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Show Heimersdorferbach - Heinrichsdorf. 117 an einem von den Römern ausgebauten Keltenwege von Pruntrut über Pfetterhausen und Largitzen nach Hirsingen, Knöringen, Hegenheim und Burgfelden. Neolithische Funde, im Museum zu Altkirch aufbewahrt. G e m e i n de w a l d (Oberförsterei Altkirch) 235,6 ha. (Eiche, Buche, Hainbuche mit Esche, Ahorn, einigen Weichhölzern und mehreren Gruppen Fichten und Schwarzkiefern - im Hochwaldbetriebe.) Im Besitz der Gde. seit 1817 durch Theilung mit den Gden. Bisel, Hirsingen und Rüderbach in Folge langwieriger Prozesse. Heimersdorferbach s. 111 32. H e i m s b r u n n , Df. (Ka. Alülhauscn-Süd [1790 Ka. Brunstatt, 1795-1802 Ka. Lutterbach], Kr. Alülhausen, O.-E.). 869 E. 167 Hsr. - (12 GRe.) - 280 m. - A.-, L.- und Schw.G. Alülhausen (10,1); Bhf. Lutterbach (0,3). - E m e s p u r 1148; E m s b u r n 1272; H e m i s b r u n n e n 1307; H e i m s p r u ng 1869; ma. H e m s e h b r u n g . - Die Gde. umfasst den H O. H. (863 E. 166 Hsr.), den A O . Brücklenmühle, und den unbew. O. Alariä Eich; zwischen H., Reiningen und Schweighausen (Kr. Thann) lag der verschw. O. Hausen. - P. T. Ortseinn. StEBez. Dornach. Kantonalarzt. St. Anna-Spital (s. 1863, 14 Betten, für Kranke und Sieche). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Alülhausen (s. 1802). Schutzheilige hl. Projektus und Alarinus (15. Alärz). Kapelle Alaria-Eich westl. vom Orte. Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar, die Reformirten zur Pfarrei Dornach. - AVeberei der Firma Köchlin & Buchy in Alülhausen, besteht seit Anfang der 70er Jahre, 25 Arbeiter. 2 Getreidemühlen mit Wasserkraft. Gehörte zu der von Oesterreich lehnsabhängigen Herrschaft Bollweiler. 1272 erscheint die Abtei Lützel durch Schenkung des Joh. von Alörsperg in H. als begütert; auch das Kloster AIontiers-Grandval (1148), und die Deutschordenskomthurei Alülhausen hatten Besitz in H. 1395 hatten die Herren von Alasmünster Lehensbesitz daselbst. In demselben Jahre wurde H. von den Alülhausern, 1474 von den Burgundern verwüstet. - Kirchlich gehörte H. zum Landkapitel Sundgau des Bisthums Basel. Das Patronatsrecht, 1303 von der Abtei Murbach der Abtei Lützel überlassen (der auch 1331 die Kirche incorporirt wurde), war im 17. Jhdt. im Besitz der von Hagenbach, im 18. Jhdt. der von Ostein und v. Rosen, zuletzt des Herzogs von Broglie als Herrn der Herrschaft Bollweiler. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Alülhausen) 103,3 ha. Alittelwald aus Eichen, Hainbuchen, Eschen, Rüstern und verschiedenen Weichhölzern). Alter Besitz der Gde. Heimvilreforst, alte Bezeichnung von Neuscheuer (Gde. Niederhof, Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.). 1201 erhielt dort die Abtei Haute-Seille Güter geschenkt, welche Conrad Rozellus von Thicourt von Arthur von Kriechingen zu Lehen trug. Heiningen. Df. (Ka. Busendorf [1790-1815 u. s. 1830; 1815-29 preussisch], Kr. Bolchen, L.). 284 E. 65 Hsr. (10 GRe.) - 300 m. - A G . Busendorf (6,5); Bhf. Busendorf (7,0). - H u n i n g a 10. Jhdt.; H e n c h i n g e n 1030; H u m p i g en 1234; H e n n i n g a 1236; H e n n i n g 1742. - Die Gde. umfasst den H O . H. (145 E. 33 Hsr.), die A O . Leidingen (s. 1830) und Schrecklingen (s. 1832, vorher zuerst A O . von Leidingen [s. 1810], dann von Willingen [s. 1830]). - Uebergangssteuer-stelle Schrecklingen. StEBez. Busendorf I. AVasserltg. (s. 1886). - Annexe der kath. Hilfspfarrei Gerstiingen, thatsächlich jedoch durch den Pfarrer der trierischen Pfarrei Leidingen pastorirt. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in St. Avold. - 2 kleine Getreidemühlen. H. gehörte zur Herrschaft Berus, welcher aber nur die hohe Gerichtsbarkeit zustand. Das Uebrige war Besitz der Abtei Busendorf. H. war ursprünglich Besitz der Abtei St. Alaximin bei Trier, welche dort schon 1030 begütert war (wahrscheinlich durch eine Schenkung der Alarkgräfin Jutta von Lothringen). Durch Tausch gingen diese Güter 1234 an Busendorf über und wurden noch durch Schenkung des Herzogs Alatthaeus aus dem Jahre 1236 vermehrt. - Durch Vertrag vom 23. Oktober 1829 hat Frankreich an Preussen einen kleinen Theil des Bannes von H. nordöstl. der Strasse von Gerstiingen nach Schrecklingen abgetreten. Der durch denselben Vertrag von Frankreich erworbene AVeiler Leidingen ist durch Ordonnanz vom 7. Oktober 1830 mit einem Theile des Bannes des Preussischen Dorfes Ihn oder Log-non und dem Dorfe H. zu einer Gemeinde mit dem Sitze in H. vereinigt und dem Ka. Busendorf zugetheilt worden. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Busendorf) 30,3 ha. H e i n i s w e i h e r , im Illgebiet 2,5 k m nordöstl. Köstlach - 0,75 ha. Fischerei. AVird alle 6-10 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfls. zum Grossweiher im Banne von Feldbach. H e i n k i n g e n , Df. (Ka. [s. 1790] u. Kr. Bolchen, L.). 239 E. 77 Hsr. (10 GRe.) - 215 m. - A G . Bolchen (4,9); Bhf. Bolchen (4,4). - Hinkingamvilla 12. Jhdt.; H e n k i n g en 1225; H i n k a n g e 1281. - Die Gde. umfasst den H O . H. (169 E. 53 Hsr.), die A O . Brechungen (s. 1812, vorher selbständig), Brechlinger-AIühle, Petringen und den verschw. O. St. Margareth (Kap.). - StEBez. Bolchen I. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Bolchen (s. 1804). Kirche der hl. Lucia (13. Dez.). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in St. Avold. - Kleine Sägemühle. H. gehörte der Abtei St. Avold (s. d.) und war Kirchengut mit ganzer Gerichtsbarkeit des Bailliage Vic. Es scheint, dass die Abtei St. Avold bei und u m H. an der Nied ehemals ausgedehnte Besitzungen hatte. ATon diesem alten Besitze wurde ein Theil an die Obervögte der Abtei, die Grafen von Aletz, überlassen. (Siehe Contchen, Volmeringen, Girlingen i. H. blieb im Besitze der Abtei und war noch Anfang des 14. Jhdts. als Lehen der Abtei in Händen der Edelen von Volmeringen. Bei Erwerbung des Hofes Fürst bei AWalmen (s. d.) durch die Abtei St. Avold wurde zu Gunsten der Abtei Villers-Bettnach eine jährliche Rente von 7 Pfund Aletzer Pfennige auf die Einkünfte der Herrschaft H., welche u m diese Zeit wieder mit dem Besitze der Abtei vereinigt worden war, angewiesen, mit der Ermächtigung, für Arillers-Bettnach, falls diese Zahlung ausbleiben sollte, sich dieser Herrschaft zu bemächtigen. Der Fall trat um 1580 ein, bei der Veräusserung des Hofes Fürst, seitens der Abtei St. Avold. Durch Spruch des bischöflichen Bailliage Vic wurde 1594 wegen nicht geleisteter Verpflichtungen H. der Abtei Villers-Bettnach zugesprochen. Bald darauf, 1609, verpfändete letztere die Herrschaft an den Kanoniker Foe's. Als sie aber 1625 das Pfand einlösen wollte, war ihr die Abtei St. Avold zuvorgekommen und weigerte sich, es wieder herauszugeben. Es entstanden langjährige Schwierigkeiten, welche erst a m 3. Dez. 1683 durch Spruch des Parlaments zu Gunsten der Abtei St. Avold entschieden wurden. Die Vogtei, welche bei der Familie von Volmeringen geblieben war, hatten 1681 die Herren von Dalheim inne. - H. war vor 1802 Pfarrei des Archipr. AVaibels-kirchen. - Kirche 1778 umgebaut. Den Kirchensatz und die Zehnten hatte die Abtei St. Avold zum Theil. - Römische Reste. Spuren eines alten Schlosses. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Bolchen) 64,5 ha. Heinrichsdorf, Df. (Ka. Pfalzburg, [s. 1790], Kr. Saarburg, L.). 734 E. 146 Hsr. (12 GRe.) - 355 m. - AG. Pfalzburg (8,8) Bhf. Lützelburg (4,8). - Henrydorf 1698. - Die Gde. umfasst den HO. H. (648 E. 127 Hsr.), die I A O . Bodenmark und AVisgrund und den verschw. O. Schwangen. - StEBez. Pfalzburg. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Pfalzburg (s. 1802). Kirche zu Ehren der Kreuzerhöhung (14. Sept.), 1884 zuletzt erneuert. Die Lutheraner gehören zur Pfarrei Pfalzburg, die Reformirten zur Pfarrei Saarburg. - 5 Sandsteinbrüche (zus. 64 Arbeiter). Hausindustrie: Perlstickerei, für Firmen in Cüln und Berlin, und (wenig) Haarnetzflechterei. H. gehörte zu dem ehemaligen F ü r s t e n t h u m Pfalz- 27f |