| OCR Text |
Show Dain-en-Saulnois - Dalhunden. 197 Ettendorf dem Deutschen Orden geschenkt. Seitdem Deutschordenshaus- und Komthurei, ursprünglich zur Bailei Elsass- Burgund gehörig, bald nachher der Ballci Lothringen überwiesen, reichbegabt von den Familien von Ettendorf und Alörsberg, welch letztere dem Hause den ersten bekannten Komthur, Eberhard von Alörsberg (1245), gab. 1293 war Komthur Eberhard von Otiren. (1293 Herr von Veldenz Komthur.) Schirmvögte waren die Herren von Lichtenberg. 1009 wurde die Komthurei durch den Grafen Johann Reinhard I. von Hanau-Lichtenberg säkularisirt. Die Gebäude und die Kapelle wurden damals verlassen, später abgetragen <177S als zerstört bezeichnet). Trümmer der Kapelle noch am Anfang des 19. Jhdts. sichtbar. - Flurname Dahner-kloster und Dahnenfeld. Vgl. auch Liebfrauenkirche. Siffer, J. A., Note sur l'ancienne commanderic teuto-nique de Dhan. (Bull, de la Soc. p. la cons. des mon. hist. d'Als. 2e seT. I, 2, S. 198 f.) Dain-en-Saulnois s. Dam. Dale, Cöte de, auch Cöte de Dasle oder Dalle, Name eines mit Reben bepflanzten Hanges in der Gemeinde Devant-les-Ponts. Ka. u. Kr. Aletz ; schon im 14. Jhdt. erwähnt (Daile). Der dort gezogene AVein galt als der beste •der Gegend. Dale war auch im weiteren Sinne Flurname für den angrenzenden Theil des Ban des Treize z. B. noch 1774 (s. d.). Dalem, Df. (Ka. Busendorf [1790 Ka. Bertis, 1795-1802, Ka. Bisten], Kr. Bolchen, L.). 410 E. 100 Hsr. (10 GRe.) - 235 m. - AG. Busendorf (9,1); Bhf. Teterchen (3,7). - Dale-heim in comitatu AVadelifingc 996; Dala 1179; Dalheim 1299; Dales 1303; Daylen 1357; Dallain 1519.- Die Gde. umfasst den HO. D. (382 E. 98 Hsr.) und die AO. St. Johannhof und Sonnenhof; den verschw. O. Schefferich. - StEBez. Busendorf I. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Busendorf (s. 1808, vorher s. 1804 Annexe der Hilfspfarrei Hargarten). Kirche des hl. Petrus (29. Juni). Etwaige Protestanten gehören zur Pfarrei Augsb. Konf. in St. Avold. - Kleiner Steinbruch. - Wegen des geschichtlichen Theiles s. Dalem (Lehensherrschaft.) Die Burg zu D. 1303 zuerst erwähnt, war schon im 18. Jhdt. bis auf einige Reste verschw unden, die theilweise noch erhalten sind. - D. war bis zum Konkordat Pfarrei des Archipr. AVaibclskirchen. Kirche zuletzt 1773 erneuert. Den Kirchensatz hatten die Herren von Dalheim. Gemcindewald 27,8 ha (Oberförsterei Bolchen). Dalem, Lehensherrschaft. Dieses lothringische Lehen, ehemals herzogliche Domäne, bestand aus: Dalem, Hargarten, Teterchen (zur Hälfte; je ein Viertel gehörte zu den Herrschaften Berus und Varsberg), aus der Hälfte des abgegangenen Dorfes Estingen (Gde. Hessdorf), dem \ o-teirechte in den Besitzungen der Abteien St. Avold und Busendorf, in Heink i ngen, in Brechungen bei Heinkingen, Brettnach, Machern (Gde. Heisdorf) und Odenhofen (Gde. Oberdorf, Ka. Busendorf; diese Vogtei stand früher den Grafen von Aletz, als Obervögten von St. Avold, dann den Herren von A'olmcringen zu), aus einem Theile des (ierichtes von Gerstiingen (gemeinschaftlich mit Bertis, Freisdorf und Siersberg), dann aus Hoflehen in Laubrücken (Gde. Eberswciler) und in Hollingen. 990 schenkte Bertha, AVittwe des Grafen Folmar im Saargau, Güter in «Daleheim an die Abtei St. Alaximin bei Trier. Im 13. Jhdt. war D. Domäne der Herzoge von Lothringen und wurde 1231 von Herzog Alatthieu seiner Gemahlin Katharina von Limburg-Luxcmburg tauschweise gegen deren Erbgut in Saargemünd überlassen und 1248 mit Berus als AVitthum verschrieben. 1303 wird D. als eine herzogliche Kastellanei erwähnt, welche damals Herzog Friedrich III. von Lothringen seinem Enkel Matthaeus von Lothringen mit Neu-Varsberg. Ham, Buschborn, Teterchen, Brettnach, Gertingen und einer Rente aus der Herrschaft Berus als Lehen überliess. Nach dem Tode des Matthaeus (t nach 1517) dessen A'erbindung mit Grätin Mathilde von Flandern kinderlos blieb, wurde D. wieder eingezogen und 1337 dem Dutschbelissen (Amtmann von Deutsch-Lothringen) Johann von Alengen, Herrn von A'arsberg, als Amtsgut auf Lebenszeit verliehen. 