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Show 5 6 Limenden - Lindenweiher. Limenden s. 11! ' Limersheim. Df. Ka. [s. 1790] u. Kr. Erstein, U.-E.). 477 E. 102 Hsr. (10 GRe.) - 150 m. - AG. Erstein (5,8);Hp. L. (2,8). - Lin em aresheim 847; Lumcrcshen 11. Jhdt.; ma. Lim er sc he. - (Hp. Limersheim [s. 1851] liegt in der Gemarkung der (ide. Hipsheim.) StEBez. Erstein. Armr. .s. 1866). - Kath. Hilfspfarrei des Dekanats Erstein (s. 1802 Schutzheiliger hl. Dionysius c». Okt.). - Erheblicher Tabackbau. L. wird schon Ende des 8. Jhdt. erwähnt. Die Abtei Fulda halte damals dort Besitzungen. Im 9. Jhdt. waren Kloster Leberau, Abtei St. Stephan zu Strassburg und Kloster Ebersmünster zu L. begütert. Später gehörte L. den Landgrafen von Werd, ursprünglich als Eigengut i oder Reichslehen , dann als bischöfi. strassb. Lehen, und kam 1358 durch Verkauf endgültig an das Bisthum Strassburg (Amt Benfeld). L'nterlehner der Landgrafen waren zu Ende des 13. Jhdts. die Burggrafen von Osthofen. Der Dinghof gehörte dem Kloster St. Stephan zu Strassburg. Weisthum. - Kirchlich gehörte L. zum Landkapitel Ben-feld und bis 1750 zur Pfarrei Hipsheim, dann beständiges Vikariat. Seit 13S7 ein eigner Kaplan zu L. Die Zehnten gehörten zu zwei Dritteln als bischöfi. Lehen von 1439-1634 den Mittelhausen, dann den von Giften, seit 1656 den Wangen. Limite, W . .Gde. Borny, Ka. u. Kr. Metz, L). 3 E. 1 Hs. Besteht schon längere Zeit; Erbauungsjahr unbekannt. Limmersbach s. Bärenbach Zt.rni 4. Limmersberg s. Gross-Limmersberg. Linda, abgeg. Ort, /wischen Leimen (Ka. Hüningen, Kr. Mülhausen) und Lutter (Ka. Pfirt, Kr. Altkirch. O.-E.). 1495 vvar Kloster St. Alban Basel) begütert in Linda. Linde, Wir. Gde., Ka. u. Kr. Hagenau, U.-E.). 05 E. K) ILr. Im 18. Jhdt. entstanden. Lindel, Hf. (Gde. .Mutterhausen, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). 9 E. 3 Hsr. Entstehungszeii unbekannt. Lindel,Höfe Gde.Niedersteinbach, Ka. u. Kr. Weissenburg. U.-E.i. S. Linthal. Lindelbach s. Zinsel 4. Lindelweiher, 2 Weiher im Modergebiet 2 km nördl. Mutterhausen - 0,70 und 0,09 ha. Forellen-Fischerei. Werden nicht abgelassen. Privatbesitz. Zu- und Ablls. s. Zinsel 1. Linden, abg. Ort, zwischen Hecken und Gevenatten Ka. Dammerkirch, Kr. Altkirch, O.-E.). L i n d e n 1581. - Zum Meierthum Falk weiler der Vogtei Traubach, Herrschaft T h a n n , gehörig. Die Einwohner sollen sich nach Hecken begeben und ihre alten Wohnstätten selbst niedergerissen haben. Erhalten: Flurnamen Lindenwasen (Gde. Falkweiler). Lindenberg, Fsths. (Gde. Gerbecourt, Ka. J. Kr. Chäteau-Salins, L.). 5 E. 1 Hs. 1866 erbaut, trug bis 1889 den Namen Val-de-Vaxy. Lindenberg, H, 376 m. nördl. Neunhofen, Gde. Dambach, Ka. Niederbronn. Lindenberg, H., 348 m, westl. über Forsthaus Langenweiher, Gde. Sturzelbronn, Ka. Bitsch. Südl. unter dem Gipfel der Abrahamfels. Lindenberg, H., 320 m, nördl. über Breidenbach, Ka. Wolmünster, Kr. Saargemünd. Lindenhof, Fbr. (Gde. u. Ka. Hüningen, Kr. Mülhausen, o.-E. . 26 E. 4 Hsr. Theerdestillation C, Weyl iV Cie., seit 1880. 51 Arbeiter. Lindenkopf, B., 52.5 m, nordöstl. Weiler Nagelsthal, Gde. Windstein, Ka. Niederbronn. Lindenkopf, H., 359 m, zwischen Philippsburg und Bärenthal, Ka. Bitsch. Lindenpass s. Bussangsattel. Lindenschmidt, Burgruine Gde. Wingen, Ka. u. Kr. Weissenburg, L'.-E.i, s. Löwenstein. Linderchen, Df. (Ka. u. Kr. Chäteau-Salins, L. [1790 Ka. Conthil, 1802 Ka. Dieuze, später Ka. Chäteau-Salins]). 52 E. 11 Hsr. (10 GRe.) - 235 m . - AG. Chäteau-Salins : (17,6); HSt. Conthil (2,0).