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Show Justberg - Kadenbronn. 495 J. gehörte zu dem Pays Messin (Val de Metz) und war eine sehr zerstückelte Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit und mehreren Vogteien. Der Grundbesitz war in eine Menge von grösseren oder kleineren getrennten Bannen geschieden mit oder ohne Gerichtsbarkeit, von welchen einige sich auf die Gemeindebänne von Vaux und Ste. Rufline erstreckten. So Ban St. Arnould, Besitz der gleichnamigen Abtei, Ban St. Symphorien, Ban Ste. Glossinde, Haut-Ban oder Grand-Ban (s. Rozerieulles), Ban Burnequin, Ban Vexin, Ban de Laitre mit Kirche und Kirchhof, Pfarrhaus und drei anderen Wohnungen, Ban La Reine, Ban de Salival, Franc-Ban. - J. scheint alter Besitz der Metzer Kirche gewesen zu sein. 869 erhielt durch Karl den Kahlen die Abtei St. Arnulf die dortige Kirche und einen Antheil am Dorfe. - 109b wird die «curtis de Jussei» dem Stifte St. Salvator bestätigt; 1012, in einer Urkunde des Cartulars von Gorze, ist schon ein Edelgeschlecht von J. erwähnt, von welchem die Neufchatel bei Metz abzustammen scheinen. - Nach 1233 werden die Herren von J. nicht mehr genannt. - Der übrige bischöfliche Besitz sowohl inj. als in Ste. Ruffine, Vaux und Rozerieulles mit den Vogteien über den klösterlichen Besitz wurde wohl um diese Zeit den von Apremont überlassen und von letzteren an Metzer Familien zu Lehen gegeben, zuerst den Neufchatel 112l'b), dann den Haigue (1332), le Hungre (1392), Paillat, Gournay, De Vy, Varrize; letztere wurden durch die Baudoche und de Heu beerbt, an welche dann seitens Apremont alle Rechte durch Kauf abgetreten wurden. Im 17. und 18. Jhdt. war das Dorf und die Herrschaft unter einer Menge von Besitzern getheilt. - 1444 im Sept. wurde das Schloss von J. durch französische Truppen in Besitz genommen, um als Stützpunkt bei der Belagerung von Metz zu dienen. A m 18. Aug. 1870 wurde J. von Theilen der 26. Inf.-Brigade (General v. d. Goltz) erstürmt. - J. war bis 1304 selbständige und sehr alte Pfarrei des Archipr. Val de Metz. Einschiffige, spätgothische Kirche, Bau des lS.Jhdts. (mit z. T. romanischem Thurm). Der Kirchensatz sowie die Zehnten waren seit 869 Besitz der Abtei St. Arnulf. Kirche (Gesch. Dkm.) und Kirchhof waren früher befestigt. - Im Dorfe viele alte Häuser aus der Spätgothik-und Renaissance-Zeit. 19 Kriegergräber von 1870/71. Simon, V., Notice g£ol. sur les environs de Gravelotte et Jussy. <Mtm. de l'Ac. de Metz 1831-32, Ire partie, p. 108.) Justberg, Hf. (Gde. Wallingen [s. 1810], Ka. Gross-Moyeuvre, Kr. Diedenhofen-West, L.i. 5 E. 1 Hs. - Justimons 1124; Justemons 1179; Jusberg 1515; Justemont 18b9. - Vor 1810 AO. von Bevingen unter Justberg. 1810 mit diesem zusammen mit Wallingen vereinigt. - Der heutige Hof steht auf der Stelle einer ehemaligen Prämonstratenserabtei in der Probstei Briey. Das Kloster wurde 1124 durch Euphe-mia von Watronville, die Schwester des Bischofs von Verdun, Ursio von Watronville, gegründet und durch geistliche Angehörige der Abtei St. Eloy bei Metz besetzt. Im Jahre 1620 wurde das Kloster nach der Regel des Pater Servais de Layriel reformirt, und hatte bis 1750 reguläre Aebte. Das Abteigut wurde damals in eine Commende zu Gunsten des Prinzen von Solms verwandelt. Die Güter der Abtei waren Allodialgüter, standen aber wie die Abtei selbst unter dem Schutze von Bar (Probstei Briey). Die Niederlassung hatte noch 1790 sieben Mönche und 16 000 fr. Einkünfte. Die Klostergebäude wurden 1793 zerstört. Es sind nur wenige davon übrig. Justberg, franz. Justemont. Südhang, 340 m, nordwestl. Bevingen unter Justberg, Gde. Wallingen, Ka. Gross- Moyeuvre, Kr. Diedenhofen-West. L. Justberg, Staatswald (Gde. Wallingen, Ka. Gross- Moyeuvre, Kr. Diedenhofen-West, L.i. 182 ha. Oberförsterei Moyeuvre, Forsthaus Bevingen. (Buche, Eiche, Hainbuche, Ahorn, Weichhölzer, Tanne, Fichte, Lärche, Kiefer.) Lias, Jura. Der Wald gehörte zur herzoglich lothringischen Domäne Wallingen (Vitry, Vellange) (früher Herzogthum Bar). 