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Show Letschmühlbächel - Leyerbach. 571 Gervaise etc. - L. wird schon 760 in einer Urkunde des Gorzer Cartulars genannt. Diese Abtei hatte dort noch 1140 verschiedene Güter, wie auch die Abtei St. Clemens; letztere gingen an das Priorat St. Andre über. Begütert war eben falls in L. bis zur Revolution das Stift St. Sauveur. Ein Rittergesehlecht von L. wird 1143 und 12C6 erwähnt, es war mit den Herren von Chätel-St. Germain stammverwandt. Das Dorf wurde öfters verbrannt, geplündert und verwüstet, so 1348, 1434, 1444 (wo das Schloss von französischen Truppen in Besitz genommen wurde, u m als Stützpunkt bei der Belagerung von Metz zu dienern, 147o, h3b. - L. war ehemals Pfarrei des Archipr. Val de Metz, von welcher Plappeville 1802 abgetrennt wurde. Den Kirchensatz hatte das Domkapitel, die Zehnten die Abtei Gorze. - Auf dem Gipfel des Col de L., a m Rande der alten Rönn-rstrasse Verdun-Trier, wurde im Jahre ls41 eine gallische Werkstätte gefunden. Es lagen dort unter anderem bronzene Beile, Sicheln, Haarnadeln, Münzen, sowie kleine Gold- und Silberstangen. Römischer Aquäduet nach Chazelles. Die Pfarrkirche ist ein interessanter spätgothischer Bau, einst befestigt, wie auch der Kirchhof. Viereckiger massiver Thurm mit Peehnase und Kamin, soll auf der Stelle des alten Schlosses der Edeln von L. gebaut worden sein. Auf dem Kirchhofe 3 Kriegergräber von 1870171. G e m e i n de w a l d .Oberförsterei Metz) 3 ha. Ledain, Antiquites celtiques ä Ancy et L. (Mem. Soc. arch. Mos. lo, 1885, S. 260 Lf>t<scnmühlhächel s Moder 18. Lettenbach, Wir. Gde. St. Quirin, Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.). 150 E. 44 Hsr. - L e u t e n b a c h 15.Jhdt. - Met. St. IL O. und Regenstat. 300 m. Genesungsheim des ib. Armeekorps (s. 15. Apr. 1895) in dem Direktionsgebäude der eingegangenen Glashütte (s. u.). - Kapelle des hl. Quirinus, 17b0 erbaut. L. war Besitz des Priorats St. Quirin (s.d.). Es war zuerst eine im 15. Jhdt. durch die Benediktiner des Priorats St. Quirin gegründete Glashütte (Fenster- und Spiegelglas) und schon im Ib. Jhdt. weithin berühmt. Während des 30- jährigen Krieges wurde die Glashütte zerstört und blieb bis 1739 verlassen. Der Weiler scheint erst nach 1739 entstanden, und mit der neuen Glashütte durch die Abtei Maursmünster erbaut worden zu sein. Die Glashütte wurde 1741 auf 99 Jahre verpachtet und erhielt 1752 den Namen Manufacture royale». 1760 und 1702 wurde sie getheilt: die eine ilällie kam an Private. 1789 wurde der Antheil der Abtei als Nationalgut eingezogen, 1800 die Glashütte durch Feuer zerstört. Durch Vertrag vom 25. Nov. 1S39 kam die Fabrik mit den Wäldern in den Besitz der Familie Chevandier und war dann bis 1888 in Betrieb. Der letzte Besitzer war die Compagnie des manufactures de glaces et verres de St. Quirin, Cirey et Montherme. Der Betrieb ist 1888 nach Cirey (Frankreich) verlegt worden. Fis che r, Dag., St. Quirin, ses Verreries. (Mein. Soc. Arch. Lorr. X X V I , p: 1.) Nancy 1876. L e t t e n b a c h , das Genesungsheim des 16. Armeekorps. (Illustr. Sonntagsblatt, Gratis-Beilage zum Ersteiner Kreisblatt 1900 Nr. 39.) Lettengrube, Zgl. (Gde. u. Ka. Brumath, Ldkr. Strassburg, L'.-E.). 28 E. 7 Hsr. Besteht seit 1882. Lettenmattgraben s. m 36. Lettfeld, Hsr. (Gde. Kerbach, Ka. u. Kr. Forbach, L.>. 11 E. 2 Hsr. 1840 entstanden. Letzenberg, Baumwollspinnerei (Gde. Ingersheim, Ka. Kaysersberg, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 7 E. 1 Hs. Spinnerei der Firma Herzog in Logelbach-Winzenheim mit Wasser- und Dampfkraft, 10300 Spindeln für Baumwolle. 54 Arbeiter. 