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Show 324 Gansbach - Garscher Alühle. Gansbach, AVIL, s. franz. Nied 7. Gansberg, IL. 320 m, nördl. AVeiler Reinhardshof, Gde. Bärenthal, Ka. Bitsch. Gantzershaus, Hs. (Gde. Horburg, Ka. Andolsheim, Kr. Colmar, O.-E.i. Frühere Benennung (vor 1892) des AO. Sau wasen derselben Gde. Gansweidgraben s. 111 66. Ganzau, AVlr. (Gde. Strassburg, Ka. Strassburg-Süd iextra muros), Stdtkr. Strassburg, U.-E.). 209 E. 29 Hsr. - Gansouwe 1370. - Alühle (19 Arbeiten. Die dazu gehörige Pappfabrik Ganzau gehört zur Gde. Illkirch- (.rafenstaden (Ka. Geispolsheim, Kr. Erstein, U.-E.). - (rehörte zur Pfarrei Neuhof. - G., in früherer Zeit auch G an sau genannt, liegt südlich von Neuhof. Es gehörte im 14. Jhdt. zu dem jetzt verschwundenen rechtsrheinischen Dorfe Hundsfelden iHunesvelt), wie jetzt noch eine kleine Rheininsel zwischen den Bannen von Kehl, Eckartsweier und Alarlen heisst. Das genannte Dorf war lichtenbergisch. Seit 1578 gehört die Ganzau der Stadt Strassburg. Von 1760 bis zur Revolution wurde sie von der kath. Pfarrei Ulkirch-Grafenstaden pastorirt. Ganzinotty, Hf. (Gde., Ka. u. Kr. Schlettstadt, U.-E.). 8 E. 1 Hs. 1850 entstanden. Garbach s. Rohrbach (Zorn) 13. Garburg, Df. Ka. Pfalzburg [1790-1802 Ka. AVal-scheid], Kr. Saarburg, L.). 648 E. 144 Hsr. (12 GRe.) - 395 m. - AG. Pfalzburg (8.3); Bhf. Lützelburg (3,3). - Garberg 1436; Garburg 1576; Gerbourg 1661. - Die Gde. umfasst den HO. G. (595 E. 135 Hsr.), die AO. Böhringer, Hammerschmiede (Langwirth), Kleinmühle, Kreuzkopf, Nicolaushof, Sparsbrod (der frühere AO. Hobel hängt jetzt mit dem HO. zusammen) und den verschw. O. Schlossberg. Eine Vergrösserung der Gemeindegemarkung fand 1884 statt, indem ihr ein Theil der Gemarkung der Gde. Hägen (Ka. Alaursmünster, Kr. Zabern, U.-E.) zugewiesen wurde. - StEBez. Pfalzburg. AA7asserltg. (s. 1893). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Pfalzburg (s. 1802). Kirche des hl. Columban (13. Okt.). Die Protestanten gehören zur Pfarrei Pfalzburg. - 2 kleine Sägemühlen. Hausindustrie: Perl-und Netzstrickerei für Unternehmer in Dagsburg und Köln. G. war Dorf der Abtei Alaursmünster im Elsass (s. d.). Essoll anfangdes 12 Jhdts. Theil der Herrschaft Lützelburg (s. d.) gewesen und als solcher gegen Ende desselben Jhdts. vom Bisthum Aletz der Abtei Alaursmünster überlassen worden sein, und zwar zum Vogteigute (Herrschaft Geroldseck, s. d.). 1570 trat Johann A'ogt von Hunolstein seine Rechte in G. gegen Braubach'sche Lehen in Saarbrücken und ein Aufgeld von 1700 fl. an Alex von Braubach, Herrn zu Dillingen und Alörsberg, ab. Durch den Arertrag von Vincennes (1661) hat Lothringen, dem jedoch nur ein Viertel von G. zustand (der Rest gehörte zur Vogtei Alaursmünster) den Ort an Frankreich abgetreten. Die hierüber entstandenen Streitigkeiten sind endgültig durch den A'ertrag von 1718 geregelt worden. - G. war seit 1730 Pfarrei des Landkapitels Betbur (Bisthum Strassburg) mit den Annexen Haselburg, Sparsbrod und Schacheneck. Den Kirchensatz hatte der Bischof von Strassburg. Eine Pfarrei scheint aber schon in früheren Zeiten dort bestanden zu haben, denn die dortige Kirche wurde schon im 12. Jhdt. durch den Kardinallegaten Theodewin geweiht, später, wohl nach dem 30jährigen Kriege, aufgehoben. - Auf dem Gewanne «Thiergarten » Ringmauern, unter dem Namen «Scheffereien» bekannt. Scheidewälle und andere Befestigungen aus früheren Zeiten. Gallo-Römische Grabfelder auf dem «Kempel» und dem «Kritz-Kopfe». Der Ort ist theilweise mit den von den alten AVohnstätten des Grossen Limmersberges (s. d.) herrührenden Alaterialien gebaut. Gemeinde wald (Oberförsterei Pfalzburg) 25,8 ha. 420-490 m über dem