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Show Altbronn zeitweilig (1563-1756) die Ortschaften Biesheim (s. d.), Geiswasser (s. d.i und Vogelgrün s. d.). Altbronn, Hof. Gde. Ergersheim, Ka. u. Kr. Molsi 1, U.-E.i. 7 E. 1 Hs. - Ist nebst der in der Nähe befindlichen Kapelle zu Maria Heimsuchung Wallfahrtsort) ein Ueber-rest des verschw. Dorfes Altbronn (s. d.). Altbronn, abg. Ort, /wischen Ergersheim. Wolxheim und Dahlenheim (Ka. u. Kr. Molsheim, U.-E.). - Alde-b r u n n u s , H i l d b r u n n u s 757; A l t b r u n n e n 1148; Altburne 1269; Capella in Altbronn 1595. - Mitte des 14. Jhdt. bisch Strassb Eigengui. Begütert: 737 Kl. Weissenburg; 788 Kl. Fulda; gegen 920 Kl. St. Thomas (Strassburg); 2. Viertel des 11. Jhdts. und spater Kl. Eschau; 1050 Kl. Hohenburg; 111s strassb. Domkapitel. - Zerstört um 1375 beim Einfall der Engländer oder durch die grosse Pest 1348/49. - Wallfahrtskapelle zu Mariä-Heimsuchung, 1 197 wiederaufgebaut, Kaplanei der Pfarrei Dachstein. 1590 mit dem Jesuitenkollegium Molsheim vereinigt. Seit 1835 ist di.- alte Wallfahrt wieder errichtet. - E i n adeligesGcschlecht von A. 114s -15.55 erwähnt. - S. auch Altbronn, Hof. - Es gab auch ein Kloster Altenbronn in dieser Gegend, das schon zu Dagoberts und Pipins Zeiten gestanden haben soll; es wurde später von Augustinern bewohnt, 1397 von Bisehof Wilhelm erneuert und mit Augustinern besetzt Kurze Geschichte der Wallfahrt zu L'. L. Mutter Gottes von Altbronn im Elsass, von einem eis. Geistlichen. Ergersheim 1893. O h l , L., Les trappistes en Alsace-Lorraine. Notices sur les abbayes d'Oelenberg et d'A. Guenangc 1898. Altburg, Flurname iGde. Oberhomburg, Ka. St. Avold, Kr. Forbach, L. . Wahrscheinlich Stelle der alten abgegangenen von den bischöflichen Vögten von Homburg zu Lehen getragenen Burg. Altdorf. S. a. Niederaltdorf. Altdorf, Df. (Ka. [s. 1790] u. Kr. Molsheim. U.-E. . 792 E. 192 Hsr. (12 GRe.) - 170 m. - AG. Molsheim (4,8); Hp. Dachstein (2,7). - Altorff 820 (Cop.); AI dorf Anf. d. 11. Jhdts.; Alt d orff u m 1068. - Die Gde. umfasst den H O . A. <77'» E., 190 Hsr.) und d. AO.: Jägerhof; den verschw. O. Waldhaus. - StEBez. Molsheim. Armr. (s. 1874). - Kath. Hilfspf. dos Dek. Molsheim s. 18D2). Schutzhl. hl. Cyriacus 3.Aug.).Fil. der prot. Pfarrei Augsb. Konf. in Dorlisheim. - Ziegelei. Gerberei. Knochenbrennerei und Stärkemehlfabrik (3 Arb. i. 820 schenkte Bischof Adalnoch v. Strassb. dem St. Thomasstift daselbst Besitz zu A. 908 baute der Graf von Pfirt eine Kapelle und Klause daselbst. Das Dorf war also älter, als die gleichnamige, in ihm gelegene Abtei, die erst 974 gegründet wurde (s. d ). Sie hatte natürlich auch Besitz zu A. (Urkunden von 974 und 1063). Begütert zu A. waren ausserdem Kloster Maursmünster (1128) und Kloster Steige (1221). A. war ursprünglich im Besitz der Grafen v. ILgis-heim- Dagsburg, die auch den Dinghof daselbst besassen. Nach ihrem Aussterben (1225) k a m das Dorf mit dem grössten Theil der Herrschaft Egisheim-Dagsburg 1228 an das Bisthum Strassburg, bei dem es fortan blieb (später zum bischöfi. Amte Dachstein gehörig). Grosse Schenkungen zu A. hatte noch die letzte Dagsburgerin 1224 der Abtei Hohen-forst in Lothr. gemacht und Bischof Berthold v. Strassburg hatte 1234 das gleiche gethan, zur selben Zeit jedoch auch dem Strassb. Domkapitel einen Theil des Dorfes überlassen. Die Einwohner von A. hatten Antheil a m alten Girbadener Walde (Bestätig, durch Bischof Berthold von 1228). - Kirchl. gehörte A. zum Landkapitel Oberehnheim und hatte 1666 Griesheim (Ka. Rosheim) als Fil., welches jedoch 1693 bereits einen eigenen Pfarrer hatte. Die Pfarrei A. wurde bis zur Revolution von der Abtei versehen, die seit ihrer Gründung Patronatsrecht und Zehnten besass. - A. liegt an einem Keltenwege von Innenheim nach Molsheim. Kirche aus dem Ende des 12. Jhdts. im Uebeigangsstile, Transept und Chor im Zopfstile. G e m e i n d e w a l d : 81,5 ha (Oberf. Strassburg). - Altdorf. 