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Show Gerschweiler AVeiher - Gertweiler. •.;;<> weltliches Gebäude noch bestehen soll. Der Bann kam an Pfetterhausen. Erhalten die Flurnamen Gcrschwillerboden, -matten, -wald, -weiher. Gerschweiler Weiher, Ober- und Nieder-, im Larggebiet.1,5km nordwestl. Pfetterhausen - 4 bzw. 7,5 ha.; Abfls. s. Larg 9. Fischerei. Werden alle 6-10 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Gersingen, verschw. Hof. (Gde. Metairies-St. Quirin, Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.). W a r ehemals Besitz des Benediktiner-Priorats St. Quirin, zuerst 1471 erwähnt, 1696 zuletzt aufgeführt. - (Ob identisch mit Ober-Geisse? s. d.) Gerskopf, H., 375 m, TP., nördl. über Busweiler, Ka. Wolmünster, Kr. Saargemünd. Gerstacker, Sennh. (Gde. Goldbach, Ka. St. Amarin, Kr. Thann, O.-E.). 1 E. 1 Hs. Laut Urbar von St. Amarin gehörte der AVeidegang 1550 der Abtei Alurbach. 1789 wurde G. den Gemeinden Goldbach und Neuhausen als Eigenthum überlassen. Gerstenbach s. Ober-, Untergerstenbach. Gerstenbach, Wlf , s. Thur 3. Gerstheim, Df. (Ka. [s. 1799] u. Kr. Erstein, U.-E.). 1484 E. 281 Hsr. (12 GRe.) - 154 m. - AG. Erstein (7,0); Strbst. G. (0,3). - Gersheim 1050; ma. Ger sehte. - Umfasst die verschw. O. Langgrundhaus und Schwanau. An die Gemeindegemarkung stösst die abgesonderte Gemarkung Ottenheim (Theil der Gemarkung der badischen Gde. Ottenheimc -P.F. Uebergangssteuerstelle. Ortseinn. StEBez. Erstein. Armr. (s. 1866). VerbdsFw. (s. 1887, 3 Spritzen). - Station der Niederbronner Schwestern vom göttlichen Erlöser (s. 1851). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Erstein (s. 1802). Schutzheiliger hl. Dionysius (9. Okt.). Prot. Pfarrei Augsb. Konf., s. 1852 Sitz eines Konsistoriums der Inspektion St. Wilhelm (vorher St. Thomas) in Strassburg (vorher zum Konsistorium Sundhausen gehörig). Das Konsistorium umfasst die Pfarreien Boofzheim, Erstein, Gerstheim, Obenheim, Plobsheim. Die Israeliten gehören zum Rabbinat Oberehnheim. Synagoge (die jetzige s. 1874, eine frühere bestand s. 1820). Jüdischer Friedhof in Schlettstadt. Elsässische Tabackmanufaktur (Filiale von Strassburg-Neudorf, 1894 82 Arbeiter,). Handel: Getreide. - Tabackbauverein. - Strbst. (s. 1886). Rheinschiffbrücke (Gerstheim-Ottenheim), 1873 von Elsass-Lothringen erbaut. Aufsichtsbehörde: AVasserbau-bezirk Strassburg. G. wird 1050 zum ersten Alale erwähnt: Die Abtei Hohenburg erscheint damals dort begütert. G. war reichsritterschaftlich und Sitz der 1791 ausgestorbenen freiherrlichen Familie Bock von G., die es 1378 von Eberhard von Werdenberg erworben hatte. 1390 verkaufte Johann Bock die Hälfte des Dorfes den Zorn von Bulach, die von da ab neben den Bock im Besitz blieben. Im 18. Jhdt. waren auch die Dettlingen Mitbesitzer. - Kirchlich gehörte G. zum Landkapitel Rheinau. Das Patronatsrecht besass der Bischof von Strassburg, den Zehnten das Domkapitel. 1546 wurde die Reformation in G. eingeführt; 1685 das Simultaneum (bis 1872); 1693 kath. (königl.) Pfarrei, Filiale Obenheim (bis 1861). Die prot. Kirche ist 1872 erbaut worden. Zur prot. Pfarrei gehörten bis 1884 auch Erstein und Osthausen. - Bei G. stand früher das Schloss Schwanau (s. d.), das 1333 von den Strassburgern im Kriege gegen Walter | von Geroldseck genommen und zerstört wurde. Das Gut kam als Unterlehen an die Marx von Eckwersheim, dann an die Bock. Die Kirchenbücher gehen bis 1812 zurück. - Bronze-, Hallstatt- und römische Funde, namentlich ein Basrelief, Ziegel und Münzen. - G. ist Geburtsort des Fr. Jac. R e u c h 1 i n, Professor der prot. Theologie an der Universität Strassburg, geb. 1695, gest. 1788. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Erstein) 50,3 ha. Gerstiingen, Df. (Ka. Busendorf [s. 1790], Kr. Bolchen, L.). 