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Show Götzberg - Goldbach. 347 AVandmalereispuren aus dem 15. Jhdt. im Innern der alten Kirche. G e m e i n de w a l d (Oberförsterei Lembach) 405.6 ha. - 180-410 m ü. AI. (Buche, Eiche, Kiefer, Fichte, Hainbuche.) Buntsandstein. Alter Besitz der Gde., wahrscheinlich Schenkung von Hanau-Lichtenberg. G ö t z b e r g , H., 313,8 m, am linken Ufer der Larg, westl. Bütweiler, Ka. Dammerkirch, Kr. Altkirch. G ö t z e n b r ü c k , Df. (Ka. Bitsch [1790-1802 Ka. Lemberg], Kr. Saargemünd, L.). 793 E. 99 Hsr. (12 GRe.) - 360 m. - A G . Bitsch (11,0); Bhf. Lemberg (2,7). - Götz-brück 1721; G o e t z e m b r u c k 1751. - Die Gde. umfasst den H O . G. (777 E. 96 Hsr.) und den A O . Klabachmühle, hatte 1811-37 Saareinsberg zum AO. (vorher selbstdg., nachher bis 1838 A O . von Althorn, dann wieder selbständig). - P. III. Kl. T. StEBez. Bitsch. Kantonalarzt. AVasserltg. (s. 1891). - Kath. Pfarrei 2. Klasse (s. 1S87, vorher seit 1802 Hilfspfarrei) des Archipr. Bitsch. Sprengel: G. und Saareinsberg ohne den A O . Althorn (s. d.). Kirche z. E. Alariä Heimsuchung (2. Juli), 1871 gebaut. Kirchhofskapelle zu Ehren der Schmerzhaften Alutter Gottes 1844 erbaut. Die Protestanten gehören zur Pfarrei Bitsch, die Israeliten zum Rabbinat Saargemünd. - Glashütte von Walter-Berger & Co. Dieselbe wurde 1721 von den Gründern der Meisenthaler Glashütte (s. Meisenthal) für ihre Kinder angelegt und beschäftigt zur Zeit etwa 1000 Arbeiter, mit Einschluss der Heimarbeiter und der Arbeiter der Glasschleiferei in der Zweigfabrik zu Saareinsberg. In der ersten Zeit wurden Hohlglaswaaren (Flaschen und Gläser) und Fensterscheiben hergestellt. Bereits 1724 wurde auch die Fabrikation von Uhrgläsern aufgenommen, welche 100 Jahre später so zugenommen hatte, dass 1824 die Herstellung von Hohlglaswaaren der befreundeten Glashütte in Aleisenthal überlassen werden konnte. Erst 1850 wurde die Brillenglasfabrikation eingeführt. Gegenwärtig werden fast nur Uhr- und Brillengläser hergestellt, neben Glocken für Standuhren, Gläsern für chemische Laboratorien u. s. w. Jahresproduktion: Ueber 80000 Gross Uhrgläser und 40000 Doppeldutzend Brillengläser. Ständige Lager der Firma befinden sich in New-York, Paris. London, Genf und Chaux-de-Fonds. Es ist die grösste Brillenglasschleiferei der Welt. 2 Buchhandlungen (s. 1885 und 1887). G. war Dorf der Herrschaft Bitsch und ist nach 1721 neben einer dort gegründeten Glashütte entstanden. - Kirchlich gehörte G. bis 1802 zur kath. Pfarrei Sucht und wurde dann selbst Pfarrei. Kirche zuletzt 1871 erneuert. G e m e i n d e w a l d (Oberförsterei Lemberg) 103,9 ha. 300-390 m über dem Meere. Oberer Buntsandstein, A'oltzien-sandstein, Vogesensandstein. (Buche, Eiche, Hainbuche, Kiefer, AVeymouthskiefer, Fichte.) Früher Staatswald; wurde durch Kantonncment vom 6. Okt. 1862 mit 24,3 ha und vom 5. Juni 1865 mit 91,5 ha an die Gde. für abgelöste Holzrechte abgetreten. Litter.: s. Aleisenthal. G ö t z e n b r ü c k (G o i t z b r i c k).Staatswald(Gde.Götzen-brück, Ka. Bitsch, Kr. Saargemünd. L.). 363 ha. Oberförsterei Lemberg. (Rothbuche, Eiche AVeissbuche, Erle, Esche, Ahorn, Rüster, Aspe, Birke, Pyramidenpappel, Kiefer, Fichte, Tanne, Lärche.) Vogesensandstein. Ehemalige Domäne der Herrschaft Bitsch. Durch Patentbrief des Herzogs Leopold von Lothringen vom 21. Januar 1721 sind 600 Alorgen im AAralde Gotzbrick dem J. G. Poncet zur Ausbeutung für den Betrieb einer schon früher vorhandenen, seitdem eingegangenen Glashütte überlassen worden. 1767 sind für die Hütte 1788 Alorgen im Forste von Sucht angewiesen worden. Die Holzberechtigung ist durch gerichtliches Urtheil 1837 eingezogen worden. G ö t z e n k o p f (AIB. Götzenberg), B. 462m, nordöstl. Ober-Steinbach, Ka. AVeissenburg. Goglot, AI. (Gde. Ste. Ruffine, Ka. Gorze, Kr. AlKz, L.). 