Meere. Oberer Buntsandstein. (Tanne, Buche.) Der Wald wurde der Gemeinde durch Erkenntnisse des Landgerichts Zabern vom 1. April 1879 und des Oberlandesgerichts Colmar vom 14. Juni 1881 als Abfindung für ehemalige Rechte der Garburger Bürger auf Bauholz und Weidenutzung im Staatswald Zabern zugesprochen. Die auf dem nunmehrigen Gemeindewalde lastenden Weide- und Mastgerechtigkeiten der Gden. Alaursmünster, Schweinheim und Ottersweiler sind durch Verzichtleistung erloschen. Garburg, Staatswald (Gde. Garburg, Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L.). 596 ha. Oberförsterei Pfalzburg. Forsthaus Kreuzkopf. (Buche, Hainbuche, Tanne, Kiefer, Eiche, Fichte, Ahorn, Esche. Birke, Erle, Pappel, Lärche.) Vogesen-sandstein. Der Wald, zum Dinghofe des Bisthums Metz gehörig, soll mit diesem von Bischof Bertram (1180-1211) der Abtei Alaursmünster geschenkt worden sein, und kam später in den weltlichen Besitz der Alark Alaursmünster. Als Garburg von Lothringen im Vertrage von Vincennes 28. Febr. 1661 an Frankreich abgetreten wurde, besass Lothringen nur ein Viertel (1500 von den Leiningen erworben); je ein Viertel besassen die Rappoltstein (als Nachfolger der Lützelstein), die Hanau-Lichtenberg und die Wangen (als j Nachfolger der Ochsenstein); gleichwohl hat Frankreich das Ganze behalten und ist im Pariser \rertrage vom 21. Jan. 1718 im Besitze bestätigt worden; inzwischen hatte die Abtei Alaursmünster den Besitz der Gemeinherren der Alark 1705 erworben; 1789 ist der Wald als Nationalgut eingezogen worden. Garde-de-Dieu, Hsr. (Gde. Chätel-St. Germain, Ka. Gorze, Kr. Aletz, L.). Theil der Gde. Chätel-St. Germain, früher als AO. betrachtet und auch C a s e genannt. Garde-de-Dieu, Hs. (Gde. Liocourt, Ka. Delme, Kr. Chäteau-Salins, L.). 1 Hs. In den 70er Jahren des 19. Jhdts. errichtet. Garde-de-Dieu, verschw. Hs. (Gde. Burgaltdorf, Ka. Dieuze, Kr. Chäteau-Salins, L.). 1860 abgerissen. Gargan (Cite), Df. (Gde. u. Ka. Hayingen, Kr. Diedenhofen- West, L.). 1100 E. 174 Hsr. 1869 erbaut, 1875 ver-grössert. Dabei ein Privatbahnhof (seit Anfang der 70er Jahre) für Güterverkehr und Kohlentransport. Gargan (Cite), AVlr. (Gde. Klein-Rosseln [s. 1893, vorher Gde. Forbach], Ka. u. Kr. Forbach, L.). 221 E. 49 Hsr. 1885 entstanden. Gargouille, AAreiher von, im Moselgebiet, 3 km westl. Villers-Bettnach am Kannerbach, früher Eigenthum der Abtei daselbst, jetzt in AViesen und Aecker verwandelt. Garnfirst, Die, B., 550m, östl. Philippsburg, Ka.Bitsch. Spätrömisches Strassenkastell. Garsch, Df. (Ka. Kattenhofen [s. 1790], Kr. Diedenhofen- Ost, L). 740 E. 197 Hsr. (12 GRe.) - 155 m. - AG. Diedenhofen (5,6); Bhf. Gross-Hettingen (4,5). - Garsch 1396. - Die Gde. umfasst den HO. G. (431 E. 109 Hsr.), die AO. Garscher Alühle, Kechingen (s. 1809, vorher selbständig) und Lagrange-Mühle, den unbew5 Ort Alathelins-Kapelle und den verschw. Ort Clairefontaine. - StEBez. Diedenhofen. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Kattenhofen (s. 1804, vorher Annexe der Pfarrei Hüssingen). Kirche des hl. Nikolaus (6. Dez.) 1855 erbaut. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Diedenhofen. - Steinbruch (5 Arbeiter). 2 kleine Getreidemühlen. Der Ort scheint ursprünglich Dorf der Probstei Diedenhofen geSvesen zu sein, welche dort, noch im 17. Jhdt., Probsteiunterthanen hatte (zur Landmeicrei Oehrin-gen); andere Theile gehörten zu den Herrschaften Meilberg und Lagrange, zum Gerichte Kattenhofen und zur Herr seh aft Enschringen. - Das Haus Valcourt-Berg, sowie die Abtei Alünster hatten dort 1396 Besitz. Garscher Mühle, AI. (Gde. Garsch, Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L ) . 13 E. 3 Hsr. 1680 erbaut, 1796 umgebaut und vergrössert. |