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Show 34* Goldbuch - Gondrexange. G. gehörte zum murbachischen Amte St. Amarin. Dem Abte von Alurbach, nicht dem Propste von G., leisteten die Bewohner den Eid und ihm gehörten Frevel, Blutrecht, Steuern und Einlager. Begütert waren die Klöster Alurbach und Goldbach. 1550 zählte G. 8 murbachische Herdstätten, 1650 nach der A'erödung im 30jährigcn Kriege mit Altenbach und Neuhausen 5 Bürger und 15 Kinder. - Die Pfarrei mit den Filialen Altenbach und Neuhausen gehörte zum Landkapitel Alasmünster des Bisthums Basel; den Kirchensatz hatte der Abt von Alurbach. Das Kloster G., welches in weltlicher Hinsicht von Alurbach abhängig war, wurde von Alarbach aus 1135 für Augustiner auf dem Eichberge gegründet und 1191 vom Papste Coelestin bestätigt. Propst Rüdeger zu St. Amarin und sein Bruder Hartmann dotirten es 1269 und Abt Berthold von Murbach beschenkte es 1272 mit der Kirche in Dingsheim. 1273 wurde der Propst von G. wegen Sittenlosigkeit abgesetzt. Nach der Arerwüstung durch die Engländer 1376 wurde G. eine Zeit lang Augustinerinnen übertragen und von Interlaken aus reformirt, 1402 jedoch wieder regulirten Chorherren überwiesen und der Jurisdiction des Bischofs von Basel unterstellt. Später wurde es Alarbach inkorporirt und von diesem, nachdem es während der Bauernkriege verlassen worden war, 1567 an Alurbach verkauft, welches es als Erblehen verpachtete. Gemeindcwald (Oberförsterei Thann) 198,7 ha. (Tannen- und Buchenhochwald.) In Besitz der Gde. gelangt durch Schiedsspruch vom 10. Alessidor III. Goldbuch «Wackenthai). Hf. Gde. Marlenheim, Ka. Wasselnheim, Kr. Alolsheim. U.-E). 4 E. 1 Hs. - 178S erwähnt, war bis 1*14 im Besitz von Alarlenheim, soll an einer Römerstrasse von Strassburg nach Dagsburg liegen. Golden, Flurname (Gde. Largitzen, Ka. Hirsingen, Kr. Altkirch, O.-E. c A'ielleicht bestand an dieser Stelle eine keltische oder römische Niederlassung, da zahlreiche Topfscherben dort gefunden worden sind. Goldenbergthal l Gde. Urbach [Freland], Ka. Schnierlach) s. CodcingciUtte. Goldene-Brom in. AV. etc. i Gde. Spichern, Ka. u. Kr. Forbach, L.i. 17 E. 3 Hsr. - A m 6. Aug. 1870 in der Schlacht bei Spichern durch 7 Komp. der Rgtr. 39, 74 und 77 erstürmt. Goldenholz, Hf (Gde u. Ka. Falkenberg, Kr. Bolchen, L.). 10 E. 2 Hsr. - Gollenholtz 1323; Gellen hu Hz 1562. - AATar Hof des Marquisats Falkenberg (s. d.i, ehemals mit eigenem Banne. 1323 verkaufte Johann von Alengen dem Godman von Dieuze seinen Antheil an Gollenholtz und Steinbiedersdorf. 1552 wurde der damals öde Bann durch den Grafen von Salm, Herrn von Falkenberg, und die von Krieehingen den Bewohnern von Trittelingen verzinst. Goldenmatt, Hf. (Gde. Goldbach, Ka. St. Amarin, Kr. Thann, O.-E.c 5 E. 2 Hsr. Soll seit dem 16. Jhdt. bestehen. Goldgraben s. Hl 88. Goldhof, AVlr. (Gde. Kirchnaumen, Ka. Sierck, Kr. Diedenhofen-Ost, L.i. 13 E. 3 Hsr. 1835 erbaut. Gomacourt s. Gommersdorf. G o m m . Hs iGde. Krüt, Ka. St. Amarin, Kr. Thann, O.-E.). 1 Hs. Das Haus besteht s. 1896 als solches, war vorher eine Bergscheune. G o m m b a c h r u n z s. Thur 13. G o m m e l a n g e s. Gelmingen. Gommersdorf, Df. (Ka. Dammerkirch [s. 1890], Kr. Altkirch, O.