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Show 26 Altweiher - Altweiher, verschw. Sennh. Gde. Metzeral, Ka. Münster. Kr. Colmar. O.-E.). 1889 abgebrochen. A l t w e i h e r im Doubsgebiet, 2,5 k m sw. Hindiingen - 4.51 ha. Fischerei. Wird alle 6-10 Jahre abgelassen und bebaut. Gemeindebesitz. Abfls. zum Schwarzbach s. Rhein- Rhonekanal 1, A l t w e i h e r im Illgebiet, 1,6 k m nördl. Alt-Pfirt. 1,2 ha. Fischerei. Wird alle 6-8 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Zu- und Abfluss s. 111 24. Altwuiher, 2 zusammenhängende Weiher im Larggeb. 2 k m nordöstl. Obersept. Zusammen 3,0ha. Fischerei. Werden alle 6-10 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfluss auf die Wiesen am Largitzerbach s. L a r g 11. A l t w e i h e r Yieil E t a n g ) im Saargebiet (259 im 1 k m nordw. Dianen-Kappel. 9,60 ha. Karpfenfischerei. Wird alle 5 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. [lo64 wird ein Cappel weiher als Besitz der Herrschaft Bracken-kopf erwähnt und dies ist wahrscheinlich der Vi e il Et an g]. Abfluss s. Stock w e i h e r 8. A l l w e i h e r b a c h s. Fecht 33. Altweiler, Df. (Ka. Saarunion [1793-1801 Ka. Harskirchen], Kr. Zabern, U.-E.). 751 E., 181 Hsr. (12 GRe. i - 220 m. - A G . Saarunion (8,3); Bahnhof Saarunion (8,6). - Alt will er 1578; ma. Alt willer. - Die Gemeinde umfasst den HO. A. (606 E. 158 Hsr.) und die AO.: Gutenbrunnen, Neiiweycrhof; der frühere AO. Sägemühle (Fsths.i zählt jetzt zum AO. Neuweyerhof; ferner lag im Gebiete der Gemeinde der verschwundene Ort Hontzen. - StEBez. Saarunion. Armr. (Gründungsjahr unbekannt.) Feuerwehr (seit 1882, 2 Spritzen.) - Filiale der kath. Pfarrei Harskirchen. Prot. Pfarrei Augsb. Konf., seit 1802 zum Kons. Saarunion der Inspektion Lützelstein gehörig. Filiale: Hinsingen. Simultan-kirche für Augsb. Bckenntniss und Reformirte. Reform. Pfarrei des Kons. Strassburg. Sprengel: A., Bissert, Harskirchen, Hinsingen (freiw. Gottesdienst seit 1852), Wiebersweiler. - Ziegel- und Kalkbrennerei, Getreidemühle. A. gehörte zur Grafschaft S a a r w e r d e n (s. d.); bei deren Theilung (1745) fiel es an Nassau-Saarbrücken (Amt Harskirchen). Seit dem 15. Jhdt. war das Dorf lange Zeit ganz verödet. Erst 1559 wurde es durch lothringische und französische Hugenotten wieder besiedelt, gehört daher zu den 8 sogenannten «welschen Dörfern-» der Grafschaft. 1624 zu einem Marktflecken erhoben. lo35 von den Kroaten verbrannt. 1685 die Kirche von den Franzosen zerstört. - Schon 1500-1029 hatte A. eine reformirte Pfarrei, dieselbe wurde dann 1730 wieder errichtet; ihre Kirchenbücher gehen bis 175o zurück; seit 1726 besteht auch eine lutherische Pfarrei, vorher wird A. als Filiale der lutherischen Pfarrei in Keskastel genannt. 1726 bis 1847 hatte es Wiebersweiler als Filiale, 1726 bis 1701 auch Mittersheim, und seit 17ol Hinsingen. Auch in Insweiler wurde bis 1770 durch den lutherischen Pfarrer von Altweiler alle 4 Wochen Gottesdienst gehalten. Die Kirchenbücher der lutherischen Pfarrei gehen bis 1726 zurück. Die gegenwärtige Kirche ist 1723/24 erbaut worden und seit 1724 Simultankirche für Lutherische und Reformirte, 1850 erneuert. Die etw. Katholiken waren stets nach Harskirchen eingepfarrt. - A. lag an der Römerstrasse nach Dieuze. Zahlreiche Maren. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Saarunion): 136,5 ha. (Buchen mit Eichen.) Alter Besitz der Gemeinde. Die Nacht-weid wurde 1847 resp. 1852 aufgeforstet. Altweiler, Df (Ka.St. Avold [s.1790] Kr. Forbach, L.). 278 E. 75 Hsr. (10 GRe.)-275 m . - A G . St. Avold (4,5). Bahnhof St. Avold (2.3). - Altwiler 1222 und 1469. L'An- Cienne ville c o m m u n c m ent Alt willer 1314; Altwill e r 1869. - Die Gemeinde umfasst den H O . A. (269 F. 71 Hsr.) und den .