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Show 512 Kesselgraben Kesselgraben s ^ugraben, Büttenerbach 7. K e s t e n b e r g , H. 3D9.6 m TP, westl. Ettingen, Ka. Rohrbach, Kr. Saargemünd. Kestenholz, Df. Ka. [s. 1790J u. Kr. Schlettstadt. U.-E... 2843 E. (Sterbf. 29,1, leb. Geb. 34,1 auf 1000). 516 Hsr. (21 GRe.i - 195 m. - AG. Schlettstadt (5,2); Bhf. K. (0,6). - Castinetum 1138; Kestenhoultz 1180; franz. Chä-lenois. - Die Gde. umfasst den HO. K. (2362 E. 416 Hsr.), die AO. Bei Scherweiler, Binsenhof, Brandt, Canon, Hammerschmiede, Heidenbühl, Hohlgasse, Hurst, Mittelmühle, Röschly, Schöpfmühle. Sehwarze-Lamm, Steinbruch, Vol-genloch, Waldmatt, Wanzel, Weyerslugmühle, Zollhaus, Zollhausmühle, die unbew. <). Mittelweg Kap.), Neuweg(dgL) und die verschw. O. Mittelweg . Hs), Weiersburg (Bg. i.Wald-mühle .M.i. - P. III. Kl. T. Oeff. Fernsprechstelle. Ortsfernsprecheinrichtung (Umschaltestelle, s. 1900). Bhf. K. (s. 1864). Bhf. Weilerthal (s. 1864). Hp. Gereuth (s. 1893). Notar. Gendarmeriestat. Ortseinn. StEBez. Schlettstadt IL Spital (s. 1S91, 10 Betten für Sieche, in dringenden Fällen auch für Kranke). Ein älteres, 1854 gegründetes Spital steht seit 1892 leer. Armr. (s. 1861, Grundbesitz 0,32 ha.) Verbds.-Fw. (s. 1882, 9 Spritzen). - Kath. Pfarrei des Dekanats Schlettstadt (s. 1802); Schutzheiliger hl. Georg (23. April). Früher Filiale Wanzel .bis 1808, dann Filiale-von Leberau und 1860 selbständig). Auf dem Kirchhof St. Anna-Kapelle (1763 erwähnt; im südl. Theile des Dorfes Heilig-Kreuz-Kapelle (1709 erbaut i, Wallfahrtsort. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Schlettstadt. - Steinbruch (IS94 150 Arbeiten. Ziegelei (Pfeffer & Cie., 1894 50 Arbeiter). Eisengiesserei (s. 1898). Baum woll vveberei von Gebr. Blech (über 150 Arbeiter); dgl. von Koenig & Cie. (über 150 Arbeiter). Ausserdem zahlreiche kleinere Webereien. Putzwollfabrik von Rietsch (Mittelmühle). 3 Sägemühlen. 3 Getreidemühlen, Hausindustrie: Weberei, für Firmen. Wein- und Holzhandel. 24. April Schweinemarkt. Dicht beim Orte das Etablissement Bad Bronn, heilkräftige Brom-und jodhaltige Koeh-salzquellen, Kaltwasserkuranstalt. Frequenz 1899: 200 Kurgäste. Der Sage nach soll schon die hl. Odilia zu Anfang des 8. Jhdts. einen Hof zu K. der Abtei Ebersmünster geschenkt haben. Nachweisbar ist ein solcher Hof im Besitz der Abtei erst im 12. und 13. Jhdt. 1180 erscheint Kloster Eschau gleichfalls im Besitz eines Hofes zu K., der angeblich auf eine Schenkung des Bischofs Remigius von Strassburg von 778 zurückgeht. 113s war Kloster Hugshofen in K. begütert, llo3 das St. Thomasstift zu Strassburg, 1211 Kloster Marbach, im 11. Jhdt. auch das Strassburger Domkapitel. K. gehörte seit alter Zeit dem Bisthum Strassburg (angeblich 1061 vom Landgrafen Hermann übergeben); schon im 13. Jhdt. wird ein bischöfliches Schloss daselbst erwähnt. Im 14. Jhdt. befand sich auch eine Münze zu K. 135S verkauften die unterelsässischen Landgrafen ihre Rechte in K. dem Bischof von Strassburg. 140S wurde der Ort vom Bisthum dem Dompropst Burkard von Lützelstein verpfändet. Die Lützelstein verkauften ihn sammt dem Schloss und dem Zoll 1449 den Uttenheim zum Ramstein und den Bock von Bläsheim. Aus deren Pfandschaft wurde K. kurz vor 1489 mit Bewilligung des Bischofs vom Strassburger D o m kapitel eingelöst und bildete von da an bis zur Revolution eine.i Theil der zum Territorium des Kapitels gehörigen Herrschaft Frankenburg (s. d.) und zwar als Amtssitz derselben. Der oben erwähnte Zoll zu K. war Reichslehen und ursprünglich im Besitze der Landgrafen. Karl Y. verlieh ihn 1525 seinem Vicekanzler Nie. Ziegler. Später besass ihn das Domkapitel. - K. wurde 1298 von den Schlettstadtern verbrannt; dasselbe Schicksal erfuhr es sammt dem Schlosse im Okt. 1444 in dem Armagnakeneinfall. 1495 verlieh Kaiser Maximilian 1. dem Dorfe einen Wochenmarkt. 