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Show Lixheim - Lixingen. 581 lassung dem Benediktiner-Abte Theotger von St. Georgen im Schwarzwald, der später (1118-20) Bischof von Metz wurde und als solcher irrthümlich fast immer als Bruder des Stifters angegeben wird. Das Kloster wurde zuerst durch 7 Mönche und einen Prior bewohnt. Die Gründung ist vom Papste 1138 und 1178 bestätigt worden und hatte schon 1112 und llb3 kaiserliche Schutzbriefe erhalten. 12b5 ist die Zahl der Conventualen auf 12 eingeschränkt worden. Der von dem Convent präsentirte Prior wurde von dem Abte von St. Georgen bestätigt. Die Abtei St. Georgen übte auch die Vogteirechte über Lixheim aus, welche sie wohl als Lehen vergab, und zwar später, wie es scheint, an die von Heringen (s. d.). Denn es erscheinen im 13. Jhdt. Untervögte, die sich von Lixheim benennen, als Vasallen der Herren von Finstingen. Die Abtei St. Georgen resp. das Priorat L. besass 1353 folgenden Besitz: 1. Arzweiler z. Th. (s. Herrschaft Heringen), 2. Bickenholz, 3. Brauweiler z. Th., 4. Fleisheim, 5. Helleringen, b. Altlixheim, 7. den heutigen Gemeindebann von St. Louis, ausserdem Renten und Rechte in Lindre. Wuisse, Saarburg und Bettborn. Das Kloster wurde 1349 entvölkert, später durch die Armagnaken verwüstet, 1400 durch Brand vollständig vernichtet, 1525 durch die Bauern, 1635 durch die Schweden geplündert und zerstört. Im ersten Vierteides Ib. Thdts. lebte im Kloster der berühmt gewordene Wolfgang M u s c u l u s , 1497 in Dieuze geboren, der später zur lutherischen Lehre übertrat. 1527 verliess er das Kloster. Er wird in der Gegend mit dem Helden der Faustsage identifizirt. 1550 zogen die Benediktiner vom Priorat ab. Darauf, durch Bulle (2. Jan. 15.51), wurde das Kloster säcula-risirt und die Stiftsgüter dem Sapienzcollegium zu Heidelberg überwiesen. 1602 hat Kurpfalz diese Güter durch Tausch erworben (es hatte sie früher als Curator des Col-legiums verwaltet). Litter. K ü h n , Herrn., L'Ancienne Abbaye de L. (Bull. et Mt5m. de la Soc. d'arch. Lorr. XVIII, S. 89. Nancy 1868.) Fis eher, D., Die ehemalige Abtei und Stadt L. Mülhausen 1865. Lixheim, Probstei (Prevöte"). Das Reichsfürstenthum L., 1629 errichtet für Ludwig von Guise, Fürsten von Pfalzburg, Gemahl der Prinzessin Henriette von Pfalzburg, wurde nach dessen Tod (1631) der Wittwe überlassen, die es 1658 ihrem vierten Gemahl Franz Jos. von Grimaldi verkaufte. Lothringen anerkannte Grimaldi (t 1693) und dessen Neffen und Erben Alexander von Grimaldi (f 1702) nur als Nutz-niesser; die Anwartschaft auf das Lehen erhielt lbb7 Karl Heinrich Graf von Vaudemont, der natürliche Sohn des Herzogs Karl IV., welcher auf alle lothringischen Lehen gegen Ueberlassung von Commercy verzichtete, worauf durch Edikt vom 26. Mai 1707 eine Pre'vöte' in L. errichtet wurde, die den LTmfang des Fürstenthums hatte (mit Einbegriff des 1629 dem Fürstenthum L. zugetheilten Lehens Mombronn bei Bitsch) und durch Edikt v o m Juni 1751 wieder aufgehoben wurde, durch welches die Bailliage L. gebildet wurde (s. d.); diesem wurden auch die ehemals zum Amte Saarburg gehörigen, nach dessen Auflösung in Folge der Abtretung von Saarburg und der nächsten Orte (Vertrag von Vincennes vom 28. Febr. 1661) bei Lothringen gebliebenen Dörfer Biberkirch, Gunzweiler, Harzweiler, Hermelingen, Hochwalschund Schneckenbusch zugewiesen. [dPr.] L i x h e i m , Reichsfürstenthum. Das Reichsfürstenthum Lixheim ist wie das Reichsfürstenthum Pfalzburg eine Schöpfung aus späterer Zeit und ist mit diesem von 1629 bis lo61 in Personalunion gewesen. Wie Pfalzburg so war auch Lixheim aus verschiedenen Bestandtheilen zusammengesetzt: I. A u s den früheren Kurpfälzischen Besitzungen: a) Den Gütern des ehemaligen Priorats Lixheim (s. d.) 1. Altlixheim. 2. Arzweiler (z. Th.i. 3. Bickenholz. 4. Brauweiler (z. Th.). 5. Fleisheim. 6. Helleringen. 7. Lixheim. 8. St. Louis. b) D e m ehemaligen Kurpfälzischen Amt Heringen (s. d.) 1. Arzweiler (z. Th.). 