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Show Bockenhof - Bollingen. 115 7. Juli 1629 dem Herzogthum Lothringen zugesprochenen Lehen des Bisthums Aletz: (A11 -) S a a r w e r d e n und B o c k e n h e i m (Burg und Stadt) (s. Saarwerden Grafschaft); nach den durch die Kriege herbeigeführten Lnruhen wurde das herzogliche A m t durch Edikt vom 23. April 1666 neu errichtet; das Amtsgebiet wurde 1667 dem Grafen Karl Heinrich von Vaudemont als Lehen verliehen, 1671 von Frankreich besetzt, durch Spruch der Reunionskammer in Aletz vom 11. Juli 16*0 reunirt, im Rysswyker Frieden wieder an Lothringen abgetreten, worauf durch Edikt vom 31. August 1698 die herzogliche Prevöte mil einem Forstamte (gruierie) wieder hergestellt wurde; letzteres ist 1747 wieder eingezogen, und nach Saargemünd . Maitrise des eaux et forets) verlegt worden. Als 1751 die neue Eintheilung des Herzogthums in Bailliages erfolgte, wurde die Probstei beibehalten, jedoch der Kastellanei Saargemünd unterstellt. Die Probstei blieb auch nach der Vereinigung von Lothringen mit Frankreich (1766) bestehen, wurde durch Dekret vom 2h. Febr. 1790 aufgelöst und das Amisgebiet dem Distrikte Bitsch, durch Dekret vom 23. Nov. 1703 dem Distrikte Neu- Saarwerden des Departements Bas-Rhin, durch Dekret vom 8. Alärz 1800 dem Arrondissement Zabern zugetheilt. Durch die Arereinigung von Bockenheim mit dem früher Saar-brücken'sehen Neu-Saarwerden unter dem Namen Saarunion wurde das alte Amtsgebiet aufgelöst und (Alt-)Saarwerden selbständige Gemeinde. Alit Nassau-Weilhurg wurden im Vertrage vom 24. Jan, 177o verschiedene Bestimmungen über die beiderseitigen Rechte getroffen; insbesondere wurde als Souveränitätsgrenz.e die Alitte der Saarhrücke zwischen Bockenheim und Neu-Saarwerden bestimmt; auch wurde (Art. 17) das gegenseitige Weiderecht (parcours) der Gemeinde Bockenheim und der Saarvverd'sehen Dörfer aufgehoben. Litt er.: Durival, Description de la Lorraine et du Btirrois, Nancy 1778. L e w , Jos., Geschichte der Stadt Saarunion (Vorbruek-Schirmeck 1898). S. auch die Litteratur bei Saarwerden und Saarunion. |dPr.| B o c k e n h o f , Hf. (Gde. Suftgen, Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L.i. 4 F. 1 Hs. - Bock 1756. - AVar Hof und Lehen der Aleierei Suftgen i s. iL), schon 1648 erwähnt. AVahrscheinlich v. einem Herrn v. Bock gegründet. lo*l reversirte Alarie Joanne Bock für das Edellehen in Suftgen, das von Rodemachern lehensrührig war. B o c k f e l s e n oder B o c k s t e i n bei St. Nabor, Ka. Rosheim, Kr. Alolsheim. Ueber die Sage s. Stüber, Elsäss. Sagen. N. A. II, S. 34 und 200; vergl. auch Nr. 44 S. 35. B o c k h o l z , Hsr. (Gde. Deutsch-Oth, Ka. Fentsch, Kr. Diedenhofen-West, L.c 24 E. 2 Hsr. 1850 erbaut. B o c k l o c h k o p f , B., ca. 1130m, im Grenzkamm zwischen Bussang- und Bramontsattel, sw. Wildenstein im obern Thurthal. Bocklochrunz s. Thur ö, 6. B o c k s b e r g , Lisi. Früher A O . der Gde. Kinzheim (Ka. u. Kr. Schlettstadt, U.-E.), bildet s. 1891 einen Theil der Gde. Orschweiler. B o c k s m ü h l e , AI. (Gde. Mandern, Ka. Sierck, Kr. Diedenhofen- Ost, L.i. 5 E. 1 Hs. Soll seit Alitte des 1*. Jhdts. bestehen. Z. Zt. nicht in Betrieb. B o c k s t e i n s. a. Bockfelsen. Bockstein, Felsen auf der Weide-flache unterhalb des Herrenwaldes, hei (östl.) St. Amarin. B o c k s w a s e n , Sennh. (Gde. Sondernach, Ka. Alünster, Kr. Colmar, O.LE.). 1 Hs. Fntstehungsjahr unbekannt; die Sennh. soll jedoch über 100 Jahre alt sein. B o c k s w a s e n (Buehswasen i, B., s. Steinberg. B o d e n b a c h s. Doller 23. B o d e n h e i m , abg. Ort, an der Breusch, zwischen Dorlisheim, AVolxheim und Kolbsheim. Potenchaime (Trad. AViz.) 712; B o d e n h a i m 736; B u o t e n h e i m 1128; Botra-m e s h e i m 1179. Begütert: 712 Kl. Weissenburg; 736 Kl. Alurbach; 1128 Kl. Maursmünster. Bodenhiesergraben s Zorn 39. B o d e n m a r k , Fsths. (Gde. Heinrichsdorf, Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L.c 4 E. 1 Hs. 1.86,5 erbaut. B o d e n m ü h l e , M. (Gde. u. Ka. Rufach, Kr. Gebweiler. O.