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Show Hartzberg - Haselburg. 399 markungen. Erkenntniss des Kassationshofes zu Paris 26. Juni 1849.-Zahlreich sind die vorgeschichtlichen Funde im Hartgebiete, bestehend aus Bronze-, Hallstatt- und La Tc-nc- Gegenständen, meist aus Grabhügeln entnommen, auch neolithische Funde treten vereinzelt auf. Viel geringer sind im Hartwalde selbst die römischen Funde, welche sich hauptsächlich an der Konsularstrasse von Basel-Augst nach Strassburg vorfinden und ihrer Beschaffenheit nach der spätrömischen Zeit angehören. Auch fränkische Funde weist die Hart auf. Durch den Hartwald, den sogen. Hart-Rhein, ein Hochgestade des Rheines, entlang, zieht eine alte Strasse, wahrscheinlich ein von den Römern bei ihrer ersten Besitzergreifung ausgebauter Keltenweg, der von Basel aus über Hirzfelden und Oberhergheim nach dem Römerkastell Egisheim führte, wo er in den Hauptkeltenweg, der aus dem Sequanerlande kommend nach Brumath und Selz zog, •einmündete. Zahlreich sind die Grabhügel aus der Hallstatt-und La Tene-Zcit im Hartwalde längs dieses AVeges. Hartbewässerung;. Bereits I80I hatte sich eine Gesellschaft gebildet, um einen Kanal vom Rheine am Kapuzinerkopfe bei Ottmarsheim abzuleiten und die Hart zu bewässern; doch konnte die Gesellschaft die nachgesuchte Staatshilfe nicht erhalten. Die nunmehr von der Landesverwaltung unternommene Bewässerung der Hart, deren Durchführung in etwa fünf Jahren zu erwarten ist, wird aus einem Kanalsystem bestehen, welches das Wasser z. Th. aus dem Rhein mittelst des Hüninger-Zweigkan als, z. Th. aus dem Dohlensystem Mülhausens (Abwässer und Fäkalien) erhalten wird. - 1. Hauptkanal der Hartbe-wässerung kommt aus dem Hüninger-Zweigkanal, link. Uf., westl. Homburg (Brücke) - Ottmarsheim (2 Brücken), kreuzt die Mülhausen-Alüllheimer Eisenbahn und Strasse (2 Brücken), Banzenheim, Rumersheim (2 Brücken), Bloelelsheim (Brücke), Fessenheim (Brücke), Baigau (Brücke), Heiteren, Obersaasheim (Brücke) - mündet östl. Weckolsheim in den Rhein-Rhone-Kanal, recht. Uf. - 28 km. 2. Wasserkanal für den Hartwald kommt aus dem Dohlensv stem von Alülhausen, unterkreuzt die Gürtelbahn, Hl, Quatelbach, nördl. Modenheim (2 Brücken), den Rhein-Rhone-Kanal - mündet südl. Banzenheim in den Hauptk anal, link. Uf. - 13 km. 3. Zweigkanal H o m b u r g kommt aus dem Hüninger-Zweigkanal - Homburg, Klein-Landau - 4 km, 1 Brücke. -4. Zweigkanal Münchhausen-Roggenhausen kommt aus dem Haupt k anal, link. LT., mündet westl. Rumersheim - 6,5 km, 2 Brücken. 5. Zweigkanal Rüstenhart geht aus dem Hauptkanal, link. Uf., südl. Rheinfelder Hof, kreuzt den Vaubankanal - mündet südl. Oberhergheim in die 111, recht. Uf. - 9 km, 3 Brücken. (Zun. Zweigkanal Hirzfelden, link. Uf. - 2,6 km; Zweigkanal Dessenheim, recht. Uf. - 2,7 km, 1 Brücke) 6. Verbindungskanal zwischen Haupt k anal und Alühlkanal, südl. Banzenheim - 1,6 km, 1 Brücke. Benoit, A., Dans la Hart. Le combat de Rumersheim, 26 aoüt 1709. (Rev. cath. dAls. XV, 1896, S. 830-838, 908- 914.) Onimus, Memoire sur l'alienation et le deTrichemcnt de la foret et sur les irrigations du territoire de la Harth. (Rev. d'Als. 1866, S. 41-58; 99-117.) Hartzberg, verschw. O. (Gde. Rolbingen, Ka. Wolmünster, Kr. Saargemünd, L.). 1750 als AVeiler der Gde. Rolbingen erwähnt. Hartzhof, verschw. Hf. (Gde. Sturzelbronn, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). - Hartzhoffen 1779. - Durcl die Stürzelbronner Alönche gegründet. Anfangs der 80er Jahre des 19. Jhdts. abgerissen, der Platz ist in Wald umgewandelt worden. Harweiler, ehem. Burg bei Scherweiler (Ka. u. Kr. Schlettstadt, U.