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Show 344 Girlingen - Glaeonnii-re. Girlingen, Df. I Ka. [1790-1802 Ka. Brittendorf | u. Kr. Bolchen, L.). (62 E. 24 Hsr.) (10 GRe.) - 205 m. - AG. Bolchen (9,8); Bhf. Bolchen (10,5). - G e roldi nges 12. Jhdt. ; Girildanges 1148; G e r l d i n g a 1176: G u e r l a n g e s 1200; Girl in gen 1321; G u i r lange 1869. - Im Gebiet der Gde. lag der verschw. O. Erlenhof. - StEBez. Bolchen I. - Annexe der kath. Hilfspfarrei Bettingen. Kap. der hl. Quirinus und Cyriacus; Neubau von 1890. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in St. Avold. Ohne A'olks-schule, benutzt die Volksschule von Bettingen. G. war Dorf der ehemaligen Probstei Condcj und des Gerichts von Perl. (s. d.i, zu welchen die Hochgerichtsbarkeit gehörte, ausgenommen drei Häuser, welche mit dem zerstörten Hof Erlenhof (s. d.) und mit andern Gütern Besitz der Deutschordenskomthurei Beckingen waren. Das L'cbrige war Besitz der Abtei A'illers-Bettnach. Sie erhielt dort zuerst den Besitz des Ebroin von AAralmen; gleich darauf, schon 1150, fand zwischen der Abtei und den Edeln von Girlingen wegen ihrer beiderseitigen Rechte, auf Veranlassung des Bischofs Stephan von Aletz, ein Vergleich statt. - Die Abtei St. Avold welche dort begütert war, überliess 1176 ihre dortigen Rechte mit dem Kirchensatz an Villers-Bettnach. Der letzte Herr von Girlingen, Friedrich, schenkte dagegen 1275 seinen Besitz in G. an die Deutschordenskomthurei Aletz, von welcher er nach 1552 an Beckingen kam. 1436 erwarb Busendorf in Girlingen einen Hof. - G. war von jeher Annexe der Pfarrei Bettingen. G e m e i n d e wald (Oberförsterei Bolchen) 5,9 ha. Girlingen, verschw. O. (Gde. Thedingen Ka. u. Kr. Forbach, L.i. AVar Dorf der alten Herrschaft und A'ogtei St. Avold, bei welcher es 1365 aufgeführt wird. Die alte Dorfstätte liegt zwischen Kochern, Thedingen und Folklingen an der Römerstrasse, die vom Herapel nach Tcnte-lingen führt. Der Dorfbann wurde 1663 den Bewohnern von Thedingen durch Kauf überlassen. Der getrennte Bann von G. gehörte 1648, wie Thedingen, in dessen Gemarkung er eingeschlossen war, zur Kastellanei Bolchen (s. d.). G i r o m a g n y b e r g , 972,* m, in dem vom Welschen Belchen gegen SO. streichenden drenzkamm, ssw. Sewen im Dollerthal. Giromenil. ehemaliger Edclhof in dem Dorfe Lessy (Ka. Gorze, Kr, Metz, L.). Girsberg s. Stein in dem Artikel Rappoltstein - Burgen. Girste s. Geierstein bei AVangen. Gischingen, Wir. (Gde. Freisdorf, Ka. Busendorf, Kr. Bolchen, L ) . 88 E. 21 Hsr. G u r s e n g e s 1319; Gursin-gen 1594; G u s c h i n g e n 1604. - War AVeiler der Herrschaft Freisdorf und Sitz der Grundherrschaft St. Croix (s. d.). In G. war das Priorat Rozerieulles begütert. O r t s w a l d (Oberförsterei Busendorf! 24 ha, gemeinsam mit Didin^en. Gisingen, Df. (Gde. Bettweiler [s. 1811], K a Rohrbach, Kr. Saargemünd, L.i, 268 E. 67 Hsr. - Gisingen 1267 (?); Gissingen und Geysingen 1594; Guising 1817. Vor 1811 selbständig und s. 1790 zum Ka. Rohrbach, s. 1801 zum Ka. AVolmünster, s. 1802 wieder zu Rohrbach gehörig. - AVar Dorf der Herrschaft Bitsch is. d.); es wird schon 1267 erwähnt. - Im 18. Jhdt. wie heute Annexe der Pfarrei Bettweiler. Aluttergottcskapelle. Gisingerhof, Hf. (Gde. Bettweiler, Ka. Rohrbach, Kr. Saargemünd, L.). 11 E. 1 Hs. 1817 zuerst erwähnt. Gisselfingen. Df. i Ka. Dieuze [s. 1790], Kr Chäteau- Salins, L ) . 471 E. 101 Hsr. (10 GRe.) - 210 m. - AG. Dieuze <6,10i; Hp. G. < 1.3.. - In m a r c a Gisalofinco. Gisol-vingo in p a g o Salinin se 786; Glslahaldi villa 1049; G illoncourt 1273; Gisselburg b. D i e u z e 1490; Gisselfingen dit Geloncourl 1559; Gelucourt 1869; ma. Gclucö. - Die Gde. umfasst den HO. G. (412 E. 93 Hsr.) und die A O . Kraftel, Alühle, Ormange, St. Clement, Aride- , lingen, Ziegelhütte (Gch.i; der frühere AO. Commanderic (Gelucourt) hängt mit dem HO. zusammen. Ferner lagen im I Gebiete der Gde. die verschw. O. Farloncourt und Ibingen. - P. T. Hp. (s. 1864). StEBez. Dieuze. Armr. (s 1879). Fw. [ (s. 1878, 1 Spritzei. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Dieuze (s. 1802). Kirche des hl. Briccius (13. Nov.). - Geschäfts- J spräche franz. G. war Dorf der Probstei Dieuze, in welchem auch Kirchengut und ein Lehen waren. - G. wird schon sehr früh (786-846) als Besitz der Elsässischen Abtei Weissenburg erwähnt. 1189 schenkte der Ritter AVilhelm von Gcllo- ' court, ein bischöflicher Lchensmann, an die Abtei Salival, | was er im Allod Giverlise (Juvelize) hatte. G. wurde durch ! den Vertrag von Vincennes 1661 an Frankreich abgetreten (s. Route i und später dem Bailliage Saarlouis zugewiesen - der Hof Gelucourt (s. d.), welcher Besitz des Alalteser-Ordens- I hauses war, verblieb jedoch bei Lothringen. - Dorf G. war Kirchengut mit ganzer Gerichtsbarkeit der dortigen Alalteser- Komthurei und altes Tempelherrengut. Vgl. Commanderic. Tempelherren werden dort 1273, 1289 und zuletzt 1306 erwähnt. 1273 tauschte der Komthur von G. mit dem Grafen Dietrich von Rixingen Güter in Alaizieres und G. Das Bisthum Aletz übte die Schirmvogtei über das Ordenshaus von G. aus, wie der Komthur Humbert von Vaites 1344 noch anerkannt hat. Ein Lehen in G. hatten 1681 die Herren von Custincs zu Germingen inne, die Abtei A'ergaville einen Hof. In Gisselfingen bei Dieuze versammelten sich 1525 die deutsch-lothringischen Lehcnsleute zum Zuge gegen die aufständischen Bauern. - G. war vor 1802 Pfarrei des Archipr. Vergaville. Der Kirchensatz, welcher ehemals zum Stiftskapitel Dieulouard gehörte, k a m zuletzt an die Primatialkirche von Nancy. - Die alte Römerstrasse Aletz-Tarquinpol wird 846 mit der Bezeichnung «via lata publica» erwähnt. In der Nähe des Dorfes römische Reste. Gisselfingen, 'Weiher von, im Seillegebict 1,5 k m südöstl. G. - 48 ha. Karpfenlischerei. Wird alle 2-3 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfls. zum Vide-lingerbach s. Seille 5. Gisselfingerbach s. Seille 5. G i s t g r a b e n s. Thalbach 16 G i t z e n b ä c h e l s. Schlüsselbächel 4, Moder 1. Gitzenthal, Hf. (Gde. AVingen, Ka. Lützelstein, Kr. Zabern, LT.-E.). 7 E. 1 Hs. bestand schon im 17. Jhdt. (Quidschtal) und gehörte zur Grafschaft Lützelstein. Givrycourt, Df. (Ka. Albesdorf [s. 1790?, es wird i nach Lcpage in der Eintheilung von 1790 nicht erwähnt], Kr. Chäteau-Salins. L ) . 160 E. 46 Hsr. (10 GRe.) - 230 m. - AG. Albcsdorf (.5,9); Bhf. Insmingen (9,5). - Hampatte | 1609; später Givrycourt. - StEBez. Albcsdorf. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Albesdorf (s. 1864), hatte jedoch nur 18*4 einige Alonate einen dort residirenden Pfarrer, wird vielmehr von Wiebersweiler (vor 1864 von Alünster) aus bedient. Kirche z. E. Alariä Himmelfahrt (15. Aug.). Schutzheiliger der Gde. der hl. Lukas. - Hausindustrie: Hut-flechterci, für Firmen. G. war Dorf der bischöflichen Kastellanei Albesdorf (s. d.). Ortsüblich auch La Hampatte genannt. - Es wurde im gerodeten AAralde Hampatte gemäss Urkunde des Kardinals von Givry Bischofs von Aletz v o m 21. Okt. 1609 erbaut I und nach demselben auch benannt. - Der Ort ist im 30jäh-rigen Kriege vollständig zerstört und erst gegen Ende | des 17. Jhdts. wieder aufgebaut worden. 1696 standen dort nur 5 armselige Hütten. - G. war ursprünglich Annexe der kath. Pfarrei Münster. Gem-e i n d e w a 1 d (Oberförsterei Albesdorf: 60,9 ha. Glacimont, Fsths. (Gde. Grandfontaine, Ka.Schirmeck, Kr. Alolsheim. U.-E.). Frühere (bis 1888) Bezeichnung des A O . Hirsch köpf derselben Gde. Glaconniere, verschw. Hf. (Gde. Türkstein, Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.). 1894 abgebrannt. |