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Show Ammerschweier - Ancv a. d. Mosel. 29 von Ingersheim nach Kaysersberg und nach St. Die. Bronze- Funde. Kirche zum hl. Martinus, gothischer Bau aus verschiedenen Zeiten. Chor und Thurm aus dem 14.-15. Jhdt. Schiff aus dem lo. Jhdt. Orgeltreppe aus dem 17. Jhdt. Mehrere gute spätgothische Skulpturen und ein kolossaler gut gearbeiteter Cruzifixus. Viele Reste der mittelalterlichen Befestigung (13.-lö. Jhdt.) und viele zum Theil werthvolle Renaissancehäuser und -Brunnen. Gemeindewald (Oberförsterei Kayserberg) 1160,7 ha. 350-830 m über dem Meere. Granit. Vogesensandstein. (Tannen-Hochwald, sowie Eichen- und Kastanien-Niederwald, i Alter Besitz der Gemeinde. Ch. M [ehl], Ammcrsehwihr. [Mit Bild.] (Rev. Alsacienne X, 350-359.) Ammerschweier, Kanton. Der Ka. A. (1795-1802), isOO- ls02 zum Arrondissement Colmar gehörend, umfasste die Gden. Ammerschweier, Bennweier, Ingersheim, Katzen-thal, Kaysersberg, Kienzheim,Niedermorschweier,Sigolsheim. Von diesen gehörten Bennweier, Kaysersberg und Kienzheim vorher zum Ka. Kaysersberg, die übrigen zum Ka. Türkheim. 1802 kamen alle Gden. zum Ka. Kaysersberg. Ammerschweierer Vorhof (Kopf) s. Vorhof (Kopf). Ammerschweierer Wetterkreuz s. Weiterkreuz, Ammerschweierer. Ammerzweiler, Df. (Ka. Dammerkirch [s. 1790], Kr. Altkirch, O.-E.). 250 E. 47 Hsr. (10 GRe.) AG. - Dammerkirch (9,2); HSt. Burnhaupt, (8,0). - 300 m. - A m a r a t v i 11 a 1105; Amratzwilr 1283; ma. A mmerz willer. - StEBez. Obertraubach. - Kath. Hilfspfarrei des Dek. Dammerkirch (s. 1802); Schutzheiliger St. Stephan (26. Dez.) Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. A. war Dorf des niederen Gerichts Burnhaupt, Herrschaft Thann. Unter den Gütern, die 1271 der Graf von Pfirt dem Bischof von Basel verkaufte und von ihm zu Lehen nahm, war Schloss und Hof A. In A. war ein Dinghof der Waldner von Freundstein 1570, dieselben hatten das seit 1840 gänzlich abgetragene Schloss bis 1789 im Besitz ; dasselbe war wohl früher österreichisches Lehen. Ferner war begütert 1336 die Johanniterkomthurei Mülhausen. Den Zehnten hatte 1307Burckhard Vicedominus miles vom Bischof von Basel als Burglehn für Pruntrut. Eine Familie des Namens, wohl Pfirter Ministerialen, im 12. Jhdt. erwähnt. - Die Pfarrei war Sitz des Landkapitels des Sund-gaiis s. d.), und, nach der Theilung desselben auch des Landkapitels Masmünster (s.d.); den Kirchensatz hatte das Landkapitel des Stsndgaus, seit 1789 die Offiziale des letzteren und des Kapitels von Masmünster abwechselnd. Eine Ecc. paroch. B. M. V. Assumptae wird 1345 erwähnt in einer Autorisation des Bischofs und Kapitels zu Basel an den Herrn von Fro-burg, wonach er 100 Silbermark seiner Gemahlin Adelheid von Ramstein auf die Güter der Kirche assignieren durfte. - A. liegt an einem Kelten- späteren Römerwege von Pruntrut über Dammerkirch nach Burnhaupt. Die Kirche ist neu, doch mit spätgotischem Chore, darin eine hübsche Custodia. Gemein de wald: 94,7 ha (Oberförsterei Altkirch). Ammoniakfabrik, s.gm. <Gde., Ka. u.Kr. Bolchen, L.). 10 E. 1 Hs. 1884 ist die Ammoniakfabrik in eine Sgm. umgewandelt worden. Amneville, Wir. iGde. Gandringen, Ka. Moyeuvre, Kr. Diedenhofen-West, L. . '.2 E. 11 Hsr. - Amerelli-villa 1075; A m e n in ville 1320. - War Dorf und Sitz einer Grundherrschaft der Probstei Briey is. d.) und wurde schon im 13. Jhdt. als Pfandlehen an Metzer Familien vergeben, so 1285 an Jean de La Cour, 1360 an die Baudoche und de Vy, Le Hungre, 14"4 an die Braidy, 153o an die de Heu, 1598-1628 an die de Raigecourt, lö78 an die Pierron, 1707 an die De Bettainviller, 178b an die De la Stille. Die Abtei St. Paul in Verdun war im 15. Jhdt. in A. begütert, die Abtei Juslberg hatte dort eine Grundherrschaft mit einer Mühle, einen Hof und den Kirchensatz. 