- Lendecranges um 1220; Lin-derchin 1594; Lidrequin 1682; Lidrequin 18b9; ma. Lidrekäng. - StEBez. Chäteau-Salins. Wasserltg. (s. 1S88). - Annexe der kath. Hilfspfarrei Conthil. Ohne Volksschule, benutzt die Volksschule von Conthil. Geschäftssprache französisch. L. gehörte zu der Herrschaft Mörchingen (s.d.). Einen Freihof hatten dort 1682 die Herren von Hunoltstein zu Dürkastel. L. ist zum Mörchingen'schen Lehen Reich zugezogen worden, das 1707 von der Pfalzgrätin Elisabeth von Veldenz-Lützelstein, Wittwe des Rheingrafen Johann X. von Salm zu Mörchingen, an die Familie Le Roy de Montluc verkauft wurde. - L. war von jeher Annexe der Pfarrei Conthil. Lindersee s. Linderweiher. Linderweiher oder -see, im Seillegebiet (212,2 m über dem Meerei 2 km südöstl. Dieuze und an den Orten Lindre-Basse. Zemmingen, (iermingen , Tarquinpol, ist nach und nach aus kleineren Weihern entstanden. 1333 Weiher von Germingen, in dem das Schloss von Germingen lag, damals dem Herzoge von Lothringen von Wilhelm von Dorsweiler überlassen; im 14 Jhdt. die Weiher von H essel-busch, Pelle rin, Spital weiher, Halbscheid etc.; 14ol Weiher von Teckenpfuhl (Tarquinpol), von Johann Bastard von Salm dem Jean Wisse von GerbeA-illers verpfändet, dann 1418 mit dem Dorfe und der halben Mühle von Linder dem Herzoge von Lothringen überlassen, der kurz vorher den letzten Theil des Weihers bei Linder selbst angelegt hatte. [Für das dazu überlassene Gelände erhielt Jean Wisse 3 Jahre das Mitbenutzungsrecht der Fischerei.] Bei Linder 4.50 m langer, seewärts mit Mauer bekleideter | Abschlussdamm mit zwei Schleusen, südl. für einen Flöss-, nördl. für den Mühlkanal, welche beide zusammen die Seille bilden. Zur Vertheidigung dieser Schleusen wurden der befestigte Thurm von Lindre und westl. die Festung Marsal angelegt. - 1641 wurde die Belagerung von Dieuze durch Graf vonGrancev aufgehoben infolge der Oeffnung der Schleusen von Linder, wodurch das ganze Seillethal unter Wasser gesetzt wurde; lbb3 hielten französische Truppen den Thurm besetzt und gaben ihn trotz Reklamation seitens Karls IV. von Lothringen nicht heraus; die befestigte Schleuse bei Dieuze (Fort Lindre) wurde 1857-59 angelegt. 1870 sollte auf Befehl des Marschalls Leboeuf der Weiher abgelassen i werden zum Schutze von Metz, dies unterblieb aber, da der Weiher kurz vorher abgelassen war und unter Kultur stand. - Regelmässiger Turnus, 2 Jahre Fisch weiher, 1 Jahr mit Getreide bepflanzt. Ueberlaufendes Hochwasser dient zur | Berieselung und Befruchtung der angrenzenden Thälerge-lände. Zum Schutz gegen Hochwasser zur Zeit der Ernte werden Hürden (vannettesi aufgestellt, die das Wasser zu- ' rückhallen. Fische (Karpfen) sehr berühmt, besonders die Blicke oder Spiegelkarpfen, einzig hier vorkommend (ab- | lette, carpeaux), nicht fortpflanzungsfähig, sehr gross und die Schuppen zur Perlenfabrikation in Massen verwerthet. Die früher so berühmten Rheinkarpfen, mit welchen aus i Strassburg gehandelt wurde, waren Karpfen des Lindersees, die nach Strassburg verbracht, in Kästen in der Breusch oder 111 fett gemacht, sehr theuer als <carpes du Rhin» verkauft wurden. Grösse der Seeoberfläche 792 ha (der grösste künstliche Weiher in Deutschland). Tiefe 3 m. Früher Domäne der Herzoge von Lothringen, jetzt im Besitze der Familie Masson de Montalivet in Paris. Zuflüsse: 1. Seeburgbach, link. LT., mündet östl. Alte ville, Abfls. des Kleinen Weihers südöstl. Essesdorf - 4 km, 2 Brücken. (Zufl.: B o u 1- oder Bouls-b a c h, entspringt im A 1 b i n g w e i h e r südwestl. Langen- | berg - Azoudange, Toupet - 8 km, 3 Brücken.) 2. Abfls. | des S t. J e a n w e i h e r s, mündet nördl. Gisseltingen - 1,5 km. |