304 E. 87 Hsr. (10 GRe.) - 205 m. - AG. Busendorf (5,5); BSt. G. (1,07). - Gerseiingen 1544; Guerchelin 1742. - 1811-1815 war G. sammt seinem AO. Niedwellingen AO. der Gde. Lognon oder Ihn in Preussen. Die Gde. umfasst den HO. G. (209 E. 59 Hsr.) und den AO. Niedwellingen. - BSt. (s. 1901). Uebergangssteuerstelle. Ortseinn. StEBez. Busendorf I. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Busendorf (s. 1826, vorher 1808-1815 Annexe der trierischen Pfarrei Ihm, die Gden. G. und Heiningen (Schrecklingen ausgenommen) umfassend. Kirche des hl. Moritz (22. Sept.), 1830 umgebaut. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in St. Avold. G. war Dorf der Herrschaft Berus (s. d.), welcher jedoch nur die Hochgerichtsbarkeit zustand. Das Uebrige war zwischen der Abtei Busendorf und den Herrschaften Dalheim, Freisdorf und Siersberg getheilt. - G. war vor 1808 selbständige Pfarrei des Archipr. St. Avold. Den Kirchensatz hatten die Grundherren von G. - An verschiedenen Stellen auf dem Dorfbanne haben sich Back- und Ziegelsteine sowie Reste eines Alosaikbodens aus der Römerzeit gefunden. Eine alte Strasse heisst die Salzstrasse. Gemeinde wald (Oberförsterei Busendorf) 66,9 ha. Gertenbach s. Thur 3. Gertenholz, Staatswald (Gde. Germingen, Ka. Rixingen, Kr. Saarburg, L.). 70 ha. Oberförsterei Finstingen. (Hainbuche, Eiche, Esche, Aspe, Erle. Linde, Birke.) Muschelkalk. Der Wald scheint zum lothringischen Lehen Germingen (Guermangei gehört zu haben (s. d.). Gertingen, Df. (Ka. [1790-1802 Ka. Bisten, 1802 Ka. Busendorf, 1811 Ka. Saarlouis, 1815-29 Ka. Busendorf] u. Kr. Bolchen, L.). 405 E. 108 Hsr. (10 GRe.) - 260 m. - AG. Bolchen (10,5); HSt. Kreuz wald (5,6). - Gertinge 1246; Guertanges 1360; Guerting 1869. - Von 1811-1833 AO. von Ham unter Varsberg. Die Gde. umfasst den HO. G. (380 E. 104 Hsr.) und die AO. Gertingen (Fsths.), St. Johann, St. Julius, St. Nicolas. - StEBez. Bolchen IL - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Bolchen (s. 1838, vorher s. 1804 des Archipr. Busendorf). Kirche des hl. Jacobus des Aelteren (25. Juli), 1842/43 erbaut. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in St. Avold. - Sandsteinbruch. G. war Dorf der lothringischen Lehensherrschaft Varsberg (s. d.) mit ganzer Gerichtsbarkeit. Es war zuerst lothringisches Lehen in Händen der Grafen von Saarbrücken. 1216 wurde es dann dem Huart, Sohn des Hugo Grafen von Lützelstein, zu Lehen überlassen. Bei der Gründung der Herrschaft Neu-AA\arsberg 1303 (s. Varsberg, Herrschaft) ist es derselben zugewiesen worden. Das Lehen aber verkaufte A'olmar Graf von Lützelstein 1342 dem Johann von Hamberg, Herrn zu Keskastel und A'arsberg. - G. war vor 1804 Annexe der Pfarrei Falk. 1360 wird es als Pfarrei des Archipr. AVaibelskirchen aufgeführt. Gern ein de wald (Oberförsterei Bolchen i 47,5 ha. Gertingen, Fsths. (Gde. Gertingen, Ka. u. Kr. Bolchen, L.). 4 E. 1 Hs. L881 erbaut. Gertingerbach s. Bist 2. Gertweiler, Df. (Ka. Barr [1790 Ka. Barr, 1802-1828 Ka. Oberehnheim, dann wieder Ka. Barr], Kr. Schlettstadt, U.-E.). 820 E. 192 Hsr. (12 GRe.) - 180 m. - AG. Barr (1,8); Hp. G. (0,3). - Gertenwilre Anfang des 13. Jhdts.; Gerte wilre 1287 ; ma. Gert willer. - Umfasst den verschw. O. Ziegelei (Specht). - P. F. Oeffentl. Fernsprechstelle (s. 1898). Hp. (s. 1864). Ortseinn. StEBez. Barr. Armr. (s. 1820). Verbds.- Fw. (s. 1883, 3 Spritzen). AVasserltg. (s. 20. Okt. 1901). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Barr (s. 1863, vorher Filiale von Alittelbergheim). Schutzheiliger hl. Bartholomäus (24. Aug.). Prot. Pfarrei Augsb. Konf., s. 1802 zum Konsistorium Barr (Inspektion St. Thomä in Strassburg) gehörig. Simultankirche. - Oelmühle. Getreidemühle. Lebkuchenfabrikation. Handel: Wein. In dem gefälschten Testament der hl. Odilia (angeblich von 708) wird dem Kloster Niedermünster Besitz in G. zugetheilt. Urkundlich erscheint das Kloster erst 1287 in G. |