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Show Geisbach - Geispolsheim. 551 zu Losstroff und Guinzeling etc. Sic war Gemahlin des Baron de St. Germain gewesen. 1650 war das Dorf, nachdem es im 30jährigen Kriege zerstört worden war, noch vollständig verlassen. - G. war ursprünglich Annexe der Pfarrei Alol-ringen (s. d.), dann seit 1694 Pfarrei des Archipr. Vergaville. Der Kirchensatz gehörte ursprünglich der Abtei Neumünster. Der Kardinal von Lothringen, Bischof von Metz, zog ihn mit den Zehnten 1606 ein und wies ihn dem Collegiatkapitel von Vic zu. Gemeinde wald (Oberförsterei Albesdorf) 95,o ha. Geisbach, Hf. (Gden. Eschbach [3 Hsr.] u. Luttenbach [2 Hsr.], Ka. Alünster, Kr. Colmar, O.-E.). 25 E. 5 Hsr. Schon 1456 (Geissenbach 1407 Flurn.) erwähnt. Ein Gut «der Keyspach genant» 1571. Ma. Geisbe. Geisberg, Hsr. (Gde. Sulzern, Ka. Alünster, Kr. Colmar, O.-E.). 34 E. 5 Hsr. A m geysperg guot 1570. Acker und Scheuer im Geissberg 1724. Geisbronn, Hf. (Gde. u. Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.i. 3 E. 1 Hs. - AVar Hof der ehemaligen Herrschaft Bitsch; 1532 vom Grafen Reinhard seiner Frau, der AVild-und Rheingräfin Anna, zu AVitthum überlassen, bald darauf aber durch Familienvertrag von den Söhnen wieder erworben und mit der Herrschaft vereinigt. Geisburg, Hf. (Gde. u. Ka. Kaysersberg, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.j. 3 E. 1 Hs. Der Name kommt als Ortsbezeichnung (am geiszberg) schon 1469 vor. Der Hof war schon im 18. Jhdt. vorhanden. Geisenbergerhof, AV. (Gde. St. Louis, Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L.). 9 E. 1 Hs. 1856 als Hof entstanden, AAL seit Alitte der 60er Jahre des 19. Jhdts. Geisgraben s. Zorn 42. Geishag, Hsr. (Gde. Niederaspach, Ka. Sennheim, Kr. Thann, O.-E.). 19 E. 2 Hsr. Das eine Haus ist 1874, das andere 18*9 erbaut worden. Geishausen, Df. (Ka. St. Amarin [1790-1*02 Ka. Thann], Kr. Thann, O.-E.). 774 E. 132 Hsr. (12 GRe.) - 730 m. - AG. St. Amarin (5,8); Bhf. Aloosch (3,7). - Geishusen 1135; ma. Gaishüse. - Die Gde. umfasst den HO. G. (719 E. 122 Hsr.) ; die AO. Haag, Steinmatt, Unterlangmatt und den verschw. O. Rennenbach. Die früheren AO. Oberlangmatt (Lachen) und Hohe zählen jetzt zum Dfe., Bachmatt ist abgebrochen. - StEBez. St. Amarin. - Kath. Hilfspfarrei (s. 1859) des Dek. St. Amarin. Vorher Filiale von St. Amarin. Schutzhl. hl. Sebastian (20. Jan.). - Getreidemühle mit Wasserkraft. Gehörte zum murbachischen Amte St. Amarin. Der Dinghof daselbst zinste in das Schloss zu St. Amarin. Den halben Zehnten bezog 1674 der Pfarrer von St. Amarin, welcher die St. Fabians- und Sebastianskapelle bediente. Begütert in G. waren die Klöster Goldbach und Alurbach. 1680 zählte der Ort 8 Bürger und 23 Kinder. Die Pfarrei war Filiale von St. Amarin (s. d.). Gemeinde wald (Oberförsterei Thann) 318 ha. Grauwacke und Granit. Tannen- und Buchenhochwald. In Besitz der Gde. gelangt durch Schiedsspruch vom 10. Alessidor III (2S. Juni 1795). Geishof, AVlr. (Gde. Urbeis, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 36 E. 6 Hsr. Les hagis de Geissehof Privatwald 1760. Der AVeiler gehört zur Hilfspfarrei Pairis. Herrschaft Rappoltstein. Geisläger, Sennh. (Gde. Metzeral, Ka. Alünster, Kr. Colmar, O.-E.). 1 Hs. Entstehungsjahr unbekannt. Geispengraben s. 111 24. Geispenrücken (nicht Geissenrücken, wie auf der franz. Generalstabskarte: «Geissrick >), ein gegen Norden abfallender Bergrücken südl. Luttenbach bei Alünster. Geispitzen, Df. (Ka. Landser [s. 1790], Kr. Alülhausen, O.-E.). 400 E. 84 Hsr. (10 GRe.) - 285 m. - AG. Sierenz (3,7); Bhf. S. (4,1). - Geispolzhein 1284, 1303; Geisbolz-hein 1341; ma. Gaispitzc. - Im Gebiet der Gde. lag der verschw. O. Altrad. - StEBez. Landser. Fw. (s. 1889, 1 Spritze). -Kath. Hilfspfarrei des Dek. Landser (s. 1802, vorher Filiale von Sierenz). Schutzhl. Johannes der Täufer (24. Junii. Von 1808 an hatte G. AValtenheim als Filiale, später kam dies zu Sierenz. Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. Habsburgisches Stammgut; gehörte zur österr. Herrschaft Landser (s. d.i, Amt Ober-Landser. Güter daselbst besassen bis zur Revolution die AValdner von Freundstein. - Kirchlich gehörte G. zum Landkapitel Inter Colles des Bisthums Basel und war Filiale der Pfarrei Sierenz, d. h. es gehörte ursprünglich mit Sierenz zur Pfarrei Hohenkirch (s. d.i oder Hochkirch (s. d.). - Reste einer Römerstrasse. Geispolsheim, Df. (Ka. gl. N. [s. 1790], Kr. Erstein. U.-E.). '-'150 E. (Sterbf. 29,3 leb. Geb. 30,2 auf 1000.) 478 Hsr. (18 GRe.) - Am Altbach. 145 m. - KrHO. Erstein (12,1); AG. Illkirch (6,2); LIp. Geispolsheim (3,2). - Geis-bodesheim 867 (Cop.); G e i s p o l s h e i m 1240; ma. Geischpitze. - Die Gde. umfasst den HO. G. (2117 E. 470 Hsr.i, die AO. Fort von der Tann, Grünmühle, Hattisheimer- Kapelle, Kratz, Steinermühle und die verschw. O. Hattisheim und Sundhausen. - P. T. Oeff. Fernsprechstelle (s. 1. Okt. WO). Bhf. Grafenstaden (s. 1841). Hp. (s. 1841). (Das FG. wurde 1872 nach Illkirch verlegt.) S. 1880 Gerichtstage. Notar. (Der Kantonalpolizeikomm. für den Ka. Geispolsheim hat seinen Amtssitz in Strassburg.) Ortseinn. StEBez Ulkirch- Grafenstaden. Armr. (s. 1853). VerbdsFw. (s. 1892, 1 Spritze). - Kath. Pfarrei IL Klasse und Sitz des Dekanats (s. 1802) für die Pfarreien G. und Ulkirch-Grafenstaden und die Hilfspfarreien Düppigheim, Düttlenheim, Eschau, Fegersheim, Holzheim, Ichtratzheim, Lingolsheim, Lips-heim, Ostwald, Plobsheim. Schutzhl. hl. Alargaretha (13- Juli). Zur Pfarrei gehören auch die Katholiken in Bläsheim und Enzheim. - Fabrik eingemachter Nahrungsmittel. Sauerkrautfabrikation. 2 Hanfreibemühlen, 3 Getreidemühlen ; Käsefabrik | Alünsterkäse, 1*97 errichtet). - Handel: AVein und Salz. - Hausindustrie: Hausweberei, auf eigene Rechnung. - Erheblicher Tabackbau. G. war alter Besitz des Bisthums Strassburg. Einen Hof zu G. soll bereits König Dagobert im 7. Jhdt. der Strassburger Kirche geschenkt haben. Bischof Ratald gab denselben 871 seinem Domkapitel. 1180 war Kloster Eschau, 1181 Kloster Baumgarten, 1240 Kloster St. Arbogast in Strassburg zu G. begütert Vom 13. Jhdt. bis 1359 war G. als bischöfi. Strassburger Lehen im Besitz der unterelsässischen Landgrafen. 1359 kam es wieder direkt ans Bisthum, wurde wiederholt verpfändet, 1375 an die Zorn, 1395 an die Beger. 1404 wurde es vom Strassburger Domkapitel eingelöst und blieb im Besitz desselben bis zur Revolution (Amt Börsch). Das Schloss zu G. war reichsritterschaftlich. Es wurde 1359 von den Beger dem Bisthum Strassburg aufgetragen und als bischöfliches Lehen zurückempfangen. Nach Aussterben der Beger 1542 kam es an die Joham von Alundolsheim, wurde 1589 zerstört und 1716 völlig abgetragen. G. hat trotz seiner in früherer Zeit vorhandenen Ummauerung (letzte Reste 1832 abgebrochen) häutig unter den Schrecknissen des Krieges gelitten. 1389 wurde es von Pfalzgraf Ruprecht theilweise zerstört, 1444 von den Armagnaken eingeäschert, 1587 durch die Lothringer geplündert, 1610 von den Unionstruppen, 1622 von den Alansfeldischen verbrannt, 1674 nach der Schlacht bei Enzheim theilweise zerstört. 1868 7. Jan. brannte das Dorf fast völlig ab. 1592 4. Sept. Sieg der brandenb. Truppen unter Christoph von Anhalt über die Lothringer bei G. - Adliges Geschlecht von G. im 12. und 13. Jhdt. Daneben die Beger von G. vom 12. Jhdt. bis 1542, die Füll von G., ausgestorben 1596, die Krantz von G., schon im 14. Jhdt. erwähnt, ausgestorben 1636; von ihnen ist besonders bekannt Berthold Kr. von G., Parteigänger, an vielen Fehden betheiligt, 1473 bei der \7ertheidigung der Porte Serpenoise |