1473 übernachtete Karl der Kühne in K., die Einwohner verschanzten sich auf dem Kirchhofe. - Ein edles Geschlecht von K. im - Kevburg. 12. und 13. Jhdt. erwähnt. - Kirchlich gehörte K. zum Landkapitel Schlettstadt. Die Pfarrei wurde 13b7 dem Domkapitel incorporirt, das bereits 1359 von den unterelsässischen Landgrafen das Patronatsrecht erworben hatte. 14b4 Rektorat, beständiges Vikariat, Primissariat und 6 Kaplaneien. die aber später eingingen Filiale der Pfarrei war Wanzel. - K. liegt a m grossen Keltenwegc von Bclfort nach Brumath und Selz u. s. w. Neolithische Funde. A n der Kreuzung mit einem Keltcnwege von Witternheim ins Markircher Thal, auf der Gemeinde-Grenze von Kestenho'z und Scherweiler, ein römischer Meilenstein ohne Inschrift. Kirchthurm romanisch (gesch. D k m ) , mit Dach aus dem 14. Jhdt. U m die Kirche Befestigungswerke und Schlossreste aus dem 13. Jhdt. In der Kirche Basreliefs des Ib. Jhdts. aus der Dürcr'- schen Schule; mehrere Renaissancchäuser. Die Kretizkapelle hat Theile aus dem 12. Jhdt. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Schlettstadt) 203,9 ha. (Tannen-Hochwald.) Die Waldorte Hahnenberg und Rothenberg sind alter Gemeindebesitz, Dachslöcher seit 1859 in Folge von Kantonnirung. Litt er.: (Vgl. auch die Litter. zu Niederbronn.) K u ersehn er, De fönte medicato Castenacensi. Argento-rati 1760. Mistler, J. B., Notice medieale sur les eaux minerales de Chätenois. Strasb. 1844. Reis ser, G., Les bains de Chätenois. Etüde hist. et scient. Mulh. 1875. Kestenholzer Graben s. 111 53. Kestenholzer Kanal s. 111 53. Kestenholzerstrasse, Hsr. (Gde., Ka. u. Kr. Schlettstadt, U.-E). Früher AO., jetzt Theil der Gde. Schlettstadt. K e s t e n h o l z e r w a l d , Staatswald iGde. Kestenholz, Ka. u. Kr. Schlettstadt, U.-E.). 726 ha. Oberförsterei Weiler. Forsthäuser: Waldmatt, Brand. (Tanne, Kiefer, Buche, Eiche, Fichte, Erle, Ahorn, Weymouthskiefer, Schwarzkiefer, Hainbuche, Lärche.) Buntsandstein. Rothliegendes. Der Wald, ursprünglich zur Herrschaft Frankenburg gehörig (s. d.), war in Besitz des Domkapitels von Strassburg gekommen und ist 1789 zum Staatseigenthum erklärt worden. Ein Urtheil des Gerichtshofes zu Colmar vom 16. April 1834 hat der Gde. Kestenholz mit dem Weiler Wanzel das Weiderecht zugesprochen. Kestenmühle (Obere Mühle), Hs. (Gde. Oberbronn, Ka. Niederbronn, Kr. Hagenau, U.-E.). 8 E. 1 Hs. U m 1650 entstanden. W a r bis 1S79 Mühle. Kestlerhof, Hf. (Gde., Ka. u. Kr. Hagenau, U.-E.). 3 E. 1 Hs. Früher R o n n e n b u r g e r h o f , auch R u n e b u r g, genannt, a m Rothbach. U m 1500 im Besitz der Herren von Königsbach genannt Nagel, später des Zinsmeisters Je-rome Schmeltz; durch diesen kam der Hof an das St. Georgenwerk, 1031 an Theobald Kestler. K e t t e n b o r n m ü h l e , s. Oelmühle, M. (Gde. Baum-biedersdorf, Ka. Falkenberg, Kr. Bolchen, L.). Kettenbrunnenthalbach s. Weiss 9. Ketzing, Schi. u. Hf. (Gde. Gondrexange, Ka. Rixingen, Kr. Saarburg, L.i. 20 E. 3 Hsr. - Kozzingen 1178; Get-zin g e n 1240; Kettesin 1615; Ketzing 1718. - 1648 nur noch ein Hof der Grafschaft Rixingen (s. d.), der anfangs des 16. Jhdts. erbaut worden war. Ehemals war Ketzingen ein Dorf, wahrscheinlich des bischöflichen Amtes Saarburg. 1240 hatten dort die Herren von Finstingen Güter zu Lehen gegeben. Das Dorf scheint im Laufe des 15. Jhdts zerstört worden zu sein, 1718 wird der Hof als Lehen der Grafschaft Rixingen aufgeführt. Kirche und Zehnt waren 1178 im Besitze der Abtei Neuweiler im Elsass. K e t z i n g e r w e i h e r im Saargebiet (274m ü.M.) 2,8km westl. Gondrexange - 15,5 ha. Karpfen-Fischerei. Wird nicht abgelassen Staatseigenthum. Fischerei verpachtet; Zu- und Abfls. s. G o n d r e x a n g e , W e i h e r von 2. K e y b u r g , Pfarrhs. (Gde. Kanfen, Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 5 E. 1 Hs. - K y b e r g 1520; K e v - |