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Show Gambsheimer Giessen - Gansbach. 323 slcuerstelle. Ortseinn. StEBez. Strassburg V. Armr. (Gründungsjahr unbekannt). Krgv. (seit 1. Okt. 1888). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Brumath (Seit 1802, vorher Pfarr-annexe von Bettenhofen, w o die Pfarrkirche heute noch ist). Schutzheilige Celsus und Nazarius (28. Juli). Sprengel G. und Bettenhofen. Muttergotteskapelle (Wallfahrt) im Norden des Dorfes. Die Protestanten gehören seit 18M zur Pfarrei Bischweiler (vorher zu Hördt). - Rheinschiffbrücke (Gambs-hcim- Freistctt), 1875 von Baden erbaut; Aufsichtsbehörde Rheinbauinspektion Offenburg (Baden). Vgl. dazu Verordn. des Bez.-Präs. für U.-E. v o m 17. Alai 1894 über den Durch-lass von Schiffen und Flössen. - Tabacks- und Cigarrenfabrik (Engelhardt & Fritze, ca. 125 Personen). Schiffahrt. Fischerei. Autorisirte Fischereigenossenschaft (s. 1S95) für die Aloder. Hausindustrie: Gänsemästerei, Haar- und Seidennetzstrickerei für Firmen. Altes Dorf; schon 747 erwarb die Abtei Honau Besitz daselbst. 884 bestätigte Kaiser Karl der Dicke der Abtei ihre Güter zu G. Das Dorf gehörte zum Bisthum Strassburg und zwar zum Amte Wanzenau, und stammt wahrscheinlich aus dem Besitz der alten Abtei Honau. 1398 wurde es sammt Bettenhofen (s. d.) von Bischof AVilhelm II. an Reimbold Hüffel und Nikol. Alerswin von Strassburg verpfändet. 1420 kam die Hälfte von G. durch Weiterverpfändung an Wirich von Hohenburg und Joh. Knapp von Strassburg, wurde jedoch 1435 vom Domkapitel wieder eingelöst. Die andere Hälfte, die 1453 in den Pfandbesitz von Konrad Bock gekommen war, wurde gleichfalls vom Domkapitel eingelöst (146S). Aron diesem kaufte es 1535 Bischof AVilhelm III. von Strassburg zurück. - 1388 wurde G. in einer Fehde zwischen Strassburg und der Landvogtei vom Alarkgrafen von Baden verbrannt, 1587 durch deutsche Truppen geplündert. - Kirchlich gehörte G. zur Pfarrei Bettenhofen. 1763 eine Marienkapelle daselbst erwähnt. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Bischweiler) 161,7 ha. Rheinwald: frisches, tiefgründiges Alluvium. Rhein-Inseln: magerer Rheinkies. (AA'aldtheil Steinwald: Mittelwald mit Oberholz von Eichen, Ulmen, einzelnen Buchen; Unterholz: Eiche, Buche, Esche, Erlen und sonstige Weichhölzer. Rheininseln: Niederwald mit AA'eiden, Pappeln.) Bereits 1700 im Besitz der Gemeinde. Gambsheimer Giessen s. Moder 29. Gamerenbach s. Mosel 33. G a n d , Cense de (Gde. Gross-Hettingen, Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). Siehe Schaumburg. G a n d a u e r g r a b e n s. Eberbach (Sauer) 13. G a n d e r n , Df. (Gde. Beiern [s. 1812], Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 228 E. 58 Hsr. - G a n d r e 1093; G a n d r a 1096; G a n d r e n 17. Jhdt. - A^or 1812 selbständig und 1790-1802 zum Ka. Rodemachern, dann zum Ka. Kattenhofen gehörig. Hat seinen besonderen Bann behalten. - Kirche des hl. Alartin (11. Nov.). - A\reinhandel. W a r getheilt zwischen den Herrschaften R o d e m a c h e r n, Püttlingen und der Probstei L u x e m b u r g . G. war ursprünglich Besitz der Abtei Rettel mit ganzer Gerichtsbarkeit. Die Vögte der Abtei, belehnt von Lothringen, waren zuerst aus dem Hause Walcourt, später aus der Familie von Sierck-Aloncler. - 1093 hat Gerhard von Thiccourt mit dem Kirchensatze von Gandern, sowie mit anderen Gütern, das Priorat Diedersdorf (s. d.) ausgestattet. Diese Güter wurden 1282 an die Abtei Rettel verkauft. 1230 bestätigte Erzbischof Theodorich von Trier dem Kloster St. Martin zu Trier die Schenkungen der Aebte von Rettel und Münster in Luxemburg, betreffend das Patronat der Pfarrkirche zu Gandern. 1238 verschrieb die Abtei St. Alartin dem Abte von Rettel ihre Einkünfte von der Pfarrkirche von Gandern gegen eine bestimmte Kornrente. Dasselbe that sie 1343 zu Gunsten der Abtei Münster. Die hohe Gerichtsbarkeit, welche früher zur Abtei Rettel gehörte, verblieb nicht der späteren Karthause Rettel. 