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Show Hafen - Hagenau. 379 Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. - Sandsteinbruch für Pflastersteine. Wein- und Branntweinhandel, letzterer durch Hausiren. H. war bischöflich-strassburgisches Lehen und gehörte zum Oberen Mundat. In den Besitz des Bisthums war es wahrscheinlich aus der Egisheim-Dagsburger Erbschaft gelangt. - Die Pfarrei zu E. des hl. Pankratius, deren Collator der Abt von Marbach war, wurde 1282 vom Baseler Bischof Heinrich von Isny errichtet. Sie gehörte zum Landkapitcl Ultra Colles Ottonis des Bisthums Basel. - 1440 war in H. die Johanniterkomthurei Colmar begütert. - Das ursprünglich dem Augustinerorden und seit 1246 dem Dominikanerorden angehörende Frauenkloster zu H., dessen Besitz und Privilegien InnoccnzIV. 1247 bestätigte, wurde 1253 nach Pfaffenheim verlegt. 1256 siedelten die Nonnen nach dem südlichen Schwarzwald über auf Veranlassung AValthers von Klingen, der ihnen das Patronatsrecht der Kirche von AVehr und seiner Hauskapelle übertrug und sie zum Bau des Klosters Klingenthal veranlasste. 1274 verzogen sie nach Klein-Basel, wo ihr Kloster bis zur Reformationszeit bestand. - Der in der Kirche befindliche, dem 12. Jhdt. angehörende Taufstein stammt wahrscheinlich aus dem Kloster Alarbach. Gemeinde wald (Oberförsterei Colmar-AVcst) 79,4 ha. Hafen, A m , Hsr. (Gde. u. Ka. Lauterburg, Kr. Weissenburg, U.-E.). 10 E. 3 Hsr. Bestehen schon lange Zeit. Hafen, A m , Hs. (Gde. Buss, Ka. Aletzerwiese, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 3 E. 1 Hs. 1344 erbaut. Der Hafen ist 1842 angelegt worden. Hagebuchlegerbächel s. Mossig 13. Hagebüchelgraben s. Liesbach 2. Hagebüchlenmühle, AL (Gde. AVolfersdorf, Ka. Dammerkirch, Kr. Altkirch, O.-E.). Siehe Hausermühle. Hagel, Wir. (Gde. Stossweier, Ka. Münster, Kr. Colmar, O.-E.). 145 E. 22 Hsr. In der Hagel, Acker 1713-1725. Hagelbach s. Isch 3. Hagelbächle s. 111 46. Hagelbreite s. Grosse Hagelbreite. Hagelsacker, Meierhf. (Gde. Kossweiler, Ka. Wasselnheim, Kr. Alolsheim, U.-E.). 3 E. 1 Hs. 1872 entstanden. Hiess vor 1886 Tirelire. Hagelsberg, IL, 3o4,9 m, TP., südwestl. Lichtenberg, Ka. Lützelstein. Hagelschloss (Waldsberg), Burgruine (Gde. Ottrott, Ka. Rosheim, Kr. Molsheim, U.-E.). Waldesperg 1434; die Haula bei Schloss Waldsperg, die Waldspur-gische Halde 16. Jhdt. 588 m. A m Eingang des Hagelthals. - AVar Reichslehen, zu Anfang des lS.Jhdts. in Händen der Rathsamhausen-Ehnweier und des AValther Erb. Letzterer nahm 1406 die zur Schlichtung seiner Streitigkeiten mit der Stadt Strassburg nach Oberehnheim gekommenen Schiedsrichter gefangen und brachte sie nach H. In Folge dessen wurde die Burg von den Strassburgern genommen und zerstört. Nicht mehr aufgebaut. Der Erb'sche halbe Antheil gelangte 1434 an die Beger, 1551 an die Rathsamhausen-Ehnweier, welche damit in den Alleinbesitz kamen. Hagelstein, Felsgruppe auf dem Rücken des Falken-steinberges bei Thannweiler (s. d.). Hagen, Df. (Ka. Kattenhofen [1790-1802 Ka. Rodemachern], Kr. Diedenhofen-Ost, L.). Iö2 E. 30 Hsr. (10 GRe.) - 265 m. - AG. Diedenhofen (17,0), HSt. Suftgen (10,7). - Hagen 1381. - 1811-1814 AO. von Frisingen (Luxemburg, damals Departement des Forets). - StEBez. Rodemachern. - Annexe der kath. Hilfspfarrei Ewringen (s. 18ö6, vorher von Nieder-Rentgen). Kapelle des hl. Valentin, 1727 erbaut. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Diedenhofen. - Alöbel-sehreinerei. Das Dorf war Sitz einer Meierei der Herrschaft Püttlingen (s. d.), zu welcher die Dörfer H., Ewringen, Esingen, Nieder-Rentgen mit ganzer Gerichtsbarkeit gehörten. In H., Ewringen und Esingen hatten auch die Herren von Clerf und deren Erben, die Herren von Brandenburg, grundherrlichc Rechte. 