15 Altdorf, Df, (Gde. Bettsdorf [s. 1311], Ka. Metzerwiese, Kr. Diedenhofen-Ost, L.). 176 F. 7<i Hsr. Vor 1311 selbstdg. und 17*' 1-1802 zum Ka Lütlingen, dann zum Ka. Metzerwiese geh. - Aldorph 117s; Attol 1245; Oberaltorf 1661; fr/. Altroff. - Kath. Hilfspf. des Archipr. Metzerwiese (s. 1804), zu der auch Godchure und St. Hubert (Gde, Villers-Bettnach) gehören. Kirche des hl. Laurentius 1". Vug W a r Dorf und Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit, Kirchengut in der Probstei Sierck, zur Abtei Villers- Bettnach gehörig. Altorf scheint ursprünglich als allo-dialer Besitz in Händen der Edeln v. Valcourt gewesen zu sein. 1178 verkaufte Arnold von Moncler aus dem Hause Valcourt das Dorl an die Abtei. Die von Porte-Sailly, welche auch dort begütert waren, haben ihre Rechte 1245 dem Bisthum überlassen, welches sie gleich darauf an die Abtei St. Vincenz schenkte. Im be und 17. Jhdt. halte St. Vincenz dort noch einige Güter. Lin Geschlecht von Altdorf erscheint im 15. und 14. Jhdt., wohl Ministerialen der Abtei. - Nach Altdorf seilen sich auch die Einwohner des 1631 zerstörten Dorfes Rexingen • s. d.i gezogen haben. - A. war vor 1720 Annexe der Pf. Endorf, von da ab selbstdg. Pfarrei des Archipr. Kedingen. Den Kirchensatz hatte der Abt von Villers-Bettnach. - In A. geb.: 11. Juli 17o4 V a g n a i r de Marisv, frz. General, 1808 zum Baron de- l'Empire erhoben, getödtet 1. Febr. 1811 in Spanien Orts wald i Oberförsterei Ked ingen i 77,5 ha. Altdorf, spater Oberaltdorf genannt, Mitte des 18. Jhdts. mit Eckendorf vereinigt, seitdem Alteckendorf (s. d.j. Altdorf, verschw. Dorf der Grafschaft D a g s b u rg (Gde. Dagsburg, Ka. Pfalzburg, Kr. Saarburg, L.i. In der Nähe römische Resti. Altdorf, Matte- des bei Sundhofen gelegenen, zerstörten Dorfes N o r d h o f e n is. d.i. Altdorf, abgeg. Ort auf dem Banne von Wettolsheim. Ka. Winzenheim, Kr. Colmar, O.-E.i. Villa quae vocatur Altorff 893; Altdoroff 899.- Die Schicksale des Dorfes sind unbekannt. Begütert daselbst waren das Kl. Münster 893, das Domstift zu Konstanz 1259, Kl. Marbach 1389. An der Stelle der Pfarrkirche von Wettolsheim stand die Wallfahrtskapelle zu St. Gertrud, 1576 auf Specklins Karte angegeben (Sankt Gerd.), welche später als Forsthaus diente, nachdem zur Zeit der franz. Revolution die Wallfahrt aufgehoben worden war. Das jetzige Forsthaus St. Gertrud, auch Waldhäusle genannt, stammt aus dem J. 1887. Altdorf, eine alte Dorfanlage auf dem Plateau «Oberzorn- zwischen der Weissen und Gelben Zorn. Ueber die Zeit, der dieselbe zuzuschreiben, schwanken die Meinungen, doch weisen dorl gefundene Grabsteine von der charakteristischen prismatischen Form wie die von dem benachbarten «Dreiheiligen» schon auf gallisch - römische Zeit. Vgl. Gallisch-römische Wohn- und Begräbnissstätten (in d. Art. Vogesen i. - Vergl. Stöber, Elsäss. Sagen. N. A. 11, S. 74 und 5i". Altdorf, ehemalige Benediktiner-Abtei (Altum Coen o b i u m 1040; A b b a t i a S. Cyriaci in Altorph 1153). 974 vom Grafen Hugo IL v. Egisheim-Dagsburg in dem Dorfe A. (Kr. Molsheimi gegründet und mit Gütern in A. und Düttlenheim, sowie mit den Kirchen von Barenbach (später Schirmeck), Grendelbruch, Muckenbach und Mollkirch u. a. Besitzungen reich ausgestattet. 1049 weihte Papst Leo IX., ein Verwandter der Stifter, den Hochaltar ein. Auch von den Kaisern erhielt die Abtei werthvolle Privilegien. Sie hatte freie Abts- und Vogtswahl. Die Vogtei wurde fast durchweg von den Inhabern des Schlosses Girbaden ausgeübt. 1599 und 1670 waren die Reichs- und bischöfi. Lehen in den Händen der Herren v. Müllenheim-Rechberg. - Nach der Schlacht von | Oberhausbergen wurde Dorf und Kloster A. von den Strassburgern zerstört. A m meisten litt das Kloster jedoch im |