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Show 506 Katzenweiher - Kaysersberg. Ka. Kaysersberg, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 14 E. 1 Hs. Getreidemühle mit Wasser- und Dampfkraft. Soll etwa 176S entstanden sein ; führt den Namen von dem abgegangenen i'rte Katzenwangen (s. d.i. K a t z e n w e i h e r s. auch Wälscherweiher. K a t z e n w e i h e r im Zorngebiet 2 km südl. Lützelstein - o,ll ha. Fischerei. Wird nicht abgelassen. Privatbesitz. Zu- und Abfluss s. Zinzel 8. K a t z e n w e i h e r oder Katzbach, abgeg. Df. (Gde. Ammerschweier, Ka. Kaysersberg, Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). Vielleicht identisch mit Weiler, abgegangener Ort (s. d.) bei Ammerschweier. Gehörte zur Reichsvogtei Kaysersberg. Im 14. oder 15. Jhdt. mit Ammerschweier vereinigt. Katzler, L e , H., 325 m, von der alten Römerstrasse durchschnitten, westl. Chemerv , Ka. Falkenberg, Kr. Bolchen. Katzmatt, verschw. Fsths. < Gde. Ottrott, Ka. Rosheim, Kr. Molsheim, U.-E.i. U m 1876 abgebrochen. Katzmatt, jetzt aufgeforstete Matte, ca. 1000 m, zwischen Münzfeld (s. d.) und Hof Rothlach, Gde. Hohwald, Ka. Barr. K a u c h e n h e i m s. Kauffenheim. Kauffeisen, Hs. Gde., Ka. u. Kr. Schlettstadt, U.-E.). S. Ziegelei (Kauffeisen). K a u f f e n h e i m , Df. (Ka. Bischweiler [1790-1802 Ka. Fort Louis], Kr. Hagenau, U.-E.). 203 E. 42 Hsr. (10 GRe.) - 117 m. - AG. Bischweiler (16,6); Bhf. Röschwoog (3,0;. - C h o h c h i n h e i m 884; K o e c h e n h e i m 1307; K a u c h e n heim 18. Jhdt:; ma. K af em. - Die Gde. umfasst den HO. K. .103 E. 41 Hsr.) und den AO. Forstfeldcr-Mühle. Wahrscheinlich lag im Gebiete von K. auch der verschw. O. Vechenheim. - StEBez. Röschwoog. Armr. (s. 1852). - Filiale der kath. Pfarrei Leutenheim ; Schutzheiliger Johannes der Täufer. Prot. Pfarrei Augsb. Konf. des Konsistoriums Bischweiler (Inspektion St. Wilhelm zu Strassburg). Filiale Forstfeld. Simultankirche. - Hanfreibemühle. Getreidemühle. 884 zuerst erwähnt; damals war die Abtei Honau laut Bestätigung Kaiser Karls des Dicken daselbst begütert. Spater gehörte K. zur Herrschaft Fleckenstein, und zwar zu der sogenannten Grafschaft Uffried (s. d.), welche anfangs als Reichslehen im Besitz der unterelsässischen Landgrafen war, im 14. Jhdt. von diesen den Fleckenstein zu Lehen gegeben wurde und nach deren Aussterben 17L'0 an die Rohan-Soubise kam. - Kirchlich gehörte K. vor der Reformation zum Landkapitel Unter- Hagenau und war Pfarrei mit Filiale Leutenheim. Die Reformation 1543 eingeführt; dadurch Leutenheim abgetrennt. Simultaneum seit Ludwig XIV. Die Katholiken gehören seit 1751 zur Pfarrei Leutenheim, nachdem sie vorher wahrscheinlich zu Beinheim gehört hatten. Das Patronatsrecht erwarb 1307 das Kapitel von Honau (Rheinau), das sich 1543 bei Einführung der Reformation mit den Fleckenstein über die Besoldung des Pfarrers verglich. Die Kirchenbücher der prot. Pfarrei gehen bis 1707 zurück. Zu derselben gehört (sicher seit 1707, wahrscheinlich schon früher) auch Forstfeld. - Römischer Meilenstein, gefunden 1859, mit Inschrift, welche besagt, dass die Civitas Tribocorum den Stein errichten liess zu Ehren des Caesar C. Valentinianus Hosti-lianus Messius (war der 2. Sohn des Kaisers Decius). G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Selz) 19,b ha. K a y s e r s b e r g , St. (Ka. gl. N. [1790 KHO., 1796-1802 Ka. Ammerschweier], Kr. Rappoltsweiler, O.-E.). 2759 E. (Sterbt. 25,9, leb. Geb. 35,4 auf 1000). 460 Hsr. (21 GRe.) Servis-Klasse IV. - A m Weissbach. 24o m. - KrHO. Rappoltsweiler 12,6 ; Strbst. K.