2. Brauweiler fz. Th.). 3. Dannelburg (z. Th.). 4. Heringen. 5. Wcckersweiler. c) D e m Klostergut Graufthal (s.d i. Eschburg iz.Th.). d) Der Lehensherrschaft Mombronn (s. d.i. IL Aus den lothringischen Lehen: 1. Der Herrschaft Hambach mit Wir. Roth. 2. Der Herrschaft Frei-altdorf (s. d.). Den ersten Theil hatte Lothringen am 28. Nov. Ib23 vom Kurfürsten Friedrich von der Pfalz für 130 000 Reichsthaler erworben und am 30. Jan. Ib24 dem Fürsten von Pfalzburg überlassen, der den zweiten Theil schon von Lothringen in Besitz hatte. Diesen Gesammtbesitz hat Kaiser Ferdinand V. am 12. Febr. Ib29 zum Reichsfürstenthum erhoben, als freies Allod mit allen Regalien, Hoch-, Mittel- und Nieder-Gerichtsbarkeit, zu Gunsten des Prinzen Heinrich von Guise und seiner Gemahlin Henriette von Lothringen. Der Prinz starb lb31 ohne Nachkommen. Ib33 und lb34 übte seine Wittwe in Lixheim das Münzrecht aus. V o n lb39 bis 1653 war die Stadt von Frankreich besetzt. Die Fürstin starb 1660. Ihr vierter Gemahl, Franz Joseph von Grimaldi, der von seiner Frau lb58 Lixheim erworben hatte und 1059 v o m Kaiser als Reichsfürst anerkannt worden war, folgte ihr als Herr von Lixheim nach. .Er starb erst 1693 und wurde von seinem Neffen, Alexander von Grimaldi beerbt. - Nach dessen Tod (1702) ist Lixheim bis 1707 als lothringische Domäne verwaltet und durch Edikt vom 26. Mai 1707 als Prevöte' bailliage-re dem Bailliage Dieuze unterstellt worden. Das Fürstenthum ist 1738 mit dem Herzogthume Lothringen Frankreich zugesichert und 1766 mit ihm vereinigt worden. Litter. Statist.Mittheilungen f. Els.-Lothr. Strassb. 1898. Heft 28, S. 215-243. Benoit, L., Numismatique de la Lorraine allemande. (F£n6trange, Lixheim.) (Bull, et Mt5m. de la Soc. d'arch. lorr. X V , 181.) Li \ hei m e r Stadt w e i h e r im Saargebiet (278,5 m über dem Meer) an Lixheim-9 ha. Karpfen-Fischerei. Wird ohne bestimmten Turnus abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Zu- und Abfls. s. Isch 9. Lixingen, Df. (Ka. Grosstänchen [1790-1802 Ka. Hellimer], Kr. Forbach, L.). 401 E. 112 Hsr. (10 GRe.) - 300 m. - AG. Grosstänchen (9,0); Bhf. St. Avold (6,9). - L u-x i n g e n 1365; L u k e s i n g e n 1395; L i x i n g-1 e s-L a-n i n g 18b9. - 1813-35 A O . von Lanningen. - P. F. StEBez. Grosstänchen. - Annexe der kath. Hilfspfarrei Vahl(-Lan-ningen) seit 1804, vorher der Pfarrei Vahl-Ebersing. - Kalksteinbruch (33 Arbeiter). Kleine Getreidemühle. L. gehörte zu der Kastellanei Homburg-St. Avold (s. d.). Es bildete mit Vahl-Ebersing eine Meierei derselben. Die Vogtei-Renten waren 1680 zwischen den Grafen von Saarbrücken und von Kriechingen, den Herren von Esch, von Pallant, von Hellimer und Bettingen getheilt. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Püttlingen). 156,8 ha. (Mittelwald und Hochwald von Eichen, Buchen, Hainbuchen und Espen.) Alter Besitz der Gde. Lixingen, Df. (Ka. [s. 1813] u. Kr. Saargemünd, L.). (1797-1813 Ka. Saarbrücken). 388 E. 68 Hsr. (10 GRe.) - 215 m. - A.- und L G . Saargemünd (9,7); Bst. Kleinblittersdorf (4,0). - L ü x i n g e n 1315. - 1813-1833 A O . von Ruhlingen. StEBez. Saargemünd I. Fw. (s. 1859, 1 Spritze). Wasserltg. (s. 1890). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Saargemünd (s. 1851, vorher seit 1802 Filiale der Pfarrei Ruhlingen. Kirche des hl. Mauritius (22. Sept.). - Die Protestanten gehören zur Pfarrei Saargemünd. - Kalksteinbrüche mit Kalkbrennerei (36 Arbeiter). Kleine Getreidemühle. - L. war ehemals Filiale der Pfarrei Wölferdingen. Kirche 1745 erbaut, 1875 vergrössert. - Wegen des Geschichtlichen s. Lixingen, Herrschaft. G e m e i n d e w a 1 d (Oberförsterei Saargemünd) 66,3 ha. Lixingen, Herrschaft, reichsritterschaftlich, zum Rheinischen Ritterkreise, Kant, a m Oberrheinstrome oder im Gau, gehörig, bestand aus den Dörfern I p l i n g e n, i L i x i n g e n , R u h l i n g e n (getheilt mit den Deutsch- ' herren in Hundlingen und ohne den zur Herrschaft Forbach |