 1*061. Fw. (s. 1891, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Hochfelden (s. 1802, vorher Filiale von Gugenheim). Schutzheiliger hl. Nikolaus (6. Dez.). Filiale: Hohfrankenheim (s. 1808, vorher zu Hochfelden). -Hausindustrie: Gänsemästerei, auf eigene Rechnung. Altes Dorf; schon 771 erlangte die Abtei Fulda daselbst durch Schenkung Besitz. Ca. 1120 erscheint auch die Abtei Alaursmünster in G. begütert. Ursprünglich zerfiel G. in zwei Theile: Ober- und Nieder-G. (14. Jhdt.). Es gehörte wahrscheinlich zu den (7) Dörfern der sogen. Grafschaft (s. d.), welche 1224 als <-ad Septem tabulas-> gehörig bezeichnet werden. Ist diese Annahme richtig, so ist es anfänglich Reichsgut gewesen, jedoch schon vor 1200 in bi-schöflich- strassburgischen Besitz übergegangen. Sicher ist, dass es Anfang des 14.Jhdts. ganz im Besitz des Bisthums war. Es gehörte zum Amte Kochersberg. Der Dinghof zu G. gehörte dem Kloster Gengenbach. - G. hatte 1379 ein Primissariat, das 1584 der Pfarrei Gugenheim incorporirt wurde. Seitdem war G. eine Filiale dieser Pfarrei. Die Zehnten waren seit dem 14. Jhdt. bis 15*7 als bischöfliches Lehen im Besitz der Alünch von AVilsperg. 1681 wurden sie den von Aleyerhofer verliehen. - Neolithische Funde. Romanischer Kirchthurm aus dem 7.-8. Jhdt., eins der ältesten mittelalterlichen Bauwerke des Landes. Gingsheimer Bächel s. Rohrbach (Zorn) 11. Gingsheimer Mühle, Hs. (Gde. Gingsheim, Ka. Hochfelden, Ldkr. Strassburg, U.-E.). 6 E. 1 Hs. Soll sehr alten Ursprungs sein. Bis- in die sechziger Jahre des 19. Jhdts. Alühle. Giningen s. Nieder-, Ober-Giningen. Ginkenmühle, verschw. AI. (Gde. Baumbiedersdorf, Ka. Falkenberg, Kr. Bolchen, L.). 1877 abgebrannt. Gipsberg, H., 257,5 m, TP, gegen den Kanal, westl. Waltenheim, Ka. Hochfelden, Landkr. Strassburg. Giraffe, Hs. (Gde. Herzing, Ka. Rixingen, Kr. Saarburg, L.). 4 E. 1 Hs. Gegen 1839 erbaut. Der Name soll von der hohen Lage herrühren. Giragoutte, Hsr. (Gde. Bourg-Bruche, Ka. Saales, Kr. Alolsheim, U.-E.). 12 E. 3 Hsr. Anfangs des 19. Jhdts. entstanden. Giragoutte, A\Tlr. (Gde. Zell, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 96 E. 17 Hsr. - Es Girr au goutte (Alanen; 1609; La grande fourure de G ir augoutte (Ackerfeld) 1722. - Der AVlr. soll um 1790 entstanden sein. Herrschaft Rappoltstein. Girard, Ile, früherer Name der Insel Ile de Vaux (Gde. Vaux, Ka. Gorze, Kr. Aletz, L.). Girbaden, Burgruine (Gde. Alollkirch, Ka. Rosheim, Kr. Alolsheim, U.-E.). Gesch. Dkm. Auf einem von der Alagel umflossenen Bergvorsprung (565 m). 1056 castrum Burck-berck genannt, 1192 Girebaden, im A'olksmunde \Tel-tenschloss. Ursprung (unter Benutzung eines Römerkastells, auch Umwallungen der Bronze- und La-Tene-Zeit lassen sich nachweisen) vielleicht ins 10. Jhdt zurückreichend; Haupttheil des jetzigen Baues («Vorderes Schloss») aus dem 1. Viertel des 13. Jhdts. (castrum novum de G. 1236). Ursprünglich im Besitz der Grafen von Egisheim- Dagsburg, kam nach dem Aussterben dieses Geschlechts (1225i die&damals aus Alt- und Neu-G. bestehende Burg durch Kauf von den nächsten Erben, den Alarkgrafen von Baden, und durch Vergleich mit dem Gemahl der letzten Dags-burgerin, dem Grafen Siegmund von Leiningen, an das Bisthum Strassburg. Auch Kaiser Friedrich IL, dessen Sohn Heinrich (VII.) damals einen Theil von G. inne hatte, verzichtete 1226 zu Gunsten des Bischofs auf seine Ansprüche an G. Seitdem blieb die Burg in bischöflichem Besitz, wurde jedoch später verlohnt und gehörte nun nicht mehr zu