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Show lins, h 1 (3 Alaas und Vosges gebildet; die ursprünglichen Namen Bar für Alaas. Aletz für Alosel und Lothringen für Meurthe wurden schon 1790 aufgegeben. AI. Parant, Tableau des communes de la Aloselle. Metz 1825. S temer, Traite du dept. de Aletz 1756. Chastellux (Cte. de), Le territoire de la Aloselle, histoire et statistique. Metz 1860. de Bouteillier, Dictionnaire topogr. de l'ancien dCpt. de la Aloselle. Paris 1*74. de Saint-Mar tin, Atlas g c o g r . s t a t . e t h i s t o r . d e Li Aloselle. Aletz 1864. V i v i l l e, Dict. du dept. de la Aloselle. Aletz 1*17. Verronnais, Statistique du dept. de la Aloselle. Aletz 1*44. R e i m a n n , E.. Unterhandlungen über die Herausgabe von Aletz, Toul und A'erdun. 1*74. Bonvelot, Hist. du droit et des institutions de la Lorrainc et des trois evi'-che's, I. Bd. Paris 1895. Alichel, Emm., Histoire du Parlement de Aletz. Paris 1*4.5. Leclerc, (L.), L e Parlement de Metz. .Metz 1855. E m m e r y , Recueil des Cdits, dgclarations et lettres patentes enregiströs au Parlament de Aletz 1771 u. s. w. 5 Bde. [dPr.] Bitsch, St. (Ka. Bitsch |s. 17901, Kr. Saargemünd, L ) . 2854 E. iSterbef. 20,3. leb. Geb. 23,2 auf 1000), 387 Hsr. (18 GRe.) Serv.-Kl. IV. - 366 m. - KrHO. Saargemünd (32,4); Bhf. B. (0,7). - Bytis castrum 1172; Bitch 1205; llit.s 1225; Bitehe 1869, - Die Gde. umfasst den HO. B. (2691 E.349 Hsr.iund die A O . Bissemberg, Freudenberg,<reis-bronn, Grosshohekirkel, Herzogshtind, Ochsenmühle, Pfaffenberg, Ramstein, Reyersweiler 'früher Rothstieg genannte Rochathof (auch Hazardhof genannt), Stockbronn, Wolfs-brunn, AVolfsgarten, Ziegelscheuer; die unbew. O. Damenkapelle u. St. Sebastian; die verschw. O. Bamersbacherthal, Dietersbach (?), Dorstc-c Kaltenhausen, Parelle, Renoncourt, Repairehof, Rohr und Würschweiler. (.ab 1845 einen Theil seiner Gemarkung an die Gde, Hottweiler (Ka. Wolmünster, Kr. Saargemünd) ab. Die früheren A O . A n der Strasse nach Saargemünd und Bitscher Fort werden jetzt zum HO. gerechnet. Komdtr. 2. Bat. Inf. R. Markgraf Karl (7. Brandenb.) Nr. 60. Filiale des Art. Dep. in Strassburg i. E. Fortif. Garn.-Verw. Garn.-Laz. - P. IL KL T. Bhf. (s. 1869). AG., umfassend den Ka. Bitsch und 11 Gden. vom Ka. Wolmünster. Notar. Ge-richtsvollz. kantonal-Polizeikommissar für den Ka. B. und AVolmünster zur Hälfte. Gendarmeriestat. 3 Oberförstereien: Bitsch-Nord, Bitsch-Süd und Lemberg (Forstaufsichtsbez. ALtz-Saargemünd). Oberstktr. StA. I. VerkehrsStA. Stktr. StEBez. für die Gden. Bärenthal, Bitsch, Egelshardt,« .öizcn-brück, Hanweiler, Haspelscheid, Lemberg, Liederscheid, Meisenthal, Alünzthal-St. Louis, Alutterhausen, Philippsburg, Reyersweiler, Roppweiler, Saareinsberg, Schorbach, Sturzelbronn. Oktroi (s. 1741, durch Ordonnanz vom 17. Aug. 1711c Institut St. Augustin 'als Filiale des bischön. Knabenseminars in Alontigny 1*27 eröffnet, befolgt den Lehrplan eines Progymnasiums). Handwerkerfortbildungsschule (s. 1889). Höh. Mädchenschule der Schwestern der hl. Christiana aus Aletz. 2 Aerzte (1 Kantonal- und 1 Militär-Arzt). Apotheke. Hospital St. Joseph (s. 1868, 25 Betten, für Kranke und Sieche, Pflege durch Schwestern der Arorsehung von St. Johann von Bassel). Armr. (Gründungsjahr unbek.). Filiale der Sparkasse von Saargemünd (s. I8ö'2c Oeffentl. A^orschusskasse, umfassi nd die Gden. B., Bärenthal, Haspelscheid, Aleisenthal, Philippsburg, Reyersweiler, Schorbach, Sturzelbronn, Schlachthaus (s. 1856). AVasserltg. (s. 1889). Arcrbds.-Fw. (s. 1888, 3 Spritzern. Krgv. (s. 7. Febr. 1886). - Kath. Pfarrei IL Kl. 