1404 wurde A. zerstört. - A. war bis 1804 Pfarrei des ehemaligen Archipr. Rombach mit einer Kirche (jetzt Wohnhaus und Scheuer) zu Ehren des hl. Remigius. Zur Pfarrei gehörte der Ort Gandringen, wo sich die Pfarrei jetzt befindet. Der Kirchensatz, welcher 1230 der Abtei Justberg bestätigt wurde, kam später an die Lehensherrschaft. Ampfersbach, Wir. (Gde. Stossweier,Ka.Münster, Kr. Colmar, O.-E.). 229 E.3öHsr. - Amphersbac, Amphers-bach 13. Jhdt., ze Ampferspach 1330, 1407, 14.50; ma. Ampferschbach, Ampferschba. - Baumwollweberei mit Wasser und Dampfkraft von Johann Kiener Söhne zu Günsbach. 141 Webstühle, 75 Arbeiter. 1 Sägemühle. - Elektrische Beleuchtung. Ampfersbach, Wlf., s. kleine Fecht. A m Rhein, Landkapitel des Bisthums Basel, s. Citra Rhenum. Amselkopf, Berg, 615 m, nordöstl. Thann. A n s. die Hauptnamen, z. B. An der Doller (Haus) s. Doller, An der. Ancerville, s. Anserweiler. Ancien Moulin, Hs. ehemals Aussenort (Gde. Malaucourt, Ka. Delme, Kr. Chäteau-Salins, L.). 1892 mit dem I Hauptort vereinigt. Anciennes Papeteries, Eisenw. iGde. Ars a. d. Mosel, Ka. Gorze, Kr. Metz L.). S. Foulon. Ancillon, Hof (Gde. Augny, Ka. u. Kr. Metz L.). S. Chäteau-Bas. Ancy a. d. Mosel, Df. <Ka. Gorze [s. 1790], Kr. Metz, L.). 850 E. 235 Hsr. (12 GRe.) - 105 m. - AG. Ars a. d. Mosel (2,8); Hp. Ancy a. d. M. (0,5). - Anceiacum 875: A n c e y u m 1140; A n cei 1178. - Zur Gemeinde gehört das Befestigungswerk «Veste Kronprinz*. Sie hatte ferner 1810-09 das vor-und nachher selbständige Dornotzum AO. - P.F.Hp. (s. 1850 Ortseinnehmerei. StEBez. Ais a. d. Mosel. Armr. (s. 1881). Wasserltg. (s. 1888). Fw. (s. 1808, 1 Spritze). - Kath. Hillspfarrei des Archipr. Gorze (s. 1804). Kirche zu Ehren Mariä- Himmelfahrt (15. Aug.). St. Clemenskreuz. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Ars a. d. Mosel. - Geschäftssprache-frz. - Kleiner Jaumontsteinbruch. Weinhandel. A. war Dorf der bischöflichen Herrschaft Qu atre-Mai- | r i es (s. d.), in drei Weiler, Nar i en, Rongu e v il le, ChC-n e, I getheilt, sowie in eine Menge kleiner Grundherrschaften mit I besonderen Bannen. Die hohe Gerichtsbarkeit gehörte dem Bisthum. 1. Ban l'Archidiacre. War Besitz des Metzer Archidiacons. 2. Ban St. Paul, Besitz des Domkapitels ' von Metz. 3. Der grössere Ban St. Vincent, Besitz der gleichnamigen Abtei, ursprünglich aber der Abtei St. Glos- 1 sinde (875-1139), ehemals Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit und Vogtei; letztere war 1199 mit Genehmigung des I Obervogtes, eines Herren von Apremont, von St. Vincenz 1 erworben worden. Mit ihrem ursprünglichen Besitze hatte im Laufe der Zeit die Abtei 5 kleinere Banne vereinigt: so Ban du Rupt, 1244 und 1277 durch Kauf von den Herren de la Haute-Pierre erworben, B a n d'Ogey, Ban des Trois Chenes, Ban Moretel und Ban le Chätel mit dem Thurm bei der Kirche; Ban le Chätel war ehemaliges Lehen von Apremont und 1418 noch in Händen der Baudoche und Gournay, 1480 der von Heu. 4. Der Ban des Moines oder de St. Arnould, Besitz der gleichnamigen Abtei. 5. Der Ban Bacale, im 17. Jhdt. Besitz der Labriet. 0. Der Ban de la Charrue-Hennemont. 7. Der Ban Jean Roucel. 8. Der Ban St. Syrapho-rien, Besitz der gleichnamigen Abtei. 9. Der Ban de Gorze, zur Dorf schaft Dornot gehörig. Endlich 10. der Ban de l'Hopital, Besitz der Johanniter in Metz. - Im Sept. 1444 wurde das Schloss von A. von frz. Truppen in Besitz genommen, um als Stützpunkt bei der Belagerung |