1681- war sie zwischen den Herrschaften Rodemachern und Püttlingen und der Probstei Luxemburg getheilt. Die Karthause hatte dort die mittlere und die Grundgerichtsbarkeit. Gandern wurde erst 1769 an Frankreich abgetreten und stand früher unter der Probstei Luxemburg. - 1096 erscheint ein Hugo von Gandern, wohl Alinis-teriale der Abtei Rettel. - G. war bis 1804 selbständige Pfarrei (s. o.) des Trierischen Landkapitels Remich; Einschiffige spätgothische Kirche. Schlussstcin mit dem AVappen der Sierck-Aloncler (A^ögte von Gandern). Sehr fein gearbeitetes spätgothisches Porta] , zweistöckiger Thurm, noch romanisch, mit Satteldach. Fenster der Kirche verzopft. Den Kirchensatz hatte die Abtei St. Alartin zu Trier. G a n d e r n , Meierei der Herrschaft Rodemachern (s. d.), umfasste das Dorf Beiern (s. d.) zum Theil und Dorf Gandern (s. d.) zum Theil. G a n d e r n b a c h s. Alosel 38. G a n d r i n g e n , Df. (Ka. Gross-AIoyeuvrc [1790-1802 Ka. Flörchingen, 1802-1901 Ka. Diedenhofen], Kr. Diedenhofen- West, L.). 306 E. "4 Hsr. (10 GRe.) - 180 m. - AG. Rom-bach( 4,3i; HSt. Gandringen (1,3). - G r a n d e r a n g e super O r n a m 1181; G a n d e l a n g e 1299; G a n d e r a n g e s 16. Jhdt. - Die Gde. umfasst den HO. G. (255 E. 54 Hsr.i, den AO. Bussingen (s. 1812, vorher selbständig) und den verschw. O. Bussinger Alühle. Die AO. Amnöville, Neumühle und Stahlheim sind durch A'erordnung des Statthalters vom 9. April 1901 von G. abgetrennt und als e i n e Gde., deren N a m e noch nicht feststeht, dem Ka. Aletz zugewiesen worden. Der Artikel Amneville ist danach zu berichtigen. - Hp. (s. 1888). StEBez. Gross-Moyeuvre. Arzt (in Bussingen). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Diedenhofen (s. 1808, vorher, seit 1804, zur Pfarrei AVallingen gehörig). Kirche des hl. Hubertus (2. Nov.). Die Reformirten gehören zur Pfarrei Diedenhofen. - Geschäftssprache franz. - Die früher auf Gandringer Gebiet liegenden 1900 eröffneten «Portlandcenient-werke Rombach» (70 Arbeiter) für Cement aus Schlackensand und Kalk, sowie die Stahl- und Walzwerke des Rombacher Hüttenwerkes (s. Rombach und Stahlheim) und die 1900 eröffnete Thomasschlackenmühle (60 Arbeiter) sind 1901 mit den oben genannten AO. an den Kreis Aletz abgetreten worden. G. war Dorf des Schultheissenamts an der O r ne (s. Diedenhofen). Die Abtei St. Hubert in den Ardennen hatte hier schon sehr früh Grundbesitz und wahrscheinlich auch die Herrschaft. Die Besitzung wurde ihr im 11. Jhdt. entzogen, doch liess sie der Arater des Aletzer Bischofs Philipp von Flörchingen ihr zurückerstatten. 1181 gingen, gegen eine jährliche Rente, diese Güter in den Besitz der Abtei Justberg über. Auch Gorze und die Johanniterkomthurei Aletz waren in G. begütert. 169S wurde durch Frankreich die hohe Gerichtsbarkeit zu Lehen vergeben. Lehensträger waren noch 1743 die von Bettainvillers. - G. gehörte bis 1S04 zur Pfarrei Amneville. Einschiffige spätgothische Kirche (Gesch. Dkm.) mit Oculus an der Südseite, an der Nordseite eine Pechnase. Kirche und Kirchhof waren einst befestigt. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Rombach) 10,9 ha. Gandringerbach s. Alose! 22. G a n g u l f - K a p e l l e (Gde. Zimmingen, Ka. u. Kr. Bolchen, L.). Alte Kapelle, auf der Stelle des verschw. Dorfes Bettingen, war im 18. Jhdt. Einsiedelei mit Ein-siedlerwohnung. Ganier, AI. u. Sgm. (Gde. Russ, Ka. Schirmeck, Kr. Alolsheim, LT.-E.), s. Drille, la. Ganier, Sgm. (Gde. AVisch, Ka. Schirmeck, Kr. Molsheim, L'.-E.i. Frühere Benennung des A O . Schwarzbacherbrücke is. d.i derselben Gde. G a n s b a c h , verschw. AI. (Gde. Destrich, Ka. Grosstänchen, Kr. Forbach, L.). 1344 bereits erwähnt als allodialer Besitz des Grafen Simon von Salm zu Alörchingen. 1881 ab- I gebrannt und 1886 gänzlich abgerissen. |