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Show 364 Grignan - Gross-Arnsberg. der Abtei Longeville, wie später A'arsberg, das als Dorf erst viel später (17. Jhdt.) auftritt. Grignan, Schi. (Gde. Aloulins b. Aletz, Ka. u. Kr. Aletz, L.i. Gringant 13. Jhdt. - Früher AO., jetzt Theil der Gde. Moulins bei Aletz. - Gehörte zum Pays Alessin - Val de Metz - und war Sitz einer Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit. Siehe Aloulins bei Aletz. Grigy, Wir. (Gde. Borny [s. 1810], Ka. u. Kr. Aletz, L.). 181 E. 41 Hsr. - Les IV Waignages de Grixeyl404. - A'or 1810 selbständig und s. 1790 zum Ka. Borny, s. 1795 zum Ka. Vallieres und s. 1802 zum 2. Ka. von Aletz gehörig. - AVasserltg. (s. 1897). - Gehörte zum Pays Alessin (Saulnois* und war Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit, Besitz des Domkapitels in Aletz. Der Weiler scheint erst nach Zerstörung des Dorfes Vercly (s. d.i entstanden zu sein. 1404 werden in Grixey vier Waignages oder Höfe erwähnt (Haute und Basse Bevoie? Grange aux Bois?). 1754 war hier ein festes Haus, welches durch einen Herrn Cellier als Lehen getragen wurde. Auch die Abtei St. Symphorian hatte dort Besitz. - In der Sehlacht von Nouilly-Colombey (14. Aug. 1870) wurde das Dorf G. nach heftigem Kampfe von dem 2. Bat. Rgts. 77 besetzt. - G. war ehemals Annexe der Pfarrei St. Eucharius in Aletz. Grilloniere, La, Ehem. Grundherrschaft (Gde. Sorbey, Ka. Pange, Kr. Aletz, L.i. Dieses ursprüngliche Amtsgut der A'ögte von Sorbey bestand im 16. Jhdt. aus Schloss mit nassem Graben, Hof, Alühle und einem ansehnlichen Landcomplexe. Es war zuerst Besitz der Edlen von Sorbey (1184), 1404 der Dieuami, 1514 des Jean de A'illers, 1560 der von Einville, Herren zu Güblingen, Erben der von Craincourt, welche gegen 1560 das Gut als lothringisches Lehen mit ganzer Gerichtsbarkeit gegen den Abt von St. Vincenz beanspruchten. Die Sache wurde in den Besprechungen von Nomeny 1560-64 verhandelt und zu Gunsten des Abtes entschieden. - AVeitere Besitzer waren 1634 Praillon, 1673 de Berard, 1708 de Ccdbert, 17.53 de Salse, 1765 Dilange, 1787 Durand. Grimenwaldkopf, ortsüblich Finsterbachkopf genannt, 850,8, m, in dem vom Stiftkopf in nördl. Richtung abzweigenden Bergrücken, südöstl. Mollau bei AA'esserling. Grimont, Schi. u. Hf. (Gde. St. Julien b. Aletz. Ka. u. Kr. Aletz,L.i. 104 E. 3 Hsr. - La Grainge de Grumont 1294; Grymont 15. Jhdt. - Gehörte zum Pays Alessin (Haut-Chemin) und war Sitz einer Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit. 1294 wurde es durch den damaligen Besitzer AVerric von Helfedange dem Grafen von Bar zu Lehen aufgetragen. 14(>4 hatten es die Aleltry. Das Schloss, welches die Franzosen 1444 besetzt und beim Verlassen verbrannt hatten, war während des lS.Jhdts. im Besitze der Chaverson. Durch Heirath kam es an die von Heu, welchen gegen 1600 die Villarnoud, 1657 die d'Orthe folgten. 1705-1783 war es im Besitze der De Luc. - In der Nähe früher ein angebliches Alenhir (jetzt zerstört) «la pierre au diable, la pierre des fees» genannt, um welches die Jugend der Umgegend am Kirchvveihfest tanzte. - Funde: Gallische Alterthümer, Armringe, Beil, goldene Alünzen. Grindgrabenrunz s. Thur. Grindorf, Df. (Ka. Sierck [1790 Ka. Waldwiese, 1795- 1806 Ka. Launsdorf], Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 639 E. 169 Hsr. (12 GRe.) - 260 m. - AG. Sierck (15,4); BSt. Gerstlin-gen (10,4). - Grudelendorf 1319; Grondorf 1594. -Die Gde. umfasst den HO. G. (132 E. 34 Hsr.i. die AO. Bisingen (s. 1811, vorher selbständig), Halsdorf (Df., s. 1811, vorher selbständig), Halsdorf (Fsths. . Kalenhofen und den verschw. O. Forgeville. - StEBez. Waldwiese. Wasserltg. (s. 1891, in den AO. Pisingen und Halsdorf. - Annexe der kath. Hilfspfarrei Halsdorf, Kapelle des hl. Isidor. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Diedenhofen. G. geholte zu der Meierei Bisingen (s. d.) in der lothringischen Probstei Sierck. Es war alter Besitz der Abtei Rettel, ging dann an die Karthause Rettel über, welche bis zur Revolution Grundherrin dort blieb. Die Untervogtei über die Güter der Abtei trugen die Herren von Sierck- Aloncler von Lothringen zu Lehen. - Das Dorf, wie die ganze Aleierei Bisingen, wurde während des dreissigjährigen Krieges arg verwüstet. 1631 war in G. nur noch eine armselige Hütte übrig. - In den AValdungen der Gde. G., wie in den der umliegenden Dörfer kommen die sogenannten Alardellen sehr häufig vor. Runder Kirchthurm. Alte Glocke mit Inschrift und Taufstein mit Basrelief und Inschrift. Gemeinde wald (Oberförsterei Kedingen) 33,9 ha. Grisselingen, verschw. AL zwischen Tarquinpol (Ka. Dieuze und Essesdorf, Ka. Rixingen), 1256 von den Geschwistern Heinrich und Gertrude von Germingen (Guer-mange) mit Gütern und Eigenleuten in Disselingen dem Kloster der Augustinerinnen zu Bassel (St. Johann von Bassel) geschenkt. Die Alühle dürfte eingegangen sein, als der Linder-AA'eiher angelegt wurde (s. d.). Grither Schloss s. Gereuther Schloss. Gröberg, H.. 302,7 m, westl. Gunzweiler (Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg). Groetelsbächel s. Alossel 1. Gromerthalbächel s. Bärenbach (Zorn) 3. Gros C h a m p , le, B. s. Schneeschmelz. Groschamps, les, B., 72*,* m, TP., zwischen Colroy-la- Roche und Bellefosse im obern Breuschthal. Gros-Chene, Fsths. (Gde. Türkstein, Ka. Lörchingen, Kr. Saarburg, L.). 5 E. 1 Hs. Soll schon seit mehreren hundert Jahren bestehen. Früher Hof, aber schon seit langer Zeit Forsthaus. Gros-Etang s. Grossweiher, Stockweiher. Gros-Gazon, Wir. (Gde. Zell, Ka. Schnierlach, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 22 E. 4 Hsr. Au canton dit «Au Gros Gazon» 1721. A u gros Gazon, Ackerland und Alatten 1724, 1760. Herrschaft Rappoltstein. Der Wir. soll um 1795 entstanden sein. Gros-Moulin, Hs. (Gde. Fonteny, Ka. Delme, Kr. Chäteau-Salins, L.). 3 E. 1 Hs. Soll seit 1630 bestehen, war bis Ende des 18. Jhdts. Mühle. Grossacker, Hf. (Gde. Rcichweilcr, Ka. Alülhausen- Nord, Kr. Alülhausen, O.-E.). 9 E. 1 Hs. Hiess früher Zey-solff. 1854 entstanden. Grossackergraben s. Wunach 11. Gross-Arnsberg, Burgruine (Gde. Bärenthal, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.) an der süd-östlichen Grenze von Lothringen auf einem Berggipfel des Zinselthals. Ehemalige Herrschaft. Theil des Amts Lemberg (s. d.). Zuerst Besitz der Landgrafen von Werd. Landgräfliche Burgmannen waren zuerst die Ritter von Arnsberg, später die ihnen verwandten Herren von Alietesheim von Arnsberg, die im 13. Jhdt. als kaiserliche A^ögte in Hagenau erscheinen. 1332 verkaufte Philipp von Oettingen, Landgraf im Elsass, «die Burg zu Arnsberg* den Herren von Lichtenberg, welche sie den Herren von Uttweiler zu Lehen weiter vergaben. In der Erbtheilung der Hanau-Lichtenberg (1480) blieb Schloss Gross-Arnsberg gemeinschaftlicher Besitz von Zweibrücken-Bitsch und Hanau-Lichtenberg; später wurde es mit dem Amt Lemberg vereinigt (siehe Herrschaft Falkenstein), wohl nachdem es Graf Jacob von Bitsch 1547 an Hanau-Lichtenberg überlassen hatte. Das Schloss, welches im 12. Jhdt. erbaut sein soll ist in den Kriegen des 16. -17. Jhdts. zerstört worden, jedoch, obwohl zerstört, noch 1717 als Lehen vergeben worden. Zur Herrschaft Gross-Arnsberg gehörten früher Alühlen-bach (s. iL), Alietesheim im Elsass und die rechts der Zinsel gelegenen Theile von Zinsweiler und Gumbrechtshofen. Ih me, F. A., Ruine Gross-Arnsburg im AVasgau. (Mitth. des Vogesen-Clubs, Nr. 16. Strassb. 1883.) Lehmann, Dreizehn Burgen im Elsass. Strassb. 1878. |