| OCR Text |
Show BCnaville - Benfeld. 71 ein Rest des verschwundenen Dorfe- B, (s ,1. sein Der Hof war 1710 und 1766 Lehen der Grafschaft Salm. Benaville, verschw. D L (Gde. Saulxures, Ka Saabs, Kr. Molsheim. U.-E, Gehörte zu dem Banne von Piaini s. d.i und lag auf dun östl. Abhänge eines Hügels /wischen dem rechten Ufer des Champenaybaches und dem linken der Breusch. Ein Steinhaufen ist noch zu sehen. Das Dorl zählte einst 33 Feuerstätten, jetzt erinnert nur noch die Meierei Benaville (s. d.) und dii Chapelle de Benaville (s. d.) auf der Höhe des genannten Hügels daran. Im 17. Jhdt. waren hier auch Eisenbergwerke und ein Hochofen, von deren Erzeugnissen in den Gebäuden der Meierei Benaville noch einige vorhanden sind. Lei der Theilung der Grafschaft Salm im Jahre 1598 fiel IL dem Grafen Johann IX. zu. B e n d o r f , Df. Ka. Plirt [s. 1790|, Kr Altkirch, O.-E 210 E. 6-1 Hsr. (10 GRe.) - 540 m. - VG. Pfirt (4,4); Bhf. Pf. (5,6). - Buendorl 1146; ma. Beid'rf. - Die Gde. umfasst den HO. IL 188 E 57 Hsr. und die AO. Bendorfer Sag«-, Falbern, Mehlmühle, Schützenwald, Seegmatten; den verschwundenen Ort Weiler. - StEBez. l'tirt I. Wasserltg. (S. 1886, bez. 1894). - Kath. Hilfspfarrei des Ka. Plirt s. 1802 ;Kirchenfest Kreuzerfindung 3 Mai . Kirchhof-Kapelle zum heiligen Namen Jesu. L>ic Lutheraner gehören zur Pfarrei Colmar. - Steinbruch und Kalkbrennerei (2 Arbeiter). Kleine Sägerei und Getreidemühle, mit Wasserkraft. B. gehörte zu dem Lehen Schloss Li eb en st ein (s. d.), begütert war Kloster Lützel 1146 und 1273; das spital von Mou-tier- Grandval hatte einen Theil des Zehnten; einen Theil derselben übertrug 1251 der Bischof von Basel seinem Domkapitel. Kirchlich war B. bis 1801 Fil. von Ligsdorf und gehörte zum Landkapitel Eisgau des Bisthums Basel; den Kirchensatz hatte das Domstift von Basel (Ariesheim). G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Pfirt 255,9 ha. (Tannen und Buchen.) Alter Besitz der Gde B e n d o r f e r S ä g e , Sgm. Gde. Bendorf, Ka Pfirt, Kr. Altkirch, O.-E.s. 7 E. 1 Hs. - Sägemühle mil Wasserkraft. Entstehungszeit unbekannt: die .Mühle s,,n über 200 Jahre-alt sein. B e n d o r f w e i h e r , im Ille biet, 0,8 k m nördl. Largitzen, 0,83 ha. Fischerei. Wird alle 6-10 Jahre abgelassen und bebaut. Privatbesitz. Abfluss zum Forellen w e iherbach s. DI :v, Benfeld, St. (Ka. gl. N. |s. 1790], Kr. Erstein, U.-E.) 2479 £. (Sterbefälle 22,2, leb. < leborene 22,6 auf 1000). 3'»:' Hsr. (18 GRe.) - A n der 111. 160 m. - KrHO. Erstein (8,5); Bhf. B. (1,0). - Beneveldin 763; B e n e velt 1135; ma. Banfald, Banfalde. - Die Gde. umfasst den HO. IL (2383 E 179 Hsr.- und die AO.: Ehl, Ziegelscheuer,Zoll; den verschwundenen Ort Luterau (Bg). - P. IL Kl. mit öffentl. Sprechstelle 'letztere s. 7. Okt. lsoo. p. Bhf. (s. 1840). Stadtfcrnsprech-einrichtung. A G . (zugleich Rheinschifffahrtsgericht), umfassend den Ka. B. und die Gde. Westhausen des Ka. Erstein. 2 Notar,-. Gerichtsvollzieher. Gendarmeriestation. Obersteui-r-kontroleur StA. I. A'c-rkehrsStA. StEBez. für die Gden.: Benfeld, Hüttenheim, Kerzfeld, Kogenheim, Matzenheim, Sand, Sermersheim, Westhausen.Gde.-Fassaichungsamt. St. Mater-nusstift i Privatschule zur Bildung von I landw erkern s. Ehl. 4 Aerzte,darunter 1 Kantonalarzt.2Apotheken. Hospital (gegr. vor 1557 j vgl. unten|. 30Betten für Kranke und Sieche, 13,86 ha Grundbesitz, darunter 6,8 ha Wald . Kaltwasserkuranstalt des Dr. E. Sieffermann, 1872 begründet. Besuch (1S99 62 Personen. Armr. (s. 1869). Sparkasse s. 1882). Schlachths. is. 1878). Fw. s 1888, I Spritzen). Krgv. s. 9. Febr. 79). Station der Krankenschwestern des hl. Joseph vom Kloster St. Markus s. 1878 ; dgl. der Krankenschwestern vom hl. Vincenz von Paul (S, 1830, im Spital). - Kath. Pfarrei IL KL. Sitz des Dekanats (s. 18(2), umfassend die Pfarrei B. und die Hilfspfarreien Ebersmünster, Friesenheim, Herbsheim, Hüt-tenheim, Kerzfcld