12 E. 1 Hs. - AVar Schloss und Alühle des Pays Alessin (Val ! de Aletz), zur Herrschaft Ste. Ruffine gehörig. Später nur noch Alühle, die seit 1891 ausser Betrieb ist. - 1881 wurden | dort römische Reste gefunden. Goin, Df. (Ka. Verny [1790-1802 KHO.], Kr. Aletz, L.). 373 E. 128 Hsr. (10 GRe.) - 210 m. - A.-, L.- und SchwG. Aletz (18,6); Bhf. Peltre <lö,l). - G o e n c 1157; C o y n s 1180. - Die Gde. umfasst den HO. G. (329 E. 112 Hsr.), den A O. Horgne und den verschw. O. Bordes. - Ortseinn. StEBez. Solgne. - Kath. Hilfspfarrei des Archipr. Pournoy-la-Grasse (s. 1804). Kirche des hl. Alartin (11. Nov.). Zur Pfarrei gehört auch Pagny bei Goin (s. 1802, vorher zur Pfarrei A'igny). - Geschäftssprache franz. - Kleine Getreidemühle. Buchhandlung (s. 1888). G. war lothringisches Dorf ond Lehensherrschaft in der Kastellanei Amance, Enclave im Pays Alessin (Saulnois). - A^on der älteren Geschichte des Ortes ist sehr wenig bekannt. Er wird zuerst 1157 genannt; die lothringische Abtei St. Alartin bei Aletz hatte damals schon den dortigen Kirchensatz inne. Es werden dann von 1180-1293 Ritter von G. erwähnt, deren Stamm nicht weiter bekannt ist. 1348 überliess Ferri von Bacourt-Chambley seinem Schwiegersohne, Jean le Hungre. seinen Antheil an dem festen Hause und Zubehör, welchen er mit Genehmigung des Herzogs von | Lothringen gegen 3100 Pf. Aletzer Alünze erworben hatte. Das Lehen scheint schon damals in Händen des mächtigen Geschlechts de Chambley, als Lehen der von Saarbrücken- Apremont-Commercy, gewesen zu sein, denn vor 1378 hatte Ferri von Chambley ohne Einwilligung seiner Lehensherren die Herrschaft Goin an die Baudoche verkauft. Johann von Saarbrücken zog das Lehen ein, gab es jedoch später an den Sohn des A'orerwähnten wieder heraus, und scheint ! diesen schliesslich vom Lehenseide befreit zu haben. Thatsächlich verblieb Goin in Händen der Baudoche, an welche wiederholt gehuldigt wurde, bis sie 1549 gegen eine jährliche Rente ihre Lehensherrlichkeit und ihren Besitz an Lothringen abtraten. Dass G. z. Th. auch Lehen des Bisthums gewesen ist, scheint sehr wahrscheinlich, ist aber nicht sicher festzustellen (s. Coin a. d. Seille, bischöfliches Lehen). 15t>3 wurde G. von den Aletzern noch als Dorf des Pays Alessin betrachtet. Es wurde jedoch von der Stadt bei den Konferenzen von Nomeny (1604) nicht beansprucht. Nach der Abtretung der Baudoche blieben die de Heu Lehensträger von Lothringen, dann ihre Erben, die von Clervant, und de Alarcossey, später 1682 die de Cussigny, im 18. Jhdt. (1777-1780) die Clairon d'Haussonville. - I m Sept. 1444 wurde das Schloss von G., gleich anderen Schlössern der Gegend, von französischen Truppen in Besitz genommen, u m als Stützpunkt für die Belagerung von Aletz zu dienen. - G. war Pfarrei des Archipr. Nomeny ; Kirchensatz und Zehnten, früherer Besitz der Abtei St. Alartin, wurden später mit der Primatialkirche von Nancy verbunden. - A'om alten Schloss ist nur ein Renaissance-Portal erhalten. Goin, Kanton. Der Ka. G. (1790-1802), 1790-1795 zum Distrikt und 1*00-1802 zum Arrondissement Aletz gehörig umfasste die Gden. Alömont, Cheminot, Cherisey, Chesnv, Crepv, Fleury, Goin. Liehon, Longeville b. Cheminot, Lou-vigny5 Magny, Orny, Pagny b. Goin, Peltre, Pommerieux, Pouilly, Pournoy-la-Grasse, Saint-Jure, A'erny und A'igny. 1802 wurden sämmtliche Gden. dem Ka. A'erny zugewiesen. G o i n b a c h s. Seille 25. G o l d b a c h , Df. (Ka. St. Amarin [1790-1802 Ka. Thann], Kr. Thann, O.-E.). 424 E. 91 Hsr. (10 GRe.) - 680 m. - AG. St. Amarin (9,7); Bhf. Weiler (5,2). - Goltbach 1135; ma. Golbach. - Die Gde. umfasst den H O . G. (297 E. 61 Hsr.), die AO. Bei der Alühle, Blanschen, (ierstacker, Goldenmatt, Alittelberg, Neuhausen und den unbewohnten O Freundstein (Ruine). - StEBez. St. Amarin. - Kath. Hilfspfarrei (s. 1802) des Dekanats St. Amarin. Schutzheiliger hl. Lorenz 110. Aug.). AO. Altenbach (s. 1802). Kleine Getreidemühle mit Wasserkraft. |