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Show 86 Bettingen - Bettstein. Namens getragen; zur Herrschaft B. gehörte ausserdem noch ein Hof in Ehingen. Das Schloss wurde am 10. Juni 1521 zerstört (s. Flörchingen', scheint aber gleich darauf neu aufgebaut worden zu sein. I>.is Edel-, Frei- und Lehc-nshaus in IL war 1682 bis 1751 in Händen der Familie de la Roche- Girault; 1769 und 177o in denen eines Herrn Bernard, der sich Herr von B. nannte. 1754 wurde das Schloss neuerbaut. Ein anderes Schloss in der Nähe von B. wurde zu Anfang des 19. Jhdts. durch den Staatsminister de Serres, dessen Name es auch trägt, errichtet. Ehemals, wie heute, Annexe der Pfarrei Flörchingen, mit einer Schlosskapelle zu Ehren der Alutter Gottes. Bettingen, verschw. Df. (Gde. Kerbach, Ka. Forbach, Kr. Forbach, L.c B ü d i n g e n 1594; Bettingen lö84, B e d - dingen 1717; ancien Betting 1733. AVar Dorf der H e r r-schaft Forbach. Essoll schon im 13. Jhdt. bestanden haben. 1720 wurde der alte Bann von B. zwischen den Dorf- Si halten Kerbach und Behren getheilt. Bettingen, verschw. Df. (Gde. Zimmingen, Ka. u. Kr. Bolchen, L.c Bettinga 1165; Bettingen 1240; B e t t a n ge 1250. - AVar alter Besitz der Abtei Lubeln, 1165 als Lehen der Abtei in Händen der Rollingen. Im 13. Jhdt. Sitz eines Rittergeschlechtes dieses Namens, das 1250-1283 erwähnt witd. A n den abgegangenen Ort erinnert noch die Bettinger Alühle 'jetzt Neumühle) und die Gangulf-Kapelle i s. d.). Bettinger B e r g , 357> m, östl. Buschbach, Ka. u. Kr. Forbach. Bettlach, Df. (Ka. Pfirt |s. 1790], Kr. Altkirch, O.-E.). 255 IL 50 Hsr. (10 GRe.) - 450 m. - AG. Pfirt i9,4); HSt. W( n nzhausen (5,8). - Bet lachen 1289. - Die Gde. umfasst den H O . B. (212 E. 42 ILr.) und die Aussenorte: Neu-hof, St. Blasius, Ziegelscheuer; den verschwundenen Ort Lilliskirch. - StEBez. Pfirt IL Wasserltg. (s. 1894). - Kath. Hilfspfarrei (s. 1802) des Dekanats Pfirt; Schutzheiliger St. Blasius (3. Febr.). Filiale: Linsdorf (s. 1802; vor der Revolution zur Pfarrei St. Blasien gehörig). Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. - Hammerschmiede mit 2 Hämmern (AVasserkraft). Ziegel- und Kalkbrennerei. B. gehörte zum Aleierthum Buchsweiler der Herrschaft Pfirt. Begütert war Kloster Lützel 1285. - B. gehörte zur Pfarrei Lilliskirch oder St. Blasien, jetzt Aussenort von B., w o noch heute die Kirche steht. Der Pfarrstempel von Bettlach zeigt jetzt noch den Namen Lilliskirch. - B. liegt an einem Kelten-, nachmaligen Römerwege von Pruntrut nach Burgfelden. Fränkische Grabfunde. G e m e i n d e w a l d 131.2 ha (Oberförsterei Plirtc (Buchen und Eichen.) Im Besitz der Gemeinde seit 1760 (bestätigt 1828), früher Eigenthum von 17 Gemeinden und der Grafschaft Pfirt is. Altptirt). B e t t l a c h e r w e i h e r im Banne von Kirchberg, 1526 in Lehnsbriefe wegen Saareck für Friedrich von Lützelburg erwähnt der Weiher von Pettlach), ferner 1596 in einer Lützelburg'schen Erbtheilung. - Schon seit längerer Zeit in Wiese verwandelt. Bettlachgraben s. 111 L B e t t l a c h w e i h e r im Illgebiet 1,6km östl,Largitzen, 2,5 k m südw. Heimersdorf und3,9km südw. Hiisingcn. 1,70 ha. Fischerei. A\rird alle 6-8 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfluss zum Forellen w eiher b a c h s. 111 33. Bettlainville s. Bettsdorf. Bettlerthalbach s. Andlau 2 B e t t u n g e n , verschw. Df. (Gde. Bühl, Ka. u. Kr. Saarburg, L.). S. Pettlingen Bettragoutte, Hf. (Gde. St. Blaise, Ka. Saales, Kr. Molsheim, U.-E.). 14 E. 2 Hsr. Soll u m 1800 entstanden sein. Bettringen, AVlr. (Gde. Holvingen, Ka. Saaralben, Kr. Forbach, L.i. lo7 E. 38 Hsr. - Betteringen 1238. - W a r Dorf der Herrschaft Püttlingen (s. d.). 1238 schenkte Grälin Agnes von Bliescastel der Abtei Wernesweiler in der Pfalz die Zehnten in Betteringen. B e t t r l n g e r - M ü h l e , Hs. (Gde. Holvingen, Ka. Saar- ! alben, Kr. Forbach, L.). 