Kogenheim. Alatzenheim, Neunkirch, Rhi inau, Rossfeld, Sand, Sermersheim, Stotzheim, Wittern-heim. Schutzhl. hl. Laurentius In. Aug . Prot Pfarrei Augsb. Konf. des Konsistoriums Sundhausen, lnspektion St. AVilhelm in Strassburg s. 1880, 1877-80 selbstständigi s \i-kariat, vorher s. 1840 Filiale von Schlettstadt noch früher von Boofzheim . Zur Pfarrei gehören auch die Protestanten in Hüttenheim, sowii die Diaspora in Kerzfeld, Kogenheim, Matzenheim, Riedhol (eh. Hilsenheim . Sand Sermersheim. Zum Rabbinat Fegersheim c.h,,iic.e Synagogi Vnfang der 80er Jahn- des lo. jhdts. . Jüd. Friedhol (s. 1880). - Steinbruch. Spinnerei und Weberei Hüttenheim-Benfeld s. Hüttenheim), Lumpensortirerei. 1' Lohgerbereien Michel Wendung und Franz Metternwald). Malzfabrik 'Aug. Winckler). Tabakfabrik. - Handel: Wein, Tabackblätter, Getreide, Hopfen, Bauholz, Mehl, Häute, Lumpen. Tabakbau. Buchhandlung 's. ls-s.5 . Hausindustrie: Socken- und Haarnetzstrickerei für Firmen. Im Februar Mai Aug. und Nov. Jahr- und Viehmarkt; jeden letzten Montag des Monats Schweinemarkt. B., in der Nähe des römischen Hellelum (s. Ehl) g- li g n, war schon in merowingischer Zeil besiedi It. 762hatte Klosti i Ettenheimmünster Güter daselbst. Die Stadt gehörte zu den ältesten Besitzungen des Bi st h u m s Stra s sbu r g und war seit dem lo Jhdt. Sitz eines bischöflichen Amtes - l sowie eines Landkapitels. 139.5 wind,- II. von Bischol Wilhelm 11. der Stadt Strassburg verpfändet, 15 ',s jedoi h wi, dei eingelöst, und dadurch der seit 153) eingeführte Protestantismus wieder abgeschafft. Begütert zu B. war 1259 Kloster st. Arbogast zu Strassburg ; einen Hof daselbst (Hol Wysseneck als Sasslehen vom Bisthum. mit welchem 20 Pfd. Pfennig von der Steuer zu Rheinau, Kirchensatz und Laienzehnt verbunden war, besassen die Herren von Andlau; er ging 1400 an die Strassburger über, die ihn zu ihrem damals erbauten Schloss /."gen, 153" an den Bischof. - Die Stadtverwaltung führten der bischöfliche Vogt, der vom Bischof ernannte Schultheiss, neun Ratsherren, zwei Stettmeister und ein Heimburger. - Seinei strategisch wichtigen Lage wegen war IL schon früh befestig! schon 1319 als Festung erwähnte 1548 wurden die Befestigungen erneuert. Dennoch wurde die Stadt 1632 nach SOtägiger Belagerung (Vertheidiger Zorn von Bulach von den Schweden unter Hörn genommen und bis 1650 besetzt gehalten. Dann wurden die Festungswerke aul (.rund des Westphäl. Friedens geschleift Gefechte bei B : 1592 Sept. 8 zwischen Brandenburgern und Lothringern und 1622 anfangs Januar zwischen Kaiserlichen und Mansfeldischen Truppen. - Ein adeliges Geschlecht von IL -cit dem f.. Jhdt., 1177 ausgestorben. - B. war Sitz eines Landkapitels s. unten des Bisthums Strassburg. 14o4 hatte die Stadt ein Rektorat, Plebanat, Primissariat und 5 Kaplaneien. 1666 Rektorat mit 3 Kaplaneien. Filiale Ehl. Patronat und Zehntrecht besassen die Herren von Andlau seit 1454 als bischöflich strassburgisches Lehen. Seit etwa 1827 sind in B. wieder Protestanten, die zuerst nach Boofzheim. dann nach Schlettstadt eingepfarrt waren. Qie prot. Kirche ist 1866 erbaut worden. Die Kirchenbücher gehen bis 1841 zurück. Ein Spital soll in B. schon vor 1537 gl gründel worden sein, scheint aber wieder eingegangen zu sein, denn 18. Mai 17u_' wurde durch königliche Ordonnanz die Errichtung eines solchen angeordnet; durch Patent vom 27. Febr. 1703 wurde dann das Pilgerhaus in II. das 1672-1693 dem Orden der Laza-listen vom Bergi Karmel zugetheilt war, mit dies, m Spital vereinigt - B. liegt an einem Keltenwege von Ettenheim i Baden i nach Eiehhofen und weiter. Neolithische, römische und fränkische Funde. Kirchenchor aus dem 15. Jhdt. Rath-haus und Spital sind hübsche Renaissancebauten aus dem 17. Jhdt. Im Banne von B. am Wege nach Obenheim in einer Wiese eine Erderhöhung, vom Volke das Grab des Grafen vom Elsass genannt. G e m e i n d e wald Oberförsterei Erstein LH ha. Eiche, |