1584 hat Herzog Karl III. von Lothringen den Unterthanen in Bevingen unter Justberg und in Wallingen 298 arpents im Walde des Balis überlassen. Justemont s. Justberg. Juvelise s. Geistkirch. Juville, Df. (Ka. Delme [1790 Ka. Morville a. Nied (Lucy). 1802 Ka. Nomeny, später Ka. Delme], Kr. Chäteau- Salins, L.). 217 E. 73 Hsr. (10 GRe.) - 310 m. - AG. Delme (6,6); Bhf. R6milly (13,7). -Jovisvilla 1178; Jeuville 1262; ma. Jövelle. - Die Gde. umfasst den HO. J. (205 E. 72 Hsr.) und den AO. Chevillon. - StEBez. Delme. Wasserltg. s. 1850). - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Delme (s. 1802 , die Gden. J. und Moncheux (s. 1892i umfassend, zu welcher bis 1827 auch Liocourt gehörte. Kirche des hl. Moritz (22. Sept.). - Geschäftssprache franz.- Kalksteinbruch. Gehörte zu dem Pays-Messin |Franc-allen) und war Herrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit. -Juville war alter Besitz der Abtei St. Vincenz in Metz und scheint ihr schon bei der Gründung geschenkt worden zu sein. Die Vogtei und die Schirmherrschaft über den Besitz von St. Vincent stand der Herrschaft Viviers zu. 1404 widersetzte sich der Abt gegen eine Veranlagung zur Kriegssteuer, weil Juville mehr als vier Meilen von Metz entfernt wäre, und somit ausserhalb der Huchement» läge, 1489 machte Margaretha von Sierck, Grälin von Salm zu Viviers gegen Arnold von Finstingen, der das Dorf berannt hatte, ihre Vogteirechte geltend. Juville wurde damals vorübergehend unter lothringischen Schutz gestellt. - Ein Viertel der Herrschaft wurde während des 1.5. Jhdts. wiederholt verpfändet, so 1421 dem Johann von Fleville, 142^ dem Heinrich Halaze, der es 1454 noch besass, 14b2 den Beyer von Boppart, 1484 dem Johann von Salm zu Viviers. Dieses Viertel scheint ehemaliger Besitz des Hauses Bacourt gewesen zu sein; es wurde später durch die Abtei erworben und mit der Herrschaft wieder vereinigt. - J. war bis zum Konkordat Pfarrei des Metzer Archipr. Nomeny. Den Kirchensatz hatte die Abtei St. Vincenz. - Auf dem Delme-rücken Reste aus neolithischcr Zeit: Pfeilspitze aus Feuerstein. Spuren der Römerstrasse Metz-Strassburg, Funde römischer Münzen. K. Kachelschloss, verschw. Schloss (Gde. Hilbesheim, Ka. Finstingen, Kr. Saarburg, L.). Es lag in der Nähe des Kastelwaldes, westl. des Brüschbaches, und wird 1766 als zerstört bezeichnet. Ruinen davon sollen unlängst noch sichtbar gewesen sein. Kachelweiher im Larggebiet 0,2 km nördl. Largitzen - 1,5b ha. Fischerei. Wird alle b-10 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfluss zum Largitzerbach s. Larg 11. Kachler, Fsths. (Gde. Philippsburg, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd, L.). 6 E. 2 Hsr. 1850 erbaut. Kachler, Bergrücken, 342 m, zwischen Lieschbacher und Hanauer Weiher, nördl. dem Fsths. gl. N., Gde. Philippsburg, Ka. Bitsch. Kachler Hals, Sattel, 292 m, zwischen dem Kachler (342 m) und dem Grossen Steinberg (368 m), Uebergang vom Hanauer Weiher zum Lieschbacher Weiher. Kadenbronn, Df. (Gde. Nussweiler [s. 1813], Ka. u. Kr. Forbach, L.). 166 E. 42 Hsr. - Kollenberne 144b; Che-denborn 1544; Cadenbronn 1618. - Vor 1811 selbständig und seit 1790 zum Ka. Püttlingen. seit 1802 zum Ka. Forbach gehörig. Hat seinen besondern Bann behalten. - War Dorf der Herrschaft Forbach (s. d.). Im Walde von K. wurden gegen 1890 durch Herrn Huber aus Saargemünd mehrere Hügelgräber aus La Tene-Zeit mit Glück unter- |