11 E. 1 Hs. Früher Alühle, die im Jahre lol7 erbaut worden sein soll. Die Alühlgcbäude sind 1883 abgebrannt. Bettsdorf, Df. (Ka. Aletzerwiese [1790-1802 Ka. Ltit-tingen], Kr. Diedenhofen-Ost, L.>. 466 E. 170 Hsr. (10 GRe.) - 260 m. - AG. Diedenhofen (21,0); HSt. Endorf (7,8), - Beltindorf 1121; Betesdorf 1176; Batclaville 1235; Bettlainville 1869; pat. B etlai nvelle. - D i e Gde. umfasst den HO. B. (213 E. 7.3 Hsr.i und die A O . Altdorf (s. 1811, vorher selbständigi, Alenchen; dgl. die verschwundenen O. Hasenholz, Alörsberg. Rexingen (zum Th., vgl. Lüttingen), St. H o n (?c - StEBez. Aletzerwiese. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Aletzerwiese (s. 1804), zu der auch Chelaincourt (Gde. Flevy) und Hessange (Gde. A'igy> gehört. iDer AO. Altdorf bildet jedoch eine Hilfspfarrei für sich.) Kirche zu Ehren Johannes Enthauptung (29. Aug.). Etwaige Reformirte gehören zur Pfarrei Diedenhofen. - Geschäftssprache französisch. B. war Dorf und Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit in der Probstei Sierck [s. d.| und im 16. Jhdt. folgender-massen getheilt: Ein Viertel gehörte zur Abtei A^illers-Bett-nach, ein Viertel zur Abtei St. A^incenz, die Hälfte zur Herrschaft Homburg-Kedingen. 1235 erwarb Isabeaz, Aebtissin von St. Peter in Aletz, den Allodialbesitz der AA'ittwe des Bertadon von Port-Sailly in Batelaville, Hasange, Haix und Hostelencourt; 1245 verkaufte Arnold von Port Sailly seinen Besitz an den Aletzer Bischof. Es ist demnach wahrscheinlich, dass im 12.-13. Jhdt. das Dorf zum Aletzer Gebiete gehörte und erst später, auf unbekannte AVeise, an Lothringen fiel. 1176 war die Abtei Busendorf dort begütert. 1635 wurde das Dorf durch die Lothringischen Truppen verbrannt. - B. war Pfarrei des Archipr. Kedingen. Den Kirchensatz hatten die Aletzer Bürgerfamilien von Port-Sailly 1242 an die Abtei St. Vincenz verkauft, welche ihn später an die Herrschaft Homburg veräusserte. - In der Nähe der alten Römerstrasse ist ein fränkisches Grabfeld entdeckt worden mit bemerkenswerthen Beigaben : Francisken, Lanzenspitzen, Gürtelschmuck aus Bronce, Halsband. - Römische Alünzen. Gern ein de w a l d 47,5 ha (Oberförsterei Kedingen). B a r t h e l e m y , Notice sur des antiquites recueillies k B. .Mem. de l'Ac. de Aletz 1842-43, 1. partie, S. 393.) Bettstein (Bassompierre , Df. (Gde. Bollingen [s. ; 1812], Ka. Fentsch, Kr. Diedenhofen-AArest, L.I. 124 E. 30 Hsr. - Bassonpetra 1138; B a s s o m p i e r r e 1290. - A^or 1812 selbständig und s. 1790 zum Ka. Audun-le-Roman, s. 1795 zum Ka. Aumetz und s. 1S02 wieder zum Ka. Audun-le-Roman gehörig. - Kapelle des hl. Lucas (18. Sept.), bis zum Konkordat zur Pfarrei Tressingen gehörig. Neutral erklärter Grenzweg (hinsichtlich des Zollverkehrs) zwischen Grenzstein 145 und 146. (Argl. Bollingen.) B. war Dorf der Pr£vöte Sancy und Sitz einer Lehensherrschaft des Herzogthumes Bar. Zu derselben gehörten in heutigem Bezirk Lothringen 1681: Aumetz, Bettstein, Havingen, Gondringen, Tressingen und Lüdelingen. 1138 schenkte ein Herr von Apremont allodialen Besitz in Bettstcin an die Abtei St. Benoit en Voivre. D as alte Geschlecht von Bassompierre soll aus d e m Hause de Dampierre stammen. 1292 huldigte Orris de Dampierre, Ritter, Herr von Bassompierre dem Grafen von Bar, und versprach ihm, dass seine männlichen Erben Bettstein von ihm als Alannlehen in Zukunft tragen würden. Frühere Lehensträger waren die Edeln von Briev. - Die Herrschaft war noch 1749 im Besitze des Alarquis de Bassompierre. Das Schloss, mit vier Eck-i thürmen, von welclren nur noch Ruinen vorhanden sind, ist 1489 durch die Aletzer belagert und 1635 auf Befehl Richelieu's zerstört worden. (S. Bettstein, Baronie.) 40,7 ha Antheil am G emeind e w a 1 d Bollingen-Bett- I stein (Oberförsterei Diedenhofen). |