1408 wurde H. an Giltz von Kattenhofen verpfändet. 1606-1632 war es im Besitze der Herren von Eltz. - H. (mit Ewringen und Esingen) ist um 1720 zum Sitz einer hochgerichtlichen Lehensherrschaft gemacht worden. 1765 Lehensträger die Wittwe des Ritters Johann Watry, 1785 die de Lassalle zu Preisch. - Kirchlich war H. früher mit Ewringen Annexe von Frisingen, beide wurden 1815 Annexe von Nieder-Rentgen (s. o.). Gemeindewald (Oberförsterei Diedenhofen) 71,8 ha. Hagenach, abgeg. Ort, bei Reichenweier (Ka. Kaysersberg, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). Hagenach 13. Jhdt., 1357. - Begütert: ab 13. Jhdt. Kloster Unterlinden (Colmar); 14. Jhdt. Kloster Pairis. Hagenau, St. (Ka. [s. 1790] u. Kr. gl. N., U.-E.), 17039 E. (Sterbt. 19, leb. Geb. 27,6 auf 1000.) 1621 Hsr. (27 GRe.) Den grossen Gden. (mit 25000 E.) gleichgestellt (vgl. Th. I, S. 217). Serv.-Kl. IL - An der Moder. 150 m. - BczHO. Strassburg (29,3); Bhf. H. (0,6). - Hagenowe 11.53; ma. Hauje-nau. - Die Gde. umfasst den HO. H. (12.862 E. 919 Hsr.) und die AO. Apothekerhof (Jakobsenhof), Birklach, Bruderhaus (früher Hohwart), Burgbann, Daubenhof, Daxhübel (früher Zellach), Deisenhof, Densch. Dominikanerhof, Donauberg, Dreilerchenhof, Eberbach, Erzlach, Falkenhof, Gartenweg (Schweighauserstrasse), Grosseiche, Gründel, Grundbiercn-feld (Jesuitenhardt), Harthausen, Heuscheuer, Hüffelshof, Hüttenhof, Hundshof (Fsths.), Hundshof (Wir.), Jesuiterhof, Kestlerhof, Kleinenhof, Klosterfrauenhof, Kraftenhof, Kranz-hübel, Laquiantshof, Linde, Marienthal, Alarienthalerstra--se, Marxenhausen [nebst Sachsenhausen], Alattsthal, Alennewegs-hof, Meyershofen, Münchacker (Forstheimerstrasse und Junkerfeld), Alusau, Neumühle, Neunreutershof, Nonnenhof, Oberlinshof, Polnischer-König, Posthof (Ziegelhof), Schafweg, Schlösset, Schwarzenhof, Schwarzlach, Stangenhof, Stiefelhardt, Stocklach (früher Oberwald), Strittenhof, Surburg, Truppenübungsplatz, Turbenhäusel, Vierwindshof, Walburg, AValk, AVeinumshof, Wolfswinkel, Zinsel ; ferner die verschwundenen Orte Alt-Heuscheuer, Biblisheim. Blü-melslach, Butzenheim, Harzlach, Hüffels-Eiskeller, Kaysers-höfel, Alägstub, Sandhof, Scheidhof, Semheim. Der früher besonders genannte AO. Bischweilerstrasse zählt jetzt zum AO. Schafweg. Der frühere AO. Birkwald zählt s. 1870 zur Gde. AVeitbruch ; der frühere AO. Lauerberg gehört jetzt zum AO. Alusau, Sachsenhausen zu Alarxenhauscn. 62. Inf.-Brig. Inf.-Rgt. 137. 3. Schi. Drag.-Rgt. 15. Stab, 1., 2. und 3. Abth. Feldart.-Rgt. 31. Bez.-Kom. Prv.-Amt. Garn.-Verw. Garn.-Laz. Landwehrbezirk für die Kreise H. und AVeissenburg. - P. I. Kl. mit Zweigpostamt auf dem Truppen-Uebungsplatze (nur während der Artillerie-Schiessübungen). T. Stadtfernsprecheinr. (s. 1897). Oeff. Fernsprechstelle in Alarienthal. Bhf. (s. 1855). Hpe. Marienthal (s. 1855) und Neuburg (s. 1881). HSt. Eschbach (s. 1893). Kreisdirektion. Kassenkontroleur. Kreisschulinspektor. Kantonal-Polizei-kommissar für den Ka. H. AG., umfassend den Ka. H. 2 Ge-richtsvollz. 2 Notare. Strafanstalt für Weiber (Durchschnittsbestand 219 Insassen). Erziehungs- und Besserungs-Anstalt für Knaben (Durchschnittsbestand 371 Insassen.) Gendarmeriedistrikt, Gendarmerieberitt. Gendarmeriestation. 2 Oberförstereien (H.-Ost und H.-West) (Forstaufsichtsbezirk Strassburg-H.). Forstl.-met. Stat. (152,3 m). Regenstation. Hauptsteueramt. Oberstktr. Inspektion der Verkehrssteuern (umfassend die Verkehrssteuerämter Bischweiler, Hagenau, Lauterburg, Niederbronn, Sulz u. Wald, AVeissenburg, Wörth). VerkehrsStA. Stktr. StEBez. H. I für die Gden. Dauendorf, Hagenau, Kaltenhausen, Morschweiler, Ohlungen, Schweighausen, Uhlweiler. StEBez. H. II für die Gden. Batzendorf, Berstheim, Hochstett, Hüttendorf, Nieder- | schäffolsheim, AVahlenheim, Weitbruch, Wintershausen, |