-E i. 308 E. 64 Hsr. (10 GRe » - 305 m. - AG. Dammerkirch 11,4); Bhf. Dammerkirch (2,0c - Gummers-doTf 1317; ma CTn-mTneTschdorf; franz. früher G o m a court, pat. Gaumacoie. - Die Gde. umfasst den HO. G. (288 E. 57 Hsr.) und die AO. Allmend, Diethausermühle (Martinmühle) und Oberfeld. - StEBez. Dammerkirch. Ohne Volksschule, die Gde. benutzt die Schule in Dammerkirch und bezahlt dafür eine jährliche Aliethe. - Filiale der kath. Pfarrei Dammerkirch; Kirche der hl. Alargarethe (30. Juli). Die Lutheraner gehören zum Vikariat Alülhausen, die Reformirten zur Pfarrei Altkirch. - Kleine Oelmühle und Getreidemühle mit 10 AVasserpferdekräften. G. war Dorf des Aleierthums Dammerkirch, Herrschaft Thann. Gemein de wald (Oberförsterei Altkirch) 1,8 ha. G o m m k o p f , 841,1 m, TP., westlicher Kopf eines vom Drehkopf (s. d.) auslaufenden Bergrückens, östl. über Krüt im obern Thurthal; der östl. davon aufsteigende Hang heisst der Gommrücken. Gondremange, verschw. Schi. u. Df. zwischen Brülingen (Ka. Grosstänchen, Kr. Forbach, L.) und Armsdorf (Ka. Falkcnberg, Kr. Bolchen, L.). Gondreminge 1132; Guntermingen 1250. - G. war Bestandtheil der Herrschaft Armsdorf, mit welcher es 1688 noch aufgeführt wird. 1625 noch als besondere Herrschaft erwähnt, aber damals schon ohne Dorf und Schloss. Es war wahrscheinlich Sitz des Lehens der Herrschaft Viviers in Armsdorf, welches im 15. Jhdt. nach den damaligen Afterlehensträgern (v. Heringen) Ban de Harange genannt wurde, während das daneben bestehende bischöfliche Lehen Ban de Aletz hiess. - G. war alt. Das Schloss wurde 1132 vom Aletzer Bischof Stephan von Bar zerstört. 1257 schenkten die von Dorsweiler Güter in G. an das Deutsch-Ordenshaus in Aletz. In l demselben Jahre verkaufte Gerhard von Mörsberg seinen Besitz in G., den er früher den Templerrittern verpfändet I hatte, der Deutschordenskomthurei in Metz. Nachfolger der i Dorsweiler waren die Kriechingen, die das Gut 1625 an die de Goz und de A'igneulles verpfändet hatten. G. lag 500 m südwestl. von Brülingen. Die Gräben, in denen 1865 die ehemalige Fallbrücke aufgefunden wurde, sind noch vorhanden. Gondreville, Df. (Gde. Vry [s. 1812], Ka. Vigy, Kr. Metz, L.i. 89 E. 24 Hsr. - Gondreville 1232; ma. Gondre-velle. - Vor 1S12 selbstdg. und s. 1790 zum Ka. Haiss, s. 1.792 zum Ka. Vry, s. 1802 zum Ka. Vigy gehörig. Hat seinen besonderen Bann behalten. G. war Dorf des Pays Messin, Haut-Chemin, ehemaliger Bestandtheil der Herrschaft V r y (s. d.). (Aron G. nannte sich im 14. Jhdt. eine jüngere Linie des Hauses Vry.) Später durch Verkauf der Erben von Heu Anfang des 17. Jhdts. zur selbständigen Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit erhoben. Durch arrOt der Chambre royale in Aletz vom 26. Dez. 16S0 wurde G. in Folge einer Verwechslung mit G. bei Toul mit Frankreich vereinigt. Es folgten im Besitze 1617-25 Travau, 1625-65 d'Aumalc de Chignolles Lespingal, 171* Gauthier, 1771 Lalance, 17S8 Lalouette. Das Schloss von G. ist lö3ö von den Franzosen zerstört worden. Gondrexange, Df. (Ka. Rixingen [s. 1790], Kr. Saarburg, L.i. 907 E. 203 Hsr. (12 GRe.) - 280 m. - AG. Lörchingen (6,1); Bhf. Heming (3,9). - Gundersingcn 1240; Gunderichingen 1355; Gunde renange 1433. - Die Gde. umfasst den HO. G. (848 E. 194 Hsr.i, die AO. Canar-die- re, Haut-G'hor. Ketzing, Peterschneider und den verschw. O. Col des Francais. - P. T. HSt. (s. 1895). StEBez. Rixingen. AIct. St. IL O. (274 m). Regenstat. (265 m). Fw. (s. 1855, 2 J Spritzern. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Rixingen (s. 1802). Kirche des hl. Lukas 118. Okt.). Die Reformirten gehören zur Pfarrei Deutsch-Avricourt. - Kalksteinbrüche von Alasson (zusammen 22 Arbeiter). Hausindustrie: Weiss-zeugstickerci, für auswärtige Firmen. G. war Dorf der Grafschaft Rixingen (s. d.). ursprünglich wohl zum bischöflichen Amt Saarburg gehörig. 1240 hatten dort die Herren von Finstingen dem Isembard von Hessen einen Hof zu Lehen gegeben. 1385 überliessen die Grafen von Leiningen-Rixingen ihrer Alutter Elisabeth von Lützelstein ihre Pfandrechte auf G. 1433 in einem Vergleich zwischen dem Bisthum Aletz und den Grafen von Leiningen- Rixingen wegen der Anlegung des dortigen AVeihers i wird erklärt, dass Dorf G. einem ieden zur Hälfte gehöre. |