-E.). Bischöflich Strassburgische Burg, 1282 durch Otto von Ochsenstein, Landvogt im Elsass, gegenüber Ortenberg erbaut. Harzbach s. Windsteinerbach 4. Harzbächel s. Zinzel 15. Harzlaeh, verschw. Fsths. (Gde., Ka. u. Kr. Hagenau, U.-E.i. LS76 abgehrannt. Harz- (»der E m s e n w e i h e r im Alod ergebiet, 4,5 km nordöstl. Philippsburg - 2,42 ha. Karpfen-Fischerei. AVird nicht abgelassen. Besitzer Baron von Dietrich. Zu-und Abtls. s. AV ind stein erbach 4. Harzweiler s. a. Klein-Harzweiler. Harzweiler, Df. (Ka. u. Kr. Saarburg, L. [1790 Ka. Niederweiler, 1802-1820 Ka. Pfalzburg]). 848 E. 179 Hsr. (12 GRe.) - 300 m. - AG. Saarburg (9,6); HSt. H. (0,3). - Harz weil er Nitting, 1779. - Die Gde. umfasst den HO. H. (767 E. 145 Hsr.) und die AO. Fuchsberg und Kleinharzweiler (s. 1884, vorher zu Dreibrunnen gehörig). - P. F. HSt. (s. 1892). StEBez. Saarburg I. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Saarburg (s. 1802, vorher Filiale von Biberkirch 1. Kirche des hl. Leopold (15. Nov.). Die Reformirten gehören zur Pfarrei Saarburg. - 2 Sandsteinbrüche L'hrenglasschleiferei (30 Arbeiter), Annexe der Uhrenglasfabrik von Hirsh & Hammel in Dreibrunnen (s. d.). War ehemals ein AVeiler im Banne des Dorfes Nitting und wie letzteres zur Herrschaft Saar eck gehörig. Schon im 16. Jhdt. wurde es von den Herren von Lützelburg zu Lehen getragen, und ging von diesen durch Heirath 1760 an die von Saintignon über. 1728 hat der Staatsrath von Lothringen entschieden, dass der Biberbach (la Bievre) künftig die Bannscheide zwischen Dreibrunnen und H. bilden sollte. - Die Kanzel und die drei Altäre in der Kirche stammen aus dem ehemaligen Kloster Rintingen (s. d.), gute Arbeit des 18. Jhdts.; sie wurden nach Zerstörung der Klosterkirche in H. aufgestellt. Hasard, Sgm. (Gde. u. Ka. Lörchingen. Kr. Saarburg, L.). 1 Hs. Bestand schon 1500. Hasdorf, AVlr. (Gde. Inglingen, Ka. Aletzerwiese, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 4 E. 1 Hs. - Dieser Ort, welcher 18C3 und 1817 nur ein Hof war, wird 1624 als Dorf des Schultheis-senamts H a m (s. d.) in Bezug auf die hohe Gerichtsbarkeit aufgeführt. Das übrige gehörte als Lehen zur Herrschaft Inglingen und wurde 1594 von derselben abgetrennt. H. war 1750 im Besitze der Herren de Gargan. Diese Ortschaft. welche früher bedeutender war, scheint im 30jährigen Krieg zerstört worden zu sein. Haselbach s. Breusch 29. Haselberg, IL, 305,6 m, östl. Obertraubach, Ka. Dammerkirch, Kr. Altkirch. Haselberg, H., 405 m, südsüdwestl. Heimersdorf, Ka. Hirsingen, Kr. Altkirch. Haselberg IAIB. Hasselkopf). H., 32o m, nördl. des Hetzelhofes. Gde. Philippsburg, Ka. Bitsch. Haselburg, Df. (Ka. Pfalzburg [1790-1S02 Ka. Walscheid], Kr. Saarburg, L.). 401 E. 9M Hsr. (10 GRe.) - 417 m. - AG. Pfalzburg (13,0); Bhf. Lützelburg (8,0). - Hesseles-b e rg 1154 ; Hasselburg 1576. - Die Gde. umfasst den HO. H. (332 E. 82 Hsr.) die AO. Eichwald, Gingett, Haselburg (Fsths.), Kaiserhof, Schacheneck, Sparsbrod; den unbew. O. Fridolinskapelle und die verschw. O. Fischbach, Rothhof. - StEBez. Saarburg IL Wasserltg. (s. 1898). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Pfalzburg <s. 1802, vorher zur Pfarrei Garburg gehörig). Kirche des hl. Ludwig, Königs von Frkr. (25. Aug.), 1851 erbaut. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Pfalzburg. - Kleine Getreidemühle. Hausindustrie: Stickerei für eine Firma in Cöln. H. gehörte zu dem Reich sfürstenthume Pfalzburg (S. d.). Es scheint ein Theil des alten Besitzes der Abtei Andlau gewesen zu sein. Im 14. Jhdt. trugen die von Greiffenstein das Dorf mit dem früher im Gemeindebanne gelegenen, jetzt abgegangenen O. Fischbach (s. d.) und Hof Schacheneck (s. d.) von der Abtei Andlau zu Lehen. Später wurde es, als Theil der Ganerbschaft Lützelburg iSickinger Antheil, |