1.862 errichtet. L e t z e n b e r g oder H e i m b u r g , letzterer N a m e besonders in Türkheim im Gebrauch (eigentlich die Letze Heimburg [ A m letzen he im b ü r g 1535]; letze = Verhau, Pfahlwerk, Verschanzung), kalkreicher, rebenbewachsener Vorhügel, 322 m, mit Kapelle, zwischen Türkheim und Ingersheim bei Colmar. Der N a m e L e n z berg ..Mündel, die Vog 8. Aufl. 1897, S. 334) stammt erst aus neuerer Zeit und ist sonst unbekannt. - [In h e i m b u r g e 13. Jhdt.; H ein berge 127s- 1493; h i n d e r d e m heimberge u. a f t e r e m h e i n-berge 1328; a m hennberg 1407; H e y m b e r g 1475.] Claudon, Albert, Breches du Lexenberg pres Colmar. (feuille des jeunes Naturalistes XVII, 1987, S. 142 f.) L e u h a u s e n , Hf. iGde. Biederthal, Ka. Plirt, Kr. Altkirch, O.-E... 11 E. 1 Hs. L ö w e n h a u s e n 1515; damals verkauften die Rotberg das (,ut an Solothurn <?). Seit 200 Jahren im Besitz der Freiherren von Reinach. L e u t e n h e i m , Df. (Ka. Bischweiler [1790-1802 Ka. Fort Louis', Kr. Hagenau, U.-E.). 844 E. 174 Hsr. (12 GRe.) - 119 m. - A G . Bischweiler (18,2); Bhf. Röschwoog (1,7). - L i t h a i m 773 ; in H 1 i d h a m o m a r c u 775 ; L i l h e i 1372; ma. Litten cm. - Die Gde. umfasst den HO. L. (806 E. Ib7 Hsr.i, den AO. Königsbrück (Wir.) und den verschw. O. Königsbrück Kloster). StEBez. Röschwoog. Armr. s. 1829). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Bischweiler (s. 1802 . Schutzheiliger hl. Bartholomäus .24. Aug.). AO. Forstfeld und Kauffenheim. - Steinbruch. 2 Oelmühlen. Hanfreibemühle. Sagemühle l retreidemühle, Hausindustrie: Haarnetzstrickerei, für Firmen. 773 zuerst erwähnt ; damals, wie auch 774 u. 775 erseheint die Abtei Weissenburg daselbst als begütert. L. ge- | hörte zur Herrschaft Bein he im (s. d.), die, ursprünglich im Besitz der Landgrafen im Unter-Elsass, von diesen 1359 den Herren von Fleckenstein verliehen (Lehnsherr wurde der Bischof von Strassburg als Nachfolger der Landgrafen i, von den Fleckenstein jedoch 1402 den Markgrafen von Baden v erpfändet wurde, in deren Besitz sie bis zur Revolution blieb. L. selbst wurde vorübergehend im 15. Jhdt. an Kurpfalz verpfändet. - Kirchlich gehörte L. zum Landkapitel ) Unter-Hagenau. W a r im Mittelalter Filiale der Pfarrei Kauffenheim. Als dieses Dorf die Reformation annahm, wurde L. Filiale von Beinheim. Erst seit 16. Nov. 1751 eigene Pfarrei mit Filialen Kauffenheim, Forstfeld und Königsbrück. Das Patronatsrecht besass der Bischof von Strassburg. Den Zehnten besass das Stift Alt-St. Peter zu Strassburg. - In der Nähe von Leutenheim im Klosterwalde an der keltorömischen Strasse von Strassburg nach Selz etc. Reste einer römischen Niederlassung. Ueber die angeblich römischen Befestigungen auf dem in der Nähe befindlichen Schlossberge oder Heidenberge s. Schlossberg. Gern eind e w a l d (Oberförsterei Bischweiler) 91,3 ha. L e uterdlngcn s. F r a u e n berg, Herrschaft. L e v o n c o u r t s. Luffendorf. L e x y , verschw. M. Gde. Malroy, Ka. Vigy, Kr. Metz, ; L.). Ehemalige Mühle an der Mosel, unterhalb Malroy, Bannmühle letzterer Herrschaft, noch 1681 erwähnt. L e y , Df. (Ka. Vic [1790-1802 Ka. Bourdonnav e , Kr. Chäteau-Salins, L.). 210 E. 68 Hsr. .10 GRe.) - 220 m. - A G . Vic (12,1); Hp. Gissellingen (10,1). - Lara 1178; L e v r es 1291 ; L h e y s 1419; L o r e 1436. - Die Gde. umfasst den H O . L. '194 E. 63 Hsr.) und den AO. Salees-Eaux. - Salzsteueramt IL StEBez. Bourdonnaye. Wasserltg. 's. 1863). Fw. (s. 1888, 1 Spritze). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Vic (s. 1865), vorher Annexe der Hilfspfarrei Lezev. Kirche des hl. Martin (11. Nov.). - Geschäftssprache franz. - Ueber das Salzwerk vgl. Salees-Eaux. L. war Dorf und Kirchengut mit ganzer Gerichtsbarkeit in der Kastellanei L a g a r d e . Bestandtheil der Herrschaft Donnelav s. d. . - Ley war im 18. Jhdt. Annexe der kath. Pfarrei Donnelay. Die alte Kirche war durch einen Abt von Neuweiler, dessen Wappen über dem Portal standen, erbaut worden. G e m e i n d ewald Oberförsterei Dieuze) 54,4 ha. L e y e n b e r g bei Plirt s. Geissberg. L e y e r b a c h s. Seille 9. |