-Bhf. (0,4). - Kcisersperg 1227; Keisirsberg 1285; na. K a y se r seh ba rr i g -bur-rig; 1793-1S14 Freiherg oder Montlibre genannt. - Die Gde. umfasst den HO. K. 2480 E. 429 Hsr.', die AO. Alspach, Cite, Dogenbach, Geisburg, Hinteralspach, Kastel-i bürg, Leitschweg, Mandelmühle .Melkerei, St. Alexis, St. Erhart, Wasserfels, Weibel und die verschw. A O . Moos und St. ' Johann. Der frühere AO. Lehrmann zählt jetzt zum AO. Alspach. - P . III. Kl. T. Stadtfernsprecheinrichtung ts. 1898). AG., umfassend den Ka. K. Notar. Gerichtsvollzieher. Kanto- I nal-Polizeikommissar für die Ka. K. und Schnierlach. Gendarmeriestation. Oberförsterei (Forstaufsichtsbezirk Colmar- Süd). StA.I. VerkehrsStA. StEBez. für die Gden. Ammerschweier, Ingersheim, Katzenthal, Kaysersberg, Kienzheim, Niedermorschweier, Sigolsheim. Handwerkerfortbildungsschule (s. 1869). 2 Aerzte, darunter 1 Kantonalarzt. Apotheke. i Hospital 'Gründungszeit unbekannt, 74 Betten, davon 54 für Kranke und Sieche, 20für Waisen; Grundbesitz 11,37 ha,davon 1,52 ha Wald). Sparkasse (s. 1S91, vorher Filiale von Colmar). ; Oeff. Vorschusskasse (s. 1888). Schlachths. (s. 1874, erneuert 1885). Verbds.-Fw. (seit 1891, 5 Spritzen). Krgv. (s. 2. Sept. 1888). Sektion des Vog.-Clubs (s. 1873). - Kath. Pfarrei IL KL (s. 1802). Kirchenfest 3. Mai (Kreuzerfindung). D e k a n a t, umfassend die Pfarrei K. und die Hilfspfarreien Ammerschweier, Bebeinheim, Bennweier. Ingersheim, Katzenthal, Kienzheim, Niedermorschweier, Ostheim,Reichenweier, Sigolsheim, ; Zellenberg. - Prot. Vikariat Augsb. Konf. (s. 1864, vorher I Filiale von Reichenweier) des Konsistoriums Reichenweier. Inspektion Colmar. Z u m Vikariat gehören auch die Pro- . testanten in Ammerschweier, Diedolshausen, Ingersheim, Kienzheim, Schnierlach, Sigolsheim, Urbach, Urbeis, Zell, die vor 18b4 von Reichenweier aus bedient wurden. Die Reformirten gehören zur Pfarrei Markirch - Strbstn.: Alspach, K.-Bhf. und K.-Oberthor, Urbach, Weibel (alle s. 18S5). Kleine Ziegelei mii Kalksteinbrennerei. Baumwollweberei der Firma Johann Kiener Söhne in Günsbach mit Wasser-und Dampfkraft, zusammen 80 Pferdekräfte, 17b Webstühle, 94 Arbeiter. Die Fabrik ist 1840 gebaut als Spinnerei Heinrich, seit 1862 Weberei Heinrich, seit 1875 ist die Fabrik im Besitz der oben genannten Firma. Baumwollspinnerei der Firma Johann Kiener Söhne in Günsbach mit 300 Wasser- und 200 Dampfpferdekräften; 12400 Ringspindeln, 130 Arbeiter, gebaut 1S36 durch Heinrich, im Besitz der genannten Firma seit 1S75. Baumwollspinnerei L. Stoecklin mit Wasser- und Dampf kraft, 8300 Spindeln, 100 Arbeiter. Getreidemühle mit Wasser- und Dampfkraft. Hammerschmiede mit Wasserkraft. Weinhandel. (Ueber die Industrie vergl. auch die einzelnen AO.) Buchhandlung. Elektrische Strassen-beleuchtung. Anf. Dez. Krammarkt, jeden Montag Wochenmarkt. - Ztg.: Kaysersberger Kantons- u. Thalblatt, 2 mal wöchentlich, deutsch und franz. K., kaiserl. Stadt der Landvogtei Hagenau und Vorort der aus Türkheim, Münster und K. bestehenden Reichsvogtei K. (Untervogtei Hagenau) (s. d.), ist eine Gründung der Hohenstaufen. Wöltlin, der bekannte Schultheiss Kaiser Friedrichs IL, erbaute unter diesem Namen eine für 40 Ritter bestimmte Burg, die als Bollwerk gegen lothringische Einfälle dienen sollte. Der Grund und Boden musste erst von den Grafen von Horburg und den Herren von Rappoltstein für 250 Mark käuflich erworben werden. Das geschah 1227. Aber obgleich der Käufer König Heinrich (VIL>, Kaiser Friedrichs Sohn und Stellvertreter, das Versprechen hatte abgeben müssen, hier niemals eine freie Stadt anlegen zu wollen, so entstand doch sehr rasch u m die ca. 1260 vom Bischof von Strassburg eroberte, 1263 von Rudolf von Habsburg dem Reich zurückeroberte Burg eine städtische Ansiedlung, die schon 1293 von König Adolf städtische Freiheiten erhielt, 1347 von Karl IV. von fremder Gerichtsbarkeit eximirt wurde und sich dem elsässischen Zchnstädte-bunde anschloss. Mit diesem kam sie 1648 unter franz. Protektion, lo73 unter französische Oberhoheit. - K. hatte Antheil an der Sigolsheimer Mark (s. d.). 1525 wurde die Stadt von den Bauern genommen und gezwungen, sich ihnen anzuschliessen. Die Burg 1580 restaurirt; das Stadthaus 1604 erbaut. K. hat sich noch heute in seiner Anlage und seinen |