den direkten Besitzungen des Bisthums. Bischöfliche Burgvögte , zu G. waren seit 1240 die von Baldeburne (Balbronn), die sich später nach der Burg genannt zu haben scheinen (erst im 15. Jhdt. erloschen i. Im 14. Jhdt. werden als bischöfliche Burgleute zu G. u. a. genannt: die von Hohenstein, von Rosheim, von Balbronn. die Burggraf von Dorlisheim, die von Hermolsheim und die Flesche von Bischofsheim. Ueber ein Jhdt. von 1350-1457- hatten auch die von Alüllenheim Antheil an G. 1395 wurde die Burg sammt der dazu gehörigen Herrschaft (s. d.) von Bischof Wilhelm IL den Herren von Hohenstein verpfändet, die sie noch 1445 besassen. Alit-inhaber waren damals die von Landsberg. 1477 belehnte der Bischof die Herren von Rathsamhausen zum Stein mit Burg und Herrschaft G. und im Besitz dieses zur Reichsritterschaft gehörigen Geschlechts (daher G. reichsritterschaftlich) blieb sie von da ab bis zu dessen Aussterben 11689). Darauf wurde G. einem Herrn de Chamlay verliehen, nach dessen Tode von Bischof Rohan eingezogen und seinen Verwandten, den Rohan-Soubise, verliehen, die es bis zur I Revolution besassen. - L'eber die Zerstörung der Burg • fehlen sichere Nachrichten, sicher ist nur, dass sie im 30- jährigen Kriege stattfand (vielleicht 1633). - Heute zählt G. zu den mächtigsten und ausgedehntesten Ruinen des Elsass. - Die der ersten Gründung angehörige St. Valentinskapelle wurde im 12. und dann im 19. Jhdt. erneuert; besuchter Wallfahrtsort, der zur Pfarrei Grendelbruch gehört. G. war Sitz einer Herrschaft: diese umfasste ursprünglich den ganzen im Besitz der Grafen von Dagsburg befindlichen südlichen Theil des Breuschthals. Nach Uebergang desselben ans Bisthum (1226) wurde die Hauptmasse des Gebiets dem Amte Schirmeck zugewiesen und theilte die Schicksale desselben (s. d.). Andere Theile der Herrschaft, wie Altdorf und Börsch, fielen an das Amt Dachstein (s. d.). Bei der Burg G. blieben zuletzt nur Alollkirch, Laubenheim und Alühlbach als unmittelbare Dependenzen, und diese ' bildeten dann die spätere Herrschaft G., deren Schicksale die gleichen waren, wie die der Burg. (s. d.i. Hering, E„ Schloss G. (Mitth. a. d. Vog.-Cl. 13. 1881.) Lang, J. J., Le chäteau de G. (Passe Temps IL S. 248-250.) Levrault, L., Le chäteau de G. ' Bull, de la Soc. p. la cons. d. mon. hist. d'Als. I, 1856/7, S. 269-295.) Ders., La vallee de la Bruche, Haslach, G., Nideck et le Donon. (Rev. d'Als. III, 1852, S. 369-379; 385-397; 433-448.) Ders., Das l Breuschthal, Haslach, G., Nideck u. der Donon. (AVanderer I im Eis. 7 [1894/95], S. 313 ff. I A\' i n k 1 e r, C , Notes sur le chä- | teau de G. au point de vue purement technique. (Bull, de la soc. p. la cons. des mon. hisl. d'Als. 2e. sOr., XII, S. 130-132.) G i r b a d e n , Hf. u. Fsths. (Gde. Alollkirch, Ka. Rosheim, Kr. Alolsheim, U.-E.). 7 E. 2 Hsr. U m 1S20 entstanden. Vel. Girbaden, Burgruine. Gehört zur Pfarrei Grendel-bruch. G i r b a d e n , Jägerhs. (Gde., Alollkirch, Ka Rosheim, Kr. Alolsheim, U.-E.i. 1 Hs. 1**6 erbaut. Gehört zur Pfarrei l Grendelbruch. G i r b a d e n b e r g , auch nach der daselbst befindlichen St. Valentinskapelle in der L'mgegend St A'alentin- oder Veitenberg genannt (s. Stöber, Sagen des Elsass. Neue Ausg. IL S. 51 u. 296), 564,5 m, mit der R u i n e gl. Namens (im A'olksmunde A7eltenschlossi, östl. Grendelbruch, Ka. Rosheim. Der westlich davon sich fortsetzende Bergrücken, mit den Gipfelpunkten 590, 598,7 m T P und 013 m, hat keinen besonderen Namen. Girbadenerbach s. Breusch 30. |