-E.c o K. i I B . ßej der B o d e n m ü l l e n 1592. Später wurde darin eine Fabrik, dann eine Färberei betrieben; letztere brannte 1**7 nieder. Seitdem besteht wieder eine Getreidemühle dort. Bodenwaldbach s. Zinsel 10. B o d e r s h e i m , verschw. Hf. (Gde. Waltenheim, Ka. Hochfelden, Kr. Strassburg, U.-E.). Im 30jährigen Kriege abgebrannt. Gehörte zur Pfarrei Waltenheim. Das Gut ging durch A'ermächiniss zu 2 3 an die Gde. Waltenheim, zu '/:t an die Gde. Wingersheim über. B ö c k e l e , Hsr. Gde. Luttenbach, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.). Früher als AO. bezeichnet, jetzt Theil der Gde. Böcklerunz, s. Fecht 21. Boecklinsau, Name einer verlandeten Rheininsel bei Ruprechtsau is. d.) noch in einer Fischereiordnung von 141' erwähnt. Den Namen von Böcklinsau haben die von Böcklin, Nebenlinie des Strassburger Geschlechtes von Bock (s. Ruprechtsau), angenommen. B ö d e l e (Mongoutte), Hie. (Gde. u. Ka. Alarkirch, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). lo LL 2 Hsr. L'mfasst jetzt auch den früher besonderen AO. Essclv, Hl. - Mayt-rholt oder Scheuren sampt den zugehörigen Guetter in Sanct-Blesich-ban in A m e n g o t t t h a l gelegen» 1.577, Amongott 1600; tuilerie de Alongoute 1789, Montgoutte 1839. B ö d e l e , franz. Alontgoutte, B., 530,7 m, Ausläufer am rechten Ufer der Leberbaches zwischen Markirch und St. Kreuz. B ö d e l e b a e h s. Leber 12. B o e h l g r a b e n s. Rohrbach (Zorn) 1. B ö h m e n k ö p f e l , 301,5 m, nördl. über Reipertsweiler (Ka. Lützelstein, Kr. Zabern, U.-E.). B ö h m s b e r g . H., s. Altenheim i Ka. u. Kr. Zabern, L'.-E.). B ö h r i n g e r , W. (Gde. Garburg, Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L.). * F. 1 Hs. Ende der 70er Jahre erbaut. Bölligweiherbach s. Larg 22. Bollingen, Df. (Ka. u. Kr. Chäteau-Salins, L.). (1790 Ka. Habudingen, später bis 1802 Ka. Dalheim). 168 E. 47 Hsr. (10 <;Re.) - 240 m. - AG. Chäteau-Salins (11,9); HSt. Habudingen (4,4). B i 11 a n g e 1274 ; B o u l a n g e 1336; B i 11 i n g e n 15o.'; Bellange 1869; ma.B1 ange. - Die Gde. umfasst den HO. B. (163 E. 4f> Hsr.) und den AO. Obere Alühle; den verschw. Ort Untere Alühle. -Ortseinn. StEBez. Chäteau- Salins. AVasserltg. (s. 1884). - Kath. Hilfspfarrei (s. 1802) des Archipr. Chäteau-Salins, bis 1837 mit Dalheim als Annexe. Schutzheiliger der Kirche der hl. Marcellus (16. Jan.i der Gde. der hl. Remigius 1. Okt). - Geschäftssprache französisch. B. war Dorf der bischöflichen Kastellanei Habudingen (s. d.i und Sitz eines Lehens derselben; wie es scheint, ohne ganze Gerichtsbarkeit. Ein gleichnamiges Geschlecht, Inhaber des Lehens, wird schon im 13.Jhdt. erwähnt, es scheint im Alannesstamm mit Johann von Belange, Schwiegervater des Johann von Chambley, ausgestorben zu sein. Das Lehen wird wohl Letzterem zugefallen und mil Chäteau-Brehain vereinigt worden sein; denn es war 14.50 in Händen der Bever von Boppart, dann Besitz der Bacourt, endlich der Kriechingen, die sämmtlich Herren von Ch.-Br6hain waren. Das Dorf selbst wurde 1337 an Peter von Bar, Herrn von Pierrefort, verpfändet. Im Besitze des Lehens waren: 1502 Hunolstein, 170* Le Changeur, 1747 Faydeau. - 1250 war das Kapitel St. Sauveur in Aletz in B. begütert. - B. war vor 1802 Pfarrei des Archipr. Habudingen. Der Kirchensatz und die Zehnten, welche früher Besitz der Abtei Neumünster in der Pfalz waren, gelangten schliesslich 1606 an das Dem- |