| OCR Text |
Show 238 Dürrenrain - lehen auftrugen. Ein Drittel des Zehnten in D. war Lehen des Bischofs von Aletz und wurde 14S6 vom Bischof Heinrich von Lothringen an Kaspar von Freiberg vergeben. In der diesbezüglichen Urkunde vom 28. Dezember 1486 wird Logeinheim bezeichnet als • situ6 entre Colmar et Düring-heim », woraus geschlossen werden darf, dass das heutige Dorf Logclbach auf dem Banne des alten D. liegt. Als D. im 30jährigen Kriege zerstört worden war, wurde sein Bann zu AVinzenheim geschlagen, mit welchem er von 1640-48 zu dem Gebiete des theilweise zur Herrschaft Landsberg hinzugezogenen Türkheim gehörte. - Nach D. verlegt H. Boyer (1860) das Lügenfeld (s. daselbst), den Ort der Zusammenkunft Ludwigs des Frommen mit seinen Söhnen 833. A m 8. November 117.8 fand bei D. ein Gefecht statt zwischen Kuno von Horburg und Egenolf von Urslingen, dem Stammvater der jüngeren Rappoltsteiner Linie. - Den Kirchensatz hatten 1398 die Herren von Rappoltstein. Dürrenrain, AVlr. (Gde. Riespach, Ka. Hirsingen, Kr. Altkirch, O.-E.i. 12 E. 3 Hsr.; alt; Entstehungszeit unbekannt. Dürrenseebach (Dörin-Seebach), abgeg. Ort <Gde. Neeweiler, Ka. Laulerburg, Kr. AVeissenburg, U.-E.). 1632 zerstört. Die Einwohner sollen dann - unweit des alten Ortes - Neeweiler (Neuweiler) erbaut haben. Ueberreste von Grundmauern. Dürrenstein, zerst. Ort und Priorat (Gde. AA'alscheid, Ka. u. Kr. Saarburg, L.i. Dieses nicht genau bekannte Priorat wurde 1239 durch das Bisthum Strassburg mit der Grafschaft Dagsburg den Grafen von Leiningen zu Lehen überlassen. Die dortige, früher dem hl. Alichael geweihte Kapelle (siehe St. Leo), wurde 1269 mit den Novalzehnten und den Rodungen im Forste zwischen Dürrenstein, Dagsburg und St. Ouirin ausgestattet. 1289 wurde durch päpstliche Bulle das Priorat Dürrenstein dem Kloster Steigen mit Gütern in Walscheid, Engenthal und Alberschweiler bestätigt. 1483 war es schon aufgehoben. Gleich darauf (1487) wurde es den Dominikanerinnen von Rintingen verkauft, welche es schon 1507 verliessen und dem Bisthum von Strassburg zu A'crfügung stellten. Schirmherren waren die Grafen von Leiningen-Dagsburg. Fischer, Dag., L'ancien prieure' de D., pres de Walscheid, comte de Dabo. (Bull, et Al£m. de la Soc. d'arch. lorr. XXII, 301.) Dürrenweiher im Larggebiet 1,2 kmsw. Hindiingen. - 0,53 ha. Fischerei. AVird alle 6-10 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfl. zum Speisekanal s. Rhein-Rhone- Kanal 3. Dürre Saar s. Rothe Saar. Dürrmatten, Papic-rfabr. (Gde. Heiligenberg, Ka. u. Kr. Alolsheim, L'.-E.). 12 E. 1 Hs. - 1892 und 1893 erbaut; Besitzer die Societe generale (Bankhaus) in Strassburg. 1894 '.L' Arbeiter. Dürrmattengraben s. Rohrbach (Zorn) 11. Dürstelberg, Grosser, 460 m, Kleiner, 454,5 m, in der Umgegend kurz Gross- und Kle in-Dür s t el (der Name Grosser und Kleiner Fischberg auf dem ALB. ist in der Umgegend unbekannt) genannt, zwischen AValscheid und AVeiler St. L6on, Ka. Saarburg. A m Osthang des Grossen Dürstelberges die St. Leonsgrotte oder der Gross-Dürstelfelsen. Düttelich, abgeg. Ort bei Oberehnheim (Ka. Oberehnheim, Kr. Erstein, U.-E.). Alitte des 14. Jhdts. unter den Dörfern genannt, in welchen einzelne Güter oder Einkünfte vom Bischof von Strassburg zu Lehen gingen. Düttlenheim, Df. (Ka. Geispolsheim [s. 1790], Kr. Erstein, U.-E.). 1306 E.320Hsr. (12 GRe.) - 165 m. - AG. Ulkirch- Grafenstaden (13,1); Bhf. D. (2,3). -Thutelenheim 999;Tutelnheiml237;ma. Dittle. - P. T. (Bhf. D. [s. 1864], gehört zur Gde. Dachstein). StEBez. Ulkirch-Grafenstaden. Armr. (s. 25. April 1830). - Station der Krankenschwestern - Dunzenheim j des hl. Joseph aus Kloster St. Alartin bei Geberschweier. - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Geispolsheim (s. 1802); Schutzheiliger hl. Ludwig (25. Aug.). Die Israeliten gehören zum Rabbinat Alutzig; jüdischer Friedhof in Rosenweiler. - Ziegel- und Kalkfabrik. Knochenkohlefabrik (A. Schuhmann). Kartoffelstärkefabrik (A. Schuhmann). Fabrik von Syrup aus Kartoffelstärke (Edmund Krüger; Zweigctablisse-ment in Düppigheim). Getreidemühle. Hausindustrie: Hausweberei, für Firmen. Handel: Getreide und Kartoffeln. D. wird im 10. Jhdt. zum ersten Alale erwähnt. Die Abtei Altdorf erhielt damals bedeutenden Besitz zu D. durch Schenkung des Grafen Hugo vom Nordgau. 999 bestätigte Otto III. eine der Abtei gemachte Schenkung zu D. 1114 und 1140 war die Abtei Aloyenmoutier, 1237 das Strassburger Domstift dort begütert. Später erscheint der Ort als Eigenthum des Bisthums Strassburg. 1284 hatten ihn die Landsberg vom Bisthum zu Lehen. Im 14. Jhdt. wurden die Andlau zu 'la Alitlehnsbesitzer, 1359 auch die Sturm von Sturmeck. Die beiden Drittel der Landsberg und Andlau blieben in deren Händen bis zur Revolution und waren r eichsr i t ter-schaftlich. Das Drittel der Sturm war nicht reichsritterschaftlich und kam nach deren Aussterben 1640 an die aus Tirol eingewanderte Familie Reich vom Platz (ausgest. 1789). Kirchlich gehörte D. zum Landkapitel Oberehnheim. 1464 Rektorat. Plebanat. U m 1553 wurde die Reformation eingeführt; 1686 wurde D. jedoch wieder katholisch. Die Pfarrkirche 1770-77 erbaut, das Pfarrhaus 1787. Patronatsrecht besass der Abt von Altdorf. - D. liegt am Hauptkeltenwege der aus dem Sequanerlande über Beifort längs dem Fusse der Vogesen nach dem Niederrhein zog. Begräbnissstätte derer von Landsberg und von Rathsamhausen. Gemeindewald (Oberförsterei Strassburg) 25,1ha. Dufourbach s. AVeisse Saar 8. D u m b a c h s: Xied 24. Dumbühl, Hsr. (Gde. u. Ka. Alünster, Kr. Colmar, O.-E.). Früher AO., jetzt Theil der Gde. Alünster. D u m b ü h l (Tumbühl), B., 540 m, nordöstl. Eschbach bei Alünster; am Fusse die Häuser gleichen Namens. D u m e n h e i m , abg. Ort, bei Plobsheim (Ka. Geispolsheim, Kr. Erstein, U.-E.). Doumenheim 778, Dumin-h e i m si'3, D o u m e n h e i m 1180. - Begütert: 778 Kl. Eschau; 823 Erchengar, Graf vom Nordgau, bez. die von ihm Besitz eintauschende Kirche von Strassburg; 1128 Kl. Alaursmünster. - Im 14. Jhdt. durch den Rhein zerstört. Siehe Thu-me n au, Hof. Dumpfenbach s. Giessen 13. Dunkelbach, Fsths. (Gde. Alberschweiler, Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.). 5 E. 1 Hs. Erbauungszeit unbekannt. Dunkelbach, verschw. Sgm. (Gde. Alberschweiler, Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.). Dunkel bach 1716. - Lag am Dunkelbach (s. d.). Gehörte zur Grafschaft Dagsburg. 1716-31 erwähnt. Z. Th. älteren Ursprungs. Anfang der 7ocr Jahre schon verlassen und verfallen, gegen 1886 abgebrochen. Dunkelbach, AVIL, s. Rothe Saar 6. Dunkelthaler Berg, nördl. Ausläufer des Teufelsberges gegen das Thal des Falkensteinerbachcs, südl. Philippsburg, Ka. Bitsch. Dunkelthaler Hals, Name zweier Einsattlungen: der Grosse östl. vom Hasenkopf (361), der Kleine w. von demselben, zwischen Dorf Bärenthal, Ka. Bitsch, und dem Thale des Falkensteinerbaches. Dunkelwald(berg), H., 345,2 m, nordöstl. über Jockeishof (Jakobshof), Gde. Mutterhausen, Ka. Bitsch. Dunzenheim, Df. (Ka. Hochfelden [s. 1790],Kr.Strassburg U.-E.i. 648 E. 140 Hsr. (12GRe.) - 215 m.-AG. Hochfelden (7,0); HSt. Wilwisheim (5,2). - Tun t eshaime 739 (Trad. AViz.); Dunteshuson 788 (ebd.); Dunczenheim 1246; ma. Dönzne, Dunzne, Dünzne. - Ortseinn. |