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Show Ellweilerbach - Elsass. Ka Saargemünd. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Saar- j gemünd is. 1847, vorher zur Pfarrei Farschweiler gehörigi, die Gde. Luperhausen (ausser der Aarichmühle, die zur Pfarrei Oberhost gehört> umfassend. Kirche des hl. Hubertus (3. Nov.), 1875 zuletzt erneuert. E. wird noch 1594 unter den Dörfern der Herrschaft Püttlingen erwähnt, 1685 dagegen unter denen der Probstei Saargemünd. Es war alter Besitz der Abtei Neumünster in der Pfalz. Die Abteien AVadgassen und St. Avold waren dort Grundherren. Durch die Säcularisation der Abtei AV. gingen die Güter zuerst an Saarbrücken über, wurden dann an die Familie Arnetz verkauft, die das Dorf schon Ende des 16. Jhdts. von Lothringen zu Lehen trug. Die Vogtei über dieses Kirchengut stand der Herrschaft Homburg-St. Avold zu. Auch andere Lehensträger werden noch von Ell weiler erwähnt, so 1625 ein Herr Alüller, 162Sdie vonSoetern. | Auch die von Warsberg hatten dort Besitz, welchen sie an das Benediktinerinnenkloster St. Avold verkauften. 1682 reversirte die AA'e. de Rizaucouft für E'.lweiler. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Saargemünd) 53,69 ha. Ellweilerbaoh s. Mutterbach 2. E i m , Hsr. Früher AO., jetzt Theil der Gde. Alünster (Ka. Alünster, Kr. Colmar, O.-E.). E l m e s. franz. Nied 8. Eimersforst, Fsths. (Gde. Balbronn, Ka. AVasseln-lieim, Kr. Alolsheim, U.-E.). 6 E. 2 Hsr. 1755 erbaut. A n der Stelle stand früher das verschwundene Dorf Elbersforst <s. d.i, von dessen Pfarrkirche (Kreuzkapelle) noch Ruinen vorhanden sind. Eimersforst, AA'ald, Eigenthum des Stifts «Unser Frauen AA'erk» is. Elbersforst und Strassburg). Elsässer B e l c h e n s. Belchen, AVelscher. Elsässerle, D a s , früher eine Verbindung zwischen dem AVal 1 gr a b en der vierten Stadterweiterung Strassburgs a m Roseneck und der A a r , jetzt zum grössten Theil zugeschüttet nur in einzelnen Theilen im unteren Lauf vorhanden. Elsässische Färberei, Fbr. (Gde., Ka. u. Kr. Alülhausen. O.-E.). Früher AO., jetzt Theil der Gde. Alülhausen. Besteht s. etwa 1875. Elsass, Gau. Der Elsassgau, pagus Alisacinsis (vgl. Elsass, Name) rindet seine erste Erwähnung in einem Güter-verzeichniss der Abtei AVeissenburg aus dem 7. und 8. Jhdt. <Traditiones Wizenburgenses). Alan hat aus dem Umstände, dass in diesem Verzeichnisse nur solche Orte als im Elsassgau befindlich bezeichnet werden, die zwischen dem Eckenbach und der Selz liegen, in neuerer Zeit schliessen wollen, dass derElsassgau ursprünglich nur einen Theil des heutigen Unter-Elsass bezeichnet habe und der N a m e Elsass erst später auch auf das Ober-Elsass ausgedehnt worden sei. Dieser Schluss ist jedoch unberechtigt, denn die Abtei Weissenburg hatte im Ober-Elsass keinen Besitz, es konnten also auch keine dortigen Orte erwähnt werden. Der Elsass- ] gau hatte also von jeher im W e s e n t l i c h e n dieselbe Ausdehnung wie das heutige Elsass (vgl. Elsass, Namei und | bezeichnete den Theil des ehemaligen alemannischen Königreichs, der nach Chlodwigs Sieg von 496 unter fränkische Herrschaft kam. Alit den südlicher gelegenen Gauen Eisgau und Sorngau bildete er dann das Grenzherzogthum, welches die austrasischen Könige gegenüber den Burgundern und Alemannen im 7. Jhdt. errichteten. (Vgl. Elsass, Herzogthum.) Die nördliche Grenze des Elsassgaues war die Selz, die ' südliche, jedenfalls in der Nähe der Birs, ist ursprünglich ! nicht ganz sicher, später (888) fällt sie mit der Grenze gegen ! Burgund zusammen. Der ganze Gau unterstand damals einem Grafen1 und einem Bischof, dem von Strassburg ' <vgl. auch Strassburg, Bisthum). LTiter den Karolingern, 1 Von solchen Grafen werden genannt: Robert (unter Herzog Eticho, 673), dann Eticho's Sohn Adalbert, dann Eberhard, Eticho's Grossneffe (8. Jhdt.'