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Show 276 Essesdorf - Ettendorf. Essesdorf, DL i Ka. Rixingen [1790 Ka. Alteville, dann bis 1802 Ka. Freiburg], Kr. Saarburg, L.i. 341 E. 78 Hsr. (10 GRe.) - 220 m. - AG. Lörchingen (22,1); HSt. Azoudange (6,6). - Hessclonis villa 1120; H e s e 1 sdorf 1256; Hesseioncourt 1297; Assenoncourt 1869. - Die Gde. umfasst den HO. E. (323 E. 74 Hsr.i, die AO. Essesdorf (Fsths. i, Kleine Breite, AVeiler und den verschw. O. Esses-dorfer Alühle. - StEBez. Rixingen. Fw. s. 1879, 1 Spritze). - Kath Hilfspfarrei des Archipr. Rixingen (s. 1802 . Kirche des hl. Petrus ad Vincula iL Aug.). E. war Dorf der Probstei Dieuze. Es scheint ursprünglich wie Dieuze (s. d.) Besitz der Kirche von A'erdun gewesen zu sein. Im 11. Jhdt. gab Graf (iottfried von A'erdun dem Kollegiatkapitel von Dieulouard die Kirche von «Hesselonis villa». 1229 wurde die Pfarrei demselben Kapitel durch Bischof Johann von Apremont einverleibt. Der ehemalige Besitz der Kirche von A'erdun wird wohl im 13. Jhdt. an Lothringen übergegangen und mit der Kastellanei Dieuze vereinigt worden sein. 1374 reversirte Blanchefleur von Falkenstein, Wittwe von Finstingen, für die Geroldseck'schen Lehen in Essesdorf, Bisping und Insmingen i ehemaliges Lehen der Kirche von A'erdun, Anfang des 13. Jhdts noch von den Grafen von ßliescaste' getragen). - In E. war im 13. Jhdt. die Abtei A'ergaville und 131b die Deutschordenskomthurei Saarburg begütert. 1681 Lehensträger die von Custine, 1779 für die Hohe Gerichtsbarkeit Nicolas Leclerc. 1381 hatte in Essesdorf das Bisthum wegen der Kastellanei Freiburg gewisse Rechte. - E. war schon im 11. Jhdt. Pfarrei des ehemaligen Aletzer Archipr. A'ergaville. Der Kirchensatz kam nach Aufhebung des Kapitels von Dieulouard an die Primatialkirche von Nancy. - Römer-stras^ e Alctz-Strassburg. Im Ka. cBelleville» römische Reste. Essesdorf, Fsths. iGde. Essesdorf, Ka. Rixingen, Kr. Saarburg, L.). 4 E. 1 Hs. 1882 erbaut. E s s e s d o r f (Assenoncourt), Staatswald (Gde. Essesdorf, Ka. Rixingen, Kr. Saarburg, L.). 632 ha. Oberförsterei Saarburg. Forsthaus Essesdorf. (Eiche, Buche, Hainbuche. Esche, Aspe, Erle, Ulmei. Aluschelkalk. Früher herzoglicher Domanialwald im lothringischen Amte Dieuze. E s s e s d o r f e r M ü h l e , verschw. Hs. (Gde. Essesdorf, Ka. Rixingen, Kr. Saarburg, L.i. 1880 niedergerissen. Essweiler, abgeg. Ort zwischen Schlierbach und Dietweiler i Ka. Landser, Kr. Alülhausen, O.-E.). A n n e g is villa 735; Oeszwiller 18. Jhdt. - Gehörte zum Schult-heissenthum Schlierbach des Obern Amtes Landser. - Begütert 735 Kloster Alurbach. - Zerstört im 14. Jhdt., doch wird der Bann noch lange erwähnt. E s t e n b a c h , Fsths. u. Hs. (Gde. Griesbach, Ka. Alünster Kr. Colmar, O.-E.). 14 E. 2 Hsr. O s t e r n b a c h 13. Jhdt. .Matten im Est e n b a c h 1569. Das Forsthaus wurde 1891 erbaut, das andere Haus soll aus dem 17. Jhdt. stammen. E s t e r g o t b a c h s. Ciiessen 15. Estingen, auch E s p i n g e n i E p a n g e ), öder Bann, wahrscheinlich alte Dorfstätte, in der Nähe von Hessdorf (Ka. Busendorf, Kr. Bolchen, L.) gelegen. 1212 verpfändete Graf Heinrich von Zweibrücken seinen Besitz in Hessdorf, Erlefingen (verschw. Ortschaft bei Daisteini und in Estingen an die Abtei Villers-Bettnach, an welcher dieser Besitz durch die AVittwe Hedwig von Zweibrücken verkauft wurde. 1763 wird berichtet, dass die zum Aleierhofe der Abtei Villers-Bettnach in Hessdorf gehörigen Grundstücke auf den Bannen von Hessdorf, Erletingen und Esting liegen; ein Bach, der durch den Bann von Hessdorf fliesst, heisst der Eslingerbach. Esting gehörte zur Hälfte zur Herrschaft Dalem. |dPr.