's. 1*02), Sitz eines Archipr. des Bisthums Aletz, umfassend die Pfarreien IL Kl. Bitsch und Götzenbrück und die Hilfspfarreien Althorn, Egelshardt, Hanweiler, Haspelscheid, Lemberg, Liederscheid, Aleisenthal, Alünzthal-St. Louis, Alutterhausen, Reyersweiler, Roppweiler, Schorbach und Sturzelbronn. Die Pfarrei Bitsch (Schutzheilige hl. Katharina, 25. Nov.) begreift die Gde. Bitsch mit Ausnahme der AO. Pfaffenberg und Stockbronn, welche nach Egelshardt, sowie Herzogshand und Ziegelscheuer, welche nach Haspelscheid eingepfarrt sind. Prot. Pfarrei Augsb. Konf.. Konsist. Saargemünd, Insp. Lützelstein (s. 1875 [bis 1882 selbstdg. Vikariat, dann Pfau.. vorher Filiale von Mutterhausen). Sprengel: du- Ka. Bitsch ' ausser Bärenthal, Philippshurg und Alutterhausen i, Rohrbach (ausser Gross-Rederchingen) und Wolmünster. Die Israeliten gehören zum Rabbinat Saargemünd. - Sektion des Vogesen-Clubs (s. 1884). - Sandsteinbruch (3 Arbeiter.; kl. Sägemühle; kl. Getreidemühle; kl. Limonaden- und Selterswasserfabrik. - Stadt, elektr. Beleuchtungsanlage (s, 1899), auch zum Maschinenbetrieb dienend. Lebhafter Handel, namentlich mit Wollgeweben, Leder, Getreide, Kartoffeln und Wein. Anf. März, Anf. Mai, Ende Aug. und Ende Okt. Kram- und Viehmarkt. Die Stadt B. ist neueren Ursprungs: sie ist nach der im 30jährigen Kriege erfolgten Zerstörung der Weiler Kaltenhausen und Rohr (s. d.) entstanden. Als bei der Erweiterung der Festung 1681, dann 1701-1714, die Wohnhäuser auf dem Feslungsberge beseitigt worden waren, bildete sich die heutige Stadt. Sie wurde 1*44 in die Befestigung einbezogen, gegenwärtig ist aber ihre Befestigung wieder aufgegeben. 1870, IL-21. Sept. wurden Festung und Stadt B. beschossen, ohne dass jedoch die Uebergabe erreicht wurde (vgl. unten). - Anfang des 17. Jhdts. wurde in B. ein Kapuzinerklostcr gegründet, das 1765 den Augustinern überlassen wurde. Das Kloster bestand bis zur Revolution; es ist jetzt bischöfliches j Progymnasium. - B. war im 1*. Jhdt. Annexe der kath. Pfarrei Schorbach, wurde dann 177o selbständige Pfarrei I (Kirche gebaut, früher nur Kapelli I und bekam als Pfarrannexen die heutigen Hilfspfarreien Mutterhausen (bis 1804 , ! Haspelscheid (dgl.), Egelshardt (dgl.) und Reyersweiler 'bis 1863). - Bis zur Zeit Napoleons I. wurden keine Evangelischen in B. geduldet. 1846-1875 war B. Filiale der prot. Pfarrei Mutterhausen, alle 4 Wochen war evangelischer Gottesdienst. Die Kirchenbücher gehen bis 1852 zurück. Die prot. Kirche ist l**i' erbaut worden in romanischem Stil. I ),is alte Schloss B. soll auf dem benachbarten Schlossberg bei Lemberg gestanden haben und erst nach Besitzergreifung durch die Zweibrücken auf seine heutige Stelle verlegt worden sein. Kaiser Friedrich III. gestattete 1442 dem Grafen von Zweibrücken, zu Bitsch einen Wochenmarkt abzuhalten, unter Zusicherung kaiserlichen Schutzes. - 1293 fand in der . Nähe von B. eine grosse Schlacht statt zwischen Bischof Bouchard d'Avesnes von Metz und Herzog Ferry III. von Lothringen ; letzterer wurde völlig gesehlagen und schwer verwundet. A m 20. Dez. 1446 bemächtigte sich ein französische! Edelmann, Jacquemin de Beaumont, des Schlosses B. und übergab dasselbe 19. Alärz 1447 dem Grafen von Lützelstein, doch wurde es a m 12. Alai von den Lothringern und ihren Verbündeten wieder zurückgewonnen. A m 18. Mai 1634 ergab sich die Festung den Franzosen unter dem .Marschall de la Force. Nach dem Vertrage vom 21. Febr. 1661 geräumt, wurde sie am 14. Okt. 1670 durch den .Marschall de Crequi besetzt und bis 1698 behalten. Die 1680 durch Vauban angelegten Festungswerke wurden nach dem Frieden von Rysswyk geschleift, 1701 - 1714 aber neue Befestigungen angelegt (vgl. oben) und 1741 - 1754 erweitert. Nach dem Frieden von Rastatt wurden die Befestigungen abermals geschleift. Auf Grund des \\riener A'ertrags (1735) und des A'ertrags von 1737-173* wurde B. endgültig durch Frankreich besetzt. 16-17. Nov. 1793 erfolgloser nächtlicher Angriff einer Abtheiiung der prcussjschen Armee unter 1 Oberst Graf AVartensIeben tiuf B., das seit Anfang Oktober durch den Prinzen Hohenlohe eingeschlossen war. V om 20. Nov. 1815 bis 15. Nov. 1818 war B. durch bayerische I Truppen besetzt. Während des Krieges von 1870-71 wurde B., das im Anfange desselben Hauptquartier und Sammelplatz des 5. französischen Corps unter General de Failly wtir, nicht erobert. Die Festung ist erst auf Grund der Friedenspräliminarien vom 26. Febr. 1871 und in Folge der Kapitulation vom 23. Alärz (abgeschlossen zwischen dem bayerischen Obersten Kohlermann und dem Kommandanten |