. spätestens Mitte des 9. Jhdts. wurde der E'.sassgau in zwei Grafschaften getheilt, den Nordgau (s. Unter-Elsass, Landgrafschaft i und den Sundgau (s. d. und Ober-Elsass, Land-grafschaft), die durch den Eckenbach oder Landgraben (s. d.) von einander getrennt waren. Vgl. Bloch, Herrn., Die Einheit des Elsasses. (Korrespondenzblatt desGesammtvereins der deutschen Geschichtsund Alterthumsvereine 48, 1900, S. 37-42.) Pfister, Ch., Le duche- merovingien d'Alsace. (Annales de l'Est 4,1890, S.433- 465; 5, 1891, S. 392-443; 6, 1892, S. 27-119.) Sc hric ke r, A., Aelteste Grenzen und Gaue im Elsass. (Strassburger Studien 2, 1884, S. 305-402.) Elsass, Herzogthum. 1. Unter den Alerowingern. Der Elsassgau (s. d.) bildete zusammen mit den südlich gelegenen Gauen Eisgau und Sorngau das Grenzherzogthum, welches die austrasischen Könige gegenüber den Burgundern und Alemannen im 7. Jhdt. errichteten. Alan hat dies Herzogthum bisher gewöhnlich das Herzogthum Elsass genannt, jedoch mit U"nrecht, denn der N a m e ducatus Alsatiae findet sich dafür nirgends, dieser tritt vielmehr erst im 9. Jhdt. zur Bezeichnung des Herzogthums auf, welches sich in jener Zeit über den beiden aus dem Elsassgau (s. d.) gebildeten Grafschaften Nordgau und Südgau erhob (s. unter 2), das also weder zeitlich noch örtlich als Fortsetzung jenes merowingischen Herzogthums gelten kann. Immerhin rechtfertigt der Umstand, dass das Elsass einen beträchtlichen Theil des letzteren bildete, hier eine kurze Berücksichtigung desselben. Als erster Herzog wird Gundoin genannt, zur Zeit des Austrasierkönigs Sigbert (638-656). Ihm folgte Boni-facius, gegen660. Dessen Nachfolger, Chatalricusoder Caticus, wird mit Eticho, dem Vater der hl. Odilia, identifizirt. Er wurde v o m König Childerich eingesetzt und betheiligte sich nach dessen Tode (673) lebhaft an den damals entbrannten Kämpfen zwischen Austrasien und Neustrien. Anfangs auf der Seite des neustrischen Alajordomus Ebroin stehend, unterwarf er sich doch 674 dem Austrasierkönig Dagobert IL Nach dessen Tode behielt er, Dank seiner Annäherung an die Pipiniden, auch unter dem nunmehr auch in Austrasien anerkannten neustrischen König Theodorich III. seine Güter im Elsass und die Herzogswürde; sein Sohn Adalbert wurde zum Grafen von Elsass ernannt. Seitdem war Eticho absoluter Herrscher zwischen A'ogesen und Rhein. Als solcher gründete er die Klöster Hohenburg (Odilienberg), w o seine Tochter Odilia die erste Aebtissin war, und Ebersmünster. Die Ueberweisung des Dorfes Hilsenheim an letzteres Kloster durch Theodorich III. im Jahre 683 giebt uns die letzte Nachricht über Eticho. AVahr-scheinlich kämpfte er aber in der Schlacht bei Testri auf Pipins von Heristal Seite, denn seine Familie behielt fortan das Herzogthum. Sein Sohn Adalbert, vorher Graf im Elsass, wurde unter Karl Alartell Herzog und gründete Königshofen (s. d.) bei Strassburg. Auch die Erbauung des St. Stephansklosters in Strassburg wird ihm zugeschrieben. Er starb 722; ihm folgte als Herzog sein Sohn Liutfrid, der zuletzt 739 erwähnt wird. Seitdem ist von diesem Herzogthum nicht mehr die Rede. Vgl. besonders Pfister, Ch., Le duche merovingien d'Alsace. (Annales de l'Est 4, 1890, S. 433-465; 5, 1891, S. 392-443; 6, 1892, S. 27-119.» 2. Unter den Karolingern und späteren Kaisern. Nachdem der Elsassgau (s.d.),'vielleicht seit Beginn des 9. Jhdts., in zwei Grafschaften getheilt war (s. Unter-Elsass, Landgrafschaft, und Ober-Elsass, Landgrafschaft), wurde über diesen beiden Grafschaften, und von ihnen allein gebildet, das elsässische Herzogthum, der ducatus Alsatiae, errichtet. Bei der Theilung des karolingischen Reiches durch den Vertrag von A'erdun (843) wurde das Herzogthum dem Königreiche Lotharingien zugetheilt und vom Kaiser Lothar seinem natürlichen Sohn Hugo überlassen, durch den A'ertrag von Alersen (870) aber wieder mit dem Königreich |