| Estoxey, eingeg. Ortschaft; 1324 Vorort der Stadt Aletz; in der Nähe des St. Barbara Thores. Etang, 1", AVeihervvärterhs. (Gde. Hattigny, Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.i. 12 E. 1 Hs. Erbauungszeit unbekannt. AVahrscheinlich gleichzeitig mit der Anlegung des AVeihers von Hattigny erbaut. Etang, AVlr. (Gde. Zell. Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 18 E. 5 Hsr. - Le champ et un pr6 de l'estang 1711. Les pres et les champs de l'Etang 1760, 6 Arpents und ein Haus; Cense de l'Etang 1775. E t a n g a u x Bois s. Bazelieu. E t a n g d'Entre-les-bois, Weiher im Doubsgebiet auf der französischen Grenze, 3 k m westl. Niedersept - 1,5 ha. Fischerei. AVird alle 0-10 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfl. s. Rhein-RhOne-Kanal 1. E t a n g - d u - D e v i n , Hf. (Gde. Schnierlach), s. Hexenweiher. E t a n g d u devin, Weiher bei Diedolshausen s. Hexenweiher. E t a n g r o u g e s. Essartweiher. E t a n g s (Les) s. Tennschen. E t e i m b e s s. Welschensteinbach, Etichogrotte, eine natürliche Aushöhlung unter gewaltigen, oben überhängenden Sandsteinfelsen, ausserhalb der Heidenmauer auf dem Odilienberg, a m obern Ende des Thaies von St. Gorgon, Gde. Ottrott, Kr. Alolsheim. Die Beziehung auf Herzog Eticho, den Vater der hl. Odilia, ist willkürlich. Etoile-du-Nord, AV. (Gde. Vry, Ka. Vigy, Kr. Aletz, L.). 5 E. 1 Hs. 1S73 erbaut. E t s c h h a u s e n , abgeg. Dorf (Gde. Alteckendorf, Ka. i Hochfelden, Landkr. Strassburg. U.-E.). Noch 1763 als Filiale der Pfarrei Alinwershcim erwähnt. Ettendorf, Df. <Ka. Hochfelden [1790-1801 Ka. Buchsweiler], Landkr. Strassburg, U.-E.). 830 E. 147 Hsr. (12 GRe.) - 200 m. - AG. Hochfelden (7,4); HSt. Ettendorf (0,7). - M a r c a A t i n h a i m 766 (Trad. Wiz.); in E d i n i n g o m 788 (ebd.); Ettendorf 1155; ma. Attdorf. - P. T. (s. 1897). Oeff. Fernsprechstelle (s. 1 Nov. 1900). HSt. (s. 1895). Ortseinn. StEBez. Hochfelden IL Armr. (s. 1866). Wasserltg. (s. 1842). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Hochfelden (s. 1802). Schutzhl. hl. Nabor (12. Juni). Jüdischer Kirchhof (s. der 2. Hälfte des lS.Jhdts.). AVenn die Namensdeutung richtig ist, so wird E. schon I 766 erwähnt, w o die Abtei AVeissenburg (wie auch 788 und 855) daselbst als begütert erscheint. E. war Reichsgut und vom 12. Jhdt. bis ca. 1410 als Reichslehen im Besitz des nach ihm benannten Herrengeschlechts derer von E. (s. u.). Nach dessen Aussterben (1409) k a m es als Reichs dorf an die Landvogtei Hagenau (s. d.). Es besass ein eigenes Schultheissenamt. - Ein Alinisterialengeschlecht von E., Lehnsleute der Herren von Ettendorf, wird 1400 erwähnt, sodann 1445 und noch 1554. - Kirchlich gehörte E. zum Landkapitel Ober- Hagenau. 1327 Rektorat, das der Abtei Neuburg incorporirt wurde. Gleichzeitig erhielt die Abtei auch das Patronatsrecht durch Schenkung der Herren von Lichtenberg. 1521 beständiges Vikariat und Primissariat, die aber im 17. Jhdt. ' verschwanden. Im 18. Jhdt. hatte die Pfarrei das Dorf Büs-weiler als Filiale. Fünf Sechstel des Fruchtzehnten besass die Abtei Neuburg, ein Sechstel das Kapitel von Neuweiler. I V o m AVeinzehnten hatte Neuburg drei Sechstel, Neuweiler ein Sechstel, Bisthum Strassburg zwei Sechstel. Letztere waren seit 1640 im Lehensbesitz der Wangen. Nach E. benannte sich das H e r r e n g e seh lecht derer von Ettendorf, eins der ältesten und begütertsten im j Unter-Elsass, 1155 mit Eberhard von E. zuerst erwähnt; es | nannte sich nach der von ihm erbauten, 1293 zuerst erwähnten Burg auch von Hohenfels. Die E. hatten Lehen vom Reich, von Lothringen und vom Bisthum Strassburg und geboten selbst über eine ganze Anzahl von Lehensleuten. Das Geschlecht starb in männlicher Descendenz schon 1350 aus, setzte sich aber noch durch weibliche Nachfolge fort, indem die Söhne der Alene von E. und des Reimbold von Saarbrücken den N a m en von E. und von Hohenfels |