\(>. Heckenstück; den verschwundenen Ort Bambeschmühle. - StEB. St. Avold. - Kath. Hülfs-pfarrei des Archipr. St. Avold seit 18S1, vorher seit 18C4 Annexe der Hülfspfarrei Kammern. Kirche des hl. Remigius Alt-Windstein. , (1. Okt.), 1809 restaurirt. Etwaige Protestanten gehören zur Pfarrei St. Avold. G e m e i n d c w a l d (Oberförsterei St. Avold)' 66.6ha. A. war Dorf und bischöfliche Lehensherrschaft mit ganzer Gerichtsbarkeit des Bailliage Vic. Ehemals, wie es seh, int, Burg-Lehen der Kastellanei Homburg-St. Avold, 1289 von Rittern dieses Namens getragen, die Ende des 15. Jhdts. im Mannesstamm erloschen zu sein scheinen. 1486 wird noch ein Gerlach v. Viller erwähnt, der für das Dorf Altweiler bei St. Nabor an den Bischof Heinrich v. Lothringen gehuldigt hat, und welcher sich auch von Völklingen be- ' nennt. Erben dieses Geschlechts wurden die v. Lellich. die v. Nassau und Mohr v. Wald zu Volkringen, welche dort 1599 und 1642 als Besitzer erscheinen. Indessen war am 9. Febr. 1505 das Burg-Lehen durch das Bisthum Metz zur Hochgerichtsherrschaft erhoben worden. Diese Herrschalt ging dann durch Kauf Anfang des 17. Jhdts. an die Schenk \. Schmittburg und die v. Eltz über, welche sie u m die W e n de des 18. Jhdts. an die Familie Mangay und A'incent verkault haben. 1711 und 1715 waren beide schon Besitzer. 1735 erwarb ein Herr Motte aus Saarlouis die Herrschaft und behielt sie bis zur Revolution. Wegen des Kirchensatzes in Klein-Ebersweiler war die Abtei Wadgassen auch in Altweiler begütert. - A. war bis zum Konkordat (1801) Annexe der Hülfspfarrei Klein-Ebersweiler. Altwiese, Wir. (Gde. Mondorf [seit 1801, vorher selbstdg. im Ka. Rodemachern], Ka. Kattenhofen, Kr. Diedenhofen- Ost, L.). 24 E. 7 Hsr. - Durch Art. 18 des Vertrages zwischen Oesterreich und Frankreich vom 16 Mai 17ö9 wurde der Frisingerbach als Grenze zwischen beiden Ländern bestimmt und die auf dem linken Ufer des Baches (heute Allbach oder Altbach genannt) gelegenen Dörfer Mondorf und Altwiese dem Herzogthum Luxemburg zugetheilt. Die Grenzeist an dieser Stelle durch die Convention vom 28. März 1820 nicht geändert worden. (Bei der Abtretung stand nur ein Haus von dem heutigen Altwiese (Lothr.) gegen 17 von Mondorf.i Inzwischen hatten sich a m rechten Ufer des Allbaches die 1709 an Frankreich gefallenen Häuser vermehrt und es entstanden gegenüber den luxemburgischen Ortschaften Mondorf und Altwiese die gleichnamigen Orte Dorf Mondorf und Weiler Altwiese, welche 1790 selbständige, getrennte Banne hatten. Das ehemalige Dorf Altwiese gehörte z. Th. zur Meierei Hagen (s. Herrschaft Rodemachern). z. Th. zur Herrschaft Rüttgen (s. d.). Der heutige Weiler dürfte auf Rodemachern'schem Besitze entstanden sein, da der Altbach die Grenze zwischen der Herrschaft und der Grafschaft Rüttgen gebildet zu haben scheint. - Kirchliche Verhältnisse wie bei Mondorf (s. el.) Altwiesenbach s. Saar 45. A l t - W i n d s t e i n (Hinter-W.), Burgtr. (Gde. Windstein. Ka. Niederbronn, Kr. Hagenau, U.-E.). Im Jägerthal. 340 m. Ein Geschlecht, das sich nach der Burg nennt, wird erstmals erwähnt 1216 mit Heinrich v. W . 1325 war die Burg im Besitz von Johann v. W . und zwei Verwandten desselben ; Feindseligkeiten mit dem Bischof von Strassburg und der Stadt Hagenau führten 1332 zur Belagerung und Zerstörung der Burg durch die Genannten. Doch wurde sie wiederhergestellt und in Folge als Reichslehen genannt. 1347 erwarb Heinrich Eckbrecht v. Dürekheim durch Heirat mit Katharina v. W . Antheil an der Burg. Die Dürekheim theilten dieselbe mit Andern, bis sie 1664 in den Alleinbesitz derselben und zwar z. Th. als hanaulichtenbergisches, z. Th. als bischoll. speii isehes Lehen, gelangten. Von dem kurpfälz. Oberst Wolf Friedrich v. D. wurde die Burg (mit Neu-W.) 1670 tapfer gegen die Franzosen vertheidigt. doch schliesslich von ihnen genommen. Durch den Frieden von Nvmwcgen kamen die Burgtrümmer wieder an die Dürekheim. Das Geschlecht derer v. W . ist u m 1370 ausgestorben. Nach W . nannten sich später auch die Ostertag v. W., 1333 zuerst erwähnt, ausgestorben zu Ende des 15. Jhdts. |