1367 und 1378 werden Herren von Alengen als Mitherren von D. erwähnt, das sie 1382 als Faustpfand erhielten. 1426 wird Friedrich von Dalem (aus dem Hause Alengen?) als Gemahl von Katharina, einer natürlichen Tochter des Herzogs Karl IL von Lothringen, erwähnt, der D. als Erblehen erhielt. Im Besitze dieses Geschlechtes blieb D. bis 1510, worauf es an den Gemahl der Erbtochter des Namens Dalheim, Jakob von Harraucourt-Dalhem, überging, welcher 1518 von den Harraucourt-Chambley deren Antheil an Falkenberg erwarb. Dalhem wurde 1620 zu Gunsten des Hauses Harraucourt zur Grafschaft erhoben und lt>29 dem neuerrichteten Marquisate Falkenberg der Harraucourt zugetheilt, mit welchem es seitdem vereinigt blieb. Ein Rest des früheren Besitzes des Hauses Alengen-A'arsberg in D. war der Freihof in D., der noch 1ÖS4 Eigenthum der Herren von A'arsberg war. Als Lehenstücke von Dalem, sohin als Zugehör zum Marquisat Falkenberg, wurden los] noch weitere Besitzungen genannt, über deren Herkunft und den Zeitpunkt der A'ereinigung mit dieser Herrschaft Sicheres nicht bekannt ist. So gehörte damals zu Dalem ein Freihof in Gongelfangen (Gde. AValdwiese, Ka. Sierck), dann Rechte in Bettingen (Gde. Waldwiese), in Bib-lingen (Gde. Merten), in Daistein, Hessdorf und in einigen 1815 an Preussen abgetretenen Ortschaften, wie Fürweiler, Ihn, Beirain u. s. w. [dPr.] Dalemerbach s. Bist 6. Dalhain s. Dalheim. Dalheim, Df. (Ka. u. Kr. Chäteau-Salins, L. [1790 Ka. Habudingen, dann bis 1802 KHO.J i. 505 I-:. 102 LIsr. (10 GRe.) - 240 m. - AG. Chäteau-Salins (9,9); HSt. Hampont (6,4). - Dalheim (?) 1221; Dalehen 1278; Dalhain 1869; ma. D olhäng. - Die Gde. umfasst den HO. D. (297 E. 101 Hsr.) und den AO. Quatre-Chemins; den verschw. O. Deux-AIai-sons. - Ortseinn. StEBez. Chäteau-Salins. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Chäteau-Salins (s. 1837, vorher Annexe der Pfarrei Bollingen). Kirche zu Ehren der Kreuzerhöhung (14. Sept.). - C,eschäftssprache französisch. D. war ehemals ein getheiltes Dorf. Eine Hälfte gehörte zur Kastellanei Habudingen und war bischöflich, die andere dagegen war lothringisch als Bestandtheil der Herrschaft Mörchingen. Heute noch werden diese beiden Theile «da France» und «la Lorraine» beim Volke genannt. Dalheim scheint ursprünglich ganz zum Bisthum Aletz gehört zu haben. 1323 war die Deutsch-Ordcnskomthurei Saarburg dort begütert. 1335 wurde der Ort mit der Kastellanei Habudingen dem Herrn de Pierrefort verpfändet, dann 1349 z. Th. an die Herrschaft Alörchingen, welche diesen Theil wohl behielt. Dieser Mörchingen'sche Theil war 1502 in Händen der Hunoltstein zu Dürkastel. 1571 der von Kriechingen zu Chäteau-Bre'hain. Durch Kauf gelangte er lo86 in Besitz eines Herrn Alerlin. - Neolithische Feuersteinsplitter. Römische Reste. Alerowingischcr Grabfund. Romanisches Beinhaus aus dem Anfange des 13. Jhdts. Auf der Stelle «le chäteau- Spuren der alten Burg. Dalheim, Kanton. Der Ka. Dalheim (1790-1802), zum Distrikt Chäteau-Salins gehörig bis 1795), seit 1800 im Arrondissement Chäteau-Salins gelegen, umfasste die Gden. Eschen, Bollingen, Brehain, Burlioncourt, Chäteau-'3rehain, Dürkastel, Dalheim, Dedeling (das zuerst kurze Zeit zum Ka. Altvillc gehört hatte), Habudingen, Hampont, Marthil, Obreck, Vannecourt. Zuerst war kurze Zeit Habudingen KHO. gewesen. 1802 kamen Brehain, Chäteau-Brehain und Marthil zum Ka. Delme, die übrigen zum Ka. Chäteau- Salins. Dalhunden, Df. Ka. Bischweiler [1790-1802 Ka. Fort- Louis], Kr. Hagenau, L'.-E.c 579 E. 108 Hsr. (12 GRe.) - |