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Show Falkenberg - Falkenslein. 281 Grafen de Choiseul-Beaupre im Besitze. - Seit 1629 war F. mit einem herrschaftlichen Obergerichte (buffet) ausgestattet. Das Parlament in Aletz hat während der Okkupation von Lothringen dieses A'orrecht durch Spruch vom 8. Juli 1682 anerkannt. Durch Edikt vom 11. Januar 1728 wurde eine prüvöte-bailliagere seigneuriale gebildet, welche dem Parlamente in Nancy unmittelbar unterstellt war. [dPr ] F a l k e n b e r g , herrschaftliche Prevöte. Durch herzogliches Edikt vom 11. Jan. 1728 erhielt das Marquisat Falkenberg die Befugniss, ein eigenes herrschaftliches Gericht mit den Zuständigkeiten eines herzoglichen Bailliage zu bilden, von welchem die Berufung unmittelbar an das Parlament in Nancy ging. Dieses Herrschaftsgericht (prevöte-baillia-gere seigneuriale) hatte als Bezirk die Dörfer der drei Herrschaften Falkenberg, Dalem und A'olmeringen (s. d.i, aus welchen 1629 das Alarquisat F. gebildet worden war. 1751 wurde die Prevöte' dem Bailliage Falkenberg zugetheilt. [dPr.] F a l k e n b e r g , Kanton (Kr. Bolchen, L.). Umfasst die Gden. Adaincourt, Argenchen, Armsdorf, Baumbiedersdorf, Chtlmery, Diedersdorf, Edelingen, Elwingen, Falkenberg, Fletringen. Füllingen, Gänglingen, Halleringen, Han a. d. Nied, Hemilly, Herlingen, Holacourt, Kriechingen. Laulerfangen, Lubeln, Alaiweiler, Alöhringen-Zondringen, Niederum, Ober-Fillen, Steinbiedersdorf, Tetingcn, Thonville, Trittelingen, Arahlen, Vittoncourt, A'oimhaut, AVallersberg und enthält auf 244,6533 qkm 2997 bewohnte Häuser etc. mil 12074 Einwohnern. - Der Ka. F., 1790-75 zum Distrikt Alörchingen, 1800-1802 zum Arrondissement Aletz gehörig, umfasste 1790-95 die Gden. Dorweiler, Elwingen, Falkenberg, Fletringen, Gcsslingen-Hcmeringen. Kriechingen, Redlaeh, Steinbiedersdorf, Tetingen, Trittelingen, A'ahlen. Gesslingen- Hemcringen ging 1795 in den Ka. Bischdorf, Trittelingen in den Ka. Lubeln über, während Adaincourt aus dem Ka. AVallersberg, Edelingen aus dem Ka. Bischdorf, Chemery aus dem Ka. Diedersdorf und Gänglingen aus dem Ka. Rollingen neu hinzukamen. 1802 wurde Trittelingen dem Ka. F. wieder zurückgegeben, ferner kamen die übrigen, dem Ka. heute angehörigen Gden. hinzu und Niedertillen, welches 1810 A O . von Oberfillen wurde. A'on diesen neu hinzugekommenen stammten Baumbiedersdorf, Halleringen, Lauterfangen, Lubeln, Nieder- und Obertillen aus dem Ka. Lubeln, Füllingen aus dem Ka. Maizeroy, Alöhringen-Zondringen aus dem Ka. Waibelskirchen, ATttoncourt und A'oimhaut aus dem Ka. Remilly, die übrigen aus dem Ka. Herlingen. F a l k e n b e r g , Staatswald (Gde. Oberbronn, Ka. Niederbronn, Kr. Hagenau, U.-E.). 1120 ha. Oberförsterei Niederbronn. 2 Forsthäuser: Daumen und Ziegelberg. (Eiche, Buche, Hainbuche, Esche, Bergulme, Rotherle, Aspe, Birke, Kastanie, Kiefer, Fichte, AVeisstanne, Lärche, Weymouthskiefer.) Buntsandstein, Aluschelkalk, Keuper. Lias. Fischerei im Linsenthalweiher verpachtet, zur Herrschaft Oberbronn gehörig (s. d.i; 1793 als Staatsgut erklärt. Das Weiderecht der Gemeinde Oberbronn ist durch A'ertrag vom 9. Okt. 1888 gegen Zahlung von 2080 Mark abgelöst worden. F a l k e n b e r g , B., 443,2 m TP. auf dem rechten Ufer des in die (nördliche) Zinsel mündenden Linsenthaies. F a l k e n b e r g , H., 360 m. sw. Neunhofen, Gde. Dambach Ka. Niederbronn. F a l k e n b e r g . B , 480 ni, zwischen dem hart an der elsässisch-pfälzischen Grenze liegenden (1883 abgerissenen • Hof Hichtenbach (Gde. Lembach, Ka. Weissenburg) und dem Steinbach. F a l k e n b e r g bei Bitsch s. Pfaffenberg. F a l k e n b e r g , H„ 323 m, nördl. A'arsberg, Ka. u. Kr. Bolchen. F a l k e n b u r g , Sgm. (Gde. Dagsburg, Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L ) . Hiess früher Herrenmühle-Falkenberg. Nur Betriebsstätte. - Im 18. Jhdt. als Domanialsägemühle der Grafschaft Dagsburg errichtet, der Linie Leiningen- Falkenburg gehörig, 1781 zuerst erwähnt. F a l k e n e c k , Südwesthang '327, m), Ausläufer des Widerschall fs. d. . F a l k e n e c k , Nordhang an der Bezirksgrenze, südl. | Sucht, Ka. Rohrbach, Kr. Saargemünd. Falkenfelsberg, IL, Kalkfluh i Gipfel auf Schweizer Gebiet) auf der clsässisch-schweizerischen Grenze, südöstl. AVolschweiler, Ka. Plirt. Falkenfelsen, Hsr. (Gde. Dagsburg, Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg. L. . 9 E. 4 Hsr. Gegen Ende des LS. Jhdts errichtet. Falkenfelsen, 430 in, felsiger Plateaurand, nördl. über Schäferhof bei Dagsburg. Falkengraben s. 111 27. F a l k e n h o f , Wir. (Gde., Ka u. Kr. Ilagenau, U.-E.). 94 E. 1'» Hsr. Gehörte bis zur Revolution dem Bürgerhospital in Hagenau. F a l k e n k o p f bei LVbcis s. Buchenhopf. F a l k e n s c h l o s s , Burgruine, s. Kagenfels. Falkenstein, Herrschaft. Ehemaliges Reichslehen, später Theil des A m t s L e m b e r g (s. d.). Die Herrschaft Falkenstein bestand im lo. Jhdt. aus 1. Burg Falkenstein. 2. Bärenthal, 3. Leitzelthai, 4. Lieschbach, 5. Alühlenbach, 6. Sasselbach, 7. Schmalenthal. Später kamen noch Schloss und Dorf Philippsburg hinzu. - Sie war gebildet worden aus den früher selbständigen Herrschaften Falkenstein, Ramstein und Gross-Arnsberg. Es lässt sich dennoch nicht mit Sicherheit feststellen, ob die Herren von Falkenstein, deren Besitz 1564 an Lichtenberg verkauft wurde schon vorher Antheile von Ramstein und Gross-Arnsberg erworben hatten, oder ob die von Lichtenberg nach Erwerbung von Falkenslein die benachbarten Gehietstheile, die schon vorher in ihrem Besitz waren, vereinigt haben. - Die vorgenannten Orte bildeten jedoch drei verschiedene Gerichte: Falkenstein Ramstein und Cruss-Ainsberg. Falkenstein war Anfang des 12. Jhdts. Besitz der Grafen von Lützelburg aus dem Hause Alömpelgard, die auch durch Erbschaft im Besitz eines Theiles [ des heiligen Forstes bei Hagenau waren. Sie nannten sich auch ill05 und 1125i von Falkenstein. Schon 1127 werden Alini-sterialen dieses Namens in Burg F.erwähnt. Nach Erlöschen der Grafen von Lützelburg (1143i scheint Graf Folmar von Saarwerden, der mit Stephanie von Alömpelgard vermählt war, Ansprüche auf Falkenstein geltend gemacht und durchgesetzt zu haben. Anfang des 14. Jhdts. erscheint Saarwerden neben den Ministerialen von Falkenstein, als Aliteigner von F. Ob aber die Falkenstein Lehcnsleutc der Saarwerden waren, lässt sich nicht erweisen. Das Gegentheil scheint ! wahrscheinlicher zu sein: 1334 hat Graf Friedrich von Saarwerden den AArilhelm von AA'instein, Gemahl der Elise von Kirkel, mit seinem Antheile an F. belehnt. 1335 hat derselbe mit den Brüdern von Falkenstein. AVilhelm von Win- 1 stein und Wilhelm von Born, den Burgfrieden von Falken-j stein beschworen, was auch 1445, 144'•, 1463 und 68 durch Mörs-Saarwerden geschah. Durch Saarwerden gelangte ein Theil der Herrschalt an Finstingen-Brakenkopf (1414- 1474). 1515 befanden sich die A'ettern von Falkenstein im Besitze der ganzen Herrschaft. 1564 hat der letzte des Namens, Balthasar von Falkenstein, das Schloss mit der 1 Herrschaft an den Grafen Philipp IA'. von Hanau-Lichtenberg verkauft, welcher Falkenstein mit dem A m t Lemberg vereinigt hat (s. Lemberg, A m t e Falkenstein, 1572 von Lothringen besetzt, ist 1606 wieder an Hanau-Lichtenberg abgetreten worden, bei welchem es bis 1736 blieb, worauf es bis zur Revolution Besitz der Landgrafen von Hessen-Darm-stadt war. Falkenstein, Burgruine (Gde. Philippsburg, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). Geschichtliches Denkmal. Burg Falkenstein wird vielfach mit der Grafschaft Falkenstein, einem ehemaligen Reichslehen von Lothringen in der Pfalz, verwechselt. - A'on der Burg sind nur wenige Reste übrig. geblieben